Der Goldpreis und der Silberpreis bleiben nahe ihrer Rekordstände. Hohe Volatilität, knappe Ware und steigende Aufgelder prägen den Edelmetall-Handel.

Goldpreis und Silberpreis: hoch aber volatil
Silber- und Goldpreis zeigten in den vergangenen Handelstagen hohe Volatilität. Dabei blieben die Edelmetalle in der Nähe ihrer Bestmarken. Am Freitag um 15:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.360 USD, was 3.718 Euro entsprach. Silber notierte bei 73,95 USD bzw. 63,08 EUR.
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Gold und Silber bleiben nahe Rekordniveau, doch knappe Ware und Risikoaufschläge treiben Aufgelder und Spreads deutlich nach oben.
Im Rahmen unserer wöchentlichen Preisanalyse aus dem deutschen Edelmetall-Handel wurden in beiden Fällen Höchstkurse erreicht. Dabei ist auffällig, dass im Handel viele Silberprodukte ausverkauft sind und das Aufgeld sowie die Spreads innerhalb von zwei Wochen stark gestiegen sind. Beides sind ein Zeichen für eine angespannte Angebotslage.
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Gold kaufen: Aufgeld und Spreads stark gestiegen
Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter fünf großen deutschen Edelmetall-Händlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 19.12.25):
- Krügerrand (neu): Ø 3.885 Euro (+58 Euro), Aufgeld 4,51 Prozent (zuvor: 3,68 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
- 100-g-Goldbarren: Ø 12.351 Euro (+208 Euro), Aufgeld steigt auf 3,3 Prozent (nach 2,3 Prozent).
Die stark gestiegenen Spreads im Goldhandel lassen sich vor allem auf den Anstieg des Verkaufspreisniveaus zurückführen. Aber auch die Ankaufpreise sind stärker gestiegen als der Goldpreis.
Silber: Rekordpreise, knappe Ware, steigendes Aufgeld
Die gleiche Entwicklung ergibt sich im Silberhandel, Aufgelder und Spreads sind jedoch nicht ganz so stark gestiegen.
- Maple Leaf (neu): Ø 87,16 Euro (+12 Euro), Aufgeld steigt auf 38 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 6 Euro günstiger.
- 1-kg-Silberbarren: Ø 2.673 Euro (+352 Euro), Aufgeld bei 31,79 Prozent (zuvor: 28,56 %).
Auch bei Silber ergibt sich der Anstieg des Spreads vor allem durch ein höheres Verkaufspreisniveau.

Einordnung: Längere Lieferzeiten, vieles ausverkauft
Im Weihnachtsgeschäft, im Zuge des Jahreswechsels und aufgrund der hohen Preisvolatilität haben viele Händler ein begrenztes Angebot und offensichtlich auch ihre Risikoaufschläge angepasst. Kaufinteressenten müssen mehr Zeit aufwenden, um passende Produkte und beste Preise zu finden.
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