Goldpreis nach Crash: Technischer Schaden begrenzt, Aufwärtstrend intakt

Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 hat sich der Goldpreis technisch stabilisiert. Der Rücksetzer gilt bislang als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 3. Februar 2026
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 3. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis kommt 14 Prozent zurück

Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 am vergangenen Freitag setzte sich die Korrektur beim Goldpreis zu Wochenbeginn fort. Auslöser war eine zuvor ausgeprägte spekulative Überdehnung des Marktes. Zum Handelsschluss am Dienstag notierte Gold (CME Spot) bei 4.948 USD. Damit gab der Goldpreis innerhalb einer Woche um 4,5 Prozent nach.

Der Goldpreis hat den Crash technisch bislang gut verkraftet: Wichtige Unterstützungen halten, der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Kurs dreht an zentraler Unterstützung

Im Zuge des Abverkaufs fiel der Goldpreis am Montag bis auf 4.659 USD zurück. Damit lag die Notierung rund 14 Prozent unter dem Rekordhoch. Technisch entscheidend ist nun, dass dieses Tief nicht erneut unterschritten wird und sich der Kurs oberhalb der 50-Tage-Linie stabilisiert.

Durch die Dynamik der Korrektur haben sich bislang nur wenige belastbare Zwischenmarken ausgebildet. Allerdings bleibt die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 USD ein zentraler Referenzpunkt für den Markt.

Marktstimmung deutlich abgekühlt

Der zuvor extrem überkaufte Markt hat sich spürbar entspannt. Der Relative-Stärke-Index ist von Werten nahe 90 auf zuletzt 56 zurückgefallen und signalisiert wieder ein neutrales Sentiment. Die 50-Tage-Linie wurde im Zuge des Rücksetzers nicht verletzt.

Gleichzeitig liegt der Goldpreis weiterhin rund 30 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das unterstreicht, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bislang intakt ist. Aus technischer Sicht hat der abrupte Kursrutsch daher noch keinen nachhaltigen Schaden hinterlassen.

Euro-Goldpreis: Unterstützung behauptet

Auch in Euro gerechnet zeigt sich ein ähnliches Bild. Vom Rekordhoch bei 4.533 EUR ausgehend, kam der Goldpreis zwischenzeitlich um rund 13 Prozent zurück. Im Wochenvergleich ergibt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 4.187 EUR je Feinunze.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 3. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 6. Februar 2026.

Ausblick: Korrektur bislang kontrolliert

Der starke Rücksetzer der vergangenen Woche hat die technische Lage bislang nur moderat belastet. Aktuell lässt sich die Bewegung weiterhin als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends einordnen.

Voraussetzung dafür bleibt, dass sich der Goldpreis oberhalb der jüngsten Tiefs stabilisiert. Ein erneuter, deutlicher Rückfall unter diese Niveaus würde hingegen das Szenario einer längeren Konsolidierungsphase wieder in den Fokus rücken.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Chartanalyse Gold

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