Die CME Group passt ihre Margin-Methodik für Gold, Silber, Platin und Palladium an. Können die neuen prozentualen Vorgaben die Rally vorübergehend bremsen?

CME Group stellt Margin-Logik um
Die Edelmetall-Preise kennen derzeit nur eine Richtung, immer weiter bergauf. In dieser Rally kommt der Betreiber der US-Warenterminbörse COMEX offensichtlich nicht mehr nach mit den Margin-Erhöhungen. Die erforderlichen Sicherheitsleistungen im Futures-Handel wurden zuletzt mehrfach angehoben. Goldpreis und Silberpreis ließen sich davon aber kaum beirren.
Die neuen prozentualen Margins könnten kurzfristig Druck auf Gold und Silber erzeugen – doch die eigentliche Preisführung verlagert sich zunehmend nach Asien.
Nun die historische Änderung: Die Margins für Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Kontrakte werden künftig nicht mehr als festen Dollarbetrag festgelegt, sondern prozentual zum Kontraktwert. Die Regelung gilt ab dem Handelsstart am heutigen Mittwoch.
Neue Margin-Anforderungen (prozentual)
| Initial Margin | Maintenance Margin | ||
| Gold | 5,5 % | 5 % | |
| Silber | 9,9 % | 9 % | |
| Platin | 9,9 % | 9 % | |
| Palladium | 12,1 % | 11 % |
Bremse für Silber- und Goldpreis?
Analysten, wie der von Bloomberg zitierte Analyst Christopher Wong (OCBC), argumentieren, die CME müsse auf diese Weise weniger oft nachjustieren. Offiziell soll die Umstellung das Risikomanagement verbessern und mehr Stabilität bringen – auch wenn sie bei extremer Volatilität weiter erhöht wird.
Dabei könnten die neuen Vorgaben den Markt belasten, weil starke Schwankungen automatisch höhere Anforderungen auslösen.
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