Marktzinsen fallen, Zinserwartungen bleiben für Gold kritisch

Die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen sind in den USA und Europa gesunken. Für den Goldpreis bleiben Zinserwartungen und Fed-Politik zentrale Faktoren.

Die Fed-Politik und die Zinserwartungen bleiben zentrale Einflussfaktoren für Marktzinsen und Goldpreis.
Trotz rückläufiger Renditen bleibt die US-Notenbank vorsichtig. Robuste US-Daten und hartnäckige Inflationsrisiken halten die Zinserwartungen im Fokus und beeinflussen damit auch den Goldpreis.

Zins- und Inflationserwartungen weiter im Fokus

Die Frage nach den Zinsaussichten bleibt für die Marktentwicklung zentral. Die zwischenzeitlichen Entspannungssignale aus dem Nahen Osten haben die Energiepreise und damit die Inflationserwartungen etwas gedämpft. Doch die US-Notenbank fährt mit ihrer Geldpolitik weiter auf Sicht. Die Inflationsrisiken wurden zuletzt weiter hervorgehoben (Fed-Mitglied Barkin warnt vor hartnäckiger Inflation).

Aber die Waffenruhe im Iran-Konflikt bleibt brüchig, eine erneute Eskalation erscheint nicht ausgeschlossen. Doch zunächst einmal haben die Marktzinsen deutlich nachgegeben. Das zeigt die wöchentliche Analyse von Goldreporter.

Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 29. Juni 2026
Renditen in den USA und Europa (10-jährige Staatsanleihen) – Übersicht am 29. Juni 2026

Denn die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen lag am Montag bei 4,39 Prozent, nach 4,49 Prozent in der Vorwoche. Auch die europäischen Marktzinsen kamen entsprechend zurück. So rentierten 10-jährige Bundesanleihen mit 2,86 Prozent und entfernten sich damit deutlicher von der 3-Prozent-Marke.

Ausblick Zinsen und Goldpreis

Die Goldpreis-Entwicklung war zuletzt vor allem von technischen Faktoren und einem negativen Momentum geprägt. Die steigenden Zinserwartungen belasten die Stimmung am Goldmarkt aber zusätzlich. Dazu tragen auch die zuletzt wiederholt robust ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten bei. Demgegenüber wären Hinweise auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik hilfreich für eine nachhaltige Kurserholung bei den Edelmetallen.

Deshalb werden in dieser Woche auch am Goldmarkt die aktuellen Inflationsraten in den Euroländern (Dienstag/Mittwoch), die Rede des neuen Fed-Präsidenten Kevin Warsh (Mittwoch) sowie die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Juni (Donnerstag) mit Spannung erwartet. 

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

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5 Kommentare

  1. Wie man sieht, hat man Gold heute Nacht unter die 4.000 Dollar befördert, den Euro auch abwärtsgepumpt und damit den Dollar aufgewertet. Dafür wurden innerhalb von 2 Tagen 50 Tonnen Gold vom Balkon geschmissen, nebst Papiergold in zig facher Menge.
    Begründung wie immer, ein Sack Reis ist in China umgefallen und das Schiff fährt nun fast leer nach Europa und die USA.
    Also, liebe Goldkäufer, Aufstocker, keine Eile. Abwarten und Aussitzen ist angesagt.Dem Kartell nicht in die Falle laufen.Je mehr das Kartell schmeisst, desto schmerzhafter wird es für die Bruderschaft werden.
    Erinnert mich an Honnecker. Der schmiss auch vor Weihnachten mal Apfelsinen oder ein paar Bananen und Schokopudding aus Cuba vom Balkon.
    Es geht noch billiger, saubillig.

  2. Nun beginnt allenorts bei den Börsianern und deren Verbündete, den Fond Analysten das Gesundbeten. Eieder mal.
    Die FED könne doch bald, jetzt, gleich, heute Abend schon die Zinsen senken.
    Die Inflation sinkt, die Arbeitsplätze steigen ja, das Öl wird billiger und die Auswirkungen der Zölle sind fast Null.
    Und die Mieten steigen auch nicht, es ist alles in Butter und man kann sich einen kräftigen Schluck aus der Druckerpresse wohl gönnen.
    Der Mills glaubt das womöglich tatsächlich schon selber, den Blödsinn.
    https://www.goldseiten.de/artikel/706173–Richard-Mills~-Kann-und-wird-die-Federal-Reserve-die-Zinsen-senken.html
    Maruti meint, die FED kann die Schulden in Dollars nur bezahlen, wenn sie Geld druckt und zudem ihr ganzes Gold vom Balkon schmeisst, heisst verscherbelt.
    Und dann ?
    Währungsreform !

  3. Ich habe mir vor > 20 Jahren EM PHYSISCH erworben und denke nicht daran, auch nur einen Gramm davon abzugeben.

    Wenn es nochmal deutlich „billiger“ wird, lege ich tatsächlich nochmal nach – natürlich PHYSISCH.

    Ich scheine mit meiner Einstellung nicht alleine zu sein. Die Chinesische Zentralbank kauf alles Gold, was sie in die Hände bekommen können. Fragt sich nur, warum die das jetzt machen…

    • „Die Chinesische Zentralbank kauf alles Gold, was sie in die Hände bekommen können. Fragt sich nur, warum die das jetzt machen…“

      Ach wirklich, alles bald ausverkauft, stehen die Leute auch Schlange?

      Habe bei ca. 4..380€ eiiniges verkauft und gute Gewinne eingesackt.
      Ich kaufe bei 2.800- 3.000€ wieder nach.
      Natürlich auch alles physisch.
      Proaurum ist bei mir um die Ecke….. und gut eingedeckt, immer..

      Beste Grüße——- bin nicht Tutanchamun ——– brauche nichts für danach!

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