Mittwoch,23.Juni 2021
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US-Banken erhöhen Wetten gegen Gold und Silber um bis zu 24 Prozent

Schlechtes Omen für die Edelmetallpreise? Der aktuelle Report der amerikanischen Börsenaufsicht CFTC zeigt, dass große US-Banken wieder deutlich stärker auf einen fallenden Gold- und Silberpreise setzen.

Reger Futures-Handel an der US-Warenterminbörse Comex. US-Banken haben ihre Short-Positionen auf Gold Anfang Februar massiv aufgebaut. Per 07.02.2012 meldet die Aufsichtsbehörde CFTC im aktuellen Bank Participation Report Vorwärtsverkäufe im Umfang von rund 460 Tonnen Gold (148.308 Kontrakte á 100 Unzen). Gegenüber dem Vormonatsbericht entsprach dies einem Anstieg um 20 Prozent. Der Open Interest, also der Indikator für die gesamte Handelstätigkeit mit Gold-Futures, nahm um 3 Prozent auf 436.061 zu.

 

Noch stärker sind zuletzt die Short-Positionen auf Silber gestiegen. Für Anfang Februar wurden 22.283 Kontrakte gemeldet, mit denen US-Banken auf einen fallenden Silberpreis setzten. Das entspricht einem Äquivalent von 3.465 Tonnen und damit einem Zuwachs von 24 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Hintergrund: Ein Futures-Kontrakt besteht jeweils aus einer Short- und Long-Position, die von jeweils einer anderen Partei eingenommen wird. Wer „long“ und wer „short“ ist, hängt davon ab, wer den Handel initiiert hat.

Die US-Banken setzen auf dem Terminmarkt bei Gold und Silber seit mehreren Jahren sozusagen notorisch auf fallende Kurse („short“). Steigt der Goldkurs (oder Silberkurs), so werden kontinuierlich Short-Positionen aufgebaut. Bei niedrigen Edelmetallpreisen werden Short-Positionen regelmäßig wieder eingedeckt.

In der Vergangenheit kam es dann in der Folge immer wieder zu einem deutlichen Anstieg des Goldpreises, wenn die Short-Positionen der US-Banken relativ niedrig waren. Die Kurse fielen oft, nachdem über mehrere Monate hinweg kontinuierlich Short-Positionen aufgebaut wurden.

Der Futures-Markt wird im Edelmetallsektor stark von wenigen großen Geldhäusern dominiert (vor allem von JP Morgan). Aktuell repräsentieren fünf US-Banken mit ihren Short-Positionen 34 Prozent des gesamten Gold-Futures-Handel an der COMEX.

Auf dem engen Edelmetall-Markt haben kapitalstarke Händler immer wieder gute Chancen, den Goldpreis kurzfristig in ihrem Sinne zu lenken.

Goldreporter

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