Sonntag,24.Oktober 2021
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Wegen Goldpreis-Manipulation: Gefängnisstrafe verhängt

Goldpreis, Manipulation, Deutsche Bank (Foto: Goldreporter)
Deutsche-Bank-Filialen in New York: Zwei Trader der Bank wurden 2018 wegen der Manipulation von Edelmetall-Kurse angeklagt (Foto: Goldreporter).

Ein Gericht in Chicago hat einen ehemaligen Trader der Deutschen Bank zu einem Jahr Haft verurteilt, wegen der Manipulation von Edelmetall-Preisen.

Goldpreis-Manipulation

Goldpreis-Manipulation ist keine Verschwörungstheorie, sie wurden in der Vergangenheit aktiv praktiziert und von Gerichten mehrfach bestätigt. In den Vereinigten Staaten endet einer Fälle nun mit einer Haftstrafe für den Angeklagten. Es handelt sich um einen ehemaligen Trader der Deutschen Bank, den 41-jährigen Briten James Vorley.

Haftstrafe verhängt

Der Richter eines Bundesgerichtes in Chicago verhängte eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und einem Tag. In seiner Begründung erklärte er laut Reuters: „Jeder, der auf den Finanzmärkten arbeitet, muss daran erinnert werden und verstehen, dass Versuche, den Markt mit irgendwelchen Mitteln zu manipulieren, mit erheblichen strafrechtlichen Sanktionen geahndet werden“, sagte Tharp.

Spoofing

Vorley arbeitete im Zeitraum von 2007 bis 2015 für die Deutsche Bank. Nachgewiesen wurde ihm die Methode des so genannten Spoofings. Dabei werden zumeist am Terminmarkt Aufträge platziert und kurz vor der Ausführung wieder gelöscht, um andere Händler über die Preise vorliegender Orders in die Irre zu führen und die Kurse in die gewünschte Richtung zu lenken.

Zweiter Angeklagter

Die Verurteilung erfolgt schon im vergangenen September. Nun steht also auch das Strafmaß fest. Und jetzt wartet noch sein ehemaliger Kollege Cedric Chanu auf den Urteilsspruch. Er soll am 28. Juni 2021 anstehen. Gegen beide Ex-Banker war 2018 Anklage erhoben worden. Im vergangenen Jahr hatten deren Anwälte von der Justiz noch konkrete Beweise für die manipulativen Trades der Mandanten gefordert (Gold- und Silber-Manipulation: Angeklagte fordern US-Justiz heraus).

Weitere Manipulationsfälle

In einem weiteren spektakulären Manipulationsfall hatte ein einstiger Trader der Großbank JP Morgan auch seine Vorgesetzten belastet. Die Arbeitgeber kamen in der Vergangenheit immer wieder mit reinen Strafzahlungen davon. So auch die Bank of Nova Scotia im vergangenen Jahr (Goldreporter berichtete).

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2 KOMMENTARE

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  2. Sollten man die Banken/Verantwortlichen mal fragen, wie das überhaupt möglich sein kann…
    freie Märkte per Knopfdruck manipulieren zu können.
    Wäre sehr gespannt auf ihre ‚ehrliche‘ Antwort.

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