Die US-Inflation ist im April deutlich gestiegen. Auch die Kernrate zog stärker an als erwartet.
Der Inflationsdruck in den USA hat sich im April erneut verstärkt. Wie das U.S. Bureau of Labor Statistics am Dienstag meldete, stieg die jährliche Teuerungsrate auf 3,8 Prozent. Im März hatte die Inflation noch bei 3,3 Prozent gelegen. Analysten hatten lediglich mit 3,7 Prozent gerechnet. Damit erreichte die US-Inflation den höchsten Stand seit Mai 2023.
Treiber der Entwicklung bleiben vor allem die stark gestiegenen Energiepreise. Denn die Kosten für Energie legten im Jahresvergleich um 17,9 Prozent zu – nach 12,5 Prozent im Vormonat. Besonders kräftig verteuerten sich Benzin (+28,4 Prozent) und Heizöl (+54,3 Prozent). Hintergrund bleibt der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Konflikts.
Aber auch die Kerninflation entwickelte sich ungünstiger als erwartet. Ohne Energie und Lebensmittel stiegen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent nach zuvor 2,6 Prozent. Erwartet worden waren lediglich 2,7 Prozent. Damit erreichte auch die Kernrate den höchsten Stand seit September vergangenen Jahres. Im Monatsvergleich zog die Kerninflation um 0,4 Prozent an – nach jeweils 0,2 Prozent in den beiden Vormonaten.
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