Die Lage im Edelmetall-Handel bleibt angespannt. Zahlreiche Produkte sind knapp, während sich Aufgeld und Spreads leicht entspannten.

Angespannte Lage im Edelmetall-Handel
Im deutschen Edelmetall-Handel herrscht weiterhin eine außergewöhnliche Marktsituation. Zahlreiche Standardprodukte bleiben ausverkauft oder sind nur mit teils erheblichen Lieferzeiten verfügbar. Die Investmentnachfrage nach Gold- und Silberprodukten hält unvermindert an.
Trotz leichter Entspannung bleiben Aufgeld und Spreads im Edelmetall-Handel auf erhöhtem Niveau.
Auch preislich spiegelt sich das Umfeld wider. Bei Aufgeldern und Spreads zeigte sich gegenüber der Vorwoche zwar eine leichte Entspannung, das Niveau bleibt jedoch erhöht.
Zum Zeitpunkt der wöchentlichen Goldreporter-Preiserhebung (Freitag, 14 Uhr) notierte die Feinunze Gold am Spotmarkt bei 5.027 US-Dollar beziehungsweise 4.271 Euro. Der Euro-Goldpreis legte damit binnen Wochenfrist um 2 Prozent zu. Silber verteuerte sich im gleichen Zeitraum um rund 4 Prozent auf 68,45 Euro pro Unze.
Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.
Gold kaufen: Spreads und Aufgeld gesunken
Die Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 13. Februar 2026) zeigt folgende Entwicklungen:
- Krügerrand (neu): Ø 4.449 Euro (+60 Euro), Aufgeld 4,16 Prozent nach zuvor 4,86 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 100 Euro günstiger.
- 100-g-Goldbarren: Ø 13.937 Euro (+176 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,77 Prozent nach zuvor 3,56 Prozent.
Parallel dazu gingen die Spreads spürbar zurück, verbleiben jedoch auf erhöhtem Niveau. Der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis verringerte sich bei Goldbarren auf 5,6 Prozent, bei Krügerrand-Münzen auf 6,8 Prozent.

Silber kaufen: Aufgeld und Spreads hoch
Im Silberhandel bleibt die angespannte Versorgungslage besonders sichtbar. Aufgelder und Spreads bewegen sich weiterhin auf außergewöhnlich hohen Niveaus.
- Maple Leaf (neu): Ø 99,53 Euro (-0,80 Euro), Aufgeld sinkt auf 45,39 Prozent (Vorwoche: 52 Prozent). Ältere Jahrgänge bis zu 10 Euro günstiger.
- 1-kg-Silberbarren: Ø 3.173 Euro (+100 Euro), Aufgeld 44 Prozent nach zuvor 45 Prozent – damit nur leicht gesunken.
Fazit
Im Silbersegment haben sich die Preisübertreibungen bei Spreads und Aufgeldern zuletzt abgeschwächt, nachdem die Volatilität des Silberpreises nachließ. Dennoch bleibt das Marktumfeld von hohen Aufschlägen und knapper Ware geprägt. Auch im Goldbereich zeigen sich vielerorts ausgedünnte Sortimente. Sorgfältige Preis- und Anbietervergleiche bleiben daher unverändert empfehlenswert.
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