Schweiz als Goldlieferant: China und Indien greifen wieder zu

Die Schweiz exportierte im Januar erneut große Mengen Gold. Besonders Lieferungen nach Indien und China zogen wieder deutlich an.

Goldbarren vor Weltkarte – Schweizer Goldexporte und globaler Goldhandel
Die Schweiz bleibt zentrale Drehscheibe im globalen Goldhandel. Große Mengen Gold werden importiert, umgegossen und wieder exportiert.

Schweizer Goldexporte: UK, Indien, China, Frankreich 

Die Schweiz hat im Januar erneut große Mengen Gold ins Ausland geliefert und dabei sind auch die Lieferungen nach Fernost wieder deutlich angestiegen. Nach Angaben der Eidgenössischen Zollverwaltung war Großbritannien wie im Vormonat der größte Goldabnehmer mit fast 43 Tonnen.

Die Schweiz bleibt zentrale Drehscheibe des globalen Goldmarkts. Besonders auffällig sind wieder deutlich steigende Lieferungen nach Indien und China.

Aber auch Indien und China stehen mit jeweils 23 Tonnen wieder prominent auf der Lieferliste, nachdem monatelang nur wenig Gold aus der Schweiz in diese Länder ging. Auffällig ist auch, dass mit 16 Tonnen erneut erhebliche Bestände nach Frankreich abfließen. Hier wird von der Schweiz möglicherweise ein EU-Goldhub gespeist.

Insgesamt exportierte die Schweiz im Januar 128 Tonnen Gold im Wert von rund 15 Milliarden Euro. Damit lagen die Ausfuhren 4 Prozent über dem Vormonat.

Goldimporte und -exporte der Schweiz im Janauar 2026 mit den größten Handelspartnern.
Goldimporte und -exporte der Schweiz im Januar 2026 mit den größten Handelspartnern.

Goldimporte aus den USA und VAR

Anhand der Importzahlen lassen sich die strukturellen Nachfrageverschiebungen auf dem Goldmarkt nachvollziehen. Denn die größten Lieferanten waren die Vereinigten Arabischen Emirate mit 33 Tonnen und die USA mit 26 Tonnen Gold. Hier zeigen sich Wechselwirkungen zwischen der COMEX, wo die Goldbestände seit Monaten abnehmen und dem physischen Goldmarkt in London, der offensichtlich große Goldmengen benötigt. 

Insgesamt gelangten im Januar knapp 169 Tonnen Gold im Wert von 14,5 Milliarden CHF in die Schweiz – 11 Prozent weniger als im Vormonat.

Globale Goldströme laufen über die Schweiz

Die jüngsten Verschiebungen im physischen Goldhandel verdeutlichen einmal mehr die besondere Stellung der Schweiz im globalen Marktgefüge. Das Land bleibt Drehkreuz für Lagerung, Umschlag und vor allem die industrielle Veredelung. Ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Goldes passiert Schweizer Raffinerien, die eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an unterschiedliche Marktanforderungen spielen.

Treiber dieser Handelsbewegungen sind weniger klassische Nachfrageimpulse als vielmehr technische Standards. Im Londoner Interbankenhandel dominieren traditionell 400-Unzen-Barren. An der COMEX hingegen gilt der 100-Unzen-Standard als maßgeblich. In Asien wiederum stehen Kilobarren im Mittelpunkt des Großhandels.

Diese strukturellen Unterschiede machen das kontinuierliche Umschmelzen und Neuformatieren von Gold erforderlich. Barren werden angepasst, Bestände verlagert und Lieferketten neu ausgerichtet. Die Schweiz fungiert dabei als zentrale Schnittstelle zwischen den Handelsplätzen und bleibt damit ein unverzichtbarer Baustein im internationalen Goldfluss.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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21 Kommentare

    • @Tresorfritze
      Die kaufen schon, nur wird das gekaufte Gold erst mal in die Schweiz verfrachtet und bearbeitet und gelangt dann erst zum Käufer, hier Indien und China.
      Das ergibt zeitliche verschiebungen, so dass man meint, die hätten vorher kein Gold gekauft.Das haben die aber.

      • @Maruti:
        Habe was von 3 Kleinigkeiten gehört, was China etc auch verstärkt machen:
        1.) Es wird versteckt um alle Stistiken herum gekauft.
        2.) Es wird direkt bei den Minen gekauft z,T. auch Roherz und das dann zu Hause aufbereitet. Taucht auch in keinem Zahlenwerk auf.
        3.) Es werden ganze Minen gekauft und dann herrscht absolute Stille über die Produktionsmenge.

        Und: wer hat verlässliche Zahlen über Chinas Fördermenge zu Hause ?

        Im Prinzip die gleiche Vorgehensweise wie bei Seltenerd-Metallen: man bringt sich still und leise in die TOP 1 Position und dann läßt man zum geeigneten Zeitpunkt die Bombe platzen.

        Verschwörungstheorie: Die „Roten Kaiser“ haben über 30.000 Tonnen.
        Wir im Wertewesten haben dafür Berge an Papierwetten.
        Wer das Spiel wohl gewinnt……

    • Habe das Gefühl das Gold Richtung 10000 will. Angesichts der weltweiten Verschuldung und geldmengenausweitung wäre das noch viel zu wenig!
      Und wenn Gold bei 10000, wo ist dann Silber? Trotzdem irgendwie nicht greifbar, noch nicht…!

      • @TheMac
        Wie gesagt, Gold wird nicht teurer oder gar mehr wert. Es bleibt eine Unze seit tausenden von Jahren.
        Nur das Papiergeld wird billiger, also weniger wert.
        Ein Krügerrand kostete 2008 etwa 750 Euro, 2.000 gar 450 Euro und heute 4.500 Euro. Er ist also nicht teurer geworden, keinen Cent. Das Geld wurde billiger. Klar, bei diesen Druck Orgien.
        Und kostet Gold 10.000, ist es auch nicht teurer als heute, nur eben das Geld ist um das 2.5 fache billiger.
        Wer das anders sieht, lügt sich einfach in die eigene Tasche.
        Wenn Sie eine Gehalt oder Rentenerhöhung von 4% bekommen, wird das Leben im gleichen Atemzug um 6% teurer.
        Erst wenn es weder Gehalt noch Rentenerhöhungen gibt, bleibt alles gleich. Senkt man beide sogar ab, durch Lohn und Rentenkürzungen und lässt zudem länger arbeiten, erst dann wird alles wieder billiger und das Geld teurer, also mehr wert und Gold sinkt damit im Geld-Preis.
        So einfach ist die ökonomische Lehre.
        Und die Geschichte hat mehrfach gezeigt, dass es so ist.
        Renten kürzen, Gehälter kürzen, länger arbeiten lassen und sparsam wirtschaften ist der Schlüssel zum Erfolg eines Staates.

  1. Ist doch clever von Indien und China! Man kann nur , solange Trump sein Unwesen treibt,Gold kaufen ,besitzen und nicht verkaufen!
    Was T…rump..elstilzchen nun wieder vom Stapel lässt,ist eine Dummheit vor dem „ Herrn“.Diese Böckchen in ihm lässt zwar Gold mehrfach glänzen, aber weltweit geht alles den Bach runter. Putin freut sich …..Wenn jetzt in Milliardenhöhen US Anleihen auf den Mark geworfen würden, das würde Gold explodieren lassen…Trump ist nicht mehr tragbar! Leider haben die Amis nicht die Bildung,sonst hätte man so etwas nicht das zweite Mal gewählt! Furchtbar,wenn Milliardäre einen Staat führen.

    • @ukunda
      Danke. Eigentlich sollte man den Spruch von Rothschild ( der glaube ich, hatte es gesagt) erwähnen.
      Habe ich die Macht über das Geld, ist es mir völlig egal, wer an der Regierung ist“

      • Kann sein, kann auch nicht passieren. Gold ist doch recht schnell gestiegen, da sind Korrekturen möglich.
        Es ist wichtig zu verstehen, dass keiner den Kurs auf Monatsbasis voraussagen kann. Das können nur Insider, wenn überhaupt.
        Wer denkt er kann das: Bitte unter meinen Kommentar seine Voraussage für Juni einfügen. Dann können wir in vier Monaten auswerten, ob ihr wirklich Kurse voerhersagen könnt.

        • @Erdi
          Ganz einfach: 4.800.

          Kleingedrucktes (ich war mal im Finanzwesen, da gibt es immer viel viel Kleingedrucktes, aber hier nur die Kurzfassung): das Jahr (welcher Juni) und die Währung für die 4.800 verrate ich Ihnen im Juli.

          Win-Win:
          – Werden es 4.900 freuen Sie sich, weil ich falsch lag.
          – Und ich freue mich, weil es noch mehr ist.
          Ha !

          So, jetzt aber zu den absolut sicheren Details:
          1.) Ich muß mir bis Juni absolut keine Sorgen um mein Sparschweinchen machen.
          2.) Ich kann das hirnlose Treiben der Politik weitgehend ignorieren, weil die zwar den Euro /USD ruinieren, mich das aber nur am A…. interessiert.
          Obwohl: je dümmer/korrupter die sind, desto fröhlicher wächst das Sparschweinchen.
          3.) Ich kann meine Freizeit für die wichtigste Investition überhaupt nutzen, weil ich keine Finanznachrichten zu Börsenkursen etc. lesen muß: LEBENSQUALITÄT !
          Wow !
          Kurven in den Dolomiten und am Stelvio statt bei Finanzen.net.
          Dem alten Schreinermeister gefällt das !

          Disclaimer: Spässle gmacht !

          Tipp (ernsthaft): beruhigt zugucken, nicht aufregen und die ganzen Idioten schlicht ignorieren. WIR schaffen das.
          So macht das Leben Freude.

          • Meinen Glückwunsch.
            Mein Goldschatz würde noch nicht sicher reichen bis zu meinem Zielalter. Muss noch ein wenig beim AG buckeln.

  2. @Bastei
    Gold zu besitzen ist in diesen verrückten Zeiten ein Muß, nicht nur als Staatsgold sondern auch als Private Person.
    Was D. Trump macht oder nicht macht, entsteht nicht aus der Laune hinaus sondern ist davor schon kalkuliert. Es werden immer Interessen und Ziele verfolgt, welche Interessen und welche Ziele ist relativ einfach zu verstehen.
    Was hätten Sie lieber wenn Milliardäre den Staat führen oder doch links Sozialisten?

    • @Big Driver, das ist keine Auswahl. die Entscheidung wäre dann ähnlich zwischen Kackstulle und Dünnschissbulette. Beides keine Demokratie sondern Oligarchie.Beides verarmt die Menschen. Aber bei der MCes bekommt auch MC Flurry oder Big Mäc. Döner gibt es da nicht.

  3. Auweia: https://www.youtube.com/watch?v=6pyfEKq4xEw
    Der Typ prognostiziert einen 40%igen Rückgang des Goldpreises bis Juni 2026. Wie ist eure Meinung dazu ? Kann man soetwas noch Ernst nehmen ( alles ist eingepreist und ab Juni Bärenmarkt ) oder sind die relevanten wirtschaftlichen, finanzpolitischen und geostrategischen Ereignisse, die den Goldpreis positiv beeinflussen, mittlerweile noch nicht eingepreist und der Bullenmarkt läuft weiter ?

    • @Hallöl
      Ein Voll-Quatschkopp auf der Suche nach Clics.

      Der Grundfehler von 98 % der Leute ist: es ist kein Gold-Bullenmarkt.
      Es geht nicht darum, daß der Goldpreis steigt.

      DAS ist der Punkt: alle Papierwerte werden mit Vollgas unweigerlich zerstört.
      Bildliches Beispiel:
      Beim Untergang der Titanic (o.ä.) ist ja auch nicht der Meeresspiegel um 3.500 Meter gestiegen.
      Der Kahn ist 3.500 Meter tief abgesoffen.
      Genau das passiert mit Papiergeld (in jeder Form).

      Ist übrigens schon mal passiert:
      https://americangerman.institute/wp-content/uploads/2023/12/Value-of-one-gold-Mark-in-paper-Marks.png

      Aktuell: Guckst Du:
      https://www.usdebtclock.org

      So ähnlich sieht es in JEDEM westlichen Land aus.
      Gefährlich für den Goldpreis wird es erst, wenn das Ding rückwärts in den grünen Bereich läuft.
      Wie wahrscheinlich ist das ?

      Es gibt nur ein Szenario, in dem Gold unter die 1.000 geht:
      Nicht mehr in USD und Eur, sondern in „Silber-Dollar“ oder in „Neuer Gold-D-Mark“.

      Die nächste Zeit wird extrem ruppelig.
      Wir werden jede Menge Schwachsinn vorgesetzt bekommen (und einfach ignorieren).
      Wir werden heftige Volatilität sehen, hundert rauf und runter oder mehr in 2 Tagen.

      Aber: wir müssen das einfach ignorieren und warten.
      Kostolany: einfach nix tun, mit Geduld abwarten und reich werden.

      • @BlackWood
        Der Vergleich mit der Titanic ist köstlich und zugleich Treffend in verschiedener Hinsicht:
        Bezugssysteme, Gigantismus, Illusionen, versteckte Motive, wahres Ziel, etc.

        Gruss Huhhuh

      • @blackwood…
        Vollgas heißt was genau?
        Zumindest ich als Schweizer der die meiste Zeit im südlichen EU Raum unterwegs ist, merke nichts vom Wertverlust des Papiergeldes…im Gegenteil..durch den Wechselkurs habe ich Ende Monat tatsächlich sprichwörtlich mehr im Sack…und das bei steigendem Goldpreis…also wenn Vollgas die nächsten paar Jahre heißt, wird der Kaufkraftwertverlust durch den „Buchgewinn“ des Goldes locker übertroffen…..falls Vollgas Jahrzehnte bedeutet ist zumindest mir das schnuppe als Rentner mit nicht unbeschränkter Lebenserwartung.
        Und da wäre ja immer noch die Option auswandern in ein Land mit niedrigen Lebenskosten.
        Aber alles nackte Theorie….warten wir mal ab, bis die KI bald das Zepter übernimmt…dass haben die wenigsten auf dem Radar.

        • @Chirgu
          Als Eidgenosse mit der CH-Altersversorgung in CHF haben Sie eigentlich überall Billigländer ringsherum.
          Wir haben an unserem Lieblingsort in der Toscana ein Rentnerehepaar aus dem Kanton Vaud als Nachbarn: die bekommen das Grinsen auch nicht aus dem Gesicht, wenn sie z.B. Restaurantrechnungen vergleichen.
          Nordeuropäer mit Monopolyspielgeld in der Tasche, leben da leider in einer anderen Welt.
          Vollgas : der Eur hat seit Jahresbeginn – das sind 7 Wochen – rd. 18 % Wertverlust ggü. Gold.
          Ist schon recht flott.
          Übrigens sehen wir das wie Sie : mit Ü 60 sollte der Blick eher auf der Restlaufzeit als auf dem Kontoauszug liegen.

    • @Hallöle
      Entsprechend bezahlte Analysten und Wahrsager prophezeihen alles, was bezahlt wird.
      Besonders die Influenzer und selbsternannte „Spezialisten“ auf Youtube ind bestimmten Foren.
      Damit würde ich nicht mal eine Zahncreme kaufen, wozu diese raten.

  4. @Hallöle Für mich hat das hier etwas von Kaffeesatzlesen in Reinkultur. Da wird so viel hineininterpretiert, dass sich die Balken biegen. Auch dieser Herr hat keine funktionierende Glaskugel. Also, Ruhe bewahren und nicht verkaufen ist mein Rat.

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