Goldpreis: Atempause nach Rekordhoch – Marktstärke bleibt robust

Der Goldpreis gibt nach dem Rekordhoch etwas nach. Aber Terminmarktdaten und Kursreaktion sprechen weiter für Marktstärke.

Goldbarren in Lagerregalen: Physische Bestände an der COMEX stabil, anhaltende Marktstärke nach dem Rekordhoch beim Goldpreis
Goldbarren in einem Edelmetall-Lager: Die anhaltend hohen physischen Bestände an der COMEX stützen eine stabile Lage am US-Goldmarkt.

Goldpreis: Atempause nach Rekordhoch

Gold befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Das starke Momentum lässt auch schwächere Tage zu, wie die beiden Verlusttage Ende der vergangenen Woche. Immerhin wurde am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht, mit 4.626 USD bzw. 3.972 EUR. Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 1,9 Prozent (+ 2,3 Prozent in EUR).

Der Goldpreis legt nach dem Rekordhoch eine Pause ein, während die Marktstruktur weiter robust bleibt.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten aktuell

Was hat sich vergangene Woche am US-Terminmarkt getan? Dazu betrachten wir die aktuellen CoT-Daten mit der Positionierung der größten Händlergruppen in Gold-Futures-Handel per 13. Januar 2026.

CoT-Daten Gold vom 13. Januar 2026
CoT-Daten Gold vom 13. Januar 2026
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 13. Januar 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 13. Januar 2026 (Quelle: CFTC).

Commercials: Die kommerziellen Händler wiesen eine Netto-Short-Position von 297.106 Kontrakten auf – ein Anstieg um 9 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vor allem die Swap Dealers (darunter die Banken) waren hier aktiv (Netto-Verkäufe +11 %).

Große Spekulanten: Die Netto-Long-Position der Trendfolger stieg um 10 Prozent auf 251.238 Kontrakte.

Open Interest steigt deutlich

Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte stieg zunächst um 8 Prozent auf 527.455 Kontrakte (Dienstag), sank aber mit der Kursschwäche zum Wochenausgang um 1,6 Prozent auf 519.455 Kontrakte (Freitag). Im Wochenvergleich (Freitag bis Freitag) nahm der Open Interest um 2,6 Prozent zu. Das signalisiert eine anhaltende Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX.

Gold-Optionen: Call-Dominanz, aber Puts nehmen zu

Auch bei den Gold-Optionen zog der Handel an. Der Open Interest stieg um weitere 7 Prozent auf 838.912 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,732. Damit wurden erneut mehr Put- als Call-Optionen aufgebaut, doch insgesamt liegen die Call-Wetten weiterhin vorn: Auf 100 Put-Optionen kamen 137 Call-Optionen (Vorwoche: 146) – die bullischen Erwartungen sind damit etwas rückläufig.

COMEX-Bestände und physische Deckung sinken

Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sind gesunken. Denn für 15. Januar 2026 wird ein Gesamtinventar von 36,13 Millionen Unzen gemeldet. Das sind 180.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Die Bestände der Kategorie „registered“ (sofort verfügbar) beliefen sich auf 18,86 Millionen Unzen (-320.000 Unzen), was 52 Prozent der Gesamtbestände entspricht.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 69 Prozent, nach 72 Prozent in der Vorwoche. Historisch ist das immer noch viel. Denn in den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 und über 80 Prozent.




Auslieferungsanträge steigen weiter

Für den Januar-Kontrakt liegen nun 8.728 Anträge auf physische Auslieferung vor – rund 27 Tonnen Gold. Damit kamen innerhalb einer Woche 2.045 (6,4 Tonnen) hinzu. Im Dezember hatten 37.098 Anträge vorgelegen. Das entsprach rund 115 Tonnen.

Der historische Rekord stammt vom Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis-Volatilität in engen Grenzen

Vergangene Woche bewegte sich der Goldpreis auf Basis des meistgehandelten Kontrakts (Februar-Auslieferung) die meiste Zeit in einer Spanne von nur rund 1 Prozent zwischen 4.650 USD und 4.590 USD. Nach dem Rücksetzer von rund 75 US-Dollar am Freitag (nach US-Industriedaten) fanden sich schnell wieder Käufer. Das zeugt von einem robusten, bullischen Momentum.

Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12.01. bis 16.01.26
Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12.01. bis 16.01.26 (Quelle: CME Group)

Ausblick: Marktstärke bleibt dominant

Steigender Open Interest bei steigendem Goldpreis und starkes Kaufinteresse bei zeitweilig fallendem Kurs verdeutlichen die anhaltende Marktstärke im US-Gold-Futures-Handel. Zwar sind COMEX-Bestände gesunken und Auslieferungsanträge gestiegen. Aber es gibt keine Anzeichen von Marktpanik, in Bezug auf die Nachfrage nach physischem Metall. Am Montag wird aufgrund eines Feiertags (Martin Luther King Day) nicht gehandelt.

Mehr Informationen für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

17 Kommentare

  1. ist ja eine Frechheit wie groß die Spanne zwischen An und Verkauf bei Silber ist . vor eineinhalb Jahren waren es bei Heubach 2 Euro und jetzt 20.

    • @PeterParker
      Wenn der Grosshändler dem Heubach noch liefern kann und sei es in 4 Wochen, nützt er eben den run aufs EM aus. Billig einkaufen, teuer verkaufen, das macht den Gewinn eines jeden Händlers.
      Es ist eben ein Unterschied, ob er das Unzerl zu 70 oder mehr Euro beim Grosshändler einkauft oder zu
      50 Euro beim verkaufswilligen Kunden, wenn der nächste Kunde eben nicht 4 Wochen warten will.
      Irgendwann dreht sich das Blatt und keiner will mehr Silber haben, dann wird auch die Marge kleiner.
      Egal, wie auch immer, billiger wird es nicht und wenn, dann nur eine kurze Zeit.
      Der Zug für private Silber Anleger ist abgefahren.
      Bei Gold schon lange.
      Wie sagte mir mal mein Tauchveranstalter, der rührige Rudi Kneipp in Hurgharda, , man muss eben seinen A. woanders hinbewegen, wenn man Kunden haben will.( Statt Panorama Riff eben das Elphinstone im Süden, auch da gibts massenhaft Haie für zahlungswillige Russen.)
      Gesagt, getan, ich ging in den Süden.
      Statt Gold und Silber gibts auch andere Sachwerte.
      Antiquitäten will zur Zeit keiner haben und klauen tut einer den schweren Bidermeier Schrank oder den Empire Sekretär wohl auch nicht.
      Dann kämen noch Halbedelsteine, Saphire und andere Mineralien dazu. Oder Perser Teppiche oder Pelzmäntel, Lodenhosen, Nein ? Aber die halten ewig und klaut auch keiner.
      Man sollte immer das kaufen, was kein anderer will.
      So mein Nokia Telefon.
      Es ist momentan nicht die Zeit für Edelmetalle.
      Die war vor 10 Jahren und davor wieder 10 Jahre und ich denke, 2035 könnte es wieder so sein, billiges Gold ( nur 10.000 Euro das Unzerl und billiges Silber, nur 1.000 Euro das Münzerl), kaum mehr als ein Döner mit einer Cola bei McDonalds.

      • Ein Freund hat es nach 40 Jahren Sammelleidenschaft auf eine beachtliche Schallplattensammlung gebracht. Ein Grossteil des Wohnzimmers besteht aus Regalen mit
        Schallplatten. Darunter viele Raritäten, Erstauflagen, Importware etc. Vor kurzem hat er 3 Originalpressungen der Fatman Riddim Section für je 700 € verkauft. In den 80igern hat er ca 20 DM dafür bezahlt. Macht 7.000 % Rendite in 40 Jahren. Darum nennt man es schwarzes Gold.

  2. Die Händler können nur das machen, was sich die Kunden gefallen lassen.
    Beispiel: vergleichen Sie mal die Preise eines Krügerleins von GVS (4.087) und Kettner (4.260), zeitgleich gerade eben.
    Ich verstehe bis heute nicht, warum der auch nur eine einzige Münze verkauft.
    Einzige Erklärung: es gibt eine Dummensteuer (im Beispiel 170 Euro) , die nicht extra ausgewiesen wird.

    • @Blackwood
      Der Kettner verkauft eben ausgesuchte Ware nach dem Motto, Gold ist eben nicht gleich Gold.
      Es gibt auch Jeans für 50 Euro und welche für 250 Euro und ? Beschwert sich wer ? ganz im Gegenteil.
      Es gibt Gaststätten, da kostet die Mahlzeit 15 Euro und welche, da kostet es 150 Euro und wo rennen die
      Leute hin ? Und prahlen noch damit.

      • Genau!
        Dummheit eben und man freut sich bei der Abzocke gesehen worden sein und zahlt schön teuer,weil man zeigen will,dass man ich abzocken lässt im Kerzenschein für 150€ bei einem Portiönchenchenklein und winzig an Ruccolablatt!

    • Herr Kettner hat bei YouTube fast 500000 Abonnenten. Seine Reden sind reißend, er versteht es die Menschen für sich zu gewinnen.
      Ich denke er verdient viel mehr Geld mit YouTube als mit seinen Goldverkäufen…

  3. Wenn Trump so zügellos seine Macht weiter ausnutzt,auch zum Vorteil seines Clans mit Schwiegersöhnen etc…, und die Amerikaner sich das gefallen lassen und niemand diese Person bremst,werden Gold und Silber weiter ansteigen im Kurs und dien Händlern mit ihren weiter hohen Aufschlägen sehr gutes Geld bringen!
    Man kann sagen,wenn keiner mehr kauft,dann purzeln die Aufgelder.Ich glaube das nicht,weil schon oder nur alleine Trumps Rüstungswahn den Dollar weiter entwerten wird und da reden wir nicht einmal von Putin ,Xi und die EU mit Geldentwertung..Die Frage ist,kann man sich überhaupt noch Gold oder Silber leisten? Das wird in meinen Augen sehr schwer,wenn nicht sogar unmöglich!
    Momentan freuen sich Putin und Xi über Trumps Verhalten..Bündnisse kaputt machen usw…

    • @Bastei
      So ist das eben mit der Inflation. Es ist die Büchse der Pandorra. Erst mal geöffnet, kann sie niemand mehr aufhalten, es sei denn, durch Selbstvernichtung.
      Das gelänge, wenn die USA die Zinsen auf 60% erhöht. Dann ist zwar die Inflation wieder in der Büchse, Gold wieder bei 300 Dollar, aber die USA auch tot.

  4. Moin,
    blinder Aktionismus eines aufgeschreckten Hühnerhaufens verhilft der alten Aussage, zum Golde drängt am Golde hängt doch alles, mal wieder zur Geltung. Aber scheinbar auch zumr Stablecoins. Wie ich denke ein interessantes Gespräch.

    „Revolution des Finanzsystems: Investor Lenny Fischer über Stablecoins, Trumps Angriff auf Powell und die Volksseuche Pessimismus“
    https://weltwoche.de/daily/revolution-des-finanzsystems-investor-lenny-fischer-ueber-stable-coin-trumps-angriff-auf-powell-und-die-volksseuche-pessismus/

    Gruß in die Runde
    barmbekbasch

  5. Warum sollte Silber noch viel viel mehr steigen? Der Markt ist doch getrieben von Spekulationen?
    Die Industrie wird eventuell irgendwann sagen Silber ist nicht mehr verfügbar, wir steigen auf andere Metalle um
    Silber ist nicht alternativlos jedoch aber technisch überlegen

    • Silber ist derzeit knapp, es wird gebraucht, pro Produkt in kleinen Mengen. Da ist die alternative Suche nicht maßgeblich von Belang.
      Spekulation sehe ich da kaum, oder meinen Sie die Hoffnung auf weiter steigende Kurse?
      Dann ist jede Ehe, jedes Kind und jede Aussat von Petersilie eine Spekulation!

    • Derzeit zeigen die CoT Daten doch eher an, dass die Spekulanten eben nicht die großen Preistreiber waren und sind. Die kommen eher noch (hoff ich mal ;-)), denn bei deren Beteiligung ist noch „Luft nach oben“.
      Ein „Umstieg“ in der Industrie geht nicht so schnell, eher sehr langsam. Vom Labor-Erfolg bei der Substitution zum Prototyp zum Aufbau oder Umbau der Maschinen die die „neuen“ Produkte fertigen sollen, nicht vorhandenen Langzeiterfahrungen und das bei teils unabwendbar geringerer „Leistungsfähigkeit“. Bis in der Industrie nennenswert substituiert wird, muss Silber noch lange und weit steigen.
      Eher liegt eine Reduzierung des Silber-Verbrauchs im PV-Bereich nahe – wenn es schlicht und einfach wichtigeres gibt, das mit Silber gebaut werden kann oder muss.

  6. Eine halbe Stunde verschwendete Lebenszeit. Davon 10 min
    Tiraden des Herrn Fischer über die angeblich unabhängigen
    Zentralbanken. Dann könnte D eigentlich den Bundesbeamten-
    status der Bundesbank Vorstände und Angestellten abschaffen.
    Und den Menschen im Westen geht es es ja so gut.
    Wieviel Prozent davon?
    Händler die von Anleihen in Rohstoffe umschichten sind keine
    Aktionisten. Die schwimmen mit dem Strom, weil sie erfolgreich
    sein müssen.
    Und Pessimismus ist nicht zuletzt Resultat von Erfahrungen.

  7. @ Barmbektasch Wobei ich sagen möchte, daß der Pessimismus keine Volksseuche sondern viel mehr ein guter Beweis für noch vorhandene Restvernunft im Volk ist. Wer in dieser Welt der Kriegstreiber und Schuldenbarone noch Optimismus verbreitet muss entweder strunzdumm sein (wie gewisse Wähler) oder aber dafür gut bezahlt werden wie Fritze und ein mHerr Pistorius vom Reiseunternehmen Grönland- Blitzreisen.

  8. Die 4.000 Euro sind heute gefallen, die Kursentwicklung macht nur dann eine Pause, wenn ein paar Tonnen aus der starategischen Reserve preisdrückerisch auf den Markt geworfen werden oder irgendeine Papiergold-Scharade der Spekulanten kurzzeitig greift. Wer jetzt Geld auf einem Sparbuch hat oder vielleicht erbt, sollte sich beeilen. Unsere 14 Grönland-Helden sind nicht zurückgekehrt, weil sie mit der Wünschelrute unter 1000 Meter Eis eine Millionen-Tonnen-Goldader geortet haben – sie hatten wohl nur ihre langen Unterhosen vergessen und mussten daher im Iglu bleiben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige