Dienstag,17.Februar 2026
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Gold als Deckung: Tether stockt Goldreserven auf 140 Tonnen auf

Der Krypto-Konzern Tether hält mittlerweile rund 140 Tonnen Gold im Wert von etwa 23 Milliarden USD und wird zum dauerhaften Nachfragefaktor auf dem Goldmarkt.

Gold als Deckung: Barren als Symbol für die stark gewachsenen Goldreserven des Krypto-Konzerns Tether
Goldbarren als Deckung auf dem Kryptomarkt: Das Bild steht sinnbildlich für Tethers stark ausgeweitete Goldreserven von rund 140 Tonnen Gold.

Goldbestand von Tether wächst auf 140 Tonnen

Der Stablecoin-Anbieter Tether hat seine Goldreserven deutlich ausgeweitet. Nach Angaben von CEO Paolo Ardoino belaufen sich die physischen Bestände inzwischen auf rund 140 Tonnen Gold mit einem Marktwert von etwa 23 Milliarden US-Dollar. Rund 16 Tonnen davon dienen der Deckung des Gold-Tokens Tether Gold (XAU₮), während der überwiegende Teil als strategische Reserve neben den Dollar-Reserven des Stablecoins USDT gehalten wird.

Der Krypto-Konzern Tether agiert mit seinen Goldkäufen zunehmend wie ein privater Zentralbank-Akteur.

Damit zählt Tether zu den größten bekannten privaten Goldhaltern weltweit – außerhalb von Zentralbanken, ETFs und Geschäftsbanken.

Gold-Offensive seit Herbst deutlich beschleunigt

Bereits im November hatte Tether mit einer strategischen Neuausrichtung für Aufmerksamkeit gesorgt. Damals lagen die gemeldeten Goldbestände noch bei rund 80 Tonnen. Zugleich verpflichtete das Unternehmen zwei erfahrene Goldhändler von HSBC, um den Einstieg in den physischen Edelmetallhandel professionell abzusichern. Seither hat sich der Goldbestand nahezu verdoppelt.

Mehr dazu: Tether baut Gold-Imperium auf – Ex-HSBC-Goldhändler sollen Handel dominieren

Wöchentliche Käufe prägen den Markt

Aktuell kauft Tether nach eigenen Angaben ein bis zwei Tonnen Gold pro Woche. Damit wird das Unternehmen zunehmend auch ein Goldpreis-Faktor. Das Edelmetall dient sowohl als Reserve für den Dollar-Stablecoin USDT als auch zur Deckung des goldgedeckten Tokens Tether Gold (XAUT). Die Barren lagern in einem Hochsicherheitsbunker in der Schweiz. Marktbeobachter werten das Kaufprogramm als neuen strukturellen Nachfragefaktor am Goldmarkt.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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6 Kommentare

  1. Die Frage bleibt: Wie finanziert ein Stablecoinanbieter 23 Mrd. So etwas schüttelt man sich doch nicht aus dem Ärmel?

    • Durch den Verkauf seiner Coins kann Tether das bequem finanzieren. Die Stablecoins werden ja rein per Knopfdruck von Tether für quasi null Kosten generiert. Soweit ich weiß, werden die Stablecoins nicht, wie der Bitcoin, durch einen extrem kostenintensiven Miningprozeß generiert. Es sind also keine Unmengen an Strom und Prozessoren notwendig, um Stablecoins zu generieren.
      Der inherente Wert von Stablecoins leitet sich von den Assets ab, mit denen der Herausgeber den Wert des Coins absichert. Je mehr Coins Tether verkauft, desto mehr Gold oder US-Staatsanleihen muß es dazukaufen.
      XAUT ist deshalb mit Gold hinterlegt, USDT mit US-Staatsanleihen und ein bißchen Gold. Für welchen Coin sich die Kunden entscheiden, liegt an deren Intelligenz.
      Trumps hat per Gesetz die Herausgeber von Stablecoins, die auf US-Dollar basieren, dazu verpflichtet diese Coins nicht mit USD-Barbeständen zu sichern, sondern mit US-Staatsanleihen. Deshalb kollabiert der Markt mit US-Staatsanleihen (noch) nicht.

  2. Diese Tethercoins ist wieder so ein Finanzprodukt was keiner braucht. Noch ist jeder Token mit einer Unze Gold oder (Schrott) anleihen hinterlegt, noch. Wenn es Millionen werden, wie wird es dann aussehen? Dann nur noch Schrottanleihen? Fiat(geld) macht nur einer und das ist derjenige der sie verkauft!
    Dann bevorzuge ich doch lieber gleich physische Goldmünzen. Die brauchen keinen Computer, kein Handy, keinen Code, keine Plattform, keine Wallet und auch keinen Strom. Das Beste daran, ich kann das Objekt immer in die Hand nehmen wann ich will und es hat keinen Gegenpart!

  3. Wie viel Kapital steckt in BitCoin, das nun – wenn man irgendwie feststellt, dass man zwar in eine coole Idee jede Menge Geld investiert hat aber da eigentlich kein echter Wert dahinter steckt – in die coole Idee mit Wert fließen könnte?

    • @Großer Bär
      Marktkapitalisierung BTC im Oktober 2025 etwa 2,1 Billionen (2.100.000 Millionen) oder grob umgerechnet
      500.000 Eigentumswohnungen.
      Aktuell sind es 1,48 Billionen also schlappe 600.000 Millionen oder gerechnet 150.000 Wohnungen weniger.
      Futsch !

  4. @ Grosser Bär Ich würde sagen der Bitcoin ist in erster Linie eine coole Idee der Schuldenbarone. Wie kann man sonst besser frisch gedrucktes vagabundierendes Papiergeld besser ohne jede Gegenleistung aufsaugen und binden. Geradezu ein Lebenselixier für hemmungslose Zentralbanken. Wobei die Frühein‘ und Aussteiger damit sicher auch ein gutes Geschäft machen konnten.

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