Die jüngsten Rally bei Gold und Silber war begleitet von starken Kapitalzuflüssen in die großen Edelmetall-ETFs.

Silber- und Goldpreis im Aufwind
Der Goldpreis etablierte zuletzt wieder einen deutlichen Aufwärtstrend, nachdem sich die technische Lage bei Gold stark verbesserte. Am Mittwoch schloss Gold am Spotmarkt (CME Spot) bei 5.169 USD pro Unze (4.375 EUR). Damit stieg der Kurs innerhalb einer Woche um 3,7 Prozent.
Noch stärker fiel der Kursanstieg bei Silber aus. Binnen verteuerte sich das Edelmetall um 15 Prozent auf 89,13 USD / 75,43 EUR.
Silber springt in einer Woche zweistellig, Gold stabilisiert den Aufwärtstrend – ETFs signalisieren bemerkenswerte Positionsanpassungen.
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GLD: Starke Bestands- und Kapitalzuflüsse
Die jüngste Rally war begleitet von deutlichen Kapitalzuflüssen in den größten Gold-ETF. Innerhalb der vergangenen fünf Handelstage verzeichnete der SPDR Gold Shares (GLD) einen Anstieg der Goldbestände um 22,01 Tonnen auf 1.097,62 Tonnen. Das entspricht dem höchsten Stand seit Mai 2022.
Parallel dazu summierten sich die Netto-Investitionen in den Fonds auf 3 Milliarden US-Dollar.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert
SLV: Milliarden-Abflüsse auch bei Silber
Auch der größte Silber-ETF verzeichnete innerhalb einer Woche eine starke Nachfrage. Denn die Bestände des iShares Silver Trust (SLV) stiegen im Zeitraum vom 19. bis 25. Februar 2026 um 438,15 Tonnen oder 2,8 Prozent auf 16.079,74 Tonnen.
Die damit verbundenen Netto-Kapitalzuflüsse summierten sich auf 1,28 Milliarden US-Dollar.
Während ein SLV-Anteil offiziell einer Unze Silber entspricht, repräsentiert ein GLD-Anteil rechnerisch eine Zehntel Unze Gold.
Bedeutung für Silber- und Goldpreis
Kapitalbewegungen bei Edelmetall-ETFs gelten als wichtiger Stimmungsindikator. Abflüsse werden häufig mit Gewinnmitnahmen oder taktischen Umschichtungen erklärt. Zuflüsse hingegen sprechen eher für strategische Allokationen institutioneller Investoren.
Für die kurzfristige Preisbildung bleiben jedoch vor allem die Terminmärkte entscheidend. Veränderungen bei ETF-Beständen wirken typischerweise zeitverzögert und spiegeln primär Anpassungen mittelfristiger Markterwartungen wider.
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