Gold kaufen zu Rekordpreisen? Knappheit und hohe Spreads im Edelmetall-Handel

Gold kaufen wird immer teurer: Rekordpreise, hohe Spreads und knappe Ware prägen aktuell den deutschen Edelmetallhandel.

Gold kaufen: Goldbarren und Münzen im Edelmetallhandel bei Rekordpreisen
Gold kaufen zu Rekordpreisen: Knappes Angebot und hohe Spreads prägen den Edelmetallhandel.

Gold und Silber mit neuen Rekorden

Wer aktuell Gold kaufen möchte, sieht sich mit neuen Rekordpreisen konfrontiert. Gold und Silber setzten ihre Rally am Freitag fort und markierten erneut historische Höchststände. Gleichzeitig zeigt sich im deutschen Edelmetallhandel eine zunehmende Verknappung physischer Ware.

Wer jetzt Gold kaufen will, trifft auf Rekordpreise, eingeschränkte Verfügbarkeit und weiterhin hohe Handelsspannen.

Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um rund sieben Prozent auf 4.932 US-Dollar beziehungsweise 4.202 Euro. Silber legte noch stärker zu und erreichte mit 99,88 US-Dollar (84,25 Euro) ein Wochenplus von über neun Prozent. Die starke Preisbewegung trifft auf einen Markt, in dem Angebot und Nachfrage immer weiter auseinanderlaufen.

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Aktuelle Lage im Edelmetallhandel

Die Bedingungen für Anleger, die jetzt Gold kaufen möchten, bleiben anspruchsvoll. Händler berichten zuletzt von knappen Beständen und teurer Neuware. Lieferzeiten von mehreren Wochen bis zu drei Monaten gelten inzwischen als üblich. Zudem ist der Zweitmarkt nahezu ausgetrocknet.

Die Nachfrage wird als außergewöhnlich hoch beschrieben und erinnert in ihrer Intensität an die Corona-Jahre. Vor allem Silberprodukte gelten derzeit als schwer verfügbar.




Gold kaufen: Aufgeld leicht gesunken, Spreads weiter erhöht

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetallhändlern (Vergleich zum 16. Januar 2026) zeigt:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.363 Euro (+238 Euro), Aufgeld 3,84 Prozent (zuvor 3,76 Prozent). Ältere Jahrgänge noch bis zu 60 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.837 Euro (+731 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,4 Prozent (nach 2,5 Prozent).

Trotz leichter Entspannung beim Aufgeld bleiben die Spreads hoch. Bei klassischen Anlagemünzen liegen sie bei über sechs Prozent, bei Goldbarren bei rund fünf Prozent. Das Preisniveau hat sich dabei sowohl im An- als auch im Verkauf deutlich nach oben verschoben.

Preisdaten vom 23. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 23. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Spreads sinken, Verfügbarkeit bleibt begrenzt

Im Silberhandel sind Aufgelder und Spreads zuletzt zurückgegangen. Allerdings war nicht jede Ware sofort lieferbar. Der stark gestiegene Silberpreis trägt zusätzlich dazu bei, dass die prozentualen Aufschläge rechnerisch sinken.

  • Maple Leaf (neu): Ø 116,29 EUR(+7,8 EUR), Aufgeld sinkt auf 38 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu acht Euro (ca. 7 %) günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.552 EUR (+230 Euro), Aufgeld bei 31 Prozent (zuvor 32 Prozent).

Der stark gestiegene Silberkurs trägt dazu bei, dass die prozentuellen Aufschläge sinken. Mehr dazu hier: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt. 

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1 Kommentar

  1. Händler brauchen sich nicht zu wundern wenn der Sekundärmarkt austrocknet.
    Die Spreads für eine Unze Silber liegen locker bei über 10 Euro, meistens eher bei 15 Euro zwischen An und Verkauf.
    Wenn man schon einen Verkauf anstrebt, so umgeht man den Zwischenhandel tunlichst. Es gibt genügend Plattformen für einen Direkthandel.

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