Goldpreis unter Druck – Fehlende Impulse, fallende Renditen und fester US-Dollar

Der Goldpreis rutscht deutlich unter 5.000 USD. Technische Aspekte, sinkende Renditen und ein stärkerer US-Dollar bestimmen derzeit die Kursentwicklung.

Goldpreis unter Druck: Goldmünzen vor US-Dollar in unsicherem Marktumfeld
Der Goldpreis bleibt trotz sinkender Renditen unter Druck.

Goldpreis bleibt unter Druck – Impulse bleiben rar

Der Goldpreis verharrt weiterhin nahe der Marke von 5.000 US-Dollar. Am Dienstagvormittag weitete sich der Abstand zur Unterseite aus. Mit 4.921 USD beziehungsweise 4.154 EUR lag der Kurs um 2,4 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche (-1,9 Prozent in EUR).

Trotz fallender Zinsen bleibt der Goldpreis unter Druck – der stärkere US-Dollar und technische Faktoren überlagern den klassischen Zinseffekt.

Auffällig ist die jüngste Aufwertung des US-Dollar. Gleichzeitig fiel der Goldpreis in China erneut unter den europäischen Spotkurs. Damit entfiel ein wichtiger externer Taktgeber. Weitere fundamentale Impulse blieben aus. Die kurzfristige Kursentwicklung erscheint somit vor allem technisch geprägt.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Fallende Zinsen in unsicherem Umfeld

Der Goldpreis kann aus den Turbulenzen an den Aktienmärkten bislang wenig Kapital schlagen. Dort gibt es unter anderem Zweifel, ob sich die hohen Investitionen der Tech-Riesen in KI-Infrastruktur am Ende rechnen.

Dagegen signalisieren die sinkenden Renditen am Anleihenmarkt eher steigende Mittelzuflüsse – und das korrespondiert mit einem stärkeren US-Dollar. So fielen die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen gegenüber der Vorwoche deutlich von 4,19 Prozent auf 4,03 Prozent.

Auch in der Eurozone zeigt sich derselbe Trend: Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag am Dienstag bei 2,74 Prozent, nach 2,83 Prozent in der Vorwoche. Vergleichbare Rückgänge waren auch in Frankreich und weiteren Euro-Kernländern zu sehen.

Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 17. Februar 2025
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Warum der Zinseffekt auf Gold derzeit begrenzt ist

Klassisch gelten steigende Renditen als Gegenwind für Gold, sinkende Zinsen dagegen als Unterstützung. Dieses Muster greift derzeit jedoch nur eingeschränkt.

Zum einen haben Anleiherenditen einen Teil ihrer Signalwirkung eingebüßt. Zum anderen werden sie zunehmend von Faktoren wie hohem Emissionsvolumen, staatlichem Finanzierungsbedarf und taktischer Nachfrage bewegt. Kurzfristige Konjunktur- oder Inflationsdaten spielen dabei eine geringere Rolle. Entsprechend tritt der direkte Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

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