Der Goldpreis notiert auf Wochensicht schwächer. Die aktuellen CoT-Daten zeigen kaum Positionsveränderungen bei Futures-Händlern – ein mögliches Signal für eine kurzfristige Bodenbildung.

Goldpreis schwächer
Im Umfeld der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten kann sich der Goldpreis kurzfristig nicht weiter nach oben absetzen. Am Freitag schloss die Feinunze Gold bei 5.144 USD (CME Spot). Das entsprach 4.430 EUR. Damit sank der Goldpreis innerhalb einer Woche um 2,5 Prozent, in Euro allerdings nur um 0,8 Prozent. Aber seit Jahresbeginn stehen die Gold-Notierungen weiterhin komfortabel im Plus – mit 19 Prozent (in USD) bzw. 21 Prozent (in EUR).
Der Goldpreis verlor zuletzt an Dynamik. Doch am Terminmarkt zeigen die aktuellen COMEX-Daten kaum Positionsveränderungen – ein mögliches Signal für eine beginnende Bodenbildung.
Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
CoT-Daten: Kaum Bewegung
Ein Blick auf die aktuellen CoT-Daten per 3. März 2026 offenbart wenig Bewegung bei den Positionen der wichtigsten Händlergruppen im US-Gold-Futures-Handel.
Bei den Commercials sank die Netto-Short-Position in der sechsten Woche in Folge, zuletzt allerdings nur noch um 0,1 Prozent auf 200.583 Kontrakte. Am aktivsten war erneut das „Smart Money“ (Goldverarbeiter, Goldverwender), die vergangene Woche Absicherungspositionen aufbauten, mit einer Zunahme ihrer Netto-Short-Position um knapp 5 Prozent.

Währenddessen stieg die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten leicht um 0,6 Prozent auf 160.145 Kontrakte. Damit befinden sich deren Netto-Käufe weiterhin auf einem Zwei-Jahres-Tief.

Open Interest
Der Open Interest sank gegenüber der Vorwoche zunächst um 2,5 Prozent auf 409.789 Kontrakte. Bis zum gestrigen Freitag stieg die Summe aller offenen Gold-Kontrakte nur marginal an auf 409.829 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergibt sich damit ein Minus von 1,5 Prozent.
Der Open Interest im Optionshandel stieg um 4 Prozent. Dabei stieg die Put/Call-Ratio auf 0,636. Damit kamen auf 100 Put-Optionen 157 Call-Optionen (Vorwoche: 166). Das heißt, der überwiegende Goldpreis-Optimismus hat gegenüber Vorwoche etwas abgenommen.
COMEX-Bestände weiter gesunken
Die Goldbestände in den COMEX-Tresoren sind gegenüber der Vorwoche um weitere 240.000 Unzen gesunken auf 33,08 Millionen Unzen per 5. März 2026 (Vorwoche: -600.000). Parallel verringerten sich die zur Auslieferung verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ 210.000 Unzen auf 16,89 Millionen Unzen. Ihr Anteil an den Gesamtbeständen blieb konstant bei 51 Prozent.
Physische Gold-Deckung kaum verändert
Die physische Deckung im Gold-Futures-Handel stieg minimal um 1 Prozentpunkt auf 81 Prozent. Damit bewegt sich der Wert weiterhin im oberen Bereich der historischen Spanne, die in den vergangenen Jahren zwischen rund 30 Prozent und dem Rekordniveau von 98 Prozent lag.
Auslieferungsanträge noch moderat
Für den Kontakt-Monat März liegen der COMEX 5.178 Anträge auf physische Auslieferung vor. Das entspricht einer Goldmenge von rund 16 Tonnen. Innerhalb einer Woche kamen 2.771 Anträge hinzu. Zum Vergleich: Im vergangenen Monat wurden 40.711 Anträge gestellt, damit standen rund 126 Tonnen Gold zur Auslieferung an. Das Rekordhoch liegt bei 76.567 Anträgen (238 Tonnen) und stammt vom Februar 2025.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
Goldpreis wechselt in Seitwärtsbewegung
Der Wochenverlust kam durch den starken Kursverlust am Dienstag zustande, wo der Goldpreis zeitweise 6 Prozent zurückkam. Den Rest der Woche lief der Goldpreis unter moderaten Schwankungen seitwärts.

Ausblick
Die Goldhändler an der COMEX sind in Wartestellung. Die Seitwärtsbewegung in der zweiten Wochenhälfte und kaum veränderten COMEX-Positionen deuten darauf hin. Ein sinkender Goldpreis bei gleichzeitig abnehmendem Open Intest ist normalerweise ein Zeichen für eine kurzfristige Bodenbildung.
Mehr dazu: Der Goldpreis in geopolitischen Krisen

