Aufwärtstrend bei Gold in Gefahr – diese Marken müssen halten

Gold handelt weiter in einer Phase hoher Volatilität. Die Dreiecksformation verdichtet sich. Damit rückt eine technische Richtungsentscheidung näher.

Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 17. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 17. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis volatil

Nach dem Kurseinbruch Ende Januar bewegt sich der Goldpreis wieder in einem Aufwärtstrend, der weiterhin von hoher Volatilität geprägt ist. Die ausgeprägten Kursschwankungen deuten auf eine anhaltende Richtungssuche hin und spiegeln den Kampf um eine mögliche neue Basis oberhalb von 5.000 USD wider.

Marktspannung steigt: Der Goldpreis nähert sich einer technischen Richtungsentscheidung.

Aktuelle Spotpreise finden Sie unter „Goldpreis aktuell“.

Bodenbildung noch nicht abgeschlossen

Am gestrigen Dienstag schloss der Goldpreis bei 4.867 USD pro Unze. Damit gab die Notierung innerhalb einer Woche um 3,3 Prozent nach. Seit Jahresbeginn liegt das Edelmetall dennoch weiterhin solide mit 13 Prozent im Plus.

Als starker kurzfristiger Widerstand erweist sich der Bereich um 5.050 USD. Auf diesem Kursniveau scheiterten Ausbruchsversuche in den vergangenen zwei Wochen mehrfach.

Der Goldchart verläuft nun erneut innerhalb eines symmetrischen Dreiecks. Diese Konstellation signalisiert eine mögliche Richtungsentscheidung, abhängig davon, in welche Richtung sich die Formation auflöst.

Wichtige kurzfristige Unterstützungen befinden sich bei 4.800, 4.700 und insbesondere bei 4.600 USD. Auf diesem Niveau bündeln sich mehrere Trendlinien sowie die 50-Tage-Linie.

Marktstimmung neutral

Mit der volatilen Kursentwicklung hat sich das Sentiment im neutralen Bereich eingependelt. Dies zeigt sich unter anderem in einem nahezu unveränderten RSI-Wert (Relative-Stärke-Index) von 50. Der Abstand zum 50-Tage-Schnitt hat sich auf 5 Prozent verringert.

Gleichzeitig unterstreicht die weiterhin hohe Distanz von 26 Prozent zur 200-Tage-Linie das übergeordnete bullische Momentum des Goldpreises.

Weichenstellung beim Euro-Goldpreis erwartet

Auch der Euro-Goldchart steht womöglich vor einer bedeutenden Weichenstellung. Mit 4.107 EUR pro Unze näherte sich der Goldpreis am Dienstag deutlich der zu Jahresbeginn etablierten Trendgeraden.

Die wichtigsten kurzfristigen Unterstützungen liegen bei 4.050 EUR sowie bei 3.950 EUR – dem Bereich der 50-Tage-Linie. Für eine nachhaltige Stabilisierung müssten zeitnah die Kursmarken von 4.200 EUR und 4.300 EUR überwunden werden.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 17. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 17. Februar 2026.

Ausblick

Um die begonnene Bodenbildung beim Goldpreis abzuschließen, müssen die genannten Unterstützungen halten. Eine Auflösung der Dreiecksformationen nach oben könnte den kurzfristigen Aufwärtstrend bestätigen, die Bodenbildung abschließen und neue Dynamik erzeugen.

Auf der Unterseite bleibt dagegen die 50-Tage-Linie als zentrales Risikoniveau für ein mögliches Gegenszenario unter Beobachtung.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Gold Chartechnik

Goldreporter-Ratgeber

 Gold vergraben, aber richtig! Genial einfach, sicher und günstig!

Notfallplan für Goldanleger Was tun bei Goldverbot oder Goldengpass?

Anzeige

Abonnieren Sie den kostenlosen Goldreporter-Newsletter und erhalten Sie den Spezial-Report "Vermögenssicherung mit Gold" (PDF) kostenlos! Weitere Informationen?

6 Kommentare

  1. Die Charts bei Gold jedoch zeigen immer:
    Abwärts gehts immer und aufwärts gehts nimmer.
    Daran gewöhnt man sich in 50 Jahren.
    Sogar beim parabolischen Anstieg der letzten Zeit wurde das Chartbild von Anfang an so interpretiert und zudem von einer Blasenbildung gewarnt.
    Mal sehen, wann jetzt 6.000 Dollar erreicht werden und dann weiter gewarnt wird, dass die Bodenbildung noch bevorsteht.:)
    Ob die Zentralbanken bei ihren Käufen das auch so
    sehen ?

    • Moin,
      @ Maruti
      Ja ja das mit der Bodenbildung ist so eine Sache für sich. Gestern war es noch der Kellerfußboden und heute scheint es wieder der der Boden im EG zu werden und morgen sitzen wie wieder fest im ääääh auf dem Satteldach. Grins

      Gruß auch in die Runde
      barmbekbasch

  2. Heute sind mal wieder alle Rohstoffe (aber auch Aktien) immer Plus. Gerüchte um einen Iran Krieg machen die Runde. Hoffentlich eskaliert das nicht. Ich fürchte nur, es gibt ausreichend viele Akteure die einen Krieg wollen. Dann ist auch das Thema Wahlen und Epstein wieder vom Tisch.

    Nur eins ist klar, ich mache da nicht mit!!!

    • @Stillhalter
      Ein Scharmützel mit dem Iran als Krieg zu bezeichnen, ist schon hart.Aber so ist es.
      Wenn Melania dem Trump einen Klaps auf den Po gibt, bezeichnen die Medien das als „ furchtbaren Ehekrieg“:)

  3. Hier die Erklärung für den Abwärtstrend bei Gold:
    „Richard Mills: USA senken Zinsen, Goldbullenmarkt bleibt intakt“ Dem angeblichen FED Falken Warsh zum Trotze.
    Aus den Goldseiten.
    Nicht nur die Dummheit der Menschen ist grenzenlos ( Albert Einstein), weit mehr grenzenlos ist die Verdummung selbiger.( maruti :) ).
    Ansonsten: ohne Worte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie Ihren Namen ein

Anzeige

Letzte Beiträge

 

Unsere Spezialreports und Ratgeber sind erhältlich im Goldreporter-Shop!

Anzeige