Sonntag,11.April 2021
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Zentralbank-Vereinbarung: Goldverkäufe werden nicht mehr begrenzt

EZB-Zentrale in Frankfurt
EZB-Zentrale in Frankfurt

Die Europäische Zentralbank hat die Verlängerung des Central Bank Gold Agreement bekanntgegeben. Allerdings wird es keine nominale Begrenzung der institutionellen Goldverkäufe mehr geben.

„Die Europäische Zentralbank und andere Zentralbanken kündigen das vierte Central Bank Gold Agreement an“, heißt es in einer EZB-Presseerklärung von heute. Darin wird erklärt, dass die unterzeichnenden Zentralbanken sich auf folgende Vereinbarungen geeinigt haben:

  • Gold bleibt ein wichtiger Bestandteil der weltweiten Währungsreserven
  • Die Unterzeichner werden ihre Goldtransaktionen weiterhin koordinieren, um Marktturbulenzen zu vermeiden.
  • Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass sie derzeit nicht die Absicht haben, signifikante Mengen an Gold zu verkaufen.
  •  Diese Vereinbarung, die am 27. September in Kraft tritt, folgt auf das Auslaufen der aktuellen Vereinbarung und wird in fünf Jahren erneut geprüft.

Die Zentralbanken folgender Länder haben das Abkommen (CBGA 4) neben der EZB unterzeichnet: Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Slovenien, Slowakei, Finnland, Schweden, und Schweiz.

Wichtiger Unterschied zu den vorangegangenen Central Bank Agreements (CBGA 1 bis CBGA 3): Die Goldverkaufsmengen werden nicht mehr nominal begrenzt. Im Rahmen des aktuellen CBGA wurde das Maximalvolumen beispielsweise auf jährlich 400 Tonnen Gold festgelegt. Mehr zu den bisherigen CBGAs gibt es hier: Link

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3 KOMMENTARE

  1. Selbst wenn in Zukunft jährlich mehr als 400 to.-dann aber auch wirklich und effektiv- verkauft werden: ich weiss schon, wer die G E R N nehmen wird; jemand, der seine Dollars los werden will, das Reich der Mitte oder das grösste Land der Erde. So what?

    Das letzte Mal, als eine grössere Menge (200to.) vom IWF an Indien verkauft wurde, ist der Goldpreis gestiegen:

    http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=aa6oc6Wz9Ftg

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    • Das ist ein beeindruckender Artikel, der den Ist-Zustand unseres korrupten Finanzsystems kurz und treffend beschreibt, aber auch mit Nachdruck darauf hinweist, was auf uns zukommt.

      Wenn ich die momentane, übliche Dienstags-Goldpreisdrückung beobachte, lese ich in dem Artikel von Willie auch die lächerlichen Ursachen und Hintergründe:
      “ Dass ein leerer Lagerort (COMEX-Kasino) die Preise diktieren kann, ist eine der größten Absurditäten unserer Zeit und fast nie Gegenstand einer öffentlichen Diskussion“.
      Wie wahr. Banker: fürchtet um Euer Leben.

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