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Edelmetall-Nachfrage: Absatzeinbruch bei Perth Mint – Umsatz bleibt stabil

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Die Perth Mint meldet im März geringere Verkäufe. Doch steigende Umsätze und ein belastender Zweitmarkt sprechen für eine stabile Edelmetall-Nachfrage.

Edelmetall-Absatz bei Perth Mint im März rückläufig – Zweitmarkt und Preise beeinflussen Nachfrage
Nach dem starken Februar zeigt die Grafik: Der Absatz von Gold und Silber bei der Perth Mint ist im März deutlich zurückgegangen (Quelle: Perth Mint).

Absatz fällt deutlich zurück

Die Perth Mint hat im März 2026 deutlich weniger Gold und Silber verkauft als im Vormonat. Mit 43.656 Unzen Gold und 976.450 Unzen Silber ging der Absatz spürbar zurück. Gegenüber Februar entspricht dies einem Minus von rund 35 Prozent bei Gold und knapp 49 Prozent bei Silber.

Weniger verkauft, mehr umgesetzt: Die März-Zahlen der Perth Mint sprechen gegen einen echten Nachfrageeinbruch.

Damit wirkt der März auf den ersten Blick wie ein klarer Nachfrageeinbruch.

Saisoneffekt verzerrt den Vergleich

Bei genauerem Hinsehen relativiert sich dieser Eindruck jedoch. Denn der Februar war außergewöhnlich stark. Neben zwischenzeitlich niedrigeren Preisen spielte vor allem die Ausgabe neuer Münzjahrgänge eine Rolle.

Solche saisonalen Effekte führen regelmäßig zu kurzfristigen Absatzspitzen. Der März stellt daher weniger eine abrupte Schwäche dar als vielmehr eine Rückkehr zum zuvor niedrigeren Niveau.

Perth Mint verweist auf kurzfristige Effekte

Auch die Perth Mint selbst ordnet die Entwicklung entsprechend ein. Laut General Manager Neil Vance spiegele das schwächere Ergebnis im März vor allem kurzfristige Marktbewegungen wider.

Gleichzeitig betont das Unternehmen, dass die Verkaufszahlen im Drei- und Zwölfmonatsvergleich weiterhin deutlich höher liegen und damit das anhaltende Interesse an physischen Edelmetallen unterstreichen.

Edelmetall-Umsatz steigt trotz geringerer Menge

Entscheidend ist jedoch die Umsatzentwicklung.

Denn obwohl im März weniger Edelmetall verkauft wurde, liegt der Erlös im Jahresvergleich deutlich höher. Auf Basis eines durchschnittlichen Goldpreises von rund 4.856 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein Umsatz von etwa 212 Millionen US-Dollar – ein Plus von rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch im Silbersegment zeigt sich dieses Muster. Bei einem Durchschnittspreis von etwa 78,20 US-Dollar pro Unze ergibt sich ein theoretischer Umsatz von rund 76 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von mehr als 220 Prozent entspricht.

Damit wird deutlich: Anleger kaufen weniger Edelmetall in physischer Form, zahlen aber insgesamt deutlich mehr. Das spricht gegen eine schwache Nachfrage – und für einen Preiseffekt.

Zweitmarkt dämpft Neuabsatz

Ein zusätzlicher Faktor verändert derzeit die Dynamik im Edelmetall-Markt: der boomende Goldankauf.

In den vergangenen beiden Jahren haben Händler verstärkt Edelmetalle von Privatkunden angekauft. Diese Bestände gelangen nach Aufbereitung wieder in den Handel und können einen Teil der Nachfrage decken.

Damit verschiebt sich das Angebot zunehmend vom Primärmarkt – also neu geprägten Produkten – in den Sekundärmarkt. Für Prägeanstalten bedeutet das: Selbst bei stabiler Edelmetall-Nachfrage kann der Absatz neuer Ware zurückgehen.

Mehr dazu: Gold kaufen – Ratgeber: Münzen, Barren, Händler und Preise im Überblick

Markt passt sich an höhere Preise an

Der März zeigt somit kein tatsächliches Schwächesignal, sondern eine Anpassung.

Steigende Preise dämpfen kurzfristig die Nachfrage nach Volumen. Gleichzeitig bleibt das Interesse an Edelmetallen bestehen. Anleger agieren selektiver und greifen vermehrt auf vorhandene Bestände zurück.

Der Edelmetall-Markt bleibt damit intakt – verändert jedoch seine Struktur.

Mehr dazu: Überblick der Top-Goldmünzen zur Geldanlage

Goldnachfrage in Indien vor Fest gedämpft – hohe Preise bremsen Käufe

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Indiens Goldnachfrage zieht vor einem wichtigen Fest leicht an. Hohe Preise bremsen jedoch die Kauflust vieler Privatanleger.

Die Goldnachfrage in Indien belebt sich vor dem wichtigen Fest Akshaya Tritiya leicht, bleibt aber gedämpft. Händler berichten laut Reuters von verhaltenen Käufen, da viele Kunden die hohen Preise scheuen. Während Vorbestellungen zunehmen, liegen die Ladenbesuche deutlich unter Normalniveau. Kunden reservieren Goldschmuck oder Barren oft im Voraus und kaufen dann oft zum Fest. Inländische Preise erreichten zuletzt ein Dreiwochenhoch. Gleichzeitig zeigen sich Händler zurückhaltend beim Aufbau neuer Bestände. Der Goldpreis hat sich nach dem Abverkauf im März wieder erholt, blieb zuletzt aber unter 4.800 USD pro Unze gedeckelt.

Goldreporter-Kommentar: Die indische Schmucknachfrage war lange ein zentraler Treiber des Goldmarkts. Doch im Umfeld geopolitischer Krisen und wachsender Staatsverschuldung dominiert inzwischen die Investmentnachfrage. Dennoch bleibt die physische Nachfrage ein stabilisierender Faktor: Bei fallenden Preisen zieht die asiatische Nachfrage erfahrungsgemäß wieder an.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis aktuell: Schwächer unter 4.800 USD – Iran-Risiken dominieren

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Goldpreis aktuell startet bei 4.756 USD leicht schwächer. Iran-Risiken, Ölpreis und US-Inflationsdaten bestimmen den Handel am Freitag.

Goldpreis startet schwächer

Der Goldpreis startet am Freitag leicht schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.756 US-Dollar beziehungsweise 4.069 Euro. Dagegen zeigte sich Silber etwas fester.

Dabei bleibt die geopolitische Lage angespannt. Die Waffenruhe im Iran-Krieg wirkt brüchig. Spannungen zwischen Donald Trump und Benjamin Netanyahu erschweren eine diplomatische Lösung. Außerdem halten Israels Angriffe und die Risiken rund um die Straße von Hormus den Druck auf Energiepreise und Finanzmärkte hoch. Der Ölpreis (Brent) legte leicht zu auf 98 USD pro Barrel. Eine neue Eskalation bleibt damit möglich. 

Goldpreis aktuell schwankt zwischen Zinshoffnung und neuer Eskalationsgefahr im Nahen Osten.

Vortag: Zinshoffnung stützt Gold

Auch der Vortag lieferte Unterstützung für Gold. Der Goldpreis schloss bei 4.765 US-Dollar pro Unze und bei 4.073 Euro mit einem Plus von 0,7 Prozent. Denn an den Märkten lebte die Hoffnung auf Zinssenkungen wieder auf. Der PCE-Preisindex stieg im Rahmen der Erwartungen um 2,8 Prozent. Zudem wurde das US-Wachstum für das vierte Quartal 2025 noch einmal auf 0,5 Prozent nach unten revidiert.

Ausblick: Inflationsdaten im Fokus

Deshalb richtet sich der Blick am Freitag auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Auf der Agenda stehen die Inflationsrate für März, das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan und die Auftragseingänge für Februar. Außerdem bleibt der Ölpreis ein zentraler Taktgeber. Denn eine erneute Zuspitzung im Nahen Osten könnte die Inflationserwartungen rasch wieder nach oben treiben.

Aus charttechnischer Sicht bleibt die Marke von 4.800 US-Dollar eine wichtige kurzfristige Hürde für den Goldpreis.

Iridium, Gallium & Co: Strategische Metalle als Anlage für Privatanleger

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Iridium, Gallium & Co: Strategische Metalle gelten als Zukunftsanlage. Doch wie funktioniert das Investment für Privatanleger? Ein Experten-Interview. 

Maximilian Vogler von Tradium mit Iridium- und Metallbarren – strategische Metalle als Anlage (Foto: Goldreporter)
Maximilian Vogler (Tradium) im Gespräch über strategische Metalle wie Iridium oder Ruthenium als Anlage für Privatinvestoren.

Strategische Metalle als Anlage für Privatanleger

Strategische Metalle rücken zunehmend in den Fokus von Anlegern. Doch das Investment unterscheidet sich deutlich von Gold und Silber. Denn hier entscheidet weniger der Kauf – sondern vor allem der Verkauf.

Goldreporter-Chefredakteur Jürgen Fröhlich sprach auf dem ZukunftsForum Edelmetalle in Frankfurt mit Maximilian Vogler, Senior Commercial Manager der Tradium GmbH. Im Fokus: Chancen, Risiken und Besonderheiten von Technologiemetallen als Anlage für Privatanleger.

Hintergrund: ZukunftsForum Edelmetalle – Trends und Konflikte am Rohstoffmarkt

Was macht Tradium – und wie funktioniert das Geschäftsmodell?

Tradium ist ein Rohstoffhändler für Industriemetalle wie Gallium, Indium oder Seltene Erden. Wir kaufen physisches Material weltweit ein, lagern es und beliefern Industriekunden. Seit rund 15 Jahren bieten wir diese strategischen Metalle auch Privatkunden an – als physischer Sachwert innerhalb unserer Lieferkette.

Kein Einstiegsinvestment: Strategische Metalle als Ergänzung

Wie funktioniert das Investment konkret?

Der private Käufer erwirbt physisches Material, das bei uns eingelagert wird und später wieder über uns an die Industrie verkauft werden kann. Entscheidend ist dabei nicht der Kauf, sondern der Exit. Denn Privatpersonen können solche Metalle in den wenigsten Fällen einfach selbst am Markt liquidieren. Dafür braucht es einen etablierten Händler.

Welche Metalle sind aktuell für Anleger interessant?

Klassische Technologiemetalle wie Gallium oder Germanium waren lange gefragt, sind aktuell aber wegen Exportbeschränkungen schwer verfügbar.

Stärker im Fokus stehen derzeit Seltene Erden wie Neodym oder Praseodym sowie Nischenmärkte wie Rhenium, Indium oder Iridium und Ruthenium. Auch Silber kann in Industrieform interessant sein.




Gibt es einen Online-Shop?

Nein, ein klassischer Online-Shop ist aktuell nicht vorgesehen. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über Partner. Wir arbeiten aber an einer Plattform („MyTradium“), über die Kunden künftig ihre Bestände und Werte jederzeit einsehen können.

Der Exit entscheidet über den Anlageerfolg

Mit welchem Betrag kann man einsteigen?

Über Partner sind Einstiege ab etwa 25 Euro monatlich möglich, etwa über Sparpläne.

Direkt bei Tradium liegt die Mindestinvestition im mittleren fünfstelligen Bereich. Das richtet sich eher an größere Anleger.

Was raten Sie Privatanlegern grundsätzlich?

Zeit und Ruhe sind entscheidend. Der Einstieg in strategische Metalle fällt erfahrungsgemäß leichter, wenn bereits Erfahrung mit Gold und Silber vorhanden ist und ein grundlegendes Verständnis für Sachwerte besteht. Strategische Metalle sehen wir als Ergänzung – nicht als Erstinvestment. Wichtig ist zudem:

  • nur Kapital einsetzen, das für eine bestimmte Zeit gebunden werden kann
  • langfristig denken (5 bis 10 Jahre)

Sind Sie Ansprechpartner für Privatanleger?

Ja, grundsätzlich schon. Wir prüfen im Einzelfall und im persönlichen Gespräch, ob eine direkte Abwicklung sinnvoll ist oder der Weg über einen Partner besser passt.

Vitrine mit Technologiemetallen und Seltenen Erden – strategische Rohstoffe für Anleger
Vitrine mit Technologiemetallen wie Tellur, Bismut, Indium und Gallium sowie Seltenen Erden, darunter Neodym. (Foto: Goldreporter)

Was unterscheidet diese Metalle von Gold und Silber?

Es sind reine Industriemetalle mit konkretem Nutzen. Sie werden tatsächlich verbraucht. Gleichzeitig sind die Märkte kleiner, weniger liquide und oft geopolitisch sensibel. Das führt zu:

  • stärkeren Preisschwankungen
  • höheren Chancen, aber auch Risiken

Ein Vorteil ist die strategische Bedeutung: Viele dieser Rohstoffe stehen im Zentrum globaler Machtpolitik und Industriepolitik.

Höhere Spreads – aber auch größere Kurschancen

Wie hoch sind die Spreads?

Typischerweise liegen sie höher als bei Gold. Das liegt am physischen Handel, an Logistik und daran, dass kein kontinuierlicher Markt existiert. Verkäufe erfolgen meist an Industriekunden und benötigen Zeit.

Wie erfährt der Anleger den aktuellen Preis?

Aktuell über Abrechnungen sowie Charts zur relativen Preisentwicklung auf unserer Website. Künftig aber auch über die Plattform „MyTradium“ mit 24/7-Zugriff auf Bestände und Notierungen.

Was Staaten sichern, wird auch für Anleger interessant

Welche Rolle spielt Geopolitik?

Eine sehr große. Handelskonflikte, Exportbeschränkungen und politische Entscheidungen beeinflussen Verfügbarkeit und Preise massiv.

Einige Rohstoffe sind heute deutlich schwerer zu beschaffen als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig steigt die Nachfrage – sowohl von Industrie als auch von Anlegern.

Teilweise können wir bestimmte Metalle deshalb gar nicht mehr für Privatanleger anbieten.

Und Europa – hat es eigene Rohstoffe?

Ja, aber deren Förderung ist schwierig. Hohe Kosten, Umweltauflagen und fehlende Bergbau-Strukturen bremsen die Entwicklung.

Europa bleibt deshalb stark von Importen abhängig, während andere Länder – etwa die USA – strategische Rohstoffpolitik aktiv vorantreiben.

Herr Vogler, vielen Dank für das Gespräch.

Unternehmens-Info
Die Tradium GmbH ist ein familiengeführter Rohstoffhändler aus Frankfurt am Main und seit rund 26 Jahren aktiv. Am Standort Neu-Isenburg arbeiten mehr als 50 Mitarbeiter. Das Unternehmen handelt mit Technologiemetallen wie Gallium, Indium und Germanium sowie Seltenen Erden. Die Rohstoffe werden weltweit – häufig aus China – beschafft und im eigenen Zollfreilager gelagert. Tradium beliefert internationale Industriekunden, unter anderem in den USA und Asien.

Gold-ETF: Erste Zuflüsse nach Abverkauf – Kapital kehrt vorsichtig zurück

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Erstmals seit mehreren Wochen fließt wieder Kapital in den größten Gold-ETF. Die aktuellen Daten zeigen: Investoren kehren vorsichtig zurück, bleiben aber insgesamt zurückhaltend.

Gold ETF Bestände: SPDR Gold Shares (GLD) mit leichter Erholung nach Abflüssen
Die Goldbestände des SPDR Gold Shares (GLD) steigen erstmals wieder nach mehreren Wochen mit Abflüssen.

Kapital fließt wieder in den Gold-ETF

Nach vier Rückgängen in Folge sind die Bestände des weltweit größten Gold-ETF wieder gestiegen. Die aktuelle wöchentliche Goldreporter-Analyse zeigt damit erstmals wieder Nettozuflüsse. Der SPDR Gold Shares (GLD) meldet per 8. April 2026 eine Lagermenge von 1.052,99 Tonnen Gold. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Anstieg um 2 Tonnen.

Auf Basis der Bestandsveränderung ergibt sich ein moderater Netto-Kapitalzufluss in Höhe von rund 60 Millionen US-Dollar. Damit zeigen sich erstmals wieder leichte Zuflüsse in den Fonds, nachdem zuvor über mehrere Wochen Kapital abgezogen worden war.

Der GLD ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold pro ausgegebenem Anteilsschein gedeckt.

Nach Wochen der Abflüsse verzeichnen Gold-ETFs wieder leichte Zuflüsse – eine klare Trendwende ist jedoch noch nicht erkennbar.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Silber-ETF mit deutlichem Bestandsaufbau

Auch im Silbermarkt kam es zu einer Bewegung auf der Bestandsseite. Beim iShares Silver Trust (SLV) stiegen die Bestände im Zeitraum vom 2. bis 8. April 2026 um 511,41 Tonnen auf insgesamt 15.332,07 Tonnen.

Angaben zu den damit verbundenen Kapitalströmen lagen zuletzt noch nicht vor. Der deutliche Lageraufbau spricht jedoch für eine erhöhte Nachfrage im ETF-Segment.




Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 8. April 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 8. April 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

ETF-Ströme spiegeln institutionelle Zurückhaltung

Die aktuellen Daten zeigen eine vorsichtige Stabilisierung nach dem Abverkauf im März. Von einer klaren Rückkehr institutioneller Investoren in den Goldmarkt kann jedoch noch keine Rede sein.

Die Zuflüsse in den Gold-ETF fallen bislang moderat aus. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung stark von kurzfristigen Marktbewegungen geprägt.

ETF-Ströme gelten als wichtiger Indikator für das Verhalten großer Marktteilnehmer. Sie spiegeln weniger kurzfristige Spekulation als vielmehr taktische Allokationsentscheidungen wider.

Der Goldpreis hat sich zuletzt zwar über 4.700 USD stabilisiert, ohne dass sich dies bislang in breiten ETF-Zuflüssen widerspiegelt.

Goldpreis aktuell: Märkte zögern nach Rally – Gold startet Donnerstag seitwärts

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Goldpreis am Donnerstag: Gold startet bei 4.718 USD seitwärts. Märkte warten auf Iran-Signale, während Öl wieder anzieht.

Goldpreis aktuell

Der Goldpreis startet am Donnerstag nahezu unverändert in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.718 US-Dollar beziehungsweise 4.047 Euro. Auch Silber hielt sich mit 74,01 US-Dollar und 63,48 Euro je Unze in etwa auf dem Niveau des Vortages.

Damit hat sich die Lage an den Märkten nach der starken Erholungsrally vom Mittwoch zunächst beruhigt. Zwar gaben die Aktienfutures leicht nach. Gleichzeitig zog der Ölpreis aber wieder an. Brent notierte zuletzt bei 99 US-Dollar pro Barrel. Das spricht dafür, dass die Unsicherheit rund um den Nahost-Konflikt trotz Waffenruhe noch nicht verschwunden ist.

Der Goldpreis hält sein Niveau, aber die geopolitische Entspannung ist am Markt noch nicht voll eingepreist.

Vortag

Am Vortag hatte die Nachricht über einen Waffenstillstand im Nahen Osten für kräftige Kursbewegungen gesorgt. Die Aktienmärkte legten deutlich zu, der DAX gewann 4,6 Prozent. Der Goldpreis konnte seine frühen Gewinne jedoch nicht behaupten und schloss lediglich 0,3 Prozent höher bei 4.719 US-Dollar. Auf Euro-Basis ergab sich sogar ein Minus von 0,3 Prozent auf 4.046 Euro. Außerdem bleibt der Bereich um 4.800 US-Dollar kurzfristig ein technischer Widerstand. Auch die am Abend veröffentlichten Fed Minutes lieferten keine neuen positiven Impulse für den Goldmarkt.

Ausblick

Nun bleibt der Blick auf die geopolitische Lage gerichtet. Trotz der erklärten Feuerpause war die Straße von Hormus bis zuletzt weiterhin blockiert und es wurden von Israel und dem Iran Raketen abgefeuert. Deshalb warten Investoren auf belastbare Hinweise, ob sich die Entspannung im Iran-Krieg tatsächlich verfestigt. Außerdem rücken wichtige Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus. Dazu zählen der PCE-Preisindex, die finalen BIP-Daten für das vierte Quartal, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Zahlen zu den privaten Einkommen und Ausgaben.  

Fed-Protokoll zum Iran-Krieg: Zinsrisiken in beide Richtungen, Goldpreis reagiert

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Fed-Protokoll zeigt Zwickmühle: Iran-Krieg erhöht Inflations- und Rezessionsrisiken zugleich – Zinspfad bleibt offen.

Die US-Notenbank sieht im Iran-Krieg ein doppeltes Risiko für die Wirtschaft. Laut Protokoll der Fed-Sitzung vom März sorgen steigende Energiepreise für Inflationsdruck, während gleichzeitig der Arbeitsmarkt unter Druck geraten könnte. Einige Mitglieder halten sogar Zinserhöhungen für möglich, andere sehen Spielraum für Senkungen. Ergebnis: Die Fed bleibt vorerst abwartend. Für Märkte bedeutet das erhöhte Unsicherheit – auch für Gold, das zwischen Zinsfantasie und Krisenprämie schwankt.

Goldreporter-Kommentar: Das Fed-Protokoll verdeutlicht die Dualität von Inflations- und Wachstumssorgen. Ein Stagflations-Umfeld, in dem Gold typischerweise profitiert. Allerdings ist die Goldpreis-Entwicklung von anderen Einflüssen überlagert. Zuletzt wurde kurzfristig immer wieder Kapital zwischen Sektoren umgeschichtet. Angst und Gier scheinen im Umfeld des Nahost-Konflikts den Takt an den Märkten vorzugeben.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

 

Goldpreis stabilisiert sich – 4.800 USD wird zur entscheidenden Marke

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Der Goldpreis hat sich technisch stabilisiert. Nach Doppelboden rückt die Zone um 4.800 USD als entscheidende Hürde in den Fokus.

Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 7. April 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 7. April 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis stabilisiert sich – 4.800 USD rückt wieder in den Fokus

Der Goldpreis hat sich nach dem scharfen Rücksetzer im März technisch gefangen. Im Bereich um 4.450 USD entstand ein belastbarer Doppelboden. Seitdem arbeitet sich der Kurs schrittweise nach oben und nähert sich erneut der Zone um 4.800 USD.

Der Doppelboden trägt – jetzt entscheidet der Bereich 4.800 bis 4.900 USD über den nächsten Impuls.

Am Dienstag schloss Gold (CME Spot) bei 4.742 USD je Unze – 1,4 Prozent über Vorwoche.

Unterstützungen greifen, Widerstände im Blick

Die kurzfristige Struktur wirkt stabilisiert. Entscheidende Unterstützungen liegen aktuell bei 4.650 USD, darunter bei 4.500 und 4.360 USD.

Auf der Oberseite bleibt die Zone zwischen 4.800 und 4.900 USD der zentrale Prüfstein. Darüber würden sich Anschlussziele bei 5.100 USD eröffnen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Momentum neutral – Trend noch nicht bestätigt

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 49 im neutralen Bereich. Damit fehlt derzeit ein klares kurzfristiges Momentum-Signal.

Zugleich notiert der Goldpreis weiterhin unterhalb der 50-Tage-Linie bei rund 4.940 USD. Das begrenzt vorerst das Aufwärtspotenzial.

Anders das größere Bild: Der Abstand zur 200-Tage-Linie bleibt mit rund 15 Prozent deutlich positiv. Damit ist der übergeordnete Trend intakt.




Euro-Goldpreis behauptet 4.000er-Marke

Auch in Euro zeigt sich das Chartbild stabilisiert. Denn nach dem Rücksetzer konnte sich Gold wieder oberhalb von 4.000 EUR festsetzen.

Ein Doppelboden im Bereich von 3.800 EUR markiert die zentrale Unterstützung. Zuletzt schloss der Kurs bei 4.058 EUR und damit leicht über Vorwochenniveau.

Kurzfristig rücken die Widerstände bei 4.130 und 4.200 EUR in den Fokus. Auf der Unterseite bleiben 4.000 sowie 3.950/3.900 EUR relevante Haltezonen.

Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 7. April 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 7. April 2026.

Ausblick: Entscheidung an der Schlüsselzone

Der Markt hat den März-Abverkauf weitgehend verarbeitet. Daraus hat sich ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend entwickelt.

Aber: Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 4.800 bis 4.900 USD würde das technische Bild klar auf „Fortsetzung“ drehen.

Solange diese Zone nicht überwunden ist, bleibt Gold in einer Übergangsphase zwischen Stabilisierung und Trendbestätigung.

Mehr dazu: Gold Charttechnik – Trends, Marken und Analysen

China-Spread zeigt Stärke: Goldnachfrage bleibt robust trotz Rückgang

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Der China-Spread bleibt positiv: Trotz Rückgang signalisiert der Aufschlag auf den Goldpreis weiterhin starke physische Nachfrage im chinesischen Markt.

China-Spread: Der Goldpreis-Aufschlag an der SGE liegt aktuell deutlich über dem Europa-Spotkurs.
Der positive China-Spread zeigt: Gold wird in Shanghai weiterhin über Weltmarktniveau gehandelt.

China-Spread signalisiert anhaltenden Kaufdruck

In China wird Gold am Spotmarkt weiterhin mit deutlichem Aufschlag gehandelt. Damit bleibt der physische Markt in Asien ein wichtiger Nachfrageindikator.

Im Fokus steht weniger die absolute Preisbewegung als der sogenannte China-Spread. Liegt der Preis an der Shanghai Gold Exchange (SGE) über dem internationalen Spotniveau, deutet das auf strukturellen Kaufdruck im Inland hin.

Aktuell beträgt der Aufschlag rund 29 US-Dollar je Feinunze. Eine Woche zuvor lag er noch bei etwa 39 US-Dollar. Der Spread ist damit zwar gesunken, bleibt aber klar positiv.

China zahlt weiter mehr für Gold – der physische Markt bleibt ein stabiler Nachfrageanker.

Preisdynamik bleibt intakt

Parallel dazu haben sich die Goldpreise zuletzt wieder erholt. In Shanghai legte der Preis binnen einer Woche um rund 185 US-Dollar zu, in Europa um etwa 195 US-Dollar.

Trotz dieser leicht höheren Dynamik im Westen notiert Gold in China weiterhin über dem globalen Niveau. Entscheidend ist dabei nicht der Rückgang des Spreads um 10 US-Dollar, sondern dessen Fortbestehen im positiven Bereich.

Denn genau hier zeigt sich die relative Stärke des chinesischen Marktes.

Messzeit: [Mo. 07.04.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: +29 USD/oz (27.03.26: 39 USD); Δ: -10 USD

Mehr zum internationalen Marktgeschehen: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Markt / Kennzahl 07.04.26 27.03.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.031,14 955,34 +3,6 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 150,28 144,31 +4,1 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.674 4.489 +185
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.645 4.450 +195
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
+29 +39 -10

Physischer Markt bleibt stabiler Nachfrageanker

Der China-Spread gilt als sensibler Gradmesser für die physische Nachfrage:

  • Positiver Spread → Nachfrageüberhang
  • Negativer Spread → Nachfrageschwäche

Dass der Aufschlag trotz jüngster Preisbewegungen bestehen bleibt, spricht für eine weiterhin robuste Inlandsnachfrage. China fungiert damit erneut als stabilisierender Faktor im globalen Goldmarkt.

Fazit – Goldmarkt China

Der Rückgang des Spreads relativiert die Dynamik, ändert aber nichts am übergeordneten Bild: Die Nachfrage in China bleibt hoch. Solange dort höhere Preise gezahlt werden als am Weltmarkt, wirkt der Markt als tragende Säule für die internationale Preisentwicklung.

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 07.04.26; Umrechnung über 6,861 CNY/USD (Vorwoche: 6,897 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

China spielt eine zentrale Rolle bei strategischen Rohstoffen: Einblick in die Anlageseite: Strategische Metalle als Anlage für Privatanleger

Goldpreis steigt auf 4.825 USD – Waffenruhe sorgt für Rally an den Märkten

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Goldpreis aktuell: Gold steigt auf 4.825 USD. Waffenruhe im Iran-Konflikt treibt Märkte, während Öl deutlich fällt und Aktien zulegen.

Goldpreis aktuell

Der Goldpreis legt am Mittwoch deutlich zu und profitiert von der Entspannung im Iran-Konflikt. Um 8:15 Uhr notiert die Feinunze am Spotmarkt bei 4.825 US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 2,5 Prozent. In Euro steigt der Goldpreis um 1,8 Prozent auf 4.130 Euro.

Gleichzeitig reagieren die Aktienmärkte mit kräftigen Gewinnen. Der Ölpreis hingegen bricht deutlich ein. Hintergrund ist die Zustimmung der USA zu einer zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Konflikt.

Allerdings bleibt die Lage fragil. Denn zentrale Streitpunkte sind weiterhin ungelöst. Dazu zählt insbesondere die Kontrolle über die Straße von Hormus, einen der wichtigsten Energiekorridore weltweit.

Die Märkte drehen auf Risk-on – auch Gold ist nach dem März-Rücksetzer wieder gefragt.

Vortag

Bereits am Dienstag zog der Goldpreis an. Die Notierungen stiegen um 1,2 Prozent auf 4.704 US-Dollar pro Unze. In Euro ergab sich ein Plus von 0,7 Prozent auf 4.056 Euro.

Dabei sorgten erste Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte für eine späte Kurserholung. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit scharfen Drohungen den Druck auf den Iran erhöht.

Am Abend verdichteten sich dann Hinweise auf intensive Verhandlungen. Zudem wurde über eine mögliche Fristverlängerung im Zusammenhang mit der Straße von Hormus gesprochen.

Ausblick

Neben der geopolitischen Lage rückt nun die Geldpolitik in den Fokus. Am Abend veröffentlicht die Federal Reserve das Protokoll ihrer jüngsten Sitzung.

Die sogenannten Fed Minutes könnten neue Hinweise auf die Zinsentwicklung liefern. Damit beeinflussen sie auch die Erwartungen hinsichtlich Inflation, Realzinsen und letztlich auch den Goldpreis.

Zudem stehen aus der Eurozone aktuelle Konjunkturdaten an. Dazu zählen Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen und den Erzeugerpreisen.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Ölpreis treibt Inflation: Marktzinsen steigen, veränderte Perspektive für Gold

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Die US-Marktzinsen ziehen weiter an, weil der Iran-Krieg den Ölpreis hoch hält und damit die Inflationserwartungen antreibt. Für Gold ist das kurzfristig Gegenwind, mittel- und langfristig kann derselbe Zinstrend aber auch Unterstützung liefern.

Goldpreis unter Druck durch steigende US-Marktzinsen und Anleiherenditen im April 2026
Steigende US-Marktzinsen und hohe Anleiherenditen belasten kurzfristig den Goldpreis, während Inflationserwartungen zunehmen.

Geopolitik hält die Märkte unter Spannung

Der Iran-Krieg bleibt im Fokus der Investoren. Dabei droht direkt nach Ostern mit dem Ende des US-Ultimatums eine erneute Eskalation im Nahen Osten.

Im gleichen Zuge steigen die Inflationsewartungen, nachdem sich der Ölpreis (Brent) über 110 USD pro Barrel gefestigt hat. 

Die Folge sind erhöhte Volatilität, anhaltende Kapitalumschichtungen an den Aktienmärkten, erhöhte Cash-Nachfrage und eine gedämpfte Kursentwicklung bei Gold und Silber. 

In diesem Umfeld sind auch weiter steigende Marktzinsen zu beobachten.

Zinsen steigen – Gold schwächelt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Anleihenrenditen mit Mehrjahreshochs

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen lag am Dienstag bei 4,382 Prozent. Im Rahmen der wöchentlichen Goldreporter-Analyse entspricht dies dem höchsten Wert seit  August 2025. Auch die europäischen Marktzinsen zogen noch einmal an. Italien hat erstmals seit Juli 2024 wieder die 4-Prozent-Marke erreicht.

Bundesanleihen rentierten schon vor einer Woche über 3 Prozent, erstmals seit 2011. Die Rendite ist weiter angestiegen auf 3,09 Prozent. 

<a href="https://tradingeconomics.com/bonds" target="_blank" rel="noopener">Renditen</a> in den USA und Europa – Übersicht am 7. April 2026
Renditen in den USA und Europa – Übersicht am 7. April 2026

Warum steigende Zinsen Gold kurzfristig bremsen

Steigende Zinsen gelten traditionell als Belastungsfaktor für Gold. Entscheidend sind dabei vor allem die Realzinsen, also die um Inflation bereinigten Renditen.

Kurzfristig wirkt das Umfeld deshalb eher negativ. Höhere Marktzinsen erhöhen die Attraktivität festverzinslicher Anlagen. Gleichzeitig wächst in volatilen Marktphasen oft der Bedarf an Liquidität. Das kann Kapitalabflüsse aus Gold und Silber begünstigen.

Hinzu kommt: Wenn Aktienmärkte und Rohstoffe stark schwanken, sichern Investoren Positionen oft durch Verkäufe in liquiden Anlageklassen ab. Auch das kann Edelmetalle zwischenzeitlich belasten.

Goldreserven: Chinas Zentralbank erhöht Tempo bei Goldkäufen

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China hat seine Goldreserven im März deutlich stärker aufgestockt als in den Vormonaten. Es ist der 17. Zukauf in Folge. Gleichzeitig sank aber die Bewertung des Goldes.

China erhöht Goldreserven im März 2026 auf 74,38 Mio. Unzen – Goldbarren vor China-Flagge
China baut seine Goldreserven weiter aus. Im März erfolgte der 17. Zukauf in Folge – der Goldwert ist aufgrund des starken Goldpreis-Rückgangs aber gesunken.

China erhöht Goldreserven im März weiter

China hat seine offiziellen Goldreserven im März 2026 erneut erhöht. Nach den aktuellen SAFE-Daten stiegen die Bestände auf 74,38 Millionen Unzen, nach 74,22 Millionen Unzen im Vormonat. Das entspricht einem Zuwachs von 160.000 Unzen oder rund 4,98 Tonnen. Insgesamt verfügt die People’s Bank of China (PBoC) damit über umgerechnet rund 2.313,48 Tonnen Gold. Damit war der März der 17. Monat in Folge mit einem gemeldeten Aufbau der Goldreserven.

China kauft wieder mehr Gold, doch der Wert der Goldreserven ist im März deutlich gesunken.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

Käufe nehmen wieder zu

Damit setzt sich die seit Herbst 2024 laufende Serie monatlicher Aufstockungen fort. Dabei hat das Kaufvolumen nach den moderaten Aufstockungen der Vormonate wieder spürbar zugenommen. Immerhin handelt es sich aktuell um den größten Golderwerb der PBoC seit Februar 2025. Der zuletzt gesunkende Goldpreis könnte dabei eine Rolle gespielt haben.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Januar 20261,2440.000
Februar 20260,9330.000
März 20264,98160.000
Gesamt seit 2022363,91
11.700.000

Wert der Goldreserven fällt deutlich

Auffällig ist im März ist auch die Bewertungsseite. Denn obwohl China erneut Gold zukaufte, sank der ausgewiesene Wert der Goldreserven deutlich. Er fiel von 387,59 Milliarden US-Dollar auf 342,76 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Rückgang um 44,83 Milliarden US-Dollar oder rund 11,6 Prozent gegenüber Februar.

Auch die gesamten Währungsreserven gingen zurück. Sie sanken von 3.882,69 Milliarden US-Dollar auf 3.751,23 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 131,46 Milliarden US-Dollar beziehungsweise rund 3,4 Prozent.

Goldanteil an den Reserven sinkt

Mit dem Rückgang des Goldwertes nahm auch der rechnerische Goldanteil an den gesamten Reserven ab. Er lag im März bei rund 9 Prozent, nach knapp 10 Prozent im Vormonat. Damit blieb Gold zwar ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Reservebasis, gewann zuletzt aber nicht weiter an Gewicht.

Strategische Linie bleibt bestehen

China baut seine Goldreserven weiter aus und verfolgt damit unverändert das Ziel, die Reservebasis breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern. Gerade in einem geopolitisch angespannten Umfeld behalten die monatlichen Zukäufe Signalwirkung. Der im März stark gesunkende Goldpreis gab China offensichtlich Anlass, das Kaufvolumen kurzfristig zu steigern.

Während China wieder stärker auf dem Goldmarkt aktiv ist, hat sich auch Frankreich den niedrigeren Goldpreis genutzt, um Bestände aktiv zu managen

Goldpreis am Dienstag stabil bei 4.645 USD – Öl teurer, Märkte warten auf Iran-Entscheidung

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Goldpreis stabil, Öl steigt weiter. Märkte warten auf Entscheidung im Iran-Konflikt und neue US-Konjunkturdaten.

Goldpreis aktuell

Der Goldpreis startet wenig verändert in den Dienstag. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am Spotmarkt 4.645 US-Dollar und 4.027 Euro. Damit bleibt Gold nahezu auf dem Niveau des Wochenstarts.

Silber zeigt sich dagegen schwächer. Der Preis fällt auf 72,36 US-Dollar beziehungsweise 62,74 Euro. Das entspricht einem Minus von rund 0,6 Prozent.

Währenddessen zieht der Ölpreis weiter an. Ein Barrel Brent kostet inzwischen 114 US-Dollar. Damit rückt die Energieentwicklung erneut stärker in den Fokus der Märkte.

Märkte verharren im Wartemodus – Öl steigt, Gold stabil, geopolitische Entscheidung steht bevor.

Vortage

Die ernüchternde Rede von Donald Trump in der Nacht auf Donnerstag setzte die Märkte erneut unter Druck. Der Goldpreis ging vor dem Osterwochenende 1,7 Prozent schwächer bei 4.676 US-Dollar aus dem Handel. In Euro entsprach das 4.052 Euro und einem Minus von 1,3 Prozent.

Am Freitag blieben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen. Zum Wochenstart mussten die Märkte dann die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten für März, Berichte über den Abschuss von zwei US-Kampfflugzeugen sowie die wieder wachsende Gefahr einer Eskalation im Iran-Krieg einordnen. Dabei verlor Gold noch einmal 0,6 Prozent und schloss am Montag mit 4.650 USD (4.028 EUR). Silber sank um 0,3 Prozent auf 72,79 USD (63,96 EUR.) 

Ausblick

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran eine Frist zur Freigabe der Straße von Hormus bis zum 7. April gesetzt. Gleichzeitig ist von möglichen Verhandlungen über eine Feuerpause die Rede. Damit bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Unsicherheitsfaktor.

Daneben rückt nun der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor in den Fokus. Die Daten könnten zusätzliche Hinweise auf die Konjunkturlage und den geldpolitischen Spielraum in den USA liefern.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Frankreich löst Goldreserven in den USA auf – ersetzt durch neue Barren

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Frankreich holt Gold aus den USA zurück. Umbau bringt Milliarden-Gewinn und stärkt die Kontrolle über die eigenen Reserven.

Die Bank of France hat 129 Tonnen Gold aus den USA abgezogen und vollständig nach Paris verlagert. Die Goldreseven lagen zuvor bei der Federal Reserve Bank of New York. Statt physischem Rücktransport verkaufte die Notenbank das Gold und erwarb neue, standardisierte Barren in Europa. Das geht aus einem Bericht der Bank of France hervor. Hintergrund ist eine Modernisierung der Reserven. Die Maßnahme knüpft an frühere Umschichtungen seit dem Ende von Bretton Woods system an. Laut Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau sei der Schritt technisch begründet. Durch den gestiegenen Goldpreis entstand ein Gewinn von rund 13 Milliarden Euro.

Goldreporter-Kommentar: Zentralbanken managen ihre Goldreserven zunehmend aktiver. Russland, die Türkei und Polen stellten Bestände zeitweise zur Disposition, um Haushaltslöcher zu schließen. Auch in den USA und in Italien gab es zuletzt Diskussionen über eine Monetarisierung von Gold. Die Zentralbank-Nachfrage war in den vergangenen Jahren ein wichtiger Treiber am Goldmarkt. Dreht dieser Sektor in Richtung Netto-Verkäufe, könnte das den Goldpreis zumindest kurzfristig unter Druck setzen. Allerdings trat Frankreich im aktuellen Fall als Verkäufer und Käufer gleichermaßen auf.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Ranking und Entwicklungen

CoT-Daten Gold: Open Interest signalisiert fortgesetzte Liquidation

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Der Open Interest am Gold-Terminmarkt ist auf den niedrigsten Wert seit 2014 eingebrochen. Die aktuellen CoT-Daten zeigen: Kapital verlässt den Futures-Handel, ohne dass neue Short-Positionen aufgebaut werden.

CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 31. März 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 31. März 2026.

CoT-Daten zeigen Liquidationsphase am Gold-Terminmarkt

Der Open Interest am Gold-Terminmarkt ist weiter deutlich eingebrochen. Per 31. März 2026 sank die Zahl offener Gold-Kontrakte auf 361.409 – der niedrigste Stand seit August 2014.

Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Rückgang um 10,5 Prozent. Bis zum Börsenschluss am Freitag fiel der Open Interest weiter auf 355.042 Kontrakte.

Der Terminmarkt zeigt eine klare Liquidationsphase – institutionelle Händler ziehen sich zurück, während der spekulative Anteil steigt.

Diese Entwicklung ist typisch für eine Liquidationsphase: Marktteilnehmer schließen bestehende Positionen, ohne dass in großem Umfang neue Engagements aufgebaut werden.

Keine aggressive Short-Positionierung

Bemerkenswert ist dabei: Der Rückgang des Open Interest geht nicht mit einem Aufbau neuer Short-Positionen einher.

Der Goldpreis konnte im gleichen Zeitraum sogar zulegen und stieg innerhalb einer Woche um rund 4 Prozent auf 4.677 USD.

Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck am US-Terminmarkt derzeit vor allem aus Positionsabbau resultiert – nicht aus einer aktiven Wette auf fallende Preise.

CoT-Daten Gold vom 31. März 2026 und Gold-Optionen
CoT-Daten Gold vom 31. März 2026 und Gold-Optionen

Optionsmarkt bleibt optimistisch

Der Optionshandel signalisiert weiterhin eine positive Grundhaltung.

Die Put/Call-Ratio stieg nur leicht auf 0,527. Damit dominieren Call-Optionen weiterhin deutlich. Auf 100 Put-Optionen kommen rund 190 Calls.

Der Optionsmarkt zeigt damit trotz der Liquidation im Futures-Handel weiterhin eine vergleichsweise optimistische Erwartungshaltung.

Marktstruktur: Profis ziehen sich zurück

Ein Blick auf die Händlergruppen zeigt eine Verschiebung innerhalb des Marktes.

  • Commercials: Netto-Short-Position leicht reduziert (-1 % auf 201.640 Kontrakte)
  • Große Spekulanten: Netto-Long-Position ebenfalls gesunken (-3 % auf 163.202 Kontrakte)

Auffällig ist: Der Anteil spekulativer Positionen am Open Interest stieg auf 56 Prozent (Vorwoche: 50 %).

Das spricht dafür, dass insbesondere institutionelle Marktteilnehmer („Smart Money“) ihre Engagements reduzieren, während der spekulative Anteil relativ zunimmt.

Zur Einordnung: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

COMEX: Physische Deckung bleibt hoch

Auch die Bestände an der COMEX sind weiter rückläufig.

  • Gesamtbestände: 31,17 Mio. Unzen (-540.000)
  • „Registered“: 16,36 Mio. Unzen (-260.000)

Gleichzeitig stieg die physische Deckung im Futures-Handel auf 88 Prozent (Vorwoche: 85 %).

Das deutet weiterhin auf eine solide physische Absicherung des Terminmarktes hin.




Steigende Nachfrage nach physischer Auslieferung

Die Zahl der Auslieferungsanträge bleibt auf hohem Niveau.

Für den laufenden Monat liegen bereits 15.333 „Delivery Notices“ vor. Damit übertrifft die Nachfrage nach physischer Auslieferung bereits jetzt den gesamten März (14.559 Anträge).

Der Terminmarkt zeigt damit eine zunehmende Tendenz zur physischen Inanspruchnahme.

Fazit: Markt im Übergang

Open Interest signalisiert fortgesetzte Liquidation

  • kein aggressiver Short-Aufbau
  • steigender spekulativer Anteil
  • stabile physische Nachfrage

Der Markt wird derzeit weniger durch neue Positionierungen geprägt, sondern durch den Abbau bestehender Engagements. Gleichzeitig gewinnt der physische Aspekt an Bedeutung.

Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

So entwickelt sich der Goldpreis im April

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Der Goldpreis startet erholt in den April. Die Statistik zeigt: Der Monat ist wechselhaft und zählt saisonal nicht zu den stärksten.

Die langfristige Entwicklung des Goldpreises im April im Überblick:

Der April zählt historisch nicht zu den stärksten Goldmonaten. Die Statistik zeigt eine hohe Schwankungsbreite bei leicht positiver Tendenz.
Der April zeigt beim Goldpreis kein klares Muster – die Entwicklung ist von starken Schwankungen geprägt.

Goldpreis im April: Ein wechselhafter Monat

Nach der Korrektur im März zeigte sich der Goldpreis im April zunächst stabilisiert und erholt. Gleichzeitig gibt es bereits zu Monatsbeginn deutliche Kursschwankungen. Ein Blick auf die Statistik zeigt: Der April verläuft historisch häufig uneinheitlich.

Mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 0,32 Prozent schneidet der April in der Rangliste der besten Goldmonate nur mäßig ab – es reicht lediglich für einen hinteren Platz. In 30 von 56 Jahren (Quote: 54 Prozent) beendete Gold den Monat mit positiven Vorzeichen.

Das bedeutet: Der April liefert im Schnitt nur moderate Zugewinne, ist aber anfällig für größere Ausschläge.

Der April zählt historisch nicht zu den stärksten Goldmonaten – dafür ist er häufig von besonders starken Kursausschlägen geprägt.

Beispiel aus dem Vorjahr

Auch im vergangenen Jahr verlief der April uneinheitlich. Nach einem Rekordhoch gab der Goldpreis einen Großteil seiner Gewinne wieder ab.

Auslöser waren unter anderem handelspolitische Spannungen. Anfang April kündigte US-Präsident Donald Trump neue Zölle an („Liberation Day“), was zunächst für Turbulenzen an den Märkten sorgte. Gold profitierte kurzfristig, konnte das Niveau jedoch nicht halten.

Der übergeordnete Trend bleibt davon unberührt: Innerhalb eines Jahres stieg der Goldpreis um rund 40 Prozent.

April 2013: Einer der größten Einbrüche

Der April kann auch extreme Kursbewegungen bringen. Im Jahr 2013 verzeichnete der Goldpreis einen der größten Monatsverluste der Geschichte.

Damals brach der Kurs um mehr als 10 Prozent ein. Allein am 15. April fiel der Preis um rund 9 Prozent – der größte Tagesverlust seit Einführung des Euro.

Fazit: Kein klarer Trend, aber hohe Dynamik

Der April zeigt beim Goldpreis kein klares Muster. Die Monatsentwicklung schwankt stark – mit leichten Vorteilen auf der positiven Seite.

Gerade diese Dynamik macht den Monat aus Anlegersicht besonders interessant.

Mehr zur aktuellen Entwicklung: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis April: Historische Daten

Hier eine Übersicht über die besten und schwächsten Kursentwicklungen im April seit 1970.

Die beste April-Performance seit 1970 (Top 5)

  • 1982:  +7,59 %
  • 2010:  +7,55 %
  • 1987:  +7,44 %
  • 2020: +6,82 %
  • 2006:  +6,67 %

Die schlechteste April-Performance seit 1970 (Top 5)

  • 2013: -10,38 %
  • 2004:   -6,22 %
  • 1986:   -5,93 %
  • 2008:   -5,02 %
  • 1974:   -4,60 %

Hinweis: Die Angaben basieren auf dem Londoner Nachmittags-Fixing bzw. dem CME-Spotpreis (seit 2026) sowie Bundesbank-Daten.

Weitere Analysen zur technischen Lage finden Sie im Bereich Goldpreis Charttechnik.

Gold-ETF: Kapitalabflüsse halten an – institutionelle Anleger bleiben vorsichtig

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Gold-ETFs verzeichnen erneut Abflüsse. Institutionelle Investoren bleiben zurückhaltend – trotz stabilisierter Goldpreise.

Gold ETF Abflüsse und Bestandsentwicklung beim SPDR Gold Shares mit Balkendiagramm
Kapital fließt aus Gold-ETFs ab. Die Bestandsentwicklung zeigt die aktuelle Zurückhaltung institutioneller Investoren.

Gold-ETF: Kapitalabflüsse halten an

Kapital fließt weiterhin aus dem Gold-ETF-Markt ab. Damit bestätigt sich die jüngste volatile Phase im Goldpreis auch auf Ebene institutioneller Investoren. 

Beim weltweit größten Gold-ETF, SPDR Gold Shares (GLD), gingen die Bestände per 1. April 2026 um 1,43 Tonnen zurück auf 1.050,99 Tonnen. Im Rahmen der wöchentlichen Goldreporter-Analyse ist das der niedrigste Stand seit dem 10. Dezember 2025.

Parallel dazu wurden netto rund 740 Millionen US-Dollar aus dem Fondabgezogen. Damit setzt sich die Abwärtsbewegung der vergangenen Wochen fort. Vor einer Woche gab es sogar 5-Tages-Abflüsse in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar.

Der GLD ist offiziell mit einer Zehntel Unze Gold pro ausgegebenem Anteilsschein gedeckt.

Kapital fließt weiter aus Gold-ETFs ab – eine nachhaltige Rückkehr institutioneller Nachfrage ist bislang nicht erkennbar.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

Silber-ETF: ebenfalls Abflüsse

Auch beim iShares Silver Trust (SLV) kam es zuletzt zu deutlichen Mittelabzügen. Im Zeitraum vom 26. März bis 1. April 2026 sanken die Bestände um 242,21 Tonnen auf 15.271,46 Tonnen. Der Rückgang ging mit einem Netto-Kapitalabfluss von rund 540 Millionen US-Dollar einher.

 




 

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 1. April 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 1. April 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Einordnung: Institutionelles Kapital bleibt vorsichtig

Die ETF-Abflüsse fallen in eine Phase hoher geopolitischer Unsicherheit. Aussagen aus Washington und die Entwicklung im Nahen Osten sorgen weiterhin für starke Marktbewegungen.

Die aktuellen Daten zeigen jedoch: Eine breite Rückkehr institutionellen Kapitals in den Goldmarkt ist bislang nicht erkennbar.

Der Goldpreis hat sich zuletzt zwar über 4.600 USD stabilisiert. Die Gold-ETF-Bestände spiegeln diese Entwicklung jedoch nur eingeschränkt wider. Damit bleibt die Erholung bislang vor allem von kurzfristigen Marktbewegungen geprägt – nicht von nachhaltigen Kapitalzuflüssen.

Goldpreis fällt unter 4.600 USD, Ölpreis schießt nach oben: Marktreaktion auf Trump-Rede

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Goldpreis aktuell fällt auf 4.592 USD. Öl steigt stark nach Trump-Rede zum Iran-Krieg – Märkte reagieren mit wachsender Unsicherheit.

Goldpreis aktuell

Der Goldpreis gerät am Donnerstagmorgen deutlich unter Druck. Um 8:30 Uhr notiert Gold am Spotmarkt bei 4.592 US-Dollar pro Unze (-3,5 %). In Euro kostet die Unze 3.984 Euro (-2,9 %). Auch Silber gibt um 6 Prozent nach.

Gleichzeitig zieht der Ölpreis kräftig an. Ein Barrel Brent steigt um 7 Prozent auf 111 US-Dollar. Die Aktienmärkte tendieren schwächer, während die Anleiherenditen steigen.

Steigende Ölpreise und erneute Kapitalumschichtungen belasten den Goldpreis – die geopolitische Unsicherheit bleibt der dominante Treiber.

Auslöser ist die Rede von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg. Zwar stellte er ein baldiges Ende der Operationen in Aussicht. Allerdings nannte er keinen konkreten Zeitplan. Damit kehrt Unsicherheit zurück in den Markt. Anleger reagieren erneut mit Umschichtungen: Energiepreise steigen, während Risikoassets unter Druck geraten

Vortag

Am Mittwoch hatte sich noch ein gegenteiliges Bild gezeigt. Gold legte im Zuge einer breiten Markterholung um 2 Prozent zu auf 4.758 US-Dollar. In Euro lag der Kurs bei 4.105 Euro (+1,6 %). Silber blieb unverändert.

Vor allem zuvor stark gefallene Tech-Aktien wurden gekauft. Gleichzeitig stützten Hoffnungen auf ein baldiges Kriegsende im Iran die Märkte.

Auch technisch hatte sich die Lage kurzfristig aufgehellt. Die Erholungsbewegung nach der März-Korrektur setzte sich zunächst fort.

Ausblick

Die Märkte müssen die neuen Signale nun verarbeiten. Dabei dürfte die Entwicklung im Nahen Osten kurzfristig der entscheidende Faktor bleiben.

Am Nachmittag rücken US-Konjunkturdaten in den Fokus. Erwartet werden unter anderem die Handelsbilanz sowie die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten.

Damit bleibt das Umfeld volatil. Kurzfristige Bewegungen werden weiter stark von Nachrichten getrieben.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis: Technische Gegenbewegung – diese Marken entscheiden jetzt

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Nach der starken Korrektur im März zeigt der Goldpreis eine deutliche Gegenbewegung. Wichtige charttechnische Marken rücken wieder in den Fokus.

Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 31. März 2026, 6-Monats-Betrachtung.
Goldchart in US-Dollar; Basis: CME Spot, Tagesschlusskurse vom 31. März 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Gegenbewegung nach Abverkauf

Der Goldpreis hat nach der Korrektur im März eine technische Gegenbewegung eingeleitet. Am Dienstag schloss die Feinunze Gold (CME Spot) bei 4.676 USD. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Anstieg von 4,3 Prozent.

Zuvor hatte der Markt das Tief im Bereich von 4.360 USD erfolgreich getestet. Von dort aus setzte die Erholung ein.

Gold hat wichtige Widerstände zurückerobert – entscheidend ist jetzt die Zone um 4.800 bis 4.900 USD.

Auf Höhe von 4.360 USD drehte der Goldpreis nach oben. In der Folge durchbrach der Kurs mit 4.500 und 4.600 USD gleich zwei zentrale Widerstände. Damit haben sich diese Marken kurzfristig zu wichtigen Unterstützungen gewandelt. Der Markt hat den unmittelbaren Abwärtstrend damit zunächst gestoppt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Diese Marken entscheiden jetzt

Im kurzfristigen Chartbild stehen nun folgende Kursbereiche im Fokus:

  • Unterstützungen: 4.500 USD und 4.600 USD
  • Widerstände: 4.800 USD und 4.900 USD

Ein nachhaltiger Anstieg über die Zone um 4.900 USD würde den vierwöchigen Abwärtstrend beenden und den Weg in Richtung der alten Hochs öffnen.

RSI signalisiert Spielraum

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt aktuell bei rund 45 und damit im neutralen Bereich.

Das zeigt:

  • keine Überkauft-Situation
  • Spielraum für weitere Kursgewinne

Die Marktstimmung hat sich damit von zuvor deutlich pessimistischen Niveaus spürbar stabilisiert.




Euro-Goldpreis bestätigt Stabilisierung

Auch in Euro hat sich das Chartbild aufgehellt. Der Goldpreis stieg wieder über die Marke von 4.000 EUR und notierte zuletzt bei 4.040 EUR (+4,6 % zur Vorwoche).

Im Bereich von 3.800 EUR hat sich ein Doppelboden ausgebildet.

Im Fokus stehen nun:

  • Widerstände: 4.050 EUR sowie 4.100 bis 4.150 EUR

Ein Ausbruch über diesen Bereich würde die Rückkehr in den seit Oktober 2025 bestehenden Aufwärtstrend bestätigen.

Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 31. März 2026.
Goldpreis in Euro, CME Spot, 6 Monate, Schlusskurse per 31. März 2026.

Goldpreis-Ausblick: Entscheidung an Schlüsselmarken

Die charttechnische Lage bei Gold hat sich kurzfristig deutlich verbessert. Der Markt befindet sich aktuell in einer stabilen Gegenbewegung.

Entscheidend bleibt jedoch, ob der Goldpreis die Widerstandszone zwischen 4.800 und 4.900 USD nachhaltig überwinden kann.

Erst dann wäre der vorherige Abwärtstrend vollständig gebrochen und das Chartbild wieder klar bullisch.

Mehr dazu: Gold Charttechnik – Trends, Marken und Analysen

Goldpreis nähert sich 4.700 USD – Märkte setzen auf Entspannung im Iran-Konflikt

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Goldpreis am 1. April 2026 fester bei 4.697 USD. Aktien steigen deutlich, Öl fällt. Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs treibt die Märkte.

Goldpreis am Mittwoch

Gold startet den vierten Tag in Folge mit Gewinnen in den Handel. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am Spotmarkt bei 4.697 US-Dollar pro Unze. Das entsprach einem Plus von 0,6 Prozent. In Euro kostete die Unze 4.061 Euro, ein Aufschlag von 0,5 Prozent. Dagegen zeigte sich Silber etwas schwächer. Der Silberpreis lag bei 74,72 US-Dollar beziehungsweise 64,50 Euro. Damit stand das Edelmetall 0,6 Prozent bzw. 0,7 Prozent unter Vortag.

Auch an den Aktienmärkten hellt sich die Stimmung weiter auf. Der DAX-Future steigt am Morgen um 2,2 Prozent auf 23.190 Punkte. Gleichzeitig fällt der Ölpreis. Ein Barrel Brent kostet noch 105 US-Dollar. Auslöser dieser Marktbewegungen sind neue Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Kriegs.

Die Märkte setzen auf Entspannung im Nahen Osten – Gold steigt weiter, obwohl zugleich wieder mehr Risiko gekauft wird.

Vortag

Gold und Silber hatten bereits am Dienstag parallel zum Gesamtmarkt deutlich zugelegt. Dazu trugen erneut Äußerungen von US-Präsident Donald Trump bei. Er stellte eine Beendigung des Iran-Kriegs auch ohne Öffnung der Straße von Hormus in Aussicht. Das belebte die Risikoneigung der Investoren. Deshalb griffen Marktteilnehmer wieder verstärkt bei zuvor stark abgestraften Vermögenswerten zu. Der Goldpreis beendete den Handel mit 4.667 US-Dollar und damit 3,5 Prozent über Vortag. In Euro ergab sich ein Schlusskurs von 4.040 Euro, ein Plus von 2,7 Prozent. Silber sprang sogar um 7,2 Prozent nach oben auf 75,14 US-Dollar beziehungsweise 65,04 Euro.

Ausblick

Am heutigen Mittwoch richtet sich der Blick auf mehrere wichtige US-Konjunkturdaten. Veröffentlicht werden der ADP-Arbeitsmarktbericht, die Einzelhandelsumsätze für Februar sowie der ISM-Einkaufsmanager-Index. Der ADP-Bericht gilt als wichtiger Fingerzeig für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten, die dann am Freitag, 3. April 2026, folgen.

Über allem bleibt jedoch die geopolitische Lage im Nahen Osten. Denn die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen stützt derzeit Risikoanlagen und drückt zugleich auf den Ölpreis. Sollte sich diese Erwartung kurzfristig zerschlagen, dürfte die Stimmung an den Märkten rasch wieder kippen.

Mehr zum Thema: Goldpreis im Krieg: Warum der Markt oft anders reagiert als erwartet