Die US-Renditen bleiben trotz lran-Entspannung auf hohem Niveau. Schwache Anleihe-Nachfrage und Zinserwartungen prägen das Marktbild. Gold bleibt stabil.

Erwartungen an steigende Zinsen leicht gedämpft
Das wechselhafte Vorgehen der US-Regierung im Iran-Konflikt hält die Finanzmärkte weiter in Bewegung. Ein noch Ende vergangener Woche angekündigter größerer US-Militärschlag wurde am Wochenende abgesagt. Daraufhin gab der Ölpreis zu Wochenbeginn kräftig nach, die Aktienmärkte erholten sich, während der Goldpreis erneut um die Marke von 4.000 USD kämpfte.
US-Renditen bleiben trotz kurzfristiger Iran-Entspannung hoch – Gold kämpft erneut um die 4.000-Dollar-Marke.
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US-Renditen sinken nur moderat
Die Renditen von US-Staatsanleihen sanken am Montag lediglich geringfügig von ihren Mehrjahreshochs. Am Montagnachmittag rentierten 10-jährige US-Bonds weiterhin mit hohen 4,96 Prozent. Auf einem ähnlich hohen Niveau bewegten sich die Renditen australischer und britischer Staatsanleihen.
Einerseits deutet dies darauf hin, dass die Märkte weiterhin mit einem länger erhöhten Zinsniveau und möglichen weiteren Zinsschritten rechnen. Andererseits spiegeln die hohen Renditen auch eine schwache Nachfrage nach Staatsanleihen wider. Denn sinkende Anleihekurse gehen mit steigenden Renditen einher.
Marktzinsen in Europa
Die europäischen Anleiherenditen entwickelten sich gegenüber der Vorwoche uneinheitlich. In Italien und Frankreich lagen die Zinsen für zehnjährige Staatspapiere weiterhin nahe der Marke von 4 Prozent. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen stieg leicht auf 3,15 Prozent.

Goldpreis und Zinserwartungen
Der Goldpreis reagierte zuletzt weniger empfindlich auf veränderte Zinserwartungen als noch vor einigen Wochen. Eine US-Zinssenkung im September laut FedWatch-Tool wird aktuell mit einer Warhscheinlichkeit von rund 63 Prozent gehandelt, am Freitag waren es noch 67 Prozent.
Bislang behauptete sich Gold über der Marke von 4.000 USD, allerdings gelang die Rückkehr über die Schwelle von 4.100 USD bislang nicht. Am US-Terminmarkt zeigten sich die Gold-Futures-Händler zuletzt abwartend, während sich die Optionshändler zuletzt stärker für steigende Goldpreise positionierten.
Überraschend starke Zinssignale vonseiten der Fed könnten kurzfristig jedoch erneut für deutliche Bewegung bei den Edelmetallen sorgen.
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