Warum 1-Unzen-Goldmünzen so beliebt sind – diese Vorteile schätzen Anleger

1-Unzen-Goldmünzen gelten als Standard im Edelmetallmarkt. Viele Anleger bevorzugen diese Größe wegen des niedrigen Aufgelds, der hohen Liquidität und der weltweiten Handelbarkeit.

1-Unzen-Goldmünze Maple Leaf – beliebte Anlagemünze aus Kanada
Die 1-Unzen-Goldmünze Maple Leaf gehört zu den weltweit meistgehandelten Anlagemünzen.

Warum 1-Unzen-Goldmünzen so beliebt sind

Goldmünzen gehören zu den klassischen Formen der physischen Goldanlage. Dabei greifen viele Anleger besonders häufig zu Münzen mit einem Gewicht von einer Feinunze (31,1 Gramm). Diese Stückelung, international oft als „1 Oz“ abgekürzt, gilt im Goldmarkt seit Jahrzehnten als Standard.

Doch warum ist gerade diese Größe so verbreitet? Drei Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle: Standardisierung, Aufgeld und Liquidität.

Standardgröße im internationalen Goldmarkt

Die Feinunze ist im Edelmetallhandel eine fest etablierte Maßeinheit. Auch an der Börse wird Goldpreis in der Einheit Unze angegeben. Praktisch alle modernen Anlagemünzen weltweit erscheinen mindestens in dieser Größe.

Zu den bekanntesten Beispielen zählen (in Klammern: Ausgabeland):

Diese Münzen werden weltweit in großen Stückzahlen geprägt und gehandelt. Deshalb kennen Händler, Banken und Investoren ihren Wert genau. Für Anleger bedeutet das: 1-Unzen-Goldmünzen lassen sich nahezu überall problemlos kaufen oder verkaufen.

Mehr dazu: Die besten Goldmünzen zur Kapitalanlage

Geringes Aufgeld gegenüber kleineren Goldmünzen

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit liegt im sogenannten Aufgeld. Damit ist der Preisaufschlag gemeint, den Händler auf den reinen Goldwert erheben.

Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Münze, desto höher fällt dieser Aufschlag pro Gramm aus.

Während große Münzen nahe am reinen Goldpreis gehandelt werden, können kleine Stückelungen deutlich teurer sein. Beispiele:

Münzgröße Typisches Aufgeld
1 Unze  niedrig (rund 4 %)
1/4 Unze moderat (rund 10 %)
1/10 Unze deutlich höher (rund 14 %)

Der Grund liegt vor allem in den fixen Präge- und Vertriebskosten. Diese fallen unabhängig von der Münzgröße an und schlagen sich bei kleinen Münzen stärker im Preis nieder. Für Anleger bedeutet das: Mit 1-Unzen-Goldmünzen erhält man häufig mehr Gold pro investiertem Euro.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

Hohe Liquidität beim Verkauf

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Liquidität. 1-Unzen-Goldmünzen gehören zu den am häufigsten gehandelten Edelmetallprodukten weltweit. Dadurch existiert ein großer Markt aus:

  • Edelmetallhändlern
  • Banken
  • Privatanlegern
  • institutionellen Käufern

Diese breite Nachfrage sorgt dafür, dass sich solche Münzen meist schnell und zu marktgerechten Preisen wieder verkaufen lassen. Gerade in Zeiten hoher Goldpreise oder wirtschaftlicher Unsicherheit spielt dieser Faktor für viele Anleger eine wichtige Rolle.

Gute Balance zwischen Wert und Flexibilität

Auch bei der Vermögensstrukturierung bietet die 1-Unzen-Größe Vorteile. Eine einzelne Münze hat einen relativ hohen Wert, bleibt aber gleichzeitig handlich und gut handelbar. Anleger können ihr Investment damit flexibel auf mehrere Münzen verteilen.

Das ermöglicht:

  • schrittweisen Kauf
  • gestaffelten Verkauf
  • einfache Lagerung.

Fazit

1-Unzen-Goldmünzen gelten aus mehreren Gründen als bevorzugte Wahl vieler Investoren. Sie verbinden eine weltweit anerkannte Standardgröße mit einem vergleichsweise niedrigen Aufgeld und einer hohen Marktliquidität.

Deshalb greifen Anleger häufig zu bekannten Bullionmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker, wenn sie physisches Gold erwerben. Gerade für Investoren, die langfristig Vermögen in Edelmetallen aufbauen möchten, gilt die 1-Unzen-Größe daher als praktischer und etablierter Einstieg in den Goldmarkt.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Ratgeber: Münzen, Barren, Händler und Preise im Überblick

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14 Kommentare

  1. Alles an diesem Artikel sehe ich als sehr gut beschrieben.
    Allerdings gibt es seit ca. 5 Jahren auch einen Nachteil,
    der gegen diese, zugegeben beste Münzgröße spricht.

    • @Digger
      Bei allem von Menschenhand gemachten Dingen gibt es auch Nachteile. Oder kennen Sie irgendetwas, was keine Nachteile hat ?
      So eine Münze, etwa der Phili ist nur 2mm dünn.
      Da einen Wolframkern reinzupacken ist unmöglich.
      Die Prägung samt Relief für Fälschungen nicht geeignet.
      20 Phili übereinander ergibt ein Tablettenröhrchen von nur 10 cm Länge. Das kann man in einer Hand verstecken. Gesamtwert: etwa 100.000 Euro.
      10 solcher Röhrchen passen locker in eine Zigarrenbox, Gesamtwert 1 Mio Euro.
      So eine Box lässt sich überall so verstecken, dass niemand und nichts das findet ohne ein Haus abzureissen und mit Caterpillars den Garten unzugraben. Und selbst dann ist ein Fund noch fraglich. Derweil noch dazu die Kosten so einer Aktion den Goldwert erheblich übersteigen.
      Bei mir müsste einer den Ozean ablassen und dann mit gefühlten 2.000 Caterpillar anrücken und die vermeintliche Gegend auskoffern und durchsieben.

      • @Maruti:
        Ich hoffe der Ort ist nicht in einer seismisch aktiven oder archäologisch interessanten Stelle. Stichwort – Atlantis

        • @Wassbabi-San
          Seismisch unter Wasser ist nicht bedenklich, da das Wasser darüber dämpfend wirkt und allerhöchstens einen läppischen Tsunami auslöst.
          Archäologisch viel zu tief, Die Objekte dafür befinden sich so zwischen 3 und 10 Metern Tiefe.
          Und das ist ein Vorteil, derweil dann in diesem Gebiet für Touristen Tauchverbot besteht !

      • @Bastei
        Nachteil nur für die, die ungern beim Kauf ihren Ausweis
        kopieren lassen. Ist dann noch mal eine Stufe weniger
        anonym, als hier seine IP Adresse anzubieten.

      • @Bastei
        Ich denke, er meint den Nennwert, welcher drauf steht. Jedoch hat das keine Bedeutung, lediglich wurde mal gemunkelt, dass das ein offizielles Zahlungsmittel wäre und es die Zentralbank einziehen kann. Die jedoch wird den Deibel tun. Unter Einziehen versteht man, auch nur, dass diese nicht die Goldmünze beschlagnahmen will, sondern nur als Zahlungsmittel nicht mehr genehmigt. Trotzdem haben die Goldbasher versucht, Verunsicherung zu schüren.
        Wenn die Zentralbank etwas einzieht, dann sind es die Banknoten. Diese jedoch müssen nicht, wie mancher denkt, abgegeben werden. Ich habe etwa noch eine Reihe von 500 Euroscheinen und kann damit noch problemlos bezahlen, beim Goldhänlder etwa auch.
        Nur eben neue 500er werden nicht mehr aus dem Automaten kommen.
        Es ist schon erstaunlich, was in manchen Köpfen so vorgeht.

  2. Die 1 Oz ist die Standard-Gewichtseinheit bei Edelmetallen. Allerdings sollte man auch berücksichtigen, dass man beim Verkauf immer die ganze Münze verkaufen muss, obwohl man vielleicht nur einen Teil liquide machen möchte. Kleinere Stückelungen wie 1/10, 1/4 oder 1/2 Oz bieten den Vorteil, dass man im Bedarfsfall auch nur so viel verkaufen kann, wie benötigt wird. Dafür kostet die kleinere Stückelung halt mehr Geld. Des Weiteren kann man 1 Oz nicht mehr als Tafelgeschäft in Deutschland erwerben. Selbst eine 1/2 Oz geht schon nicht mehr. Dann muss man auf andere Länder ausweichen. Ich handhabe es so, dass ich große Stückelungen in Form von Barren halte, 1 Oz Münzen und kleinere Einheiten. So bin ich gut aufgestellt. Wenn man kein Liebhaber von alten Münzen oder Barren ist, sollte man auf gängige Anlagemünzen wie im Artikel beschrieben, setzen. Das bietet den Vorteil, dass sie Weltweit bekannt und anerkannt sind.

    • @Snowflake
      Warum nicht vom Urlaub mit Frau und Kind und Hund nicht ein paar Unzen mitbringen ?
      In der EU müssen Sie beim Grenzübertritt nichts angeben, wenn Sie nicht ausdrücklich danach gefragt werden.
      Aber das müssen Sie ohnehin auch mitten in Deutschland, wenn Sie von Polizei oder deren „Derivaten“ gefragt werden sollten.
      Beispiel, Sie fahren mit dem Auto von Wanne Eickel nach Bochum, kommen in eine Kontrolle und werden gefragt:“ Wieviel Barmittel führen Sie mit“
      Müssen Sie wahrheitsgemäss sagen: 2 tausend dreihundert achzig Euro und 20 Cent, sowie 10 Krügerrand und 5 Vrenelli, eine Uhr und eine Halskette bei der Frau.“
      Dann müssen Sie die Rechnung dafür vorlegen können und den Nachweis erbringen, dass Sie das mit legalem Geld gekauft haben, sonst werden die Gegenstände bis zum Nachweis in Verwahrung genommen.
      Verschweigen Sie das Mitführen, handelt es sich um einen Straftatbestand.

      • @Maruti
        Man verzeihe es mir, aber da gibt es einen passenden Witz in Sachen Polizeikontrolle.
        Sie kennen mich ja: je irren die Zeiten, desto mehr Bedarf für Humor.

        Franz wird angehalten, 120 in der 80er-Baustellenzone.
        Pol. mit der üblichen Frage: können Sie sich vorstellen, warum wir sie angehalten haben ?
        Franz wird nervös, stammelt herum…. wegen…. wegen…. wegen….wie kommen Sie auf die beiden toten Prostituierten im Kofferraum ?

        Er kommt sofort mit Handschellen in den VW-Bus und die Streife ordert das große Besteck: Kripo, Spurensicherung, Gerichtsmedizin.
        Als alles aufgebaut ist, öffnet die Spusi mit der Gerichtsmedizin den Kofferraum.
        Inhalt: 2 Kisten Erdinger Weissbier.

        Kommt der leitende Kriminalbeamte auf Franz zu: in ihrem Kofferraum sind nur 2 Kisten Weissbier, wie kann das sein ?
        Franz: ich wundere mich auch schon die ganze Zeit, was ihre Kollegen von der Streife hier für ein Aufwand angeleiert haben. Völlig unverständlich.
        Am Ende behaupten Ihre Kollegen auch noch, ich wäre zu schnell gefahren.

      • @Maruti
        Ich habe- ausnahmsweise- auch noch einen sachlichen Kommentar zu Ihrer sehr richtigen Darstellung: ein 15 Jahre alter Japaner in Spießbürgeroptik (Golf 3 bis 5 etc. geht auch) wird faktisch nie kontrolliert (Ähnlichkeiten mit lebenden Schreinermeistern und Kobolden sind rein zufällig).
        Ski oder (dreckige !!!) Mountainbikes auf dem Dach – je nach Jahreszeit- schaden auch nicht. Am Wochenende mit 50.000 anderen Touris in Kolonne schadet auch nicht.
        Mopeds auch nicht (es sei denn, es ist eine 70.000 Euro Harley und man hat die Kutte der Hells Angels an).

        Was der Zoll gerne näher ansieht sind z.B. A6, 5er oder E-Klasse von Mietwagenfirmen.
        Idee: für den „Schwarzgeldexpress“ nimmt der geschätzte Steuerhinterzieher nicht den hauseigenen 7er oder A8, sondern einen Mietwagen. Aber wenn schon, dann keinen Polo, sondern schon was mit halbwegs Komfort. Solche Mietwagen erkennen die Profis auf 3 km.

        Noch besser: den lieben kleinen Vögelchen die stressige Reise ersparen und sie gleich in ihrem heimischen Habitat in den Bergen lassen.
        Sollte man dann gefragt werden, kann man ganz ehrlich antworten: 150 Euro.
        Haben Sie was dabei, das sie eingekauft oder geschenkt bekommen haben ?
        Ne, die Schweiz ist viel zu teuer, das können wir uns nicht leisten.
        Alles wahrheitsgemäß.

        Disclaimer: das sind NATÜRLICH keine Hinweise zur Steuerhinterziehung sondern nur zur zeitsparenden Reise ohne unnötige Unterbrechungen.

        Grüetzi Mitenand !

        https://www.youtube.com/watch?v=PNRGT9XuWLo

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