Goldpreis nach Crash: Technischer Schaden begrenzt, Aufwärtstrend intakt

Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 hat sich der Goldpreis technisch stabilisiert. Der Rücksetzer gilt bislang als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 3. Februar 2026
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 3. Februar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis kommt 17 Prozent zurück

Nach dem stärksten Tagesverlust seit 1983 am vergangenen Freitag setzte sich die Korrektur beim Goldpreis zu Wochenbeginn fort. Auslöser war eine zuvor ausgeprägte spekulative Überdehnung des Marktes. Zum Handelsschluss am Dienstag notierte Gold (CME Spot) bei 4.948 USD. Damit gab der Goldpreis innerhalb einer Woche um 4,5 Prozent nach.

Der Goldpreis hat den Crash technisch bislang gut verkraftet: Wichtige Unterstützungen halten, der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt intakt.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Kurs dreht an zentraler Unterstützung

Im Zuge des Abverkaufs fiel der Goldpreis am Montag bis auf 4.659 USD zurück. Damit lag die Notierung rund 17 Prozent unter dem Rekordhoch. Technisch entscheidend ist nun, dass dieses Tief nicht erneut unterschritten wird und sich der Kurs oberhalb der 50-Tage-Linie stabilisiert.

Durch die Dynamik der Korrektur haben sich bislang nur wenige belastbare Zwischenmarken ausgebildet. Allerdings bleibt die psychologisch wichtige Schwelle von 5.000 USD ein zentraler Referenzpunkt für den Markt.

Marktstimmung deutlich abgekühlt

Der zuvor extrem überkaufte Markt hat sich spürbar entspannt. Der Relative-Stärke-Index ist von Werten nahe 90 auf zuletzt 56 zurückgefallen und signalisiert wieder ein neutrales Sentiment. Die 50-Tage-Linie wurde im Zuge des Rücksetzers nicht verletzt.

Gleichzeitig liegt der Goldpreis weiterhin rund 30 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das unterstreicht, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bislang intakt ist. Aus technischer Sicht hat der abrupte Kursrutsch daher noch keinen nachhaltigen Schaden hinterlassen.

Euro-Goldpreis: Unterstützung behauptet

Auch in Euro gerechnet zeigt sich ein ähnliches Bild. Vom Rekordhoch bei 4.673 EUR ausgehend, kam der Goldpreis zwischenzeitlich um rund 13 Prozent zurück. Im Wochenvergleich ergibt sich ein Minus von 2,8 Prozent. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 4.187 EUR je Feinunze.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 3. Februar 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 6. Februar 2026.

Ausblick: Korrektur bislang kontrolliert

Der starke Rücksetzer der vergangenen Woche hat die technische Lage bislang nur moderat belastet. Aktuell lässt sich die Bewegung weiterhin als normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends einordnen.

Voraussetzung dafür bleibt, dass sich der Goldpreis oberhalb der jüngsten Tiefs stabilisiert. Ein erneuter, deutlicher Rückfall unter diese Niveaus würde hingegen das Szenario einer längeren Konsolidierungsphase wieder in den Fokus rücken.

Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Chartanalyse Gold

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11 Kommentare

  1. rein charttechnisch betrachtet ist das eine korrekte Analyse, die Unterstützungen wurden nicht unterschritten. Dennoch bleiben aus ökonomischer Sicht (Angebot und Nachfrage) einige Fragen offen, die aber nicht unbedingt beantwortet werden müssen. Der Herr gibt`s, der Herr nimmt`s. So ist das eben.

  2. Da der Bitcoin Kurs 60.000 Euro erreichte, warum schreibt keiner von Einstiegskursen ?
    Der Bitcoin soll Ende 2026 doch 1 Mio erreichen.:)

    • Kann immer noch kommen, bei Bitcoin ist bekanntlich alles möglich.
      Dennoch finde ich das es gewaltig nach Marktcrash riecht. Ich werde erst mal verstärkt Cash aufbauen. Denn wenn dieser Markt mal kippt dann gute Nacht…:-)

    • @Maruti
      Der BTC ist schon lange über 1 Mio.:
      Guckst DU
      https://www.google.com/search?client=opera&q=bitcoin+in+yen&sourceid=opera&ie=UTF-8&oe=UTF-8

      Oder hier:
      28 Millionen
      1 BTC 28,037,700 ZWD (Zimbabwe Dollar)

      Oder sogar über 1 Billion:
      1 BTC 2,853,980,000,000 VEF (Venezuela Bolivar)

      Unser Fehler, wir mit unser westlich fixierten Denkweise.
      Hat irgendwer was von BTC in Mio. USD oder Eur gesagt ?
      Fazit: Leute, da haben wir uns versprochen (so wie Fritz) oder ihr habt Euch schlicht verhört.
      War nie in Eur oder USD gemeint.

  3. M. Piepenburg schreibt von einer Bankenrettung (Shortseller). Wobei es letztlich wohl um die Entkoppelung von Casino und Realwelt geht. Jetzt wird einfach das Spiel immer offensichtlicher.
    Das war jetzt die dritte, orchestrierte Aktion des selben Musters seit November `25 und die Einschläge werden tiefer……..
    Der Uhu ist schwindelfrei, Huhuu

  4. Die Marktstimmung ist keineswegs deutlich abgekühlt, sondern die Comex hat schon wieder am Margin-Rad gedreht. Die Margen für Gold wurden auf fast 40.000,- erhöht. Nur deshalb konnten sie heute Nacht den Kurs wieder um 230,- USD drücken.
    Innerhalb eines Jahres hat die Comex die Marge bei Gold um das 3,3-fache erhöht, der Goldpreis ist aber „nur“ um das 1,7-fache gestiegen. Es geht also nur darum, möglichst viele Marktteilnehmer aus dem Futures-Handel herauszudrücken.

  5. kurz vor ein Crash geht alles runter , denke wir sind nicht mehr weit entfernt .
    Gold ist die letzte Chance.
    Falls es die in einer digitalen KI gesteuerten Welt überhaupt noch gibt.
    Ich sehe eine sterbende Moral ein kollabieren des Finanzsystems ein verzweifeln des Mittelstands
    veranstaltet von den Chabadniks und Illuminati , Club of Rome, Zionisten usw.
    ausgeführt von korrrupten gierigen nichtdenkenden Politikern.

  6. Auf und nieder immer…. Die hohe Volatilität ist für mich ein Zeichen der Abkoppelung des
    physischen Marktes vom psychischen äh pardon vom Papiermarkt. Ich halte mich ausschließlich
    ans reale Gold und das erspart mir den Psychiater. Ich fand Gold beim Kurs von 1000 Euro die OZ
    begehrenswert ebenso bei 2000 oder 4000 egal. Deshalb: Die Begehrlichkeit für Gold ist völlig
    Kursunabhängig.

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