Goldpreis & Dollar: Russland erwägt Rückkehr zum US-Dollar-System

Russland signalisiert laut Bloomberg Offenheit für eine Rückkehr ins US-Dollar-System. Das hätte geopolitische Sprengkraft – auch für den Goldpreis.

Russland erwägt laut einem internen Dokument eine Rückkehr zum US-Dollar-System. Wie Bloomberg berichtet, enthalte ein Kreml-Memo Vorschläge für eine wirtschaftliche Annäherung an die USA, einschließlich Dollar-Abwicklung auch bei Energiegeschäften. Der Schritt würde eine deutliche Kehrtwende der bisherigen De-Dollarisierungsstrategie darstellen. Für Gold wäre ein solcher Kurswechsel potenziell relevant, da geopolitische Spannungen und Dollarströme zentrale Einflussfaktoren bleiben.

Goldreporter-Kommentar: Eine Rückkehr Russlands zum Dollar-System würde die De-Dollarisierungsdebatte neu kalibrieren. Schließlich ist die Abkehr vom US-Dollar und die veränderte internationale Reservestrategie zugunsten des Edelmetalls ein wichtiger Nachfragefaktor auf dem Goldmarkt. Für den Goldpreis bliebe entscheidend, ob daraus reale Kapitalströme entstehen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

16 Kommentare

  1. Es erwägt.Was heisst, man weiss es nicht so genau inf hält sich bedeckt. Und die BRICS, was macht die ?
    Wenn alle wieder an einem wirtschaftlichen Tisch sitzen würden, wäre die Gefahr gebannt. Einer nuklearen Katastrophe.
    Jedoch, morgen verlautet aus dem Kremel, das waren Fake News und alle Papiergold verkäufer dürfen nachkaufen und mehr zahlen.
    Übrigens, wo sind die, welche heute Punkt 17:00 ohne Termin beim Goldhändler standen und alles verkauften.
    Die fehlen noch in der Story von Fake News.

  2. Nur so eine Idee: Putin wirft Trump ein lecker aussehendes Häppchen hin, damit sich die USA nach Ende des Ukrainekrieges für die Freigabe der gesperrten Auslandsvermögen Russlands einsetzen.
    Mit der EU ist da ja wohl nichts zu machen, aber die USA würden diesen Schritt gerne sehen.
    Und sobald man die gesperrte Kohle wieder hat………
    Dann war es leider doch nur ein Fritz-Versprechen.

    • Naja, die USA sind so nah an Russland wie noch nie. Russland braucht Abnehmer für sie Rohstoffe und so könnten die USA Europa als Abnehmer ersetzen. Russland und USA wären die Sieger. Europa Verlierer. Nebenbei kann man Keil zwischen EU und USA treiben
      und den NATO-Zusammenhalt weiter schwächen.

      Wäre taktisch ein guter Zug von Putin mMn.

      • @Einstern
        So sehe ich das auch. Es gibt mehrere Gründe der USA für diesen Move.
        Läuft so übrigens schon die ganze Zeit.
        Die USA halten sich nur auf dem Papier an die Sanktionen.
        1.) In den letzten Jahren wurden immer Rekordmengen an Uran für die US-Atomkraftwerke in Ru gekauft.
        2.) Viele der US-Raffinerien sind auf „Schweröl“ angewiesen, das es seit dem Venezuela-Boykott nur noch in Russland gab. Der Trick war einfach: ein RU-Tanker fährt bis 100 Meilen vor Texas, dort wartet ein 3/4 leerer Tanker aus Mexiko , es wird umgepumpt und schon ist es mexikanisches Öl von PeMex (oder PetroBras, oder..) .
        3.) Die USA stehen strategisch unter Druck: die EU-Sanktionen haben Ru in die Abhängigkeit von China getrieben. Dort findet eine neue tiefe Kooperation statt: China bekommt preiswert und in unbegrenzter Menge alle Rohstoffe (insb. Energie) , Ru die ganze Technologie, die es braucht.
        Da China der strategische Gegner der USA für dieses Jahrhundert ist, stärkt Europa über die Ablehnung Russlands also faktisch China. Das wollen die USA nun unbedingt wieder „umdrehen“ und Ru aus der Abhängigkeit von China lösen.
        Die armen Ukrainer spielen da keine Rolle mehr. Außer in ihrer „Funktion“ als Echtzeit-Waffentestzentrum – Blackrock-Rüstungskonzerne (Raytheon etc.) gegen Chinas Rüstungstechnologie. Und da sieht es für die Nato ziemlich finster aus.

        Europa spielt keine Rolle mehr. Es dient derzeit nur noch als so eine Art Schrottplatz zum Ausschlachten der interessanten Industrien.
        Wer noch kann, verlagert seine Fabriken nach USA und China (oder nach Osteuropa, in der Hoffnung, daß die der Eu zu gegeben Zeit…) .
        Musterbeispiel BASF. Da bleiben in Ludwigshafen am Ende von 35.000 Jobs noch 1.000 in einer Konzernholding übrig, die die weltweiten Beteiligungen verwaltet.
        Und evtl. nicht mal das, siehe Linde. Der ehemalige DAX-Champion hat sich komplett verabschiedet und ist nun an der Wallstreet notiert. In der ehemaligen Zentrale in Pullach bei München wird seit 2 Jahren alles in Vorruhestand geschickt was den Geldkoffer der Abfindung tragen kann.

        Für uns Europäer ist Gold letztlich der letzte Versuch der Notwehr gegen den politisch verordneten Untergang.
        Mensch, heute bin ich wieder der Top-Optimist !
        Bin ich – ich wohne im Dorf !!!

  3. Sollte da was dran sein kann man locker mal 1500-2000 Dollar vom jetzigen Kurs abziehen …

    Aber zum Glück ist da nichts dran. Wäre das sofortige Ende der BRICS.

    • @Peter
      Aber bis es soweit ist, nämlich dass wieder Vernunft alleseits einkehrt, rate ich weiter auf Gold zu setzen
      Denn, versprechen kann einer viel, nicht umsonst heisst es ja auch ver-sprechen. Sogar das Blaue vom Himmel.

  4. Bis jetzt ist mein Eindruck von Puton dass er besonnen, strategisch und klug handelt. Gibt bestimmt auch Politiker auf der Welt wo das nicht zutrifft.
    Aus der Hinsicht denke ich, wird an den News nicht so viel dran sein.

  5. „Meine Frau träumt schon seit 10 Jahren von einer neuen Küche. Was soll ich sagen, ich lasse ihr diesen Traum.“
    Keine Ahnung, wer das gesagt hat, ist aber eine schöne Metapher.

    • @Nivek
      Vielleicht haben die Russen den Amerikanern aber auch
      versprochen, ihnen ihre Bodenschätze zu verkaufen.
      Beim Wodka, im Tausch gegen US Staatsanleihen.

  6. @BlackWood
    Ja hört sich plausibel an aber es geht nicht nur um das gesperrte Russische Auslandsvermögen, beobachten Sie zb. Indien sind in der BRICS aber die wirtschaftliche Beziehungen zu den USA möchten die auch nicht aufs Eis legen. Die Russen dh. W. Putin haben sich mit der USA und hier D. Trump über verschiedene Dinge geeinigt die nicht unbedingt öffentlich kommuniziert werden. Die Aufteilung der Ukraine ist nur ein Teil davon, ein anderes wäre in der Zukunft stärkere wirtschaftliche Beziehungen zwischen Russland und der USA. Für die USA ist China der Feind Nr.1 die brauchen Energie Sicherheit nicht nur aus der US Quellen, sondern Kanada, Russland, u.a. Bedeutet in Russland sind viele große Unternehmen in Energiesektor tätig, ob nun Uran, Öl, Gas, die werden profitieren wenn die USA langfristige Verträge unterschreiben.
    Dann bin ich an der Reihe in Russische Unternehmen zu investieren, USA sind happy Russische Unternehmen steigern ihre Gewinne, ich mache Gewinne. Also bin ich auch happy!
    Ukraine Krieg, EU NATO Clowns, war da was? Leider ist die Welt schlecht, es geht nur um Geld & Macht. Ich bin ein dummer kleiner Anleger der versucht in dieses kranke System sich anzupassen und Geld zu verdienen.
    Ich habe dieses System nicht gemacht, ich passe mich nur an und versuche mein Vermögen zu steigern.

  7. 1. Die Verschuldung der USA geht weiter; Trump sieht die Gefahr, dass der US- Haushalt nur noch für die Zinsen existiert. Schauen Sie sich die zeitliche Entwicklung an: exponentiell.
    2. USA braucht möglichst niedrige Zinsen UND Abnehmer für Staats- Verschuldungstitel, bei Abnehmern muss die Verzinsung deutlich oberhalb der Inflationsrate sein. Ein Drahtseilakt.
    3. China und Russland haben gemeinsam beschlossen, sich aus der Klammer US $ zu befreien und tauschen mit Bedacht $ gegen Realgüter. Für die USA ist die Gefahr, dass sie ihre Schuldtitel nicht mehr los kriegen.
    4. Die Strategie von Trump: treibe einen Keil zwischen Russland und China. Biete Häppchen an und nehme ein opulentes Mahl. 50 Billionen stehen nun auf der Speisekarte. Beim heutigen BIP von 30 Billionen eine fette Speise.
    5. Die Ukraine ist ein Bullshit gegen eine Deal mit Russland. Trump weiß, wenn die US Privathaushalte ärmer werden, ist die Regierung der Reps beendet. Ähnlich sprach Merz gerade in Brüssel. Das Fake- Thema menschengemachter Klimawandel wird beerdigt.
    6. Dass der Goldpreis überzogen ist, ich las, gewisse Leute träumen / sagen voraus 12.500, sollte uns allen bewusst sein. Ich halte nach jahrelangem Stillstand das heutige Niveau für gerecht, denn die politisch befohlene Inflationsrate spiegelt nicht die Tatsache wieder.

    • @Bernd M Die“politisch befohlene Inflationsrate“ mit dem Faktor 4 multiplizieren und sie haben die Inflation, die wir alle im Geldbeutel jährlich spüren. So jedenfalls nehme ich die offizielle Inflation wahr.

  8. Auszug aus dem Bloomberg Text:
    The high-level memo, which was drafted this year, details seven points where, in the Kremlin’s view, Russian and US economic interests could converge following a deal to end the war in Ukraine.

    Nicht ‚recently‘ oder ‚yesterday‘, sondern irgendwann in den verg. 6 Wochen.
    Und nun mal wieder die Marginerhöhung.

    Irgendwie bin ich in Gold gegangen, weil ich die Aktien- und Fondgangster meiden wollte.
    Aber da wo das große Geld lacht, kommen die wieder an die Oberfläche.
    Wie Kindersch… im Babybecken.

    • @Wasabi-San
      es gab Zeiten, da brauchte man kein Gold. Dann gibt es Zeiten, wo man Gold unbedingt kaufen soll. Und letztendlich wird es Zeiten geben, da wird man das Gold brauchen.

  9. Die Seitwärts Bewegung setzt sich fort und trotz Freitag gab es bisher keinen Balkonabwurf und Gold notiert wieder über 5.000 Dollar. Interessant ist, dass der Bitrcoin das Spielchen mitmacht und sich ebenfalls etwas rauf bewegte. Obwohl Bitcoin mit Gold nichts zu tun hat und damit auch nicht vergleichbar ist.
    Letztlich ist die Frage, wie lange, oder wie kurz, dieses Seitwärts diesmal dauert, bevor der Deckel bei 6.000 $ davon fliegt, den man jetzt schon mit Short beginnt festzuzurren.
    Insofern haben Aufstocker noch Gelegenheit, ein paar Euronen billiger zu kaufen. Diejenigen, welche schon genug Gelbes vom Ei haben, sollten sich gelassen zurücklehnen, meditieren oder sonst was tun und nicht mehr auf Charts sehen. Es lohnt sich nämlich nicht wirklich. Ratschläge werden ohnehin nicht berfolgt, derweil es ja ein jeder besser weiss. Und somit hat man letztendlich, einschliesslich der eigenen Meinung, womöglich 10 davon und ist so schlau wie zuvor.
    Also, ein jeder wie er kann und möchte. Ist doch super, solch eine Freiheit gibts nicht allzu oft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige