Gold und Silber erreichen neue Rekorde – strukturelle Kräfte treiben Rally

Goldpreis und Silberpreis steigen weiter. Trotz höherer US-Renditen verliert der Zinsdruck an Wirkung, strukturelle Kräfte bestimmen den Trend.

Goldbarren und Silbermünzen im Handelsraum – Symbol für steigende Gold- und Silberpreise
Knappheitssignale bei Silber und strukturelle Umschichtungen stützen aktuell sowohl den Gold- als auch den Silberpreis.

Goldpreis und Silberpreis mit neuen Rekorden – Markt treibt strukturelle Umschichtung

Gold und Silber haben am Montag neue Allzeithochs markiert. Am Dienstagvormittag um 11 Uhr hielten sich die Kurse weitgehend stabil – bei 4.587 USD / 3.930 EUR für Gold und 85,58 USD / 73,30 EUR pro Feinunze Silber. Gegenüber der Vorwoche gewann Gold rund 3 Prozent, während Silber um 10 Prozent anzog.

Silber liefert das Momentum, Gold folgt – der Zinseffekt verliert vorerst an Bedeutung.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Marktbedingungen: Strukturelle Faktoren dominieren

Auch die Aktienmärkte zeigten zuletzt eine freundliche Tendenz. Dabei stützen dort vor allem verbesserte Wachstumsannahmen die Kurse. Bei Edelmetallen sind dagegen strukturelle Verschiebungen die Haupttreiber. Besonders bemerkenswert: US-Banken sind bei Silber erstmals netto-long positioniert.

Außerdem verstärkt der außergewöhnlich dynamische Silber-Ausbruch den Aufwärtsimpuls im gesamten Edelmetallkomplex. Dabei mischen sich Knappheitsängste, geopolitische Risiken und die zunehmende politische Einflussnahme auf die US-Geldpolitik – Faktoren, die Anleger traditionell zu Gold treiben. Zudem bleibt die hohe staatliche Verschuldung ein dauerhafter Belastungs- und Absicherungsgrund.

Zinsen: Wirkung abgeschwächt

Zins- und Inflationsdaten spielten zuletzt eine geringere Rolle. Denn die Märkte wurden auf einen flacheren Zinspfad vorbereitet, und die bisherigen Inflationsraten boten wenig Überraschung. Allerdings könnten die anstehenden US-Inflationswerte für Dezember kurzfristig neue Impulse setzen.

Die Renditen in den USA und Europa entwickelten sich zuletzt auseinander. So stieg die Verzinsung der 10-jährigen US-Treasuries von 4,18 Prozent auf 4,20 Prozent. Werte jenseits von 4,5 Prozent gelten als Belastung für vor allem kapitalintensive Technologiewerte.

Dagegen fielen die Renditen in der Eurozone leicht. Deutsche 10-Jahres-Anleihen rentierten zuletzt mit 2,83 Prozent nach zuvor 2,88 Prozent. Frankreich bleibt mit 3,53 Prozent weiterhin stärker gefordert.

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Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 13. Januar 2025

Zinslogik am Goldmarkt: Muster nur teilweise wirksam

Traditionell belasten steigende Zinsen den Goldpreis, während sinkende Renditen stützen. Doch in der aktuellen Marktphase greift diese Logik nur eingeschränkt. Statt klarer Kapitalabflüsse aus Edelmetallen sind Umschichtungen innerhalb der Anlageklassen zu beobachten.

Zudem hat der Anleihezins einen Teil seiner Signalwirkung verloren. Denn die Renditen werden zunehmend von Emissionsvolumen, staatlichem Finanzbedarf und Nachfrageimpulsen bestimmt – weniger von klassischen Wachstums- oder Inflationsindikatoren. Dadurch tritt der kurzfristige Zinseffekt auf den Goldpreis in den Hintergrund.

Einordnung: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

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