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Wie die indische Schmuckindustrie Gold-Importsteuer spart
15. Oktober 2012 Gold

Hoher Goldpreis: Inder hielten sich zuletzt mit Schmuckkäufen zurück.

Die indische Schmuckindustrie leidet unter der erhöhten Einfuhrsteuer für Gold. Nun versucht man, über den Import von unraffiniertem Edelmetall Kosten zu sparen.

Die Einfuhrzölle für Feingold machen indischen Schmuckhändlern seit Monaten zu schaffen. Die Abgabe in Höhe von 4 Prozent verteuerte die Abgabepreise für Goldartikel und bremste gemeinsam mit der schwachen Rupie die Goldnachfrage in Indien.

Um dem Kostendruck entgegenzuwirken haben indische Goldimporteure nun damit begonnen, verstärkt halbverarbeitetes Gold einzuführen, so genannte Dore-Barren. Das sind Goldbarren geringerer Reinheit, die nach der Förderung direkt von den Minenbetreibern hergestellt werden.

Diese Goldbarren besitzen eine Reinheit 92 bis 95 Prozent. Sie enthalten noch Reste an Silber und Kupfer. Für diese Barren fallen geringere Importsteuern an, die etwa 1 Prozentpunkt unter denen für Feingold liegen.

Die Bombay Bullion Association (BBA) sieht in diesem Zusammenhang neue Chancen für die indische Goldindustrie, insbesondere die einheimischen Raffinerien. Diese seien zuvor teilweise nur zu 10 Prozent ausgelastet gewesen, erklärt BBA-Präsident Mohit Kamboj gegenüber The Economic Times.

„Der Import von unraffiniertem Gold hat gerade erst begonnen. Das hilft uns, die Auslastung der Raffinerien auf 25 bis 30 Prozent ihrer Kapazität zu steigern“, sagt James Jose, von der Association of Gold Refineries and Mints.

Obwohl der Dollar-Goldpreis in den vergangenen Monaten noch deutlich unter seinem Rekordhoch notierte, stiegen die Edelmetallpreise in Indien zuletzt immer wieder auf neue Höchstkurse.

Die indische Regierung hatte Anfang des Jahres eine Erhöhung der Importsteuer von 2 auf 4 Prozent angeordnet und auch kurzzeitig die Umsatzsteuer für nichtzertifizierten Goldschmuck angehoben. Es kam zu landesweiten Protesten unter Goldhändlern.

Goldreporter

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