Der Goldpreis erhält neue Impulse aus China. Starke Aufschläge an der SGE deuten auf wachsende Nachfrage bei Gold und Silber hin.

Goldpreis in China wieder mit Aufschlag
Der chinesische Goldmarkt sendet erneut ein positives Preissignal für den internationalen Goldpreis. In der vergangenen Woche wurde Gold an der Shanghai Gold Exchange (SGE) wieder oberhalb des europäischen Spotkurses gehandelt. Am Freitag lag der Aufschlag bei 14 US-Dollar je Feinunze. Zuvor hatte es im Rahmen unserer wöchentlichen Auswertung acht Wochen in Folge Preisabschläge in China gegeben.
Positive China-Aufschläge stützen Gold und Silber am Weltmarkt.
Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten
Messzeit: [Fr. 23.01.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: +14 USD/oz (16.01.25: -12 USD); Δ: +26 USD
Noch in deer Vorwoche war der Preisunterschied negativ. Die schnelle Rückkehr in den positiven Bereich deutet auf wieder zunehmende physische Nachfrageimpulse aus China hin.
Silber: Deutlich stärkere Signale aus Ferno
Am Silbermarkt fällt der Effekt noch ausgeprägter aus. Nach Goldreporter-Berechnungen lag der SGE-Preis am Freitag rund 13 US-Dollar beziehungsweise etwa dreizehn Prozent über dem internationalen Spotpreis. In der Vorwoche betrug der Aufschlag rund 10 US-Dollar beziehungsweise 10 Prozent.
| Markt / Kennzahl | 23.01.26 | 16.01.26 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) | 1.110,56 | 1.032,44 | +7,6 % |
| Gold China SGE (USD/Gramm) | 159,01 | 147,64 | +7,7 % |
| Goldpreis China SGE (USD/oz) |
4.946 | 4.592 | +354 |
| Goldpreis Europa (USD/oz) |
4.932 | 4.604 | +328 |
| Aufschlag/Abschlag China → Europa (USD/oz) |
+14 | -12 | +26 |
Dieser Preisabstand begünstigt Arbitragegeschäfte und lenkt physisches Silber verstärkt nach Asien. Denn die Entwicklung spricht für reale Warenströme, die den globalen Silberpreis unmittelbar stützen. Parallel zieht auch die Goldnachfrage in China wieder an.
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China-Spread dreht erneut nach oben
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt war Anfang Dezember ins Negative gerutscht. In den vergangenen Wochen hatte sich der Spread schrittweise verringert. Nun ist er wieder klar positiv.
Der sogenannte China-Spread gilt als wichtiger Indikator für physische Marktbewegungen. Aufschläge fördern Importe und wirken preistreibend auf den Weltmarkt. Abschläge deuten dagegen auf geringere Inlandsnachfrage hin. Dabei spricht die aktuelle Entwicklung erneut für zusätzliche Nachfrageimpulse aus China – beim Silber noch ausgeprägter als bei Gold.
Fazit: China übernimmt bei beiden Edelmetallen wieder eine aktive Rolle als Preismotor.

