US-Geldpolitik: Fed-Chef Warsh kündigt „Regimewechsel“ an

Fed-Chef Kevin Warsh versprach während der Kongress-Anhörung konsequentes Vorgehen gegen die Inflation und kündigt grundlegende Reformen der US-Notenbank an.

Fed-Chef Kevin Warsh hat am Dienstag vor dem US-Kongress den Kampf gegen die Inflation zur wichtigsten Aufgabe der Notenbank erklärt. Die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses hätten „keine Toleranz“ gegenüber dauerhaft erhöhtem Preisauftrieb und seien entschlossen, Preisstabilität wiederherzustellen.

Die überraschend schwachen Inflationsdaten für Juni wertete Warsh nicht als Entwarnung. Die US-Verbraucherpreise waren gegenüber Mai um 0,4 Prozent gesunken, während die Kernrate stagnierte. Im Jahresvergleich verlangsamte sich die Kerninflation auf 2,6 Prozent.

Gleichzeitig kündigte Warsh einen grundlegenden Umbau der Fed an. Nötig sei ein „Regimewechsel“ bei Strategie und Arbeitsweise. Fünf Arbeitsgruppen prüfen unter anderem die Kommunikation der Notenbank, ihre 6,7 Billionen US-Dollar schwere Bilanz, die verwendeten Wirtschaftsdaten und den geldpolitischen Inflationsrahmen.

Bei der Zinssitzung am 28. und 29. Juli wird zunächst keine unmittelbare Anhebung erwartet. Mehrere Fed-Mitglieder halten höhere Zinsen im weiteren Jahresverlauf jedoch weiterhin für möglich. Ein solcher Schritt im September wird am US-Terminmarkt derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent gehandelt.

Goldreporter-Kommentar: Die Aussagen von Fed-Präsident Kevin Wasrh unterstreichen, dass die schwachen Juni-Inflationsdaten vorerst keine geldpolitische Entwarnung bedeuten. Für den Goldpreis bleiben die weiteren Zinserwartungen und die Entwicklung der US-Anleiherenditen relevant. Aus charttechnischer Sicht besteht aber weiterhin die Chance auf eine kurzfristige Bodenbildung bei 4.000 USD.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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7 Kommentare

    • @Peter
      Dasselbe denke ich auch.
      Er hat keine andere Chance, als weiter zu inflationieren.
      Bis zum bitteren Ende.
      In den Burenkriegen in Südafrika gab es eine Elitegruppe, die nannte sich „Bitterender“. Weil diese immer bis zum bitteren Ende kämpfte und niemals aufgab.

    • @Stillhalter
      Das gleiche bla, bla auch in den Finanzmedien.
      Komisch, nichts mehr von Friedens-Gesprächen und beherzt zugreifenden Anlegern zu sehen.
      Hat man den Iran-Konflikt ( war da was, muss ich verschlafen haben), doch nicht ganz abgefrühstückt ?
      Ich denke, das war der Appetizer, das Frühstück kommt erst noch.

  1. Nicht nur das, eine neue Goldmünze mit dem Porträt des Donald Trump wird vorgestellt.
    Das ist ein -must have – für alle Trump Fans.
    Da kann nichts schief gehen.

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