Gold kaufen wird schwieriger: Wegen hoher Nachfrage und knapper Ware steigen Spreads und Lieferzeiten, Händler melden zunehmende Engpässe.

Goldpreis und Silberpreis auf Rekordniveau
Am Freitag kamen die Preise für Gold und Silber zwar leicht zurück. Im Rahmen unserer Freitagsanalyse zu den Einkaufs- und Verkaufsbedingungen im deutschen Edelmetallhandel wurden aber erneut Rekordpreise erreicht.
Die Rahmenbedingungen: Der Goldpreis stieg innerhalb einer Woche um 3,7 Prozent auf 4.611 USD, was 3.976 EUR entspricht. Der Silberpreis legte noch deutlich stärker zu. Mit 90,82 USD (78,13 EUR) verteuerte sich das Metall um 17,6 Prozent.
Wer Gold kaufen will, braucht Geduld: Händler sprechen von Ausnahmezustand, Engpässen und massiven Lieferverzögerungen.
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Aktuelle Lage im Handel – Das sagen Anbieter
„Wir erleben aktuell eine Nachfrage, wie wir sie im Januar lange nicht gesehen haben … wenn überhaupt jemals“, sagt Bars Özdemir, Head of Trade SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de).
„Seit gut zwei Monaten herrscht bei uns absoluter Ausnahmezustand. Dies ist vergleichbar mit der Corona-Zeit. Es gibt sehr viel Nachfrage nach Gold und Silber, die nicht befriedigt werden kann“, erklärt Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24).
Man erlebe sehr viele Ankäufe im Gold- und Silberbereich, aber die Nachfrage sei bei weitem größer.
Die große Nachfrage führt derzeit zu deutlichen Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit. Wer jetzt Gold kaufen möchte, hat oft wenig Auswahl und muss längere Lieferzeiten in Kauf nehmen.
Ware im Edelmetall-Handel knapp
Özdemir führt aus: „Die Lieferketten sind angespannt. Viele gängige Artikel, vor allem im Silberbereich, sind aktuell nur schwer zu beschaffen. Und wenn, dann nicht mehr zu den Konditionen, die wir gewohnt sind. Teilweise mussten wir Ware bei Mitbewerbern einkaufen … zu höheren Preisen, versteht sich. Die Folge: Die Verkaufspreise steigen, die Lieferzeiten auch. Ein Blick in unseren Shop lohnt sich. Vier bis fünf Wochen Wartezeit sind aktuell nicht ungewöhnlich.“
Henry Schwarz ergänzt: „Die Prägestätten und die Barrenhersteller sind über Monate hinweg ausgelastet, wodurch sich Lieferzeiten für manche Münzen und Barren von bis zu drei Monaten ergeben. Bei der Neuware an Gold sieht es bei den Prägestätten noch ganz gut aus, Zweitmarktware ist so gut wie nicht mehr am Markt vorhanden.“
Für Silber-Neuware vergeben die Prägestätten laut Schwarz Kontingente, die aber nur zu einem Bruchteil ausreichten. „Wenn die Gold- und Silber-Rally weiter ansteigt, wird sich die Liefersituation noch drastisch verschlechtern“, so der Händler.
Özdemir berichtet zudem, dass viele Kunden Ware zurückverkaufen, die noch keine sechs Monate alt ist. „Unser Ankaufsteam arbeitet mit Hochdruck, aber das Volumen ist hoch, und es gibt etwas Rückstau. Den holen wir aber bald auf.“
Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster
Gold kaufen: Aufgeld sinkt leicht, Spreads bleiben hoch
Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetallhändlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 9. Januar 2026). Bemerkenswert: Krügerrand-Unzen kosten erstmals mehr als 4.000 Euro, Silberunzen erstmals mehr als 100 Euro, 1-Kilo-Silberbarren mehr als 3.000 Euro:
- Krügerrand (neu): Ø 4.125 Euro (+139 Euro), Aufgeld 3,76 Prozent (zuvor 3,94 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
- 100-g-Goldbarren: Ø 13.106 Euro (+420 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,5 Prozent (nach 2,9 Prozent).
Die Spreads bleiben erhöht (6,3 % bei Krügerrand; 5 Prozent bei 100-g-Goldbarren), was vor allem auf ein niedrigeres Verkaufspreisniveau zurückzuführen ist. Das Aufgeld war vergangene Woche stark angestiegen, nun kam es zu einem leichten Rücklauf.

Silber kaufen: Aufgeld sinkt, Speads bleiben hoch
Im Silbergeschäft macht sich die angespannte Lage vor allem in den weiterhin hohen Spreads bemerkbar. Das Aufgeld ging – wie beim Gold kaufen – von den Höchstwerten der Vorwochen leicht zurück. Hier spielt die Preisstruktur der Prägestätten eine zentrale Rolle: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt
Maple-Leaf-Silberunzen des aktuellen Jahrgangs gab es am Freitag nicht mehr unter 100 Euro.
- Maple Leaf (neu): Ø 108,51 EUR(+14,7 EUR), Aufgeld sinkt auf 40 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 7 EUR günstiger.
- 1-kg-Silberbarren: Ø 3.322 EUR (+474 Euro), Aufgeld bei 32 Prozent (zuvor 33 Prozent).
Der Preisvorteil größerer Einheiten wächst damit weiter – allerdings sind große Barren derzeit schwer verfügbar.
Mehr zum Thema: Gold kaufen – Faire Preise für Münzen und Barren
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Freitag wieder mal Rabattzeit
Das Unzerl 80 Dollar günstiger.
Die kann man sparen, wenn man heute kauft, denn das ATH steht bei 4.630 und das wird demnächst überboten.
Zulangen, solange es noch was gibt, besonders bei Silber, da leeren sich die Tresore von JP Morgen rapide.
Bald gibts nur noch Papier statt Metall.
Komm, schenk noch mal ein Marie, ab morgen gibts statt Brot nur Steine…
https://m.youtube.com/watch?v=Uidf02kNE0I