Goldpreis und Silberpreis steigen – knappe Ware treibt Aufgelder nach oben

Gold und Silber steigen weiter. Knappe Ware, hohe Nachfrage und steigende Aufgelder prägen den Handel – besonders im Silber-Segment.

Gold- und Silberpreis steigen – knappe Ware treibt Aufgelder im Handel nach oben
Gold- und Silberpreise steigen weiter. Händler melden knappe Ware und hohe Aufgelder im Edelmetallhandel.

Goldpreis und Silberpreis nahe Rekordständen

Gold- und Silberpreise bewegen sich weiter in der Nähe ihrer Rekordmarken. Beide Märkte bleiben hochvolatil, wobei sich der Silbermarkt zunehmend im Ausnahmezustand befindet. Die starken Kursanstiege der vergangenen Wochen, die angespannte Angebotslage und die intensive institutionelle wie private Silbernachfrage führen zu deutlicher Warenknappheit und steigenden Preisaufschlägen.

Starke Nachfrage trifft auf geringe Bestände – Händler erwarten erst in einigen Wochen eine Entspannung bei Preisen und Aufgeldern.

Am Freitag um 14:00 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.465 USD bzw. 3.835 EUR. Damit lag der Goldkurs auf Eurobasis nur wenige Euro unter einer neuen Bestmarke. Silber notierte bei 77,49 USD bzw. 66,44 EUR. Die jüngsten Höchststände von 81,23 USD bzw. 69,51 EUR wurden am 6. Januar 2025 erreicht.

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Angebotslage im Handel angespannt

Laut Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service, sind die Aufgelder zuletzt gestiegen. Er beschreibt gegenüber Goldreporter die aktuelle Situation so:
„Die Aufgelder sind gemäß des üblichen Marktgesetzes zu Angebot und Nachfrage leicht angestiegen. Die erhöhte Nachfrage hat die Lagerbestände der Händler sinken lassen, so dass bis Ware nachproduziert und geliefert werden kann natürlich was die Preise für Bestandsware leicht ansteigen ließ.“

Zusätzlich fließt viel Recyclingsilber zurück in den Markt, das erst aufgearbeitet werden müsse, bevor daraus neue Produkte entstehen können.

Weiter sagt Lochmann: „Es wird noch ein paar Wochen dauern bis sich alles auf das neue Niveau eingependelt hat. Händler und Banken ohne Eigenbestand haben außerdem mit gestiegenen Metall-Leihezinsen zu kämpfen, die sie natürlich auch versuchen über Handelsaufschläge an die Kunden weiterzugeben.“

Zur aktuellen Geschäftslage sagt er: „Sowohl Ankauf als auch Verkauf laufen zum Start des neuen Jahres auf hohem Niveau weiter. Silber sogar etwas stärker, da der schnelle Preisanstieg und die Medienberichterstattung über eine mögliche Verknappung des Metalles viele Investoren angelockt haben.“

Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster




Gold kaufen: Aufgeld rückläufig, aber erhöhtes Niveau

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter fünf großen deutschen Edelmetall-Händlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 2. Januar 2026):

  • Krügerrand (neu): Ø 3.986 Euro (+101 Euro), Aufgeld 3,94 Prozent (zuvor 4,51 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 12.686 Euro (+335 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,9 Prozent (nach 3,3 Prozent).

Die erhöhten Spreads (6 % bei Krügerrand; knapp 5 Prozent bei 100g-Goldbarren) resultierten zuletzt von einem niedrigeren Verkaufspreisniveau. Das Aufgeld war vergangenen Woche (zum Jahreswechsel) stark angestiegen, nun fand ein Rücklauf statt. 

Preisdaten vom 9. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 9. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber: Knappe Ware, steigendes Aufgeld

Im Silbergeschäft setzt sich die angespannte Lage fort. Aufgelder und Spreads steigen weiter, und viele beliebte Produkte sind ausverkauft. Maple-Leaf-Silberunzen des aktuellen Jahrgangs erreichen mittlerweile in einigen Shops dreistellige Preise.

  • Maple Leaf (neu): Ø 93,80 EUR(+6,6 EUR), Aufgeld steigt auf 41 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 6 EUR günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.848 EUR (+175 Euro), Aufgeld bei 33 Prozent (zuvor 31,8 %).

Der Preisvorteil größerer Einheiten wächst damit weiter – dennoch sind große Barren derzeit schwer verfügbar.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Faire Preise für Münzen und Barren

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7 Kommentare

  1. Also der Goldpreis gerade bei 3877€.Es wird einen schwindlig. wenn die 3900€ fällt.Bei allem Respekt,was wir hier über Gold wissen , es ist unglaublich wohin Gold und Silber laufen.
    Wenn Trump seine ( für mich nicht nachvollziehbar) Aufrüstungspläne in Billionenhöhe ab 2027 verwirklichen will,dann dürften Rohstoffe weiter steigen.Die USA werden dann schon gefährlich unter Trump,weil dies Rüstungswahnsinn u.a. die Armut in den USA vorantreiben,die Geldmenge enorm steigen muss in Dollar und die Schulden ansteigen mit einem Hüpferli…Aber ich sehe auch ,dass mit China und Russland die weltweiten Rüstungsausgaben so explodieren,dass dieses Geld der Menschheit entzogen wird für Krankenkassen,Infrastruktur, Lösung der Weltprobleme…Ich weiß nicht,ob das ein guter Weg ist?Wer da keine Edelmetalle besitzt bei dem weiter ansteigenden Kaufkraftverlust,hat Pech!
    Gold und Silber zu haben beruhigt schon,aber wenn ich sehe,was „draußen“ welttechnisch passiert, habe ich ein mulmiges Gefühl.

  2. Na, also
    Gold über 4.500 und Silber wider über 80 Dollar
    Die ganzen Bslkonwürfe umsonst, wie meist.
    In der Haut dieser Shortseller möchte ich nicht stecken, deren Verluste müssen gigantisch sein.
    Sind es Banken, werden wir bald von der Rettung hören, der alternativlosen, wie immer.
    Das Aufgeld zeigt die Abkoppelung der physischen Ware vom Papier. Es würde mich nicht wundern, wenn demnächst das Aufgeld das doppelte vom Papierpreis ausmacht.

    • Nur beim Ankauf sind die Aupreisef mal wieder nicht angekommen. Die sind wie immer. Mehr muss man nicht wissen, die Händler sehen jetzt die Chance richtig abzukassieren,sonst nichts.

    • Was mich verwundert ist das Papiersilber immer noch steigt trotz der ganzen Margin Erhöhungen und Balkonwürfe.
      Um die Shortbanken mache ich mir keine Gedanken, ob 1 Mrd, 10 oder 100 Mrd Verlust spielt bei denen keine Rolle.
      Das wird weggedruckt und juckt erst mal niemand. Siehe Repo Eingriff von vor einer Woche.
      Das physische Ware irgendwann das doppelte vom Papierpreis kostet würde mich auch nicht wundern. Evtl. Ist irgendwann schon bald:-)

  3. @ Bastei
    Sie haben die Situation völlig richtig erkannt.
    Rüstung ist nie ein guter Weg, dringend benötigtes Geld wird dem hart arbeitenden Volk entzogen — einfach völlig unproduktiv verblödelt.
    Eine Kaputnik-Hyperschall Rakete mit 5 Sprengköpfen auf 5 nagelneue Leopard Panzer abgeschossen und 50 kg Feinsilber suchen einen neuen Besitzer.
    Der Urenkel von Miele war gestern bei Lanz.
    Wir erleben etwas umwälzendes, welches in der Geschichte der Menscheit vielleicht einzigartig ist:
    KI in Verbindung mit Robotik wird die ganze Welt beherrschen.
    Das dafür benötigte S I L B E R
    gibt es reichlich unter dem Meeresboden und auf dem Mond.

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