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USA: Derivate-Markt steigt auf 240 Billionen Dollar

Wetten auf alles: Zu den Derivaten zählen Futures, Forwards, Optionen und Swaps (Foto: Paulus-Rusyanto - Fotolia)

Wetten auf alles: Zu den Derivaten zählen Futures, Forwards, Optionen und Swaps.

Das Nominalvolumen aller von US-Finanzhäusern gehaltenen Finanzderivate ist im dritten Quartal 2013 noch einmal um 3 Prozent gestiegen. Der Gold-Derivate-Handel wird weiterhin von JP Morgan beherrscht.

Per Ende September 2013 besaßen US-Finanzhäuser Finanzderivate im Nominalwert von 240 Billionen US-Dollar (amerik. Trillions!). Gegenüber dem Vorquartal stiegt der Umfang dieser Wetten um 6,3 Billionen US-Dollar oder 3 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Bericht der US-Aufsichtsbehörde Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hervor. Das Allzeithoch liegt bei 249 Billionen US-Dollar. Es stammt vom zweiten Quartal 2011.

Einmal mehr verdeutlichen die Zahlen auch die enorme Marktkonzentration auf dem Papier-Goldmarkt. Der US-Geldriese JP Morgan hielt im dritten Quartal mit einem Nominalvolumen von 65,42 Milliarden US-Dollar alleine 60 Prozent aller Goldderivate in den USA. Die Top-4-Geschäftsbanken halten mit 81,63 Milliarden US-Dollar 75 Prozent aller Gold-Derivate.

Insgesamt wurde zuletzt weniger mit Gold „gewettet“. Das Volumen der von US-Finanzunternehmen gehaltenen Gold-Derivate fiel gegenüber Vorquartal um 10,8 Prozent und im Vergleich zum Vorjahr sogar um 32 Prozent.

US Derivate

Entwicklung US-Derivate-Markt seit 1996 (Quelle: OCC)

 

Der Anteil der Gold-Derivate am gesamten Derivate-Volumen beträgt mit 108,19 Milliarden US-Dollar allerdings gerade einmal 0,045 Prozent. Unter Derivate fallen Optionen, Futures, Forwards und Swaps.

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Eingetragen von am 4. Feb. 2014. gespeichert unter Banken, Gold, Marktdaten, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

10 Kommentare für “USA: Derivate-Markt steigt auf 240 Billionen Dollar”

  1. 0177translator

    Nichts haben sie dazugelernt, diese Derivatenkacker. Ewig grüßt das Murmeltier:
    http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/finanzmaerkte-waehrung-der-schwellenlaender-auf-crashkurs/9417552-2.html
    Und Obama möchte, daß seine Amis als Rentenvorsorge FED-Bonds kaufen.

  2. Derivate sind dann sinnvoll, wenn dahinter wirklich eine Preisabsicherung steht. Nichts anderes habe ich als Unternehmensleiter gemacht und Nickel- Derivate gekauft. Aber Derivate als reines Spekulationsinstrumentarium zu sehen ist für die Finanzindustrie tödlich.

    Ich hatte eine Petition eingereicht mit dem Kerngedanken, dass Derivate nur dann zulässig sind, wenn sie auch realisiert werden. Antwort der Regierung: „nicht durchsetzbar“.

  3. Die Derivategröße ist total irrelevant. Entweder gewinnt halt die eine Partei oder die andere. Kann das Derivateproblem nicht mehr hören. Bei noch keinem Crash waren die Derivate Schuld. Aber natürlich muss man ja immer tolle Gründe finden und diesmal ist alles anderes jaja.

    • Sorry, aber Sie haben von Wirtschaft keine Ahnung!

      • „Ein Credit Default Swap (CDS; dt. auch „Kreditausfall-Swap“) ist ein Kreditderivat, das es erlaubt, Ausfallrisiken von Krediten, Anleihen oder Schuldnernamen zu handeln.“

        O2 sollte sich mal mit dem Thema beschäftigen, denn diese Art Derivate ist zur Zeit die größte, tickende Zeitbombe.
        Und: mehr als relevant.

        • 0177translator

          @Watchdog
          Hau mich, wenn ich spinne, aber die BaFin hat doch Alarm geschlagen, daß die sog. „Deutsche Bank“ toxische Derivate von 50 oder 60 Billionen Dollar im Keller hat. Tickende Zeitbombe ist m.E. eine Untertreibung, das ist schon eine Wasserstoffbombe.

          • @0177translator
            So ist es.
            Die EZB (geführt vom Goldman-Drachen) kennt die „toxischen
            Derivate“ in den Keller-Räumen der europäischen Banken
            genau; deshalb wird vor dem geplanten Banken-Streßtest noch
            schnell die Eigenkapitalquote der Banken von vorher 8 Prozent
            auf 6,5% gesenkt,
            oder – um es mit den Worten des ADAC zu sagen: man senkt die
            vorgeschriebene Reifen-Profiltiefe von 1,6 mm auf 0,8 mm
            und wartet auf die Ergebnisse des nächsten Aquaplaning-Tests.

            („nur Fliegen ist schöner“).

          • @0177translator & Watchdog

            Apropos „Deutsche Bank“:
            Vermögenslage, Eigenkapital einschließlich Anteilen ohne beherrschenden Einfluss, 2012:
            54.410.000.000 Euro ~ 54,4 Milliarden Euro
            Quelle: https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2012/gb/lagebericht/vermoegenslage.html

            Kreditrisikoengagement aus Derivaten der Deutschen Bank, 2012:
            55.605.039.000.000 Euro ~ 55,6 Billionen Euro
            Quelle: https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2012/gb/lagebericht/risikobericht/kreditrisiko/engagementausderivaten.html

            Falls ich mich in den Zahlen nicht irren sollte, und im Derivategeschäft der Deutschen Bank etwas „Größeres“ (z.B. 1% (ca. 556 Milliarden Euro) Verlust) schief läuft, hilft aus Sicht des deutschen Steuerzahlers wohl nur noch auswandern. Von wegen nicht mehr systemrelevant und so.

            Das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Eigenkapital und den Risiken der Deutschen Bank im Jahre 2012 zeigt auch, dass uns die Politik permanent belügt, wenn sie so tut, als ob sie irgendetwas zum Besseren gewendet hätte. Aber nun ja, wer noch an die verlängerten Arme der Globalisten aus der Hochfinanz und der Industrie glaubt, hat noch immer nicht begriffen wohin die Reise mit der Menschheit geht.

            Grüße
            AE-35

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