Gold bleibt im Aufwärtstrend. Euro-Goldpreis nähert sich erneut seinem Rekord. Wir beleuchten die aktuelle charttechnische Lage auf dem Goldmarkt.

Aufwärtstrend bei Gold stabilisiert sich
Die Goldpreis-Entwicklung bleibt von Schwankungen geprägt, zuletzt hat die Volatilität jedoch nachgelassen. Am Dienstag schloss der Goldpreis im CME-Spotmarkt bei 5.188 US-Dollar pro Unze. Damit ergibt sich im Wochenvergleich ein Anstieg um 1,2 Prozent.
Der Abstand zum Allzeithoch beträgt derzeit rund 4 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich Gold um etwa 20 Prozent verteuert. Im Folgenden betrachten wir die aktuelle charttechnische Lage.
Der Goldpreis bleibt im Aufwärtstrend. Rückläufige Volatilität weist auf Stabilisierung oberhalb von 5.100 USD hin.
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Stabiler Trend nach Rücksetzer
Nach dem deutlichen Rücksetzer Ende Januar hat sich der Goldchart wieder in einem stabilen Aufwärtstrend etabliert. Im Bereich von 5.100 US-Dollar hat sich inzwischen eine tragfähige Unterstützung gebildet.
Auf diesem Niveau entstand kurzfristig ein Doppelboden. Gleichzeitig verläuft dort die untere Begrenzung des seit drei Monaten bestehenden Aufwärtstrends. Beide Faktoren stabilisieren derzeit das Chartbild.
Auf der Oberseite zeigen sich zunächst Widerstände bei 5.220 US-Dollar und 5.320 US-Dollar. Das bisherige Rekordhoch liegt bei 5.419 US-Dollar.
Marktstimmung bleibt neutral
Das Sentiment am Goldmarkt bewegt sich weiterhin im neutralen Bereich. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf Basis von 14 Tagen liegt aktuell bei 56. Damit gilt Gold aus technischer Sicht weder als überkauft noch als überverkauft.
Euro-Goldpreis nahe Rekordniveau
Auch der Goldpreis in Euro bewegt sich weiterhin nahe seinem jüngsten Höchststand. Am Dienstag lag der Schlusskurs bei 4.468 Euro pro Unze. Im Wochenvergleich ergibt sich ebenfalls ein Anstieg um 1,2 Prozent. Die vor einer Woche markierte Bestmarke liegt aktuell nur rund 1,8 Prozent entfernt. Der Euro-Goldpreis profitiert dabei von der jüngsten Stärke des US-Dollars, die unter anderem im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen rund um den Iran-Konflikt steht.

Wichtige Marken im Euro-Goldchart
Im Euro-Chart verlaufen kurzfristige Unterstützungen bei 4.428 Euro sowie besonders bei 4.370 Euro. Ein Rückgang unter 4.300 Euro würde den seit Jahresbeginn beschleunigten Aufwärtstrend gefährden.
Seit Anfang des Jahres liegt der Goldpreis in Euro dennoch rund 22 Prozent im Plus. Mit einem RSI von 59 besteht aus technischer Sicht weiterhin Spielraum nach oben. Auf der Oberseite stehen derzeit lediglich die beiden Kursgipfel von Ende Januar und Anfang März einem neuen Ausbruch im Weg.
Ausblick
Insgesamt bleibt das Chartbild für Gold freundlich – sowohl auf Dollar- als auch auf Euro-Basis. Die zuletzt rückläufige Volatilität deutet auf eine Stabilisierung der Kurse hin. Damit sind die Voraussetzungen für einen erneuten Ausbruchsversuch grundsätzlich vorhanden.
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