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Wie China den Dollar verdrängt und Gold profitiert

Top-Exporteure

Top-Exporteure 2013 (Quelle: www.mapsofworld.com)

Goodbye Dollar, wenn China übernimmt                                                                                                                                                            zurück zu Seite 1

Dass sich die Chinesen nicht faul zurücklehnen, dürfte klar sein. Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass die BRICS-Länder vereinbart haben, eine eigene Bank zu gründen, die ihnen bei der Finanzierung ihrer Infrastrukturpläne helfen soll. Sie beschuldigen die Weltbank, Partei für den Westen zu ergreifen. Mit einem eigenen Zahlungsinstitut könnten die aufstrebenden Wirtschaftsnationen ihre Abhängigkeit von westlichen Institutionen wie IMF und Weltbank erheblich verringern. Das könnte aber nur der Anfang sein.

China wird der Welt nicht von heute auf morgen eine international anerkannte Reservewährung präsentieren. Derzeit wird über 60 Prozent des gesamten Welthandels noch in US-Dollar abgewickelt. Doch die Chinesen machen sich für die Übernahme bereit. Das Land besitzt gut 23 Prozent aller amerikanischen Staatsanleihen im Nominalwert von 3,66 Billionen US-Dollar und man erhöht den Druck auf die amerikanische Wirtschaft.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass China nicht nur die US-Autoindustrie überflügelt hat, seit September ist China auch der weltgrößte Ölimporteur. Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht aus: Wer über das schwarze Gold regiert, der beherrscht die Welt. Irgendwann kommt der Tag, an dem China seine Dollar-Reserven gegen den Yuan eintauscht oder gegen eine neue BRICS-Reservewährung. Und die Diversifizierung hat bereits begonnen. Die chinesische State Administration of Foreign Exchange hat gerade erst angekündigt, man wolle Teile der Reserven in europäische Immobilien investieren.

Der Yuan holt auf

Die chinesische Ratingagentur Dagong hat den Status der USA aufgrund prognostizierter Downgrades von A auf A- herabgestuft. Darüber hinaus scheint der Yuan gegenüber anderen Währungen eine immer wichtigere Position einzunehmen. 2010 wurden täglich 34 Milliarden Dollar in Yuan gehandelt. Die Währung stand auf dem 17. Platz der am meisten gehandelten Devisen. 2013 rangiert der Yuan mit 120 Milliarden Dollar an Transaktionen pro Tag bereits auf Platz 9.

Währungen Aera

Weltmächte und ihre Zeit

In der vergangenen Woche hat China mit der Eurozone eine große Währungstauschvereinbarung für Euro und Yuan getroffen („Currency Swap Deal“). Die Folge: Es werden erheblich weniger amerikanische Dollar zwischen China und Europa gehandelt werden. Der stattfindende Handel wird nicht mehr in Dollars konvertiert. Der Greenback wird als Zwischenwährung ausgeschaltet. Die gleiche Vereinbarung hat China im Juni bereits mit Großbritannien getroffen.

Die Rolle des Goldes

Last, not least: China ist der weltweit größte Goldproduzent und kauft zusätzlich ungeheure Goldmengen auf. Unbestätigten Gerüchten zu Folge hat China das Ziel, seinem heutigen Goldbesitz in absehbarer Zeit 5.000 Tonnen hinzuzufügen, um in die Nähe der gewünschte 10.000 Tonnen an Goldreserven zu kommen. Eines ist klar: Der Weltreservestatus des Dollar wird nicht ewig halten. Viele Währungen gingen dem US-Dollar in dieser Eigenschaft voraus. Und wir denken, viele werden ihm noch folgen.

Der Übergang wird nicht schmerzfrei an uns vorübergehen. Man sollte sein Vermögen auf verschiedene Märkte und Investitionsformen verteilen. Gold spielt hierbei eine wichtige Rolle. Und Chinas Kampf um die Weltmacht hat ganz unmittelbare Auswirkungen auf das Edelmetall. Schließlich korreliert der Goldpreis bis heute aufs Heftigste mit dem US-Dollar. Ein schwächelnder Dollar ist in den meisten Fällen günstig fürs Gold. Mit anderen Worten: Wenn nicht nur der Wert, sondern auch die Gesamtposition des Dollars unter Druck gerät, wird Gold davon profitieren. Sollte Gold im Rahmen einer neuen Weltwährung auch noch eine prominente Rolle spielen, dann ist das Szenario perfekt. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wird das künftige Finanzsystem sich von dem heutigen deutlich unterscheiden. Dabei dürfte physisches Gold nicht länger eine untergeordnete Rolle spielen.

Nadine Smeding ist Markt- und Rohstoff-Analystin bei GoldRepublic
Bei der international tätigen, niederländischen Handelsplattform für Gold und Silber können Kunden physisches Edelmetall mehrwertsteuerfrei handeln und lagern. Zuvor war Nadine Smeding als Vermögensberaterin bei der niederländischen Bank ABN AMRO tätig. Meinungen oder Empfehlungen geben die Einschätzung des jeweiligen Verfassers wieder und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von GoldRepublic oder Goldreporter dar.

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Eingetragen von am 19. Nov. 2013. gespeichert unter China, Gold, Goldpreis, Marktkommentare, News, USA. Sie können alle Antworten auf diesen Eintrag verfolgen über RSS 2.0. Kommentar- und Ping-Funktion derzeit deaktiviert

27 Kommentare für “Wie China den Dollar verdrängt und Gold profitiert”

  1. Hat jemand eine realistische Idee, welche Konsequenzen es hätte, wenn China ein goldgedecktes Währungssystem einführt ? Ich meine ganz konkret, für die USA, für China und für jeden von uns.

    • @reopical
      Vorausgesetzt die Währung ist frei handelbar (Der Yuan ist es derzeit nicht)
      würde so eine Währung sofort eine Flucht dahin auslösen.Der Kurs würde steigen und China seines Exportvorteiles berauben.Denken Sie bitte an den Franken.Als die Parietät erreicht wurde, führte die SNB unter Hildebrand eine dramatische Abwertung durch und koppelte den Franken quasi an den Euro.Der Franken war ja bereits eigentlich Goldgedeckt und es gab oder gibt ja noch den Goldfranken.
      In der heutigen Zeit kann es sich keine globale Exportnation leisten,eine starke Währung zu haben.Das wird erst wieder kommen, wenn das gesamte Weltfinanzsystem und damit das Wirtschaftssystem zusammenbricht. Passiert das, braucht man für den Neuanfang eine Vertrauensbasis für eine neue Währung und das ist und bleibt nun mal Gold.
      Gold ist eine Rückversicherung und aus diesem Grund kaufen es die Chinesen. (Und auch wir).
      Doch vielleicht sind die Chiesen schlauer als man denkt und führen trotzdem eine Golddeckung ein.zwar mit immensen Nachteilen für ihren Export, aber um den Preis die Leitwährung gegenüber dem Dollar zu bekommen.Haben sie das Privileg, können sie es theoretisch genauso machen wie die USA. abwerten und drucken.Dann wäre der Yuan unser Problem und nicht mehr der Dollar.Ändern würde sich letztlich nichts.Neuer Wein in alten Schläuchen eben.
      Es herrscht ein globaler Wirtschaftskrieg um „wer kann mehr verkaufen und wer darf mehr Schulden machen.“

    • Ein interessanter Artikel (Englisch) zum Thema „Who wins ?“: derjenige, der das meiste Gold hat…
      http://blog.milesfranklin.com/who-wins

  2. @tropical
    Über dieses Thema haben sich Finanzanalysten schon Gedanken gemacht,- ich empfehle den Artikel von Jim Willie über den Untergang des US-Dollars:
    http://2012sternenlichter.blogspot.de/2013/11/jim-willie-das-spiel-ist-aus-der-dollar.html

    Wenn der Untergang des Petro-Dollars/US-Dollars und eine neue goldgedeckte Weltleitwährung dazu führt, daß die USA keine Kriege mehr finanzieren können (weil die USA heute schon pleite sind) und der arrogante Weltpolizist endlich von der Bühne verschwindet, ist nicht nur den BRICS-Staaten geholfen, sondern auch dem Rest der Welt.

    100 Jahre Ausbeutung des amerikanischen Volkes durch die private Gelddruckerei Federal Reserve sollten genug sein; es ist an der Zeit diesen Fehler aus dem Dezember 1913 zu korrigieren.

  3. Ist doch lustig: Die kleine Besitzerclique der FED-Elite gibt grünes Papier aus für amerikanische Staatsanleihen.
    Aber die USA produziert immer weniger als sie ausgibt. Immer wenn die FED-Besitzerclique Zinszahlungen haben möchte, druckt die US-Regierung einfach neue Staatsanleihen, die dann wieder monetarisiert werden.
    Irgendwann haben die Bänkster dann Billionen in grünem Papier (nominal), mit dem sie sich real aber kaum etwas kaufen können. Im Endefekt ein amerikanisches Problem. Die restliche Welt sollte sich von heißen Kartoffeln wie US-Dollar-Banknoten schnellstmöglich verabschieden, solange sie noch etwas Wert sind.

  4. Ein sehr gutes Buch zu diesen Thema ist auch das Buch von Helmut Schmidt. Ein letzter Besuch, Begegnungen mit der Weltmacht China.

  5. Zu Comment-0815: Ja, ich denke auch, die US-Dominanz geht zu ende, und das 21. Jahrhundert wird ein Chinesisches.

    Da der Kalte Krieg vorbei ist, und sie uns eh nichts mehr bringt außer Kosten sollen wir uns auch von der NATO verabschieden. Besser eine europ. Wehrunion aufstellen. (Ohne England natürlich.)

    • Hermann@
      Manche Nachrichten aus der Mainstream-Presse bekommen plötzlich
      eine andere Bedeutung, wenn „Insider“ Ereignisse aus ihrer
      „politisch unkorrekten“ Sichtweise schildern; nehmen Sie zum
      Beispiel die plötzliche Entscheidung Obamas im September, den
      Syrien-Krieg „abzublasen“.

      „Tauben“ vermuteten, er fühlte sich (wie nett) dem ihm verliehenen
      Friedensnobelpreis verpflichtet,- oder aber die unerwartete
      Reaktion des britischen Unterhauses, sich am Syrienkrieg nicht
      zu beteiligen, hätten diesen Wandel hervorgerufen.
      Die Situation war genauso brisant wie die Kubakrise 1962, und die
      britischen Geheimdienste wußten sehr genau, welches Waffenpotential
      die Russen und Chinesen im Mittelmeer-Raum aufzubieten hatten

      In Wirklichkeit wurde der Syrienkrieg im September durch den Abschuß
      von 2 Marschflugkörpern in Richtung syrische Küste schon ausgelöst;
      mehrere hundert weitere sollten folgen.

      Die beiden Marschlugkörper wurden jedoch von der russischen
      Schiffsmarine zerstört, was uns in den ARD-Nachrichten als „Test“
      verkauft wurde.

      Die Analyse der amerikanischen Militärs war frustrierend, denn nach
      dem Irak, Lybien usw. stand der US-Marine erstmals ein ebenbürtiger
      Gegener mit hochentwickelten Abwehrwaffen gegenüber.

      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/israel-shamir/syrien-krieg-im-september-standen-sich-fuenf-us-zerstoerer-und-russische-kriegsschiffe-im-oestliche.html

      Nixon hat 1971 die goldgedeckte Währung aufgegeben, weil er für den
      Vietnamkrieg dringend Geld brauchte; nun sitzen die USA auf einem
      Schuldenberg, den sie nie mehr abtragen können (es sei denn, der
      Rothschild-Clan zahlt die 17,5 Billionen US-Dollar aus seiner
      Portokasse).
      Wie man sehen kann, hat eine goldgebundene Währung viele Vorteile,
      wenn man kein (krimineller) Banker ist.

    • @Hermann
      Mich interessiert nur eines. Wenn sie implodieren, wie im Dezember 1991 die UdSSR, dann sollen sie ihre 80.000 Besatzer abziehen. Und ihre Quislinge, all diese ekelhaften Bilderberg-Polit-Kollaborateure gleich mitnehmen. Dazu die Netanjahu-Freunde von der BLÖD-Zeitung, die meint, daß der Iran unser Feind ist.

      • Freund Hermann hat recht! dieses Politgesindel in Berlin und Brüssel wird uns noch mit dieser Duckmäuser und A….kriechereipolitik in das totale Chaos stürzen. China und Indien werden die nächsten Weltmächte und die velotterte und moralisch verkommene USA an die wand nageln. Es ist nur eine Fage der Zeit bis der „Greenback“ wirklich nur „Fiatmoney“ ist und der Rest der US-Amerikaner aus der Mülltonne fressen wird. Wir sind dann wohl an der reihe „Care Pakete“ über den Teich zu schicken. Shalom!

  6. Der Einkaufswagen ist genial :D
    (Was er auch immer bringen mag…)

  7. Frage: Kann mir jemand sagen, wie gross der prozentuale Gold-bugs-Anteil zum Fiat-Money in etwa, ist.

    • @Enzo Schweiz
      Allein die USA haben offiziell 18 Billionen Dollar Schulden.Inofiziell das doppelte bis dreifache.Die gesamt Weltschulden betragen weit über 100 Billionen Dollar.
      Das ins Verhältnis zur physischen ! Goldmenge der Gold-Bugs zu setzen ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Ich denke, dass es nicht reichen würde, wenn die gesamte bewohnbare Erde 1 Meter bedeckt aus purem Gold wäre.
      Es ist einfach nicht mehr möglich, eine 100% Golddeckung bei dem jetzigen System zu installieren.Dazu gibt es nicht genug Gold.
      Der Prozentuale Anteil der Goldbugs liegt im Promillebereich. Vernachlässigbar.
      1:69 ist das Verhältnis an der Comex.1 Unze auf 69 Inhaber. Wären wir schon bei 69000 EUR die Unze als reeller Preis.

      • Anaconda: Danke für dessen Erklärung. Ja, dann stehen uns (Goldbugs) vielleicht noch goldige Zeiten bevor.

  8. Die US-amerikanischen Schulden sind zwar hoch, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie letztlich auch beigetrieben werden können. Es wird sicherlich einen Staatsbankrott geben – wie es ihn schon so oft in anderen Staaten gegeben hat – und dann war es das feben ür die Gläubiger
    Egal, wie wenig übrig bleiben wird, die haben immernoch ihre nuklear bestückten Kontinentalraketen. Genauso, wie die Russen damals. sie werden sich also auch dann nicht um den Rest der Welt scheren müssen.
    WAS sie aber müssen, das ist wieder lernen, ordentlich zu wirtschaften. Inzwischen werden die Chinesen die Welt aufmischen. Was dort noch für Potnezial schlummert, ist, glaube ich, den wenigsten bewusst. Heute las ich, dass der weltschnellste Supercomputer von der chinesischen Armee betrieben wird. Nicht von Deutschland, nicht von den USA. Und den haben sie bestimmt nicht bei Siemens gekauft. Wenn die ihre menschlichen Ressourcen erstmal ausgiebig zu nutzen beginnen, gekoppelt mit einer künftigen wirtschaftlichen und finanziellen Vormachtstellung… Da werden es andere schwer haben, mitzuhalten.
    Die werden NIEMANDEN zu ihrem Glück brauchen, mit ihrer künftigen goldgedeckten Währung zumal. Am allerwenigsten Kreditgeber.
    Die Frage ist: Was bedeutet das für uns, für Europa?
    Chance oder Schwanengesang?

    • @Lucutus

      Hier die aktuelle Liste der zehn schnellsten Supercomputer der Welt:
      http://www.top500.org/lists/2013/11/

      Platz 1 belegt der chinesische Supercomputer „Tianhe-2 (MilkyWay-2)“. Er ist etwa doppelt so schnell wie der derzeit Zweitplatzierte aus den USA, verbraucht aber dafür auch doppelt so viel Energie (17.808 kW).

      Allerdings finden sich die Chinesen unter den weltweit zehn schnellsten Rechnern nur einmal, während die USA dort ganze fünfmal, die BRD zweimal und die Schweiz und Japan je einmal vorkommen.

      „Wenn die ihre menschlichen Ressourcen erstmal ausgiebig zu nutzen beginnen, gekoppelt mit einer künftigen wirtschaftlichen und finanziellen Vormachtstellung… Da werden es andere schwer haben, mitzuhalten.
      Die werden NIEMANDEN zu ihrem Glück brauchen, mit ihrer künftigen goldgedeckten Währung zumal. Am allerwenigsten Kreditgeber.
      Die Frage ist: Was bedeutet das für uns, für Europa?“

      Nur keine Angst vorm gelben Mann. Wo schiere Größe ist, gibt es auch sehr viel Anfälligkeit. Ich möchte nicht in einem Land leben, dass weit mehr Einwohner hat als es im Zweifel selbst ernähren kann. Einem Land, dass nur solange florieren kann, solange die Exportwirtschaft rollt. Sollten dort aus welchem Grund auch immer die Massen unzufrieden werden, dann hat die chinesische Regierung mit einem Schlag weit größere Probleme als jeder westliche Staat.

      Weder sollte man die Chinesen unterschätzen noch dem Glauben verfallen, dass sich deren Entwicklung einfach linear in Zukunft fortführen wird. Das gilt natürlich auch für uns.

      Wie auch immer, wer die Verschlagenheit der Angelsachsen kennt, der ahnt, dass diese immer schon dazu in der Lage waren kurz vor Schluss noch einen „Joker“ aus dem Ärmel zu ziehen.

      Und ich sehe noch immer keinen Grund dafür, weshalb das diesmal anders sein sollte, denn China dürfte im Hintergrund ähnlich wie viele andere Staaten längst an den Seilen US-Banken hängen. Ganz zu Schweigen von der chinesischen Immobilien-Blase.

      Grüße
      AE-35

      • @AE-35
        Ich habe Angst vor der Verschlagenheit einer Volksgruppe – und damit meine ich nicht die Angelsachsen – und davor, welche Nach-uns-die-Sintflut-Trumpfkarte die am Ende aus dem Ärmel ziehen.
        @Lucutus. Vor 20 Jahren hat Rußland, als es bis zum Hals im Dreck steckte, der Welt nicht den nuklearen Stinkefinger gezeigt. Da mußten sie unter Präsident Jelzin noch die sog. Zarenanleihen von vor dem Ersten WK bedienen, mit denen man zur Zarenzeit den Bau der Eisenbahn finanziert hatte. Da wurde einem, der röchelnd und zitternd am Boden lag, noch das Blut ausgesaugt. Da wurde Porzellan zerschlagen, und wir trieben die Russen somit in die Arme der Chinesen, deren Allianz man getrost als Bündnis bezeichnen kann, und die einander auch wie Partner behandeln. Und nicht so, wie es mit USA-Deutschland abläuft.)
        Vor 20 Jahren wurde Rußland durch den Westen Entsetzliches angetan, bloß weiß das hier keiner. Oder will es nicht wissen.

        • @0177translator

          „Ich habe Angst vor der Verschlagenheit einer Volksgruppe – und damit meine ich nicht die Angelsachsen – und davor, welche Nach-uns-die-Sintflut-Trumpfkarte die am Ende aus dem Ärmel ziehen.“

          Schon klar wen Du meinst, aber ich bin mir da nicht so sicher welche von den beiden Gruppen die Problematischere ist. Man kann sie ja auch kaum noch auseinanderhalten. Für mich zeichnen sich die Einen für ihre Verschlagenheit aus, während die Anderen bestens organisiert sind.

          Im Prinzip ist die Eine die Schutzmacht für die Anderen. Und die Anderen die Finanzmacht für die Einen. Dann läge hier eine Art von Symbiose vor.

          Man könnte natürlich auch sagen, dass die Anderen aufgrund ihrer Finanzmacht die Einen zu ihrer Schutzmacht gemacht haben. Dann läge hier ein parasitärer Befall vor.

          Mist, wenn ich so weiterschreibe kommt gleich der Verfassungsschmutz vorbei und sorgt für die hierzulande erwünschte „Gedankenhygiene“.

          Unsere Freiheit steht auf Papier, aber die Schere ist im Kopf!

          Womit wir wieder bei unserem Problem wären, denn alles was auf Papier steht, ist bekanntlich am Ende auch nicht mehr wert als dieses.

          Zeiten sind das… ;o)

          Grüße
          AE-35

    • @Lucutus
      Wie viele andere überschätzt auch Du die Chinesen.
      Mit ihrer Wirtschaftskraft liegen Sie bei einem BIP von 6000 USD/Kopf an 90ster Stelle in der Länderliste. Sie sind auf Nahrungsmittel- und Energieimporte in gefährlichem Ausmaß angewiesen und letztendlich noch immer kommunistisch regiert. Nicht eine Sekunde würde ich dort leben wollen – erdrückt von Menschenmassen und einer Umweltverschmutzung ungeheuren Ausmaßes.

  9. @federico
    Der Vergleich pro Kopf bei über einer Milliarde Menschen ist wohl unangebracht !
    China nennt sich zwar Kommunistisch regiert aber sicher Konfuziunistisch nach alter Geschichte. Das ist es was wir in Europa nie wirklich verstehen werden. China ist die älterste noch existierende Kultur. Über 5000 Jahre bis heute zu überleben erfordert nicht nur wissen sondern grenzt fast an ein Wunder. Alle anderen Kulturen sind untergegangen, ob dies die Ägibter, die Mayas, oder die Azteken, waren, das Römische Reich, oder die alten Griechen….. Ich glaube wir sollten die Chinesen nicht unterschätzten. Ihre Infrastruktur umspannt den gesamten asiatischen Bereich. Von Singapur bis Thailand, Malaysia, Honk Kong, Taipe, alle großen Kontainerhäfen sind unter chinesische Führung. 80 – 90 Prozent aller Wirtschaftsführungen sind in Asien sind unter chinesischer Hand. In der heutigen Wirtschft geht nichts mehr auf der Welt ohne die großen Handelsschffe Und Kontainerhäfen der Chinesen, die oft so groß sind wie ganze Städte. Ich glaube wir in Europa verschlafen ein wenig, und woll uns etwas einredenDaskommt den Chinesen sicher zu gute.

    • @Jan
      Die letzten Reste der alten chinesischen Kultur sind in Maos Kulturrevolution untergegangen.

    • Jan
      Ehrgeiz und Fleiß besitzen die Chinesen aber auch China hat einige Probleme. Ihre Wirtschaft ist noch immer sehr exportabhängig und die Umweltsünden der letzten Jahrzehnte werden noch gigantische Kosten verursachen. Dass es unter der Arbeiterschaft und unter den unzähligen Minderheiten immer öfters zu Protesten kommt, kann auch niemand bestreiten. Hinzu kommt noch eine Landflucht, eine hohe Korruptionsanfälligkeit und eine hohe private Verschuldungsrate durch den Immobilienboom. Niemand unterschätzt derzeit noch die Chinesen aber ob sie zukünftig die Führungsrolle übernehmen werden ist noch lange nicht fix. Eines ist aber klar, China zählt jetzt schon zu den einflussreichsten Ländern der Welt.

      Ich persönlich will weder von den Amerikanern noch von den Chinesen bevormundet werden und jeder der sich heute über den amerikanischen Weltpolizisten ärgert soll sich einmal fragen ob sich die Weltpolitik unter chinesischer Führung verbessert oder noch verschlechtert.

  10. christian
    Ja da gebe ich ihnen recht. Ich glaube es ist unsere Aufgabe sich zu einigen und auf eigenen Füßen zu stehen, denn nur so brauchen wir uns nicht von anderen bevormunden zu lassen. Die Schwierigkeit liegt bei der Einheit die wir in Europa zwar sein wollen aber nicht sind. Amerika und China haben da einen gemeinsamen Vorteil, eine gemeinsame Sprache die sie auch einheitlich macht. Da leigt glaube ich auch die Schwirigkeit. Zudem hat Europa keinen Politiker mit wirklicher Führungsqualität.

    federico
    Ja, genau so sieht China auch heute aus ! Wie eine untergegangen Kultur.
    Frage ? Waren sie je mals in China ?!, oder kennen sie China auch wie viele nur aus der Zeitung.

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