US-Senat ebnet Weg für Ende des Shutdowns – Demokraten gespalten

Der US-Senat stimmt für einen Kompromiss, der das Ende des 40-tägigen Shutdowns einleiten soll. Einige Demokraten stimmen dafür – trotz parteiinterner Kritik.

Der US-Senat hat mit 60 zu 40 Stimmen ein Verfahren zur Beendigung des längsten Regierungs-Shutdowns der US-Geschichte eingeleitet. Mehrere moderate Demokraten unterstützten laut Bloomberg den Entwurf, der eine teilweise Wiederfinanzierung der Ministerien und rückwirkende Bezahlung der rund 600.000 beurlaubten Staatsangestellten vorsieht. Präsident Trump sprach von einem Durchbruch, doch die Zustimmung des Repräsentantenhauses gilt als unsicher. Dort fordern führende Demokraten weiterhin eine Verlängerung der auslaufenden Obamacare-Subventionen. Das Haushaltsabkommen könnte die Regierung noch in dieser Woche wieder öffnen.

Goldreporter-Kommentar: Das Ende des US-Shutdowns verringert die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Warum steigt der Goldpreis dennoch? Man kann die Entwicklung als Rückkehr zur Normalität interpretieren. Die Geldpolitik tritt wieder in den Vordergrund. Genauso wie die anhaltende Schuldenproblematik, in der die USA in erster Reihe stehen.

Mehr dazu: Alle News rund um den Goldpreis

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

7 Kommentare

  1. Ob das noch was wird ?
    Duzende Abweichler bei den Demokraten, welche wohl bei der Schlussabstimmung auf Kurs gebracht werden.
    Nichts ist beschlossen und nichts in trockenen Tüchern.
    Auch wenn die Börsen Glaube und Hoffnung trompeten um ihre Kurse zu retten. Doch die kennen nur eine Richtung: abwärts und schnellen Ausverksuf.
    Derweil die Pleitewellen jetzt so richtig ins rollen kommen.

  2. @Maruti
    Es ist nicht das erste Shutdown und mit Sicherheit wird auch nicht das letzte sein. Es ist auch wahr das bei gewisse Titel an der Börse viel Glaube und Hoffnung dabei ist. Glaube das mit den Kurs des Unternehmens immer weiter nach oben geht und Hoffnung das es nie eine Korrektur geben kann. Das ist schlicht unmöglich, umso mehr bei Unternehmen die massiv überbewertet sind und absolut kein Plus in die Bilanzen aufweisen. Davon gibt’s auch nicht wenige, die jenigen die voll auf Quantum Computing setzen und die Bilanzen ignorieren werden sich eine blutigen Nase holen.
    Pleitewellen? Einige schon. Abverkauf? Mit welchen Begründung. Solange das Unternehmen liefert und mit Rabatt zu haben ist. Wo wir beim Rabatt sind, möchte nächsten Monat bißchen gelbes zulegen. Ob nun bißchen Rabatt (?) dabei ist, Hoffnung auch hier! In paar Jahren wird der Preis so hoch stehen, da werden diese 4 tsd. $ noch billig erscheinen.

    • @Big Driver
      Wann gab es dann mal ein Jahr, in dem die USA keinen Shutdown hatten ?
      Sieht für mich so aus wie der 11.11. im Rheinland: muß sein, geht nicht ohne.
      Ganz böööhser Gedanke: machen die das, um jedes Jahr ein paar tolle Insidergeschäfte abzuwickeln ?
      DIE wissen ja, daß der Shutdown komm, DIE wissen wie lange er dauert und DIE wissen auch auch wann er endet.
      Da könnte man….

      Zur Erklärung der Gesamtlage habe ich ein gutes Video gefunden:
      Die 5 Gesetze der Dummheit von Carlo Cipolla
      https://www.youtube.com/watch?v=cv3uJNPxpOc

      Warnung: kein Humorbeitrag, leider.

  3. @Maruti

    Meiner Meinung nach wird der Markt durch kein externes Eregnis erschüttert werden, denn dessen gab es genug. Das schüttelt der ab wie nix.

    Eben dieses Abschütteln, die Sorglosigkeit und Euphorie wird dem Markt vermutlich zum Verhängnis. Ich stufe die Wahrscheinlichkeit viel höher ein, dass er sich von innen heraus selbst zerfrisst. Die Margenschulden sind auf Rekord und nicht nur diese.

    Die Euphorie simmt mich jedenfalls extrem pessimistisch. Wenn alle (außer die schon immer überzeugten Bären) nur noch davon ausgehen, dass der Markt immer weiter steigt, werden immer mehr Risiken eingegangen. Ein Setup, dass es schon öfters in der Geschichte gegeben hat.

    Kreditkartenschulden (warum sind die überhaupt so soch, sicher nicht, weil die Leute so viel Geld zur Verfügung haben), Lebensmittelmarken (Hä?? Was im Mutterland des Kapitals brauchen die Menschen Lebensmittelmarken um nicht zu verhungern??? gehts noch?), Kleinkredite und Spekulation auf Kredit, ausfallende Gewerbekredite…

    Ich stufe Trumps Ankündiung der 2000$ für die Schwachen derart ein, dass der Markt dieses Geld braucht, um noch mal in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Das ist kein großzügiges Geschenk, sondern ein Rettungspaket.

    Je höher das Risiko im Markt, desto weniger Toleranz verträgt er.

    • @Großer Bär
      eine schlüssige Erklärung. Für den 2000-Dollar-Scheck könnte es auch noch einen anderen Grund geben zu dem, den Sie angeführt haben. Sicherlich wäre das noch mal ein Stimuli für den Konsum, aber vielleicht auch eine Art der Abfindung: Angenommen heißt: Alle weiteren Ansprüche sind damit abgegolten. Gestern habe ich gelesen, dass z. B. nach der Flutkatastrophe im Ahrtal Behördenvertreter herumgelaufen seinen sollen und einige hundert Euro Soforthilfe angeboten haben. Unkompliziert und gleich cash auf die Hand. Der mögliche Haken (im Kleinstgedruckten):
      Mit der Annahme haben sich die Empfänger damit einverstanden erklärt, dass damit sämtliche Ansprüche abgegolten seien. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber es würde Sinn machen. Sie kennen das bestimmt aus anderen Situationen: Ein kleines Angebot mit großen Folgen.

      Im Übrigen sehe ich das ähnlich wie Sie. Ein Markt fällt oftmals aus systemimanenten Gründen zusammen. Bestes Beispiel: Die Subprimekrise in den USA 2008. Alle haben darauf gesetzt, dass es endlos so weitergehen wird, neue Häuserkäufe wurden mit den gestiegenen Preisen derbereits erworbenen Immobilien über weitere Hypotheken finanziert. Ein Perpetum Mobile, das niemand in Frage stellen wollte, weil es ja so schön lief.

      Michael Burry war einer der wenigen, die das erkannt haben und wurde als Spinner abgetan. Bis es dann soweit war und er sich vor Kaufangeboten auf seine Credit Default Swaps kaum retten konnte.
      „Burry machte dabei einen persönlichen Gewinn von 100 Mio. US-Dollar und einen Gewinn für seine verbleibenden Investoren von mehr als 700 Mio. US-Dollar.“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Burry

      Interessant: „Im November 2025 begann er gegen die Aktien von Nvidia und Palantir Technologies zu wetten.“

      • @Nivek
        Wieder ein schönes Beispiel, daß man Wikipedia nicht unbedingt trauen kann.
        Obwohl die Zahlen überall herumgeistern.
        Ich habe damals noch gearbeitet und wir haben damals „aus gut unterrichteten Quellen“ gehört, daß Scion Capital zwischen 1,1 und 1,3 Milliarden gemacht haben soll, also ein klein wenig mehr.
        Aber daß man gegen das System so viel verdienen kann, soll wohl der Masse nicht erzählt werden.
        Kann mich aber nicht erinnern, ob der kleine Differenzbetrag Scion direkt war oder evtl. ein Schwesterfonds oder irgendeine Hidden Pocket.
        Na, mal sehen ob Cassandra auch diesmal richtig liegt.

    • @Großer Bär
      Dazu passt, was ich aus USA gehört habe:
      Walmart spioniert seine Kunden ja fast perfekt aus.
      Die sehen folgende Dinge
      1.) Die Kunden wandern von Markenprodukten zu den billigeren Eigenmarken (was in einer 24/7
      mit Werbung zugeballerten Gesellschaft keine freiwillige Handlungsweise ist).
      2.) Spontankäufe mit „nice to have“ -Artikeln (die Walmart in extra Aufstellern mitten in die Gänge oder in den Kassenbereich stellt) laufen nicht wie üblich.
      3.) Immer mehr Leute zahlen ihre Lebensmittel statt mit Debitkarten (wie unsere EC) mit den sauteuren (ü 20 % Zinsen) Kreditkarten. Das macht man auch nur, wenn die EC-Karte leer ist.
      4.) Aldi boomt, weil noch billiger.

      Besonders interessant: die oberen 10 % der Gesellschaft sind für 60 % der Konsumausgaben verantwortlich.
      Also die, die einen ordentlich bezahlten Job haben, lassen es krachen als gäbe es kein Problem.
      Genau die 10 % haben ja auch den Großteil des Gesamtvermögens und verdienen sich am aktuellen Aktienboom auch ein goldenes Näslein.
      Eigentlich wie in einem ordentlichen Fürstensaat: der Adel oben auf der Sahne, der Rest …..egal.

      Fazit:
      – Solange der Aktienboom weiter läuft, läuft es irgendwie (entsprechend hoch ist das Interesse der Politik an der Aktienblase).
      – Wenn es da mal rumpelt, sind 50 % der Konsumausgaben in Gefahr und damit das gesamte auf Konsumirrsinn aufgebaute US-Geschäftsmodell.

      Schaun mer mal.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige