Der Goldpreis behauptet sich zum Wochenschluss über der Marke von 5.100 USD. An der COMEX signalisieren die aktuellen CoT-Daten eine Marktstabilisierung.

Goldpreis-Stabilisierung
Der Goldpreis legte in der vergangenen Woche spürbar zu. Gestützt von gestärkter technischer Basis und günstigen Fundamentaldaten verteuerte sich Gold (CME Spot) innerhalb einer Woche um 1,3 Prozent auf 5.108 USD (4.336 EUR).
Der Goldpreis stabilisiert sich über 5.000 USD während auch die COMEX-Positionen eine Bodenbildung signalisieren.
Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten
CoT-Daten: Beruhigung an der COMEX
Vergangene Woche lautet unsere Schlagzeile „Goldpreis: Ausverkauf vor Handelspause – folgt jetzt die Marktberuhigung?“. Ein Blick auf die aktuellen CoT-Daten per 17. Februar 2026 zeigt nun tatsächlich eine Stabilisierung der Positionen in den Händen der wichtigsten Händlergruppen im amerikanischen Gold-Futures-Handel.
Bei den Commercials sank die Netto-Short-Position zwar in der vierten Woche in Folge – zuletzt aber nur noch um 0,5 Prozent auf 196.782 Kontrakte. Besonders auffällig jedoch: Die Terminverkäufe des „Smart Money“ (Goldverarbeiter, Goldverwender) stiegen netto um 16 Prozent.

Währenddessen blieb die Netto-Long-Position der Großen Spekulanten mit 159.915 Kontrakten nahezu unverändert. Damit sehen wir hier weiterhin den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.
Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest sank leicht auf 48 Prozent – der niedrigste Wert seit dem 21. Oktober 2025. Zum Vergleich: Der Höchststand lag am 2. Dezember 2025 bei 61 Prozent.

Open Interest
Die Zahl aller offenen Gold-Futures-Kontrakte verringerte sich zunächst leicht um 0,7 Prozent auf 407.078 Kontrakte (Dienstag). Bis Freitag stieg der Wert jedoch auf 424.249 Kontrakte. Von Freitag zu Freitag ergibt sich damit ein Plus von 2,8 Prozent.
Der steigende Goldpreis ging somit mit einem wachsenden Engagement am Terminmarkt einher – ein typisches Begleitsignal einer festeren Marktphase.
Am Optionsmarkt setzte sich der Aufwärtstrend fort. Das Open Interest stieg um weitere 5 Prozent auf 969.657 Optionen. Gleichzeitig erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,671. Rechnerisch entfielen zuletzt 149 Call-Optionen auf 100 Put-Optionen (Vorwoche: 150). Der Optionsmarkt signalisiert damit weiterhin eine konstruktive Grundhaltung.
COMEX-Bestände sinken weiter
Währenddessen sind die Goldbestände an der COMEX weiter gesunken. Per 19. Februar 2026 belief sich die gesamte Lagermenge auf 33,92 Millionen Unzen. Das entspricht einem Rückgang von rund 490.000 Unzen binnen Wochenfrist (Vorwoche: -960.000 Unzen).
Die sofort verfügbaren Bestände der Kategorie „registered“ sanken um 400.000 Unzen auf 17,17 Millionen Unzen (Vorwoche: -800.000). Ihr Anteil an den Gesamtbeständen verringerte sich leicht auf 50 Prozent (Vorwoche: 51 Prozent).
Physische Gold-Deckung bleibt hoch
Die physische Deckung im Gold-Futures-Handel fiel von 83 Prozent auf 80 Prozent. Trotz dieses Rückgangs bewegt sich der Wert weiterhin im oberen Bereich der historischen Spanne, die in den vergangenen Jahren zwischen rund 30 Prozent und dem Rekordniveau von 98 Prozent lag.
Auslieferungsanträge steigen moderat
Für den laufenden Februar-Kontrakt summierten sich die Anträge auf physische Auslieferung zuletzt auf 36.578. Binnen Wochenfrist kamen lediglich 486 hinzu. Damit stehen aktuell rund 113 Tonnen Gold zur Auslieferung an.
Zum Vergleich: Im gesamten Januar wurden 11.862 Anträge registriert. Der bisherige Rekord stammt aus dem Februar 2025 mit 76.567 Anträgen.
Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung
Goldpreis höher während Chinapause
Vergangene Woche blieben die chinesischen Märkte feiertagsbedingt geschlossen. Im Bereich von 4.870 US-Dollar zeichnete sich zunächst eine Bodenbildung ab. In der Folge stieg der Goldpreis unter moderaten Schwankungen kontinuierlich an und schloss oberhalb von 5.100 US-Dollar auf Wochenhoch.

Goldpreis-Ausblick
In der kommenden Woche wird sich zeigen, ob sich die Stabilisierung oberhalb von 5.000 US-Dollar nach Wiedereröffnung der chinesischen Märkte fortsetzt. Zuletzt sorgten mehrere Faktoren für Bewegung: das Gerichtsurteil zu den US-Zöllen, gemischte US-Wirtschaftsdaten sowie die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
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