Goldpreis zieht an – ETF-Investoren bleiben auffallend vorsichtig

Der Goldpreis zieht weiter an. Auffällig bleibt jedoch die Zurückhaltung institutioneller Anleger. Die jüngsten ETF-Daten zeigen trotz steigender Kurse nur begrenzte Kapitalbewegungen.

Goldpreis zieht an – ETF-Investoren bleiben auffallend vorsichtig
Steigende Goldpreise treffen auf eine weiterhin zurückhaltende Positionierung institutioneller Anleger.

Gold- und Silberpreis: Erholung trifft Divergenz

Nach dem Rücksetzer zum Monatsbeginn hat der Goldpreis spürbar aufgeholt. Am Mittwoch beendete die Feinunze den Handel am Spotmarkt (CME Spot) bei 5.063 US-Dollar beziehungsweise 4.264 Euro. Auf Wochensicht entspricht das einem Plus von rund 2 Prozent.

Während sich der Goldpreis nach der Korrektur stabilisiert, signalisiert der Silbermarkt über ETF-Abflüsse eine deutlich höhere Nervosität.

Silber entwickelte sich dagegen schwächer. Der Preis fiel im gleichen Zeitraum um 5,3 Prozent auf 83,52 US-Dollar beziehungsweise 70,33 Euro. Beide Edelmetalle blieben von ausgeprägten Tagesschwankungen geprägt – ein typisches Bild für eine Marktphase erhöhter Unsicherheit.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD: Kapitalbewegungen bleiben überschaubar

Beim weltweit größten Gold-ETF zeigte sich zuletzt nur geringe Dynamik. Der SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete innerhalb der vergangenen fünf Handelstage Netto-Entnahmen von insgesamt 3 Millionen US-Dollar. Parallel dazu sank die gemeldete Lagermenge um 0,63 Tonnen auf 1.081,32 Tonnen.

Angesichts der starken Preisbewegungen fällt die Kapitalentwicklung damit vergleichsweise moderat aus. Das deutet auf eine weiterhin vorsichtige Haltung institutioneller Investoren hin, die ihre Positionierung bislang nur begrenzt angepasst haben.

GLD-Kapitalflüsse vom 5. bis 11. Februar 2026 mit geringen Entnahmen.
GLD-Kapitalflüsse vom 5. bis 11. Februar 2026 mit moderaten Entnahmen.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

SLV: Deutliche Abflüsse bei Silber

Ein klar konträres Bild liefert der Silbermarkt. Der iShares Silver Trust (SLV) meldete im Zuge der jüngsten Kursschwäche einen Nettokapitalabfluss von 434 Millionen US-Dollar. Die Silberbestände reduzierten sich dabei um 133,87 Tonnen auf 16.236,18 Tonnen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Abgänge auf rund 208 Tonnen.

Während jeder ausgegebene SLV-Anteil offiziell mit einer Unze Silber physisch hinterlegt ist, entspricht ein Anteilsschein beim GLD einer Zehntel Unze Gold.




Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 11. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 11. Februar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für den Edelmetallmarkt

Die Kapitalströme der Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Positionsreduzierungen in Verbindung gebracht, während Zuflüsse eher auf strategische Allokationen hindeuten.

Für die kurzfristige Preisbildung dominieren jedoch weiterhin die Terminmärkte. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken meist zeitverzögert und spiegeln primär Anpassungen mittelfristiger Markterwartungen wider.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

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