Goldpreis klettert kräftig nach Dollar-Einbruch

Der Euro klettert erstmals seit 2021 über 1,20 USD. Breite Dollar-Schwäche, Trump-Aussagen und Defizitsorgen belasten den Greenback. Gold legt kräftig zu.

Der Euro ist am Dienstagabend erstmals seit Juni 2021 über die Marke von 1,20 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung legte zeitweise um bis zu 1,7 Prozent auf 1,2081 USD zu. Der Goldpreis kletterte um 3,4 Prozent auf 5.180 USD / 4.302 EUR (+2 %) pro Unze und damit auf neue Rekordstände. Währenddessen stieg der Silberpreis um 7,9 Prozent (6,5 %) auf 111,91 USD bzw. 92,94 EUR. 

Einbrechender Dollar, steigendes Gold: Der Währungsmarkt liefert Edelmetallen Rückenwind.

Auslöser war eine erneute Schwäche des US-Dollars, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, er sehe den Rückgang der US-Währung gelassen. Dabei steht der Dollar seit Wochen unter Druck. Sorgen über steigende US-Defizite, anhaltende Handelskonflikte und geopolitische Risiken belasten den Greenback. Zudem verweisen Marktteilnehmer auf eine zunehmende Diversifikation internationaler Reserven in Richtung Gold und anderer Alternativen.

Auch am Terminmarkt nimmt der Optimismus für den Euro zu. Optionen signalisieren laut einem Bloomberg-Bericht die stärkste bullishe Positionierung zugunsten der Gemeinschaftswährung seit März 2020. Der Blick richtet sich nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend. Am Markt werden für dieses Jahr knapp zwei Zinssenkungen erwartet. Zusätzliche Unsicherheit bringt die wachsende Gefahr eines erneuten Government Shutdowns in den USA.

Goldreporter-Kommentar: Ein schwächerer US-Dollar ist das Basisszenario für einen steigenden Goldpreis. Für die US-Wirtschaft verbessern sich womöglich die Exportchancen, allerdings steigen damit auch die Importpreise. Dagegen erhöhen Währungsabwertung und Vertrauensverluste gegenüber dem US-Dollar die Attraktivität von Gold als Reserve- und Absicherungsinstrument.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

8 Kommentare

  1. Hat jemand mitbekommen, wohin all das Gold, das momentan in rauhen Mengen gekauft wird, hingeht?
    Die 50 Tonnen, die nach Polen wandern, könnten nur für einen Bruchteil des Anstiegs der letzten Tage sorgen. Da fehlen noch ein paar hundert Tonnen. Bereitet die Comex gerade eine gigantische Bullenfalle vor oder bleibt es bei Rücksetzern von maximal 100-150 USD? Bei soviel hinterhältigen Spielchen, wie ich die letzten Jahre bei der Comex gesehen habe, bin ich sehr skeptisch?
    Insiderwissen ist momentan Gold wert, im wahrsten Sinne des Wortes.
    Gold hat gerade 5.220 USD erreicht und Silber ist wieder auf 114 USD.

  2. Meinen Augen traue ich schon garnicht mehr!
    140€/g Gold sind gerade überschritten worden und 4367€ um 5.03 heute früh.Das ist die momentane Realität…
    Ich denke,dass bei der EZB und anderen Banken sich hinter den Kulissen sich einiges abspielt, um das Finanzsystem nicht kollabieren zu lassen.
    Auch Silber wandert mit 115,28 Dollar …
    Heute sind alle Rohstoffe grün und generell ist das ein Ergebnis der verwässerten Finanzpolitik und deren Machtspiele.

  3. DER EUR / USD Kurs steht mit 1,20 auf dem höchsten Stand seit 5 Jahren.
    Vielleicht die grösste Leistung, die Trump in seiner Amtszeit vollbracht hat.

    Als Kleinanleger macht man sich aber so seine Gedanken..was, wenn der Dollar noch schneller abwertet als der Euro und der Index bei 1:2 steht ? Dann sehe ich mein (nicht vorhandenes) Erspartes in Gefahr.

  4. Leitartikel des The Pioneer von heute:
    „Gold lügt nicht
    Gold ist so teuer wie noch nie.
    Oder ist Geld viel mehr so wertlos wie noch nie? „

  5. Lesen Sie den Gold Report von Incrementum von Ronald Stöferle. Er hat diese Entwicklung vor Jahren vorhergesagt und er lag immer richtig. Sein Motto : In gold we trust

  6. @ Digger Gold ist soviel wert wie vor 1000 Jahren aber Euro und Dollar haben weniger als 10% ihres Wertes der Zeit der Euroeinführung.Deshalb braucht sich Fritze auch nicht über Arbeitsmoral auslassen,er sollte besser froh sein, daß für dieses Notdurft-Geld überhaupt noch jemand arbeitet.

    • @Materialist
      Entweder das, oder sie verlieren ihre Jobs wie Tausende
      bei Wacker Chemie wegen der deutschen Energiekosten.
      Nachricht von heute.

  7. @ Digger Die Chemieindustrie hat auch noch das zusätzliche Problem ,daß der teure Frackingdreck für viele chemische Prozesse für die das russische Erdgas verwendet wurde einfach nicht geeignet ist.Genau genau deshalb ist BASF nach China gegangen,einzig richtige Entscheidung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige