Gold erreicht neue Höchststände. Während Anleger Gold-ETFs weiter aufstocken, geraten Silber-ETFs durch Gewinnmitnahmen unter Druck.

Goldpreis setzt Rally fort, Silber schwächer
Der Goldpreis setzte seine Aufwärtsbewegung fort und erreichte zur Wochenmitte ein neues Rekordhoch. Es ist die vierte Bestmarke seit Jahresbeginn.
Am Mittwoch kostete die Feinunze 4.831 USD beziehungsweise 4.133 EUR. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Anstieg von 4,4 Prozent in US-Dollar und 4,0 Prozent in Euro.
Silber entwickelte sich dagegen schwächer. Der Preis für eine Feinunze sank im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent auf 91,59 USD beziehungsweise 78,46 EUR.
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GLD: Hohe Aktivität, moderater Bestandsaufbau
Beim größten Gold-ETF, dem SPDR Gold Shares (GLD), zeigte sich im Zeitraum vom 15. bis 21. Januar eine ausgeprägte Handelsaktivität. Die täglichen Bewegungen fielen teils deutlich aus, glichen sich jedoch teilweise wieder aus.
Per Saldo stiegen die physischen Goldbestände um 3,4 Tonnen. Das entspricht einem Kapitalzufluss von rund 0,5 Milliarden US-Dollar. Jeder GLD-Anteil ist weiterhin mit einer Zehntel Feinunze Gold physisch hinterlegt.
Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Silber-ETF: Abflüsse nach vorheriger Stärke
Ein anderes Bild zeigt sich beim iShares Silver Trust (SLV), dem weltweit größten Silber-ETF. Hier gingen die Metallbestände innerhalb einer Woche um 76,12 Tonnen zurück. Daraus ergibt sich ein Netto-Kapitalabfluss von 59 Millionen US-Dollar.
Da jedem SLV-Anteil eine Feinunze Silber physisch zugeordnet ist, können sich Kapitalbewegungen und Bestandsveränderungen zeitlich verschieben. 
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 21. Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass es nach der vorherigen Kursrally zu Gewinnmitnahmen gekommen ist.
Bedeutung für den Edelmetallmarkt
Edelmetall-ETFs gelten als gut beobachtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse sprechen häufig für Vertrauen in den bestehenden Trend, während Abflüsse eher auf taktische Umschichtungen oder kurzfristigen Liquiditätsbedarf hinweisen.
Für die kurzfristige Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken in der Regel zeitverzögert und spiegeln vor allem die mittelfristige Positionierung größerer Anlegergruppen wider.
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