Gold und Anleihen gefragt: Unsicherheit treibt defensive Märkte

Gold und Staatsanleihen profitieren derzeit von erhöhter Marktunsicherheit. Während der Goldpreis zulegt, kommen die Renditen im Euroraum leicht zurück.

Gold und Anleihen profitieren von Marktunsicherheit
Gold und Staatsanleihen profitieren von erhöhter Marktunsicherheit. Während der Goldpreis zulegt, kommen die Renditen im Euroraum leicht zurück.

Goldpreis profitiert von Marktunsicherheit

Der Goldpreis profitierte in den vergangenen Tagen von steigenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten und von verbesserten technischen Rahmenbedingungen. Am Dienstagvormittag notierte Gold bei 5.170 USD (4.390 EUR) und damit rund 3 Prozent höher als vor einer Woche. Der Euro kam in diesem Zeitraum um 0,5 Prozent gegenüber dem US-Dollar zurück. 

Marktunsicherheit bleibt derzeit ein wichtiger Preistreiber am Goldmarkt.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Fallende Marktzinsen im Euroraum

Die Schwäche bei KI-/Tech-Werten, das Chaos um die US-Zollpolitik und auch die geopolitischen Spannungen im Zuge des US-Militäraufmarschs gegenüber dem Iran stützen Kapitalumschichtungen in defensive Anlageformen. Und der gestiegene Ölpreis hat Einfluss auf die Inflationserwartungen.

In diesem Umfeld kamen auch die Anleiherenditen zurück, zumindest im Euroraum. So rentierten 10-jährige deutsche Papiere am Dienstag bei 2,70 Prozent – nach 2,74 Prozent in der Vorwoche. Dagegen waren US-Staatsanleihen weniger gefragt. Denn hier stieg die Rendite leicht auf 4,04 Prozent.

Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 24. Februar 2026
Renditen in den USA und Europa – Übersicht am 24. Februar 2026

Zinsen und Goldpreis: Einfluss derzeit begrenzt

Steigende Renditen gelten traditionell als Belastungsfaktor für Gold. Umgekehrt werden Zinssenkungen meist als preisstützend interpretiert. Doch dieses vertraute Reaktionsmuster zeigt aktuell Risse.

Anleiherenditen spiegeln derzeit nicht mehr ausschließlich konjunkturelle Erwartungen oder Inflationsperspektiven wider. Stattdessen gewinnen strukturelle Kräfte an Bedeutung. Dazu zählen insbesondere das hohe Emissionsvolumen vieler Staaten, der wachsende Finanzierungsbedarf sowie verschobene Nachfrageprofile institutioneller Investoren.

Hinzu kommt ein zweiter Effekt: In Phasen erhöhter Marktunsicherheit können Gold und Staatsanleihen gleichzeitig als defensive Anlageinstrumente gefragt sein. In solchen Konstellationen steigt der Goldpreis, während Anleiherenditen fallen. Der übliche Zinsmechanismus tritt damit zunehmend in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

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