Gold- und Silber-Korrektur: Erholung nach Crash – Zinsen steigen

Nach dem Crash zeigen Gold und Silber eine technische Erholung. Steigende Marktzinsen und hohe Volatilität prägen weiterhin das Marktumfeld.

Gold- und Silber-Korrektur: Goldbarren vor Börsentafel mit steigenden Zinsen
Goldbarren vor einer Börsentafel: Nach dem Crash zeigen Gold und Silber eine technische Erholung, während die Zinsen steigen.

Gold und Silber korrigieren – technische Gegenbewegung

Nach dem massiven Einbruch zum Wochenschluss und weiteren Verlusten am Montag zeigten Gold und Silber am Dienstag eine deutliche Gegenbewegung. Der Goldpreis stieg am Nachmittag um rund 5 Prozent auf 4.905 US-Dollar je Feinunze (4.160 Euro). Silber legte noch kräftiger zu und gewann 9,5 Prozent auf 86,90 US-Dollar beziehungsweise 73,75 Euro.

Die Erholung bei Gold und Silber wirkt bislang technisch – steigende Renditen und das nervöse Marktumfeld können eine fortgesetzte Korrektur stützen.

Trotz dieser Erholung bleibt das Wochenbild belastet, auch durch einen erstarkten US-Dollar. Im Vergleich zur Vorwoche notiert Gold 3,6 Prozent niedriger, Silber sogar 22 Prozent im Minus. Damit ist klar: Die jüngsten Kursgewinne ändern bislang nichts am Charakter der laufenden Korrektur.

Aktuelle Kurse und Entwicklungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Technik dominiert, Zinsen nur Begleitfaktor

Nach der extremen Edelmetall-Rally bestimmen derzeit vor allem technische Faktoren das Marktgeschehen. Gewinnmitnahmen, Margin-Effekte und Positionsanpassungen überlagern klassische makroökonomische Einflussgrößen. Zinsaspekte spielen zwar weiterhin eine Rolle, stehen aktuell aber nicht im Vordergrund.

Zusätzlichen Verkaufsdruck hatte am Freitag die Nachricht ausgelöst, dass Kevin Warsh als möglicher künftiger Fed-Präsident gehandelt wird. In einem ohnehin nervösen Marktumfeld reichte dies aus, um die Abwärtsbewegung zu beschleunigen. Parallel dazu sind die Marktzinsen zuletzt spürbar gestiegen.

Mehr dazu: Goldpreis-Korrektur: Welche Parallelen gibt es zum Crash von 1980?

Marktzinsen steigen

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag auf 4,30 Prozent, nach 4,22 Prozent in der Vorwoche. Auch in Europa legten die Renditen zu. Deutsche Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit rentierten bei 2,90 Prozent, französische Pendants bei 3,48 Prozent. Im Rahmen der wöchentlichen Goldreporter-Beobachtung handelt es sich dabei um die höchsten Niveaus seit Oktober 2023.

Anleiherenditen in den USA und Europa in der Übersicht am 3. Februar 2026
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 3. Februar 2025

Warum höhere Zinsen Gold aktuell kaum bremsen

Grundsätzlich gelten steigende Renditen als Belastungsfaktor für Gold, während sinkende Zinsen das Edelmetall stützen. Dieses einfache Wirkungsmodell greift derzeit jedoch nur eingeschränkt.

Zum einen haben Anleiherenditen einen Teil ihrer klassischen Orientierungsfunktion verloren. Zum anderen reagieren sie zunehmend auf hohe Emissionsvolumina, staatlichen Finanzierungsbedarf und taktische Nachfrage, weniger auf kurzfristige Konjunktur- oder Inflationsdaten. Entsprechend tritt der direkte Zinseinfluss auf den Goldpreis aktuell in den Hintergrund.

Einordnung & Hintergrund: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

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