US-Erzeugerpreise explodieren: Produzenten-Inflation steigt auf 6 Prozent

Die US-Erzeugerpreise sind im April deutlich stärker gestiegen als erwartet. Vor allem Energie verteuerte sich massiv.

Die Inflation steigt: Die Erzeugerpreise in den USA sind im April 2026 überraschend stark gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten des U.S. Bureau of Labor Statistics hervor. Gegenüber dem Vormonat legte der Erzeugerpreisindex um 1,4 Prozent zu – der stärkste Anstieg seit März 2022. Analysten hatten lediglich mit 0,5 Prozent gerechnet.

Im Jahresvergleich stieg die Produzenten-Inflation auf 6 Prozent nach zuvor 4,3 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Energieprodukte. Denn die Benzinpreise sprangen infolge des Iran-Krieges um 15,6 Prozent an. Auch Diesel, Flugtreibstoff und Chemikalien wurden deutlich teurer.

Zudem zogen die Dienstleistungspreise kräftig an. Dabei meldete die Statistik den stärksten Anstieg seit mehr als vier Jahren. Der Goldmarkt reagierte zunächst verhalten (Goldpreis -0,6 %). Allerdings könnten die steigenden Inflationsdaten die Erwartungen an schnelle Zinssenkungen der Fed weiter dämpfen.

Goldreporter-Kommentar: Steigende Produzentenpreise erhöhen den Druck auf die Inflation entlang der gesamten Lieferkette. Am Vortag war für April schon eine steigende US-Kerninflation gemeldet wurden. Deshalb bleiben Realzinsen und Fed-Erwartungen kurzfristig zentrale Belastungsfaktoren für den Goldpreis.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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2 Kommentare

  1. Eine in Fahrt gekommene Inflation kann man nicht mit nix tun oder gar Zins Senkungen begegnen.
    Paul Volcker in den USA wusste das und erhöhte über Nacht die Zinsen auf 20% ( heute müsste Warsh diese auf 60% angeben)
    Damit würgte Volcker die Wirtschaft ab, Aktien stürzten ins bodenlose, Betriebe verschwanden.
    Ich glaube, so 10 Jahre ging das, aber, siehe da, die Inflation ging überdeutlich zurück.
    Es gibt keine ander Möglichkeit, als Sparen und nochmals Sparen. Die Leute von der SPD hier sagen, totsparen ist das. Ja, genau das muss man tun, sagt maruti.
    Und so wird es auch kommen, so kam es immer.
    Erst nach dem Totsparen kann es wieder raufgehen.

  2. @Maruti
    Sie wissen sicherlich das der Goldpreis u.a. auch die Globale Wirtschaftslage, Inflationierung einer Währung widerspiegelt. Gute Zeiten, mit boomenden Wirtschaft und starken Währung machen Gold uninteressant. Genau dies sind aber die Zeiten wo man Gold aufstocken sollte.
    Eigentlich sollte man einen bescheidenen Bestand an Gold haben um schwierige Zeiten besser zu überbrücken, oder sagen wir übertrieben überleben!
    Selbstverständlich können teile der Wirtschaft, Unternehmen und deren Aktien massiv korrigieren. Das hängt aber auch nicht nur von der Wirtschaftslage, sondern auch von Sektoren wo die jeweilige Unternehmen tätig sind. Ein Beispiel, es gibt genug Anleger die Aktien von Caterpillar kaufen obwohl die Aktie heiß gelaufen ist.
    Aktuell notiert bei 900,00$ und weit über 40 KGV, das bei einem Industriebetrieb. Anscheinend glauben einige das dies einfach so weitergeht, eine 40% + Überbewertung scheint wohl keine Rolle zu spielen. Na dann viel Glück bei späteren ausstieg und garantiert Geldverlust, ich habe CAT bei 250,00 – 270,00$ gekauft und die Hälfte davon mit gutem Gewinn verkauft.

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