Der Goldpreis steigt seit Jahresbeginn um 20 Prozent auf Rekordniveau. Technisch bleibt der Markt deutlich überdehnt.

Goldpreis auf Rekord – 20 Prozent plus seit Jahresbeginn
Der Goldpreis setzt seine dynamische Aufwärtsbewegung fort. Zum Handelsschluss notierte das Edelmetall (CME Spot) bei 5.181 US-Dollar je Unze. Damit markierte Gold ein neues Rekordhoch. Auf Wochensicht ergibt sich ein Anstieg von 9 Prozent. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf rund 20 Prozent.
Der Goldpreis ist technisch überdehnt – doch erst ein Rutsch die Schwellen von 5.000 USD/4.150 EUR würde die Rally ernsthaft bremsen.
Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.
Rally gewinnt weiter an Tempo
Nach dem Ausbruch über die Marke von 4.600 US-Dollar hat sich die Rally nochmals beschleunigt. Die Schwelle von 5.000 US-Dollar wurde dabei ohne nennenswerten Widerstand überwunden. Entsprechend fehlen zwischen diesen beiden Kursniveaus ausgeprägte technische Unterstützungen. Kurzfristig dürfte sich die Marktorientierung daher vor allem an psychologisch relevanten Marken ausrichten.
Der Relative-Stärke-Index ist weiter gestiegen und liegt aktuell bei 86, nach 75 in der Vorwoche. Damit befindet sich der Markt klar im überkauften Bereich. Der Abstand zur 200-Tage-Linie hat sich auf rund 38 Prozent ausgeweitet. Auch zur 50-Tage-Linie ist der Goldpreis mit 18 Prozent deutlich überdehnt.
Euro-Goldpreis: Dynamik bleibt hoch
In Euro gerechnet hat sich der Goldpreis oberhalb von 4.200 Euro etabliert. Diese Zone gilt als wichtigste kurzfristige Unterstützung. Weitere Auffangbereiche liegen bei 4.000/3.950 Euro sowie im Bereich von 3.850 Euro. Erst Tagesschlusskurse unter 4.150 Euro würden den steilen Aufwärtstrend ernsthaft infrage stellen. Auch hier signalisiert der RSI mit einem Wert von 85 eine ausgeprägte Überhitzung.

Ausblick: Zentrale Marken entscheidend
Kurzfristige Übertreibungen wurden zuletzt immer wieder durch moderate Rücksetzer korrigiert. Gleichzeitig blieb die Volatilität im Tagesverlauf hoch. Sollte der Goldpreis jedoch unter die Schlüsselmarken von 5.000 US-Dollar beziehungsweise 4.150 Euro fallen, könnte dies den Beginn einer ausgeprägteren Konsolidierungsphase markieren.
Weitere Einordnungen und Detailanalysen finden sich im Bereich Goldpreis-Chartanalyse – Übersicht der Analysen.

