Gold kaufen nach Kursturz: Spreads im Handel explodieren

Gold kaufen wird nach dem Kursturz anspruchsvoller: Hohe Nachfrage trifft auf knappe Ware und stark gestiegene Spreads im Handel.

Gold kaufen im Edelmetall-Handel: Hohe Nachfrage nach Goldmünzen bei knapper Ware
Goldmünzen und Silbermünzen im Edelmetall-Handel: Die Nachfrage bleibt hoch, während das Angebot begrenzt ist.

Kursturz bei Gold und Silber

Wer derzeit Gold oder Silber kaufen möchte, trifft im Edelmetall-Handel auf außergewöhnliche Marktbedingungen. Der jüngste Preisrückgang – besonders ausgeprägt bei Silber – hat Aufgelder und Spreads deutlich nach oben getrieben.

Wer jetzt Gold kaufen will, muss höhere Spreads akzeptieren – der Kursturz trifft auf außergewöhnlich hohe Nachfrage.

Zum Zeitpunkt der wöchentlichen Goldreporter-Preiserhebung am Freitag um 12:15 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.882 US-Dollar beziehungsweise 4.142 Euro. Gegenüber der Vorwoche sank der Euro-Goldpreis damit um 3,4 Prozent. Silber verlor im gleichen Zeitraum massiv an Wert: Der Preis brach um 26 Prozent auf 63,17 Euro je Unze ein.

Mehr dazu: Livecharts und tagesaktuelle Berichte finden Sie unter Goldpreis aktuell.

Aktuelle Lage im Edelmetall-Handel

Die Situation im Edelmetall-Handel hat sich weiter zugespitzt. Der kräftige Preisrücksetzer hat bei vielen Anlegern Kaufinteresse ausgelöst. Händler berichten nahezu einhellig von einem ungewöhnlich hohen Kundenaufkommen. Gleichzeitig ist die Angebotslage angespannt. Vor allem bei Silber sind die Lieferzeiten für Neuware teils erheblich verlängert.

Diese Sondersituation spiegelt sich inzwischen deutlich in den Endpreisen wider – sowohl auf der Verkaufs- als auch auf der Ankaufsseite.




Gold kaufen: Spreads deutlich ausgeweitet

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage bei sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 30. Januar 2026) ergibt folgendes Bild:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.334 Euro (-135 Euro), Aufgeld 4,64 Prozent nach zuvor 4,18 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 70 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.816 Euro (-369 Euro), Aufgeld steigt auf 3,7 Prozent nach zuvor 2,8 Prozent.

Durch gesunkene Ankaufspreise bei gleichzeitig höheren Aufgeldern haben sich die Spreads weiter vergrößert. Bei Krügerrand-Goldmünzen liegen sie aktuell bei rund 7,6 Prozent, bei Goldbarren bei etwa 6,8 Prozent.

Preisdaten vom 6. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 6. Februar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Preise stark verzerrt

Im Silberhandel zeigt sich die Lage besonders angespannt. Händler haben den starken Spotpreisrückgang bei vielen Produkten nur teilweise weitergegeben. Entsprechend stark sind Aufgelder und Spreads gestiegen.

  • Maple Leaf (neu): Ø 96,85 Euro (-21,26 Euro), Aufgeld 53 Prozent nach zuvor 37 Prozent. Ältere Jahrgänge sind teils bis zu 4 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.032 Euro (-561 Euro), Aufgeld 49 Prozent nach zuvor 30 Prozent.

Fazit

In der derzeit hochvolatilen Marktlage reagieren die Preise im Edelmetall-Handel entsprechend sensibel. Händler sichern sich über höhere Aufgelder und breitere Spreads gegen Kursrisiken ab. Zeitweise verschärfte sich die Situation zusätzlich, als Scheideanstalten zwischenzeitlich kein Silber mehr annahmen und die Betriebe voll ausgelastet sind.

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2 Kommentare

  1. Klar, all die, welche angeblich letzte Woche verkauft haben, rennen nun mit den leeren Trolleys wieder zum Händler. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass der Verkau nicht die beste aller Ideen war.
    Leider ist kaum was da, andere waren schneller und jetzt steigt der Preis im Minutentakt. Unangenehm.

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