Goldpreis: Rally steht auf der Kippe – Charttechnik mahnt

Der Goldpreis ist nach dem Rekordhoch deutlich zurückgekommen. Charttechnik und Indikatoren deuten auf eine mögliche Konsolidierung hin.

Goldpreis mit Rücksetzer nach Rekordhochs – Halten die kurzfristige Unterstützungen?
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 30. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Rücksetzer nach Rekordhoch

Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) mit 4.339 US-Dollar pro Unze. Damit stand der Kurs 4,3 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Dezember. Gegenüber der Vorwoche sank Gold um 3,4 Prozent. Aber seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf weiterhin hohe 64 Prozent.

Der Goldpreis verliert nach dem Rekordhoch an Momentum – die Charttechnik mahnt zur Vorsicht.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Goldpreis charttechnisch in Gefahr

Der vorangegangene Kursanstieg erfolgte aus einer Keilformation, die sich oft in schwächeren Kursen auflöst. Der starke Kursrücksetzer am Montag bringt dieses Szenario wieder auf den Tisch. Am Dienstag befand sich der Goldchart noch über der Kante des im November begonnenen, beschleunigten Aufwärtstrends. Ein weiterer Goldpreis-Rücksetzer könnte den Abwärtsdruck verstärken und eine stärkere Konsolidierung auslösen.

Unterstützungen und Widerstände 

Die kurzfristigen Widerstände liegen nun bei 4.532 USD (Rekordhoch), 4.480 USD sowie auf dem Niveau des Oktoberhochs bei 4.357 USD. Dagegen befinden sich die Unterstützungszonen bei 4.330 USD, 4.300 USD und 4.250 USD.

Marktstimmung und Indikatoren

Durch den Kursrutsch am Wochenanfang entspannt sich die stark überkaufte Lage. Denn der RSI (14 Tage) ist von 80 in der Vorwoche auf 55 zurückgekommen. Der Abstand zur 50-Tage-Linie hat sich auf 4 Prozent verringert. Dagegen liegt der 200-Tageschnitt aktuell bei 3.600 USD und damit noch bullische 20 Prozent entfernt. 

Euro-Goldpreis: Kurzfristiger Trend angeschlagen

Der Euro-Goldchart ist bereits unter die Kante des zweimonatigen Aufwärtstrends gerutscht. Deshalb leuchten hier die gleichen Warnsignale wie auf Dollar-Basis. 

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 30. Dezember 2025. Aufwärtstrend in Gefahr.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 30. Dezember 2025.

So liegen die kurzfristigen Unterstützungen hier bei 3.645 EUR, 3.620 EUR und 3.600 EUR. Mit einem RSI von 53 befindet sich das Sentiment auch beim Euro-Goldpreis im neutralen Bereich, das schützt aber nicht vor weiteren Rücksetzern. Denn erst ab Werten unter 30 geht man von einer überverkauften Lage aus. 

Goldpreis-Ausblick

Nach der starken Goldpreis-Rally in diesem Jahr wäre eine Kurskonsolidierung um 10 bis 15 Prozent keine Überraschung. Es ist zuletzt auch sehr viel spekulatives Kapital in den Goldmarkt geflossen. Aus technischer Sicht wäre zunächst ein Test der 50-Tage-Linie denkbar, sofern substanzielle Käufer ausbleiben. Dabei folgt aus saisonaler Sicht mit dem Januar der beste Goldmonat des Jahres. 

Weitere Einordnungen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

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18 Kommentare

  1. Ist zur Zeit eine seriöse Chartanalyse bei EM überhaupt möglich? Es werden in immer kürzester Zeit die Spielregeln (erneute Margin-Erhöhung innerhalb von zwei Tagen) für Gold-Silber-Futures geändert. Dieses panikartige eingreifen der CME strahlt nach aussen nicht unbedingt eine beruhigende Sicherheit aus! Ich denke das wir vermutlich erstmal mit einer sehr hohen Volatilität rechnen müssen. Danach schauen wir mal wo sich die EM eingependelt haben. Allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026!

    • @All
      Danke für das Jahr 2025.
      Erfolg kommt mit der Ruhe und Besonnenheit in diesem Newsblog vermutlich bei den Meisten von alleine. Manche brauchen es scheinbar auch dringend ein klein wenig entspannter.
      Den aktiven Schreibern, den passiven Mitlesern und GR: Euch Allen ein ruhiges Neues. Mögen die Nerven mit Euch sein und die Füsse still und warm eingepackt, in Ewigkeit, A…

  2. 2013 ging es dann um die Hälfte runter, von 1900 auf 950 Dollar.
    Umgerechnet von 4.500 könnte das nun bedeuten, es geht auf 2.250 Dollar abwärts und dort bleibt es dann 5 Jahre so. In Euro gerechnet vielleicht unter 2.000 Euro und dann kann man 5 Jahre lang ein Unzerl ohne Perso kaufen. Pro Monat eines oder gar pro Woche.
    Machen mindestens 60 Unzen oder gar 250 Unzerln.
    Ein Traum. Runter mit den Preisen bis die Maus quietscht.
    Kommt Oliver Stock oder Toto ins Spiel, ist es soweit.
    Dann kaufen bis die Maus quietscht.
    Man muss leider sagen, zumindest für die weihnachtlichen
    Silberunzen Käufer beginnt das neue Jahr nicht gerade hoffnungsvoll. Haben die doch die Unze zu über 80 Euro eingesackt und bekommt heute etwa 60 Euro dafür.
    Da lohnt sich ein schneller Verkauf, bevor es noch weniger wird.

    • Nicht auf Herry Dent hören. Diese Analogien sind fahrlässig. Wir sind im Endspiel. Ein unmitelbar bevorstehendes exogenes Ereignis (z.B. Taiwan) könnte eine Veräusserung der Edelmetalle zum letzten grossen Fehler machen.

  3. Degussa ist jetzt ausverkauft, kein einziges Silberprodukt mehr im Shop erhältlich.
    Glänzenden Rutsch und für 2026 gilt um so mehr:
    IN ( y = e hoch x ) WE TRUST!
    Der Commander

    • @Commander
      was aber nicht heißen muss, dass die nix mehr haben. Bis zur Währungsreform 1948 waren die Schaufenster auch ziemlich leer, aber die Warenlager gut gefüllt. Als dann ab dem 20. Juni 1948 jeder mit 40 DM ins Rennen geschickt wurde, waren die Läden am Montagmorgen wieder gut bestückt.

    • @Commander
      Offenbar ziehen die Händler nicht mit.
      Die Silberunze weit über 20 Euro über dem ausgewiesenen Spotpreis, bei Goldmünzen ein ähnlich hohes Aufgeld von über 150 Euro.
      Das riecht nach Abkoppelung des physischen Preises zum Papierpreis.
      Ich denke, dazu wird es ohnehin kommen.
      Die einen handeln dann das Papier, die anderen das Metall und beide sind glücklich und können nebeneinander leben.
      Den Papierkäufern kann man ja auf Wunsch das physische Liefern anbieten, so es die allgemeinen Umstände erlauben, aber Papier Dollars gibt es immer ohne wenn und aber und die meisten wollen ohnehin nichts anderes.
      Als einen Barausgleich für die Kreditkarte und die damit verbundenen Leasingraten. Vom Fussabtreter bis hin zur Waschmaschine und den Möbeln und womöglich auch noch dem Auto und dem Hund.

    • Beim Silber geht es jetzt nicht mehr um den Preis, Silber „sollte“ man besitzen.
      Und zwar physisch!
      Ich bin gespannt wie sich die neuen Chinesischen Regulierungen auf das physische marktverhalten auswirken werden.
      Silber ist knapp, und jetzt evtl. Noch viel knapper

  4. Die Marginerhöhungen in der Nacht sind doch taktisch klug für die Comex.Kein Handel und viele Händler bekommen für ihre Future dann Margincalls und können diese nicht glattstellen und zack,werden die Verkäufe zwangsaktiviert.
    Solange das geht,“ lebt“ die Comex…Nur ,das diese Zwangsverkäufe dazu führen,das diese daraus entstandenen Rabatte für AU und Ag physisch aufgekauft werden und damit die Situation der Comex nur scheinbar entspannen lässt, führt ja dazu,das die Tresore der Comex sich weiter leeren.
    Vielleicht führt das dann mal als „Lösung „ der Comex dazu,das nur noch Verkäufe vollführt werden und keine Käufe mehr,aber dafür gibt es ja andere Handelsplätze wie Shanghai…dann ist aber Alarmstufe rot erreicht…..
    Dennoch ist es fies der Comex,so zu handeln mit diesen Marginerhöhungen in der Nacht und diese mehrmals auszuführen um die Kurse der EM radikal zu drücken.Aber es funktionierte nicht ewig…Silber wird knapper und knapper…zum Beispiel.
    Nun ,das war 2025 mein letzter Kommentar.
    Ich wünsche allen hier ein schönes,gesundes und erfolgreiches 2026!Und weiterhin gute Kommentare von Euch zu unserem Hobby mit Weitblick!!

  5. Moin,
    @ Maruti

    „Da lohnt sich ein schneller Verkauf, bevor es noch weniger wird.“

    Ich denke da war wohl mal wieder Ironie im Spiel.
    Gestern las ich hier von einem Heftchen das man sich zulegen sollte wenn man erfahren wijj wie man am besten sein Gold verbuddelt. Ich weiss jetzt nicht welche Tips da zum Besten gegeben werden aber es könnten auch die lesen, die das Gold auch gerne wieder ausbuddeln würden.
    Allen hier einen guten Rutsch und ein frohes Neues.
    barmbekbasch

    • @Barmbekbasch
      Bei mir ist immer etwas Ironie im Spiel.
      Aber das bessgte Heftchen von GR hat schon etwas gür sich. Denn, mit so leicht finden und ausbuddeln ist da nicht, so man sich an die Anleitung hält.
      Ich habe mit mehreren, erfahrenen Sondengängern, darunter auch behördlichen gesprochen und alle, ausnahmslos meinten, unmöglich mit der Sonde da was zu finden, ausser durch puren Zufall oder Verrat.
      Die Partnerin/ Partner, der Nachbar, Schwager usw erzählt:
      „Suchen Sie mal hier“
      oder bei Trisor in München.

  6. Der „Kurs“ ist doch völlig egal. Edelmetalle sind ein Wertspeicher und das ist unbezahlbar. Letztendlich sind sie ein Anzeiger für den Zustand der Welt. Sicherlich ist deine Metall mal mehr oder weniger gefragt. Allen ein gutes neues Jahr 2026.

  7. @Commander -am 30.12.2026 stand vor Degussa D´dorf den ganzen Tag eine Menschen-Schlange vor der Türe. Klare Sache – Silber ausverkauft!

  8. Wieder eine heimliche und saftige Marginerhöhung beim Gold-Future. Von 24.000,- nun auf 26.000,-
    Das kriminelle Gebaren der Comex setzt sich fort. Wieder wird ohne Vorankündigung, während die Börse geschlossen ist, die Margin erhöht. Wieder steht auf der Internetseite der CME noch der alte Wert. Ich sehe die Erhöhung aber in meiner Handelsplattform.
    Damit wurde innerhalb einer Woche die Marge um 30% erhöht, obwohl der Kurs um 4% gesunken ist.
    Das ist reine Willkür und hat nichts mit gestiegenem Preis oder Volatilität zu tun, denn beides war die beiden letzen Handelstage gesunken. Wäre der Goldpreis auch um 30% gestiegen, lägen wir jetzt bei ca. 5.700,- USD!

    • Trotz der Margin-Erhöhung hat Gold soeben mit einem kleinen Gap von 8 USD nach oben eröffnet. Ohne den Margin-Trick wären es wohl 30-40 Dollar gewesen.
      Richtig interessant wird es aber nächste Woche, nach der „Ghost-Week“, werden, wenn nach den Feiertagen nicht nur die Algorithmen am Drücker sind, sondern alle Handelsabteilungen wieder mit Menschen besetzt sind.
      Im Falle von Silber werden sie schnell merken, daß seit dem 01.01.26 so gut wie kein raffiniertes Silber mehr aus China zu bekommen ist, wegen der neuen Silberhandelsbeschränkungen der chinesischen Regierung. Damit fehlen schlagartig 400 Mio Unzen auf dem Weltmarkt. Dann wird das große Hauen und Stechen um physisches Silber losgehen. Der Silberpreis wird schon bald die 100 USD überschreiten und Gold teilweise mitziehen.
      Die industrielle Silbernachfrage wird dieses Jahr deutlich steigen. Die neue Silberoxid-Batterietechnik benötigt eine Menge Silber und auch die neuen Solarpaneele mit höherem Wirkungsgrad erkaufen sich dies durch die doppelte Menge an Silber pro Paneel.

  9. 1.1.26
    ein gutes neues…
    von dem ganzen hin und her halte ich NICHTS.Gold wird 26 nochmal erheblich steigen… die Gründe dafür haben sich nicht geändert.. die Zentralbanken kaufen wie die Heuschrecken… speziell Asien.Die USA und EU sind ökonomisch nicht gut aufgestellt..etc
    was in 3 Tagen herunter kam.. wird sehr schnell wieder nach oben gehen..
    AG dito…die Diskrepanz zwischen Nachfolge und Angebot wird täglich größer…auch hier sehr bald die 100$ Marke und plus..
    soviel erstmal zum 2.januar
    Grüße aus München

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