Der Goldpreis bleibt hochvolatil. Der Aufwärtstrend zeigt Ermüdung, während US-Futures nur knapp unter dem Rekordhoch notieren.

Rebound nach Rücksetzer
Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel (Januar-Kontrakt) mit 4.498 US-Dollar pro Unze. Damit stand der Kurs nur noch 0,8 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Dezember. Gegenüber der Vorwoche stieg Gold um 3,7 Prozent. In der Vorwoche war der Kurs noch um 3,4 Prozent gefallen.
Goldpreis bleibt extrem volatil – Trendermüdung nach Rebound, wichtige Unterstützungen rücken stärker in den Fokus.
Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.
Goldpreis in steigendem Keil
Der Blick auf die Chartdarstellung (6 Monate, oben) zeigt die ungeheure Volatilität der jüngsten Goldpreis-Bewegung. Weiterhin bewegt sich der Goldchart innerhalb eines breiten Keils, der sich zwischen dem November-Tief (3.930 USD) und dem Oktober-Hoch (4.357 USD) aufspannt. Dabei handelt es sich eigentlich um ein bärisches Chartmuster, das eine Schwächung des Aufwärtstrends signalisiert.
Unterstützungen und Widerstände
Per Tagesschlusskurs am 6. Januar 2025 lag der letzte Widerstand bei 4.532 USD (Rekordhoch). Dagegen befinden sich die kurzfristigen Unterstützungen bei 4.480 USD, 4.357 USD und besonders im Bereich von 4.338 USD. Denn an der letztgenannten Schwelle gab es seit Oktober mehrfach markante Richtungswechsel.
Marktstimmung und Indikatoren
Mit einem RSI von 66 lag das Sentiment (14 Tage) knapp unter dem überkauften Bereich. Durch den Kursrutsch am Wochenanfang entspannt sich die stark überkaufte Lage. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf sehr hohe 24 Prozent angestiegen. Währenddessen ist die 50-Tage-Linie aktuell 7 Prozent entfernt – typischer erster Anlaufpunkt bei einer möglichen Konsolidierung.
Euro-Goldpreis in Rekordnähe
Der Euro-Goldpreis hat sich am Dienstag mit 3.849 EUR auf wenige Cent an das Rekordhoch vom 26. Dezember angenähert. Ansonsten zeigt sich hier die gleiche Systematik wie auf Dollar-Basis. Ein steigender Keil deutet bei hoher Volatilität auf eine Abschwächung des Aufwärtstrends hin. Der RSI liegt erhöht bei 66.

Hier liegen die kurzfristigen Unterstützungen hier bei 3.800 EUR, 3.750 EUR und vor allem an der Schwelle von 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke kann schnell technische Folgeverkäufe auslösen.
Goldpreis-Ausblick
Die anhaltend hohe Schwankungsbreite beim Goldpreis zeigt, wie hart Bullen und Bären derzeit um die kurzfristige Marktführung ringen. Zugleich profitierte Gold zuletzt deutlich von der dynamischen Silber-Rally, die zusätzliche Impulse in den Markt brachte. Auffällig ist auch der Zustrom kurzfristig orientierter Gelder, der die Bewegung zeitweise verstärkte. Angesichts der zurückliegenden, steilen Aufwärtsphase wäre eine Konsolidierung um 10 Prozent weiterhin keine Überraschung.
Weitere Einordnungen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

