Die CME Group hebt die Margins für Gold- und Silber-Futures erneut an. Argumentiert wird erneut mit der stark gestiegenen Volatilität an den Edelmetall-Märkten.
Gold- und Silber-Futures: Margin-Anforderungen steigen erneut
Die Terminbörse der CME Group wird die Margin-Anforderungen für Gold- und Silber-Futures erneut angeheben. Die Anpassung tritt nach Börsenschluss am Freitag in Kraft.
Grundlage ist laut dem COMEX-Betreiber eine turnusmäßige Überprüfung der Marktvolatilität durch das Risk-Management von CME Clearing.
Bei den COMEX-100-Gold-Futures steigen die Initial-Margins über alle Laufzeiten hinweg von rund 8,8 Prozent auf 9,9 Prozent. Auch die Maintenance-Margins steigen entsprechend.
Silber: Deutlich höherer Druck auf spekulative Positionen
Deutlich kräftiger fällt der Schritt bei Silber-Futures aus. Hier erhöht sich die Initial-Margin von fünfzehn auf achtzehn Prozent. Für HRP-Positionen (abgesicherte Futures- oder Optionspositionen mit reduzierten Margin-Anforderungen) steigt sie von 16,5 auf 19,8 Prozent. Die Maintenance-Margin wird einheitlich auf achtzehn Prozent angehoben.
CME Clearing verweist auf die zuletzt stark gestiegene Volatilität an den Edelmetallmärkten. Zudem weist die Börse darauf hin, dass im Rahmen der aktuellen Überprüfung auch Parameter wie das Short Option Minimum und die Volatility Scan Range angepasst werden können, die vor allem für stark gehebelte Optionsstrategien relevant sind.
Folgen für die Preise
Margin-Erhöhungen verteuern spekulative Engagements und können kurzfristig zu Positionsabbau führen. Besonders bei Silber, das zuletzt extreme Kursschwankungen zeigte, dürfte der Schritt das kurzfristige Handelsverhalten spürbar beeinflussen.
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