Der Goldabsatz in Südafrika ist im November deutlich eingebrochen. Gleichzeitig legten die Umsätze mit Platin-Metallen kräftig zu.

Gold-Absatz im November deutlich gesunken
Südafrika hat im November spürbar weniger Gold verkauft. Nach Angaben von Stats SA beliefen sich die Erlöse auf 11,4 Milliarden Rand, umgerechnet rund 593 Millionen Euro. Damit lagen die Einnahmen 30 Prozent unter dem Oktoberwert und 28 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zum Vergleich: Im Mai 2025 hatte der Goldabsatz mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Milliarden Euro) noch einen Rekord erreicht.
Ein deutlicher Rückgang beim Goldabsatz steht im November einer stabilen Entwicklung bei Platinmetallen gegenüber.
Platinmetalle weiter gefragt
Deutlich robuster entwickelte sich dagegen das Geschäft mit Platinmetallen. Die Umsätze mit Platin und Palladium stiegen gegenüber dem bereits starken Vormonat um 1 Prozent auf 23,7 Milliarden Rand (1,2 Milliarden Euro). Im Jahresvergleich ergibt sich sogar ein Plus von 42 Prozent. Dies deutet auf eine weiterhin hohe industrielle Nachfrage auf dem Weltmarkt hin.
Fördermengen rückläufig
Auch auf der Produktionsseite setzte sich der Abwärtstrend fort. Die Goldförderung lag im November 6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Produktion von Platinmetallen ging um 2,8 Prozent zurück. Südafrika bleibt zwar weltweit der größte Platinproduzent, Stats SA veröffentlicht in den Monatsberichten jedoch nur prozentuale Veränderungen, keine absoluten Fördermengen.
Strukturelle Probleme im Gold-Sektor
Südafrika hatte seine Rolle als weltweit größter Gold-Produzent bereits 2006 verloren. Seitdem belasten sinkende Erzgehalte, hohe Förderkosten, fehlende Großfunde sowie wiederkehrende Streiks und Stromausfälle die Branche. Hinzu kommen die extrem tiefen Bergwerke, die eine Ausweitung der Förderung erschweren. Zwar profitierten die Produzenten zuletzt vom starken Goldpreis, der strukturelle Abwärtstrend im Sektor gilt jedoch weiterhin als intakt.
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