Dienstag,20.Januar 2026
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Goldpreis: Wie Trumps Machtpolitik die Gold-Rally weiter anheizt

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Territoriale Ambitionen, Rohstoffkonflikte und wachsender Druck auf den Dollar erhöhen die Unsicherheit. Der Goldpreis profitiert davon strukturell.

Goldbarren vor US-Dollar-Banknoten und Fed-Gebäude
Gold als Absicherung gegen geldpolitische und geopolitische Risiken in den USA.

Territoriale Machtansprüche als neuer Unsicherheitsfaktor

Die geopolitische Lage hat sich spürbar verschärft. Ein wesentlicher Grund ist die Rückkehr offener territorialer Machtansprüche in die internationale Politik. Die jüngsten Vorstöße von Donald Trump stehen exemplarisch für diese Entwicklung.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Handelspolitik oder Zölle. Trumps Denken folgt einer sicherheitspolitischen Logik, die ganze Regionen umfasst. Diese Logik erhöht weltweit die politische Risikoprämie. Der Goldpreis erreichte mit Kursen über 4.650 USD bzw. 4.000 EUR zuletzt neue Allzeithochs.

Territoriale Machtausdehnung auf Pump, ein geschwächter Dollar und steigende Rohstoffpreise treiben den Goldpreis strukturell nach oben.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Hintergründe, Treiber und Marktanalysen

Mittelamerika und die neue Sicherheitsarchitektur

Besonders Mittelamerika rückt in den Fokus dieser Strategie. Länder wie Panama geraten wegen strategischer Infrastruktur wie des Panamakanals verstärkt ins Blickfeld. Auch Kuba passt in dieses geopolitische Raster.

Die zentrale Frage lautet: Welches Land kann sich noch sicher fühlen, wenn ganze Regionen pauschal zur sicherheitspolitischen Einflusssphäre erklärt werden? Solche Ansätze widersprechen etablierten völkerrechtlichen Normen – und nähren globale Unsicherheit.

Von Kanada bis Grönland: Macht kennt wieder Grenzenlosigkeit

Schon früher hatte Trump öffentlich über eine engere politische Einbindung von Kanada spekuliert. Später folgte das Angebot, Grönland zu kaufen – oder notfalls militärisch zu sichern. Diese Aussagen markieren einen Paradigmenwechsel. Territoriale Fragen werden wieder offen formuliert. Genau das verschiebt die Wahrnehmung politischer Stabilität.

Die Kosten globaler Machtpolitik

Zwar verfügen die USA über das weltweit stärkste Militär. Doch diese Vormachtstellung ist nicht kostenlos. Territorialer Machtausbau bedeutet dauerhaft höhere Staatsausgaben – finanziert auf Kredit. Dabei geht es nicht nur um Sicherheit. Der Zugriff auf strategische Rohstoffe entscheidet über technologischen Vorsprung und künftigen Wohlstand.

Rohstoffe als geopolitischer Machtfaktor

Der globale Rohstoffmarkt sendet deutliche Signale. Silber, ein Schlüsselmetall für Rüstung, Künstliche Intelligenz, Photovoltaik und Elektromobilität, ist seit Jahresbeginn um weitere dreißig Prozent gestiegen – nach einem Plus von nahezu 160 Prozent im Jahr 2025. Doch auch Kupfer, Aluminium, Nickel und Seltene Erden verteuern sich spürbar. Dieser breite Anstieg zeigt: Der Wettbewerb um Ressourcen hat begonnen. Gleichzeitig baut sich damit ein neuer Inflationsimpuls auf.

Goldpreis als Schutz vor geopolitischer Inflation

Steigende Rohstoffpreise wirken zeitverzögert. Früher oder später schlagen sie sich in höheren Produktionskosten und Verbraucherpreisen nieder. Inflation wird damit zur logischen Folge geopolitischer Machtpolitik. Hinzu kommt: Trumps territoriale Ambitionen sind hochdefizitär. Um sie finanzierbar zu halten, braucht es niedrige Zinsen – für den Staat ebenso wie für die kapitalintensive US-Techbranche. Dazu braucht der Staat kaufkräftige private Imvestoren und eine gesunde Dollar-Nachfrage. Ansonsten bleibt nur die gefährliche Staatsfinanzierung durch die Notenpresse.   

Schulden, Zinsen und systemischer Druck

Die US-Staatsschulden liegen inzwischen bei rund 38 Billionen US-Dollar und haben im Verhältnis zum BIP stark zugenommen – ein Maß dafür bietet die Serie des Federal Reserve Economic Data (FRED) zur Staatsverschuldung in Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
Laut den Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis ist dieser Wert in den letzten Jahren deutlich gestiegen und lag zuletzt bei 125 Prozent (US Federal Government Debt to GDP, FRED). Das erklärt, warum niedrige Zinsen politisch so entscheidend geworden sind.

US-Schuldenquote 2025
US-Schuldenquote 2025: Staatsschulden 125 Prozent des BIP

Jetzt schon nimmt die politische Druck auf die Federal Reserve zu. Der nächste Fed-Präsident soll der Regierung möglichst gewogen sein – Jerome Powells Amtszeit endet im Mai. Eine politisch beeinflusste Geldpolitik untergräbt jedoch das Vertrauen in die Währung. Dabei gilt ein schwächerer Dollar historisch als zentraler Treiber steigender Edelmetallpreise.

Mehr dazu: Geldpolitik & Zinsen und ihr Einfluss auf den Goldpreis

Gold statt US-Dollar

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die schrittweise Abkehr vom US-Dollar als globale Reservewährung. Dieser Prozess läuft seit Jahren. Er vollzieht sich leise, aber konsequent.
Immer mehr Staaten diversifizieren ihre Währungsreserven, reduzieren Dollar-Bestände und erhöhen ihre Goldkäufe. Gold ist dabei kein politisches Versprechen, sondern ein neutrales, schuldenfreies Vermögensgut.

Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen Jahren so viel Gold gekauft wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gold dient als Absicherung gegen Währungsrisiken, Sanktionen und geopolitische Verwerfungen. Je stärker geopolitische Machtpolitik in den Vordergrund rückt, desto logischer wird Gold als Instrument staatlicher Vermögenssicherung. Trumps Politik dürfte diesen Trend weiter beschleunigen.

Mehr dazu: Goldreserven weltweit: Aktuelle Zahlen, Länder-Raking und Entwicklungen

Vom Staat zum Anleger: ein stiller Gleichlauf

Was Staaten vormachen, bleibt nicht folgenlos für private Anleger. Historisch zeigt sich ein klarer Gleichlauf: Wenn Staaten Währungsrisiken reduzieren und Gold akkumulieren, folgt der private Sektor zeitverzögert. Dabei gilt: Gold wird nicht gekauft, weil es steigt. Es steigt, weil es gebraucht wird – als Schutz realer Kaufkraft.

Der Goldpreis ist in diesem Umfeld kein Spekulationsobjekt, sondern ein Spiegel politischer Risiken. Trumps Machtpolitik, der globale Rohstoffkampf, die Erosion des Dollar-Vertrauens und der Druck auf die Geldpolitik greifen ineinander.

Territoriale Machtausdehnung ist teuer, kreditfinanziert und inflationär. Gleichzeitig beschleunigt sie die Abkehr vom US-Dollar – und genau deshalb heizt sie die Gold-Rally weiter an.

Tipps für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

Goldpreis in China unter Europa-Spotkurs – Silber mit 10 Prozent Aufschlag

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Der Goldpreis notiert in China unter dem europäischen Spotkurs. Silber wird in Shanghai dagegen mit rund zehn Prozent Aufschlag gehandelt.

Goldpreis in China unter Europa-Spotkurs, Silber mit rund zehn Prozent Aufschlag
Gold und Silber im Vergleich: Während der Goldpreis in China unter dem europäischen Spotkurs liegt, wird Silber in Shanghai mit starkem Aufschlag gehandelt.

Goldpreis: Direkter China-Impuls gedämpft

Der chinesische Goldmarkt liefert derzeit keine direkten Preissignale für den Weltmarkt. In der vergangenen Woche wurde Gold an der Shanghai Gold Exchange (SGE) erneut unter dem europäischen Spotniveau gehandelt. Am Freitag lag der Abschlag bei rund 12 US-Dollar je Feinunze. Noch vor etwa sechs Wochen hatte China dagegen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt.

Während der Goldpreis in China unter dem Spotkurs bleibt, zieht Silber mit hohen Aufschlägen Kapital und physisches Metall an.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 16.01.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -12 USD/oz (09.01.25: -8 USD); Δ: -4 USD

Damit hat sich der negative Spread zuletzt wieder ausgeweitet. In der Woche zuvor lag der Abschlag noch bei 8 US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass die Nachfrageimpulse aus China für Gold weiterhin begrenzt bleiben. Der Goldpreis steigt derzeit eher im Sog der ausgeprägten Silberrally.

Silber: China verstärkt den Aufwärtstrend

Ganz anders stellt sich die Lage beim Silber dar. Die jüngsten Rekordstände um 93 US-Dollar je Unze werden maßgeblich durch eine starke Nachfrage aus China unterstützt. Nach Goldreporter-Berechnungen lag der SGE-Preis am Freitag bei einem Aufschlag von rund 10 US-Dollar beziehungsweise etwa zehn Prozent gegenüber dem internationalen Spotpreis.

Dieser Preisvorteil fördert den Arbitrage-Handel und lenkt physisches Silber verstärkt nach Fernost. Die Bewegung spricht für reale Umschichtungen am Markt, die den Silberpreis unmittelbar stützen. Während Gold aus China aktuell kaum zusätzliche Nachfrage erfährt, entwickelt sich Silber zunehmend zum Zugpferd.

Markt / Kennzahl 16.01.26 09.01.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.032,44 1.003,71 +2,9 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 147,64 143,39 +3,0 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.592 4.460 +132
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.604 4.468 +136
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-12 -8 -4

Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt war Anfang Dezember ins Negative gedreht. Zwar hatte sich dieser Spread zwischenzeitlich verringert, zuletzt zeigte sich jedoch wieder eine leichte Ausweitung.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und bleibt am 16. Januar 2026 negativ.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember ins Negative. Zuletzt hat sich der Spread kontinuierlich verringert.

Warum der China-Spread entscheidend ist

Die Differenz zwischen SGE-Preis und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme:

  • Aufschläge in China fördern Importe und können den Weltmarkt beschleunigen.
  • Abschläge signalisieren geringere Inlandsnachfrage und wirken tendenziell bremsend.

Seit Anfang Dezember notiert der Gold-Spread erneut im negativen Bereich. Das spricht gegen zusätzliche Nachfrageimpulse aus China. Beim Silber zeigt sich hingegen ein gegenteiliger Effekt: Hier tritt China aktuell klar als Preismotor auf.

Mehr Einordnung: Silberpreis eskaliert: China-Exportkontrollen verschärfen Angebotsängste

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 16.01.26; Umrechnung über 6,993 CNY/USD (Vorwoche: 7,000 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Goldpreis aktuell: Starker Wochenstart bei 4.669 USD – Davos im Fokus

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Der Goldpreis startet mit kräftigen Gewinnen in die Woche – über 4.000 EUR pro Unze. Silber legt noch stärker zu. Politische Impulse aus Davos rücken in den Fokus.

Goldpreis heute – Starker Wochenauftakt

Gold eröffnete die neue Handelswoche mit kräftigen Zugewinnen. Am Montagmorgen um 8:15 Uhr notierte die Feinunze am Spotmarkt bei 4.669 USD bzw. 4.011 EUR. Damit legte der Goldpreis um 1,6 Prozent zu, auf Eurobasis um 1,2 Prozent.

Dabei zeigte sich auch der Silbermarkt deutlich stärker. Silber verteuerte sich am Morgen um 3,5 Prozent auf 93,28 USD je Unze. In Euro gerechnet ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent auf 80,12 EUR.

Der Goldpreis startet mit deutlichen Gewinnen in die neue Woche. Silber zeigt überdurchschnittliche Stärke, während politische Signale aus Davos im Zentrum stehen.

Update, 19.01.2026, 18:15 Uhr: Weitere Kursgewinne auf Rekordniveau
Trotz des US-Feiertags ist ordentlich Bewegung an den Märkten. Silber- und Goldpreis bauen ihre Gewinne bis zum Abend aus. Der Silberpreis steigt um 4,8 Prozent auf 94,36 USD / 81,02 EUR (+4,4 %). Gold verteuert sich um 1,6 Prozent (1,3 %) auf 4.671 USD (4.012 EUR). Dagegen verzeichnen die Aktienmärkte Verluste (DAX: -1,3 %). In China wurde Silber zuletzt 10 Prozent über dem Euro-Kurs gehandelt.

Gold und Silber haben damit neue Allzeithochs erreicht. Nun gilt abzuwarten, ob diese Bestmarken auch auf Tageschlussbasis bestätigt werden.

Vortag – Zweiter Verlusttag in Folge

Am Freitag hatten Gold und Silber noch nachgegeben. Gold verbilligte sich nach einem schwankungsreichen Handel um rund 0,4 Prozent auf 4.595 USD beziehungsweise 3.962 EUR. Silber grenzte seine zwischenzeitlichen Verluste ein und schloss 2,5 Prozent tiefer bei 90,07 USD beziehungsweise 77,68 EUR.

Belastend wirkten am Nachmittag robuste US-Industriedaten. Aber zum Handelsende hin nahm die Kaufbereitschaft wieder zu.

Ausblick

Zum Wochenstart bleibt der US-Markt wegen des Martin Luther King Day geschlossen. In Davos beginnt das Weltwirtschaftsforum. Dort wird auch US-Präsident Donald Trump erwartet. Im Fokus stehen politische Signale zu den territorialen Ansprüchen der USA in Grönland sowie mögliche zusätzliche Zölle gegenüber Europa.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis: Atempause nach Rekordhoch – Marktstärke bleibt robust

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Der Goldpreis gibt nach dem Rekordhoch etwas nach. Aber Terminmarktdaten und Kursreaktion sprechen weiter für Marktstärke.

Goldbarren in Lagerregalen: Physische Bestände an der COMEX stabil, anhaltende Marktstärke nach dem Rekordhoch beim Goldpreis
Goldbarren in einem Edelmetall-Lager: Die anhaltend hohen physischen Bestände an der COMEX stützen eine stabile Lage am US-Goldmarkt.

Goldpreis: Atempause nach Rekordhoch

Gold befindet sich weiter im Aufwärtstrend. Das starke Momentum lässt auch schwächere Tage zu, wie die beiden Verlusttage Ende der vergangenen Woche. Immerhin wurde am Mittwoch ein neues Rekordhoch erreicht, mit 4.626 USD bzw. 3.972 EUR. Innerhalb einer Woche stieg der Goldpreis um 1,9 Prozent (+ 2,3 Prozent in EUR).

Der Goldpreis legt nach dem Rekordhoch eine Pause ein, während die Marktstruktur weiter robust bleibt.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten aktuell

Was hat sich vergangene Woche am US-Terminmarkt getan? Dazu betrachten wir die aktuellen CoT-Daten mit der Positionierung der größten Händlergruppen in Gold-Futures-Handel per 13. Januar 2026.

CoT-Daten Gold vom 13. Januar 2026
CoT-Daten Gold vom 13. Januar 2026
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 13. Januar 2026.
CoT-Daten Gold, Netto-Positionen Commercials und Große Spekulanten sowie Open Interest; Verlauf seit 2020. Stand: 13. Januar 2026 (Quelle: CFTC).

Commercials: Die kommerziellen Händler wiesen eine Netto-Short-Position von 297.106 Kontrakten auf – ein Anstieg um 9 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vor allem die Swap Dealers (darunter die Banken) waren hier aktiv (Netto-Verkäufe +11 %).

Große Spekulanten: Die Netto-Long-Position der Trendfolger stieg um 10 Prozent auf 251.238 Kontrakte.

Open Interest steigt deutlich

Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte stieg zunächst um 8 Prozent auf 527.455 Kontrakte (Dienstag), sank aber mit der Kursschwäche zum Wochenausgang um 1,6 Prozent auf 519.455 Kontrakte (Freitag). Im Wochenvergleich (Freitag bis Freitag) nahm der Open Interest um 2,6 Prozent zu. Das signalisiert eine anhaltende Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX.

Gold-Optionen: Call-Dominanz, aber Puts nehmen zu

Auch bei den Gold-Optionen zog der Handel an. Der Open Interest stieg um weitere 7 Prozent auf 838.912 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,732. Damit wurden erneut mehr Put- als Call-Optionen aufgebaut, doch insgesamt liegen die Call-Wetten weiterhin vorn: Auf 100 Put-Optionen kamen 137 Call-Optionen (Vorwoche: 146) – die bullischen Erwartungen sind damit etwas rückläufig.

COMEX-Bestände und physische Deckung sinken

Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sind gesunken. Denn für 15. Januar 2026 wird ein Gesamtinventar von 36,13 Millionen Unzen gemeldet. Das sind 180.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Die Bestände der Kategorie „registered“ (sofort verfügbar) beliefen sich auf 18,86 Millionen Unzen (-320.000 Unzen), was 52 Prozent der Gesamtbestände entspricht.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 69 Prozent, nach 72 Prozent in der Vorwoche. Historisch ist das immer noch viel. Denn in den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 und über 80 Prozent.




Auslieferungsanträge steigen weiter

Für den Januar-Kontrakt liegen nun 8.728 Anträge auf physische Auslieferung vor – rund 27 Tonnen Gold. Damit kamen innerhalb einer Woche 2.045 (6,4 Tonnen) hinzu. Im Dezember hatten 37.098 Anträge vorgelegen. Das entsprach rund 115 Tonnen.

Der historische Rekord stammt vom Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis-Volatilität in engen Grenzen

Vergangene Woche bewegte sich der Goldpreis auf Basis des meistgehandelten Kontrakts (Februar-Auslieferung) die meiste Zeit in einer Spanne von nur rund 1 Prozent zwischen 4.650 USD und 4.590 USD. Nach dem Rücksetzer von rund 75 US-Dollar am Freitag (nach US-Industriedaten) fanden sich schnell wieder Käufer. Das zeugt von einem robusten, bullischen Momentum.

Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12.01. bis 16.01.26
Goldkurs (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 12.01. bis 16.01.26 (Quelle: CME Group)

Ausblick: Marktstärke bleibt dominant

Steigender Open Interest bei steigendem Goldpreis und starkes Kaufinteresse bei zeitweilig fallendem Kurs verdeutlichen die anhaltende Marktstärke im US-Gold-Futures-Handel. Zwar sind COMEX-Bestände gesunken und Auslieferungsanträge gestiegen. Aber es gibt keine Anzeichen von Marktpanik, in Bezug auf die Nachfrage nach physischem Metall. Am Montag wird aufgrund eines Feiertags (Martin Luther King Day) nicht gehandelt.

Mehr Informationen für Anleger: Gold kaufen – Wie man sicher und günstig Edelmetall erwirbt

US-Industrie überrascht positiv – Goldpreis unter Druck

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Die US-Industrieproduktion legte im Dezember stärker zu als erwartet. Robuste Daten belasteten Silber- und Goldpreis.

Die Industrieproduktion in den USA ist im Dezember um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen und übertraf damit klar die Erwartungen. Auch die US-Industrie ohne Versorger legte zu. Die Fertigung erhöhte ihren Ausstoß um 0,2 Prozent, obwohl ein Rückgang prognostiziert worden war. Deutlich zulegen konnten die Versorger, während der Bergbausektor schwächer tendierte. Die Kapazitätsauslastung stieg, blieb aber unter dem langfristigen Durchschnitt. Nach Veröffentlichung der Daten bauten Gold- und Silberpreis ihre Tagesverluste aus, da robuste Konjunktursignale die Zinssenkungshoffnungen dämpften. Quelle: Angaben der Federal Reserve (via Industrie- und Produktionsstatistik)

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold kaufen – Ausnahmezustand im Handel: Preise und Aufschläge im Wochentrend

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Gold kaufen wird schwieriger: Wegen hoher Nachfrage und knapper Ware steigen Spreads und Lieferzeiten, Händler melden zunehmende Engpässe.

Gold kaufen – Gold- und Silbermünzen auf Geldscheinen im Handel
Gold- und Silbermünzen im stationären Edelmetallhandel: hohe Nachfrage, knappe Ware und steigende Spreads prägen die Marktlage.

Goldpreis und Silberpreis auf Rekordniveau

Am Freitag kamen die Preise für Gold und Silber zwar leicht zurück. Im Rahmen unserer Freitagsanalyse zu den Einkaufs- und Verkaufsbedingungen im deutschen Edelmetallhandel wurden aber erneut Rekordpreise erreicht.

Die Rahmenbedingungen: Der Goldpreis stieg innerhalb einer Woche um 3,7 Prozent auf 4.611 USD, was 3.976 EUR entspricht. Der Silberpreis legte noch deutlich stärker zu. Mit 90,82 USD (78,13 EUR) verteuerte sich das Metall um 17,6 Prozent.

Wer Gold kaufen will, braucht Geduld: Händler sprechen von Ausnahmezustand, Engpässen und massiven Lieferverzögerungen.

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Aktuelle Lage im Handel – Das sagen Anbieter

„Wir erleben aktuell eine Nachfrage, wie wir sie im Januar lange nicht gesehen haben … wenn überhaupt jemals“, sagt Bars Özdemir, Head of Trade SOLIT Management GmbH (GoldSilberShop.de).

„Seit gut zwei Monaten herrscht bei uns absoluter Ausnahmezustand. Dies ist vergleichbar mit der Corona-Zeit. Es gibt sehr viel Nachfrage nach Gold und Silber, die nicht befriedigt werden kann“, erklärt Henry Schwarz, Geschäftsführer der GfM GmbH (Anlagegold24).

Man erlebe sehr viele Ankäufe im Gold- und Silberbereich, aber die Nachfrage sei bei weitem größer.

Die große Nachfrage führt derzeit zu deutlichen Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit. Wer jetzt Gold kaufen möchte, hat oft wenig Auswahl und muss längere Lieferzeiten in Kauf nehmen.

Ware im Edelmetall-Handel knapp

Özdemir führt aus: „Die Lieferketten sind angespannt. Viele gängige Artikel, vor allem im Silberbereich, sind aktuell nur schwer zu beschaffen. Und wenn, dann nicht mehr zu den Konditionen, die wir gewohnt sind. Teilweise mussten wir Ware bei Mitbewerbern einkaufen … zu höheren Preisen, versteht sich. Die Folge: Die Verkaufspreise steigen, die Lieferzeiten auch. Ein Blick in unseren Shop lohnt sich. Vier bis fünf Wochen Wartezeit sind aktuell nicht ungewöhnlich.“

Henry Schwarz ergänzt: „Die Prägestätten und die Barrenhersteller sind über Monate hinweg ausgelastet, wodurch sich Lieferzeiten für manche Münzen und Barren von bis zu drei Monaten ergeben. Bei der Neuware an Gold sieht es bei den Prägestätten noch ganz gut aus, Zweitmarktware ist so gut wie nicht mehr am Markt vorhanden.“

Für Silber-Neuware vergeben die Prägestätten laut Schwarz Kontingente, die aber nur zu einem Bruchteil ausreichten. „Wenn die Gold- und Silber-Rally weiter ansteigt, wird sich die Liefersituation noch drastisch verschlechtern“, so der Händler.

Özdemir berichtet zudem, dass viele Kunden Ware zurückverkaufen, die noch keine sechs Monate alt ist. „Unser Ankaufsteam arbeitet mit Hochdruck, aber das Volumen ist hoch, und es gibt etwas Rückstau. Den holen wir aber bald auf.“

Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster




Gold kaufen: Aufgeld sinkt leicht, Spreads bleiben hoch

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter sechs deutschen Edelmetallhändlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 9. Januar 2026). Bemerkenswert: Krügerrand-Unzen kosten erstmals mehr als 4.000 Euro, Silberunzen erstmals mehr als 100 Euro, 1-Kilo-Silberbarren mehr als 3.000 Euro:

  • Krügerrand (neu): Ø 4.125 Euro (+139 Euro), Aufgeld 3,76 Prozent (zuvor 3,94 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 13.106 Euro (+420 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,5 Prozent (nach 2,9 Prozent).

Die Spreads bleiben erhöht (6,3 % bei Krügerrand; 5 Prozent bei 100-g-Goldbarren), was vor allem auf ein niedrigeres Verkaufspreisniveau zurückzuführen ist. Das Aufgeld war vergangene Woche stark angestiegen, nun kam es zu einem leichten Rücklauf.

Preisdaten vom 16 Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 16 Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber kaufen: Aufgeld sinkt, Speads bleiben hoch

Im Silbergeschäft macht sich die angespannte Lage vor allem in den weiterhin hohen Spreads bemerkbar. Das Aufgeld ging – wie beim Gold kaufen – von den Höchstwerten der Vorwochen leicht zurück. Hier spielt die Preisstruktur der Prägestätten eine zentrale Rolle: Gold kaufen – Was das Aufgeld ist und warum es seit Jahren sinkt

Maple-Leaf-Silberunzen des aktuellen Jahrgangs gab es am Freitag nicht mehr unter 100 Euro.

  • Maple Leaf (neu): Ø 108,51 EUR(+14,7 EUR), Aufgeld sinkt auf 40 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 7 EUR günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 3.322 EUR (+474 Euro), Aufgeld bei 32 Prozent (zuvor 33 Prozent).

Der Preisvorteil größerer Einheiten wächst damit weiter – allerdings sind große Barren derzeit schwer verfügbar.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Faire Preise für Münzen und Barren

Ratgeber "Altersvorsorge mit Gold" Tipps zum Nachschlagen: Altersvorsorge mit Gold
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Gold und Silber der Perth Mint – Dezember-Absatz eingebrochen

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Der Gold- und Silberabsatz der Perth Mint brach im Dezember ein. Starker Silber- und Goldpreis stützten aber das Geschäft – auch im Gesamtjahr 2025.

Gold- und Silberprodukte der Perth Mint vor Preischart, Absatzrückgang Dezember 2025
Gold- und Silberprodukte der Perth Mint vor Chart zur Absatzentwicklung: Schwache Dezember-Zahlen, aber positive Jahresbilanz 2025.

Goldabsatz schwächer, Jahrestrend bleibt positiv

Die Perth Mint meldet für Dezember einen deutlichen Rückgang der Goldverkäufe auf 66.710 Unzen. Das entspricht einem Minus von 46 Prozent gegenüber November, aber einem Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Gesamtjahr 2025 summierte sich der Goldabsatz auf 465.856 Unzen – rund 19 Prozent mehr als im Jahr 2024.

Trotz des massiven Einbruchs im Dezember bleibt das Jahresergebnis auch dank hoher Gold- und Silberpreise stabilisiert.

Die Geschäfte der australischen Prägeanstalt profitierten aber deutlich vom gestiegenen Goldpreis. Denn beim Umsatz zeigt sich ein differenziertes Bild. 

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Umsatzentwicklung unter dem Goldpreis-Einfluss

Auf Basis des durchschnittlichen Goldpreises von 4.309 US-Dollar pro Unze ergibt sich für Dezember ein Volumen von 154 Millionen US-Dollar. Das bedeutet ein Plus von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und gleichzeitig ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber November. Die Entwicklung wird maßgeblich durch den stark gestiegenen Goldpreis geprägt, der im Jahresvergleich um 63 Prozent höher lag.

Mehr dazu: Überblick der Top-Goldmünzen zur Geldanlage

Einordnung durch die Perth Mint

Der General Manager für geprägte Produkte, Neil Vance, verweist auf die üblichen saisonalen Effekte. Dezember sei traditionell eine ruhigere Phase, da viele Kunden ihren Fokus auf Feiertage und Reisezeit legen. Gleichzeitig sieht Vance eine robuste Nachfrage nach 1-Unzen-Silber-Känguru-Münzen und 1-Unzen-Silberbarren – inklusive Känguru- und Lunar-Designs – was die starke Investorennachfrage nach standardisierten Produkten unterstreiche.

Gold- und Silber-Absatz der australischen Prägeanstalt Perth Mint von Dezember 2022 bis Dezember 2025.
Gold- und Silber-Absatz der australischen Prägeanstalt Perth Mint von Dezember 2022 bis Dezember 2025.

Silberabsatz erneut rückläufig

Auch bei Silber setzte sich die Schwäche fort. Die Perth Mint lieferte 597.873 Unzen aus – 31 Prozent weniger als im November und 43 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Absatz von 7.285.537 Unzen, rund 26 Prozent unter dem Niveau von 2024.

Silberumsatz gestützt durch Preisentwicklung

Bewertet zum durchschnittlichen Dezemberpreis von 65,16 US-Dollar ergibt sich ein Umsatz von 38,96 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 12 Prozent gegenüber November, aber einem Plus von 27 Prozent gegenüber Dezember 2024. Die Differenz erklärt sich durch den stark gestiegenen Silberpreis, der im Jahresvergleich um 125 Prozent höher lag.

Schwächephase hält an

Nach einer kurzen Erholung im Oktober (siehe Grafik oben) bestätigt der Dezember die seit Ende 2023 anhaltende Abschwächung im Absatzbereich. Trotz punktueller Nachfrageimpulse bei beliebten Silberprodukten bleibt die Gesamtentwicklung gedämpft.

Mehr dazu: Nachfrage, Förderung, Analysen – Goldmarkt international

Goldpreis aktuell: Leichte Abgaben bei 4.610 USD – Volatilität am Freitag

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Gold startet am Freitag leicht schwächer bei 4.610 USD. Silber fällt deutlicher. US-Daten und neue Fed-Signale bestimmen den Tagesausblick.

Goldpreis heute – Erneut leichte Abgaben

Der Goldpreis startete am Freitag leicht schwächer in den Handel. Um 8:15 Uhr lag die Feinunze bei 4.610 USD bzw. 3.970 EUR – ein Minus von 0,1 Prozent. Silber zeigte mehr Dynamik und fiel auf 90,80 USD bzw. 78,15 EUR. Außerdem sorgt der starke Anstieg der letzten Tage weiter für erhöhte Volatilität und technische Gegenbewegungen.

Leichte Abgaben treffen auf hohe Erwartung an US-Daten und Fed-Signale und könnten den nächsten Impuls für Gold und Silber bestimmen.

Update, 17.01.26, 10:15 Uhr: Verluste eingegrenzt, boomender Handel
Silber- und Goldpreis gingen nach einem volatilen Handelstag schwächer ins Wochenende. Der Goldpreis sank um rund 0,4 Prozent auf 4.595 USD / 3.962 EUR. Silber grenzte seine Tagesverluste auf minus 2,5 Prozent ein und schloss bei 90,07 USD / 77,68 EUR. Nach Bekanntgabe positiver US-Industriedaten war stärkerer Druck aufgekommen. Aber am Abend fanden sich wieder verstärkt Käufer. Wochenbilanz: Gold: +1,9 Prozent, Silber: +13 (!) Prozent. Boomende Geschäfte und Warenknappheit im deutschen Edelmetall-Handel begleiteten die Kursanstiege.

Vortag – Volatiler Handel, Verluste eingegrenzt

Am Vortag schloss Gold nach einem bewegten Handel 0,2 Prozent tiefer bei 4.616 USD. Dabei zeigte sich auf Eurobasis dank Dollarabwertung ein kleines Plus von 0,1 Prozent. Silber (-1 %) blieb ebenfalls volatil, verringerte aber seine Verluste bis Handelsschluss. Robuste US-Daten und technische Faktoren sorgten zuvor für Druck.

Ausblick

Heute richtet sich der Blick auf neue Zahlen zur US-Industrieproduktion im Dezember. Außerdem treten Fed-Mitglieder Bowman und Jefferson auf. Dabei könnte sich zeigen, ob Hinweise auf ein stärkeres US-Wachstum Bestand haben.

Zusätzlich warten Händler auf die Nominierung des Powell-Nachfolgers im Fed-Vorsitz sowie auf das Urteil des Supreme Courts zu den reziproken Zöllen, die erhebliche Auswirkungen auf Dollar, Renditen und damit den Goldpreis haben könnten.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Robuste US-Wirtschaft dämpft Zinshoffnungen, Gold und Silber schwächer

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Robuste US-Witschaft dämpft Zinssenkungshoffnungen. Goldpreis und Silber bauen nach Veröffentlichung der Arbeitsmarkt- und Industrieindikatoren ihre Verluste aus.

Die US-Wirtschaft liefert ein gemischtes, aber insgesamt robusteres Bild. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen überraschend um 9.000 auf 198.000 – der zweittiefste Wert seit zwei Jahren und deutlich unter den Erwartungen. Auch die fortgesetzten Anträge sanken leicht auf 1,884 Mio. Bundesbedienstete meldeten dagegen etwas mehr Anträge, was weiter auf mögliche Shutdown-Effekte hindeutet.

Robuste US-Daten nehmen kurzfristig Druck von der Fed – und könnten einen Abwärtsimpuls bei Goldpreis und Silber stärken.

Gleichzeitig hellten sich die Industrieindikatoren auf: Der Philadelphia-Fed-Index sprang kräftig auf 12,6, getragen von höheren Aufträgen und stärkeren Auslieferungen. Auch der Empire-State-Index drehte mit 7,7 deutlich in den positiven Bereich. Die Preisindikatoren blieben erhöht, während Beschäftigung und Arbeitsstunden leicht rückläufig waren.

Goldreporter-Kommentar: Silber- und Goldpreis weiteten ihre Tagesverluste aus nach Veröffentlichung der Daten zur US-Wirtschaft. Denn robuste Arbeitsmarktsignale dämpfen die Zinssenkungshoffnungen und die Edelmetall-Kurse sind kurzfristig heißgelaufen. Die starke Rohstoff-Hausse dürfte sich mittelfristig auch treibend auf die Inflation auswirken.
 

Goldpreis und Silberpreis auf Rekordfahrt – ETF-Zuflüsse verstärken Rally

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Der Goldpreis und der Silberpreis setzen ihre Rekordrally fort. Zugleich steigen die ETF-Zuflüsse in GLD und SLV deutlich an.

Rekordrally bei Gold und Silber mit steigenden ETF-Zuflüssen in GLD und SLV
Gold und Silber auf neuen Rekordständen – GLD und SLV melden deutliche Bestandszuwächse.

Goldpreis und Silberpreis: Rekordrally setzt sich fort

Der Goldpreis erreichte am Mittwoch ein neues Rekordhoch. Mit 4.626 USD (3.972 EUR) pro Unze verteuerte sich das Edelmetall gegenüber der Vorwoche um 3,7 Prozent (+4 Prozent in EUR). Auch Silber markierte mit 93,38 USD (80,10 EUR) frische Bestmarken und stieg innerhalb einer Woche um weitere 19 Prozent.

ETF-Zuflüsse in GLD und SLV verstärken das ohnehin starke Momentum und untermauern die Rekordrally bei Goldpreis und Silberpreis.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

Mehr Kapital fließt in den GLD

Der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete in der Woche vom 8. bis 14. Januar deutliche Mittelzuflüsse. Nach einem moderaten Abfluss von rund 88 Mio. USD am 9. Januar drehte die Bewegung rasch ins Positive. Besonders der 12. und 13. Januar brachten kräftige Zuflüsse von 215 Mio. USD bzw. 119 Mio. USD.

Insgesamt ergibt sich damit ein Nettozufluss von +245 Mio. USD. Parallel dazu stiegen die physischen Goldbestände um 7,10 Tonnen auf 1.074,23 Tonnen. Die Entwicklung deutet klar auf eine wieder anziehende Nachfrage institutioneller Anleger hin.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

GLD Kapitalflüsse 8.–14. Januar 2026: deutliche Zuflüsse nach schwachem Wochenstart
Kapitalbewegungen im größten Gold-ETF GLD: Nach Abflüssen zum Wochenauftakt dominierten ab 12. Januar deutliche Zuflüsse.




Größter Silberfonds: Kapital- und Bestandszuflüsse

Eine ähnliche Entwicklung zeigte der iShares Silver Trust (SLV). Auch hier führte die ausgeprägte Silbermarkt-Euphorie zu Kapital- und Bestandszuflüssen.

Das Inventar wuchs um 142,39 Tonnen auf 16.242,22 Tonnen. Gleichzeitig kam es zu Nettoabflüssen in Höhe von 545 Mio. USD. Für jeden neu ausgegebenen SLV-Anteil muss der Betreiber eine Unze Silber physisch hinterlegen – entsprechend verschieben sich Kapitalflüsse und Bestandsveränderungen nicht immer synchron.

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 14 Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 14 Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Die jüngsten Handelsdaten unterstreichen weiterhin eine strukturelle Nachfrageverschiebung zugunsten der Edelmetalle.

Bedeutung für Silber- und Goldpreis

Edelmetall-ETFs gelten als gut sichtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse weisen meist auf Vertrauen in den bestehenden Trend hin, während Abflüsse häufig taktische Umschichtungen oder kurzfristigen Liquiditätsbedarf widerspiegeln.

Für die unmittelbare Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt ausschlaggebend. ETF-Veränderungen wirken typischerweise zeitverzögert und zeigen vor allem die mittelfristigen Positionierungen größerer Anlegergruppen.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Gold fällt auf 4.608 USD, Silber schwächer – COMEX-Regeln und Markttechnik bremsen

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Goldpreis fällt am Donnerstag leicht auf 4.608 USD. COMEX-Marginregeln, starke US-Daten und überkauftes Sentiment bremsen den Markt nach dem Rekordtag.

Goldpreis heute – Schwächer nach Rekordtag

Gold und Silber starten schwächer in den Donnerstag. Um 8:15 Uhr liegt der Goldpreis bei 4.608 USD bzw. 3.961 EUR – ein Minus von 0,4 Prozent. Silber fällt um 3,6 Prozent auf 89,78 USD bzw. 77,17 EUR. Die am Mittwoch veränderten COMEX-Margin-Regeln erzeugen kurzfristigen Druck. Zudem schwächen starke US-Einzelhandelsdaten die Erwartungen früher Zinssenkungen. Technisch sind Gold und Silber kurzfristig überkauft.

Im Zuge neuer Hürden gerät das Momentum bei Gold und Silber kurzfristig aus dem Tritt – im Fokus stehen jetzt die US-Daten.

Vortag

Gold kletterte am Mittwoch auf 4.626 USD (3.972 EUR) und damit auf ein neues Hoch. Silber sprang um 7,3 Prozent auf 93,28 USD (80,10 EUR). Trotz heißerer US-Produzentenpreise bleibt der erste Zinsschritt frühestens im Juni wahrscheinlich. Dabei dominierten zuletzt strukturelle Trends und der starke asiatische Einfluss das Marktgeschehen.

Ausblick

Was kann den Goldpreis heute bewegen? Am Donnerstag stehen US-Export- und Importpreise an. Dazu kommen wöchentliche Jobdaten, der Empire State Index und der Philly Fed Index. Fed-Stimmen wie Bostic, Barr und Barkin äußern sich erneut – im Fokus stehen Reaktionen auf den zunehmenden politischen Druck von Trump auf die Federal Reserve.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Silberprodukte ausgesetzt – US Mint reagiert auf Silberpreis-Explosion

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Die US Mint stoppt einzelne Silberprodukte, weil der rasch steigende Silberpreis immer wieder eine sofortige Neukalkulation erzwinge.

Die United States Mint pausiert einzelne Silberprodukte, weil die rasant steigenden Silberpreise eine sofortige Neubewertung der Kalkulation erforderlich machen. Laut Mitteilung, die ein Händler auf X veröffentlicht hat, könnten numismatische Silberausgaben vorübergehend aus dem Verkauf genommen werden, bis neue Preise feststehen. Die staatliche Prägestätte betont, man arbeite zügig an Anpassungen, da die Marktvolatilität die bisherigen Kalkulationsmodelle überholt habe. Kunden sollen zudem ihre Abo-Zahlungsdaten prüfen, da laufende Subscriptions ebenfalls betroffen sein können. Das Vorgehen verdeutlicht den zunehmenden Druck, den die aktuellen Silberpreisbewegungen auf den physischen Markt ausüben.

Goldreporter-Kommentar: Die Preispause der U.S. Mint zeigt, wie stark der Silbermarkt unter Druck steht. Besonders die physische Nachfrage und hohe Aufgelder in Asien verstärken den Engpass – ein Risiko, das auch staatliche Prägestellen spüren.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Gold- und Silber-Rally in Gefahr? COMEX stellt Margin-System um

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Die CME Group passt ihre Margin-Methodik für Gold, Silber, Platin und Palladium an. Können die neuen prozentualen Vorgaben die Rally vorübergehend bremsen?

Gold- und Silberbarren vor US-Flagge mit steigendem Kursverlauf
Gold- und Silberbarren vor US-Flagge mit steigendem Chartsignal: Die Edelmetalle steigen weiter, während in den USA Margins, Marktvolatilität und politische Risiken zunehmen.

CME Group stellt Margin-Logik um

Die Edelmetall-Preise kennen derzeit nur eine Richtung, immer weiter bergauf. In dieser Rally kommt der Betreiber der US-Warenterminbörse COMEX offensichtlich nicht mehr nach mit den Margin-Erhöhungen. Die erforderlichen Sicherheitsleistungen im Futures-Handel wurden zuletzt mehrfach angehoben. Goldpreis und Silberpreis ließen sich davon aber kaum beirren. 

Die neuen prozentualen Margins könnten kurzfristig Druck auf Gold und Silber erzeugen – doch die eigentliche Preisführung verlagert sich zunehmend nach Asien.

Nun die historische Änderung: Die Margins für Gold-, Silber-, Platin- und Palladium-Kontrakte werden künftig nicht mehr als festen Dollarbetrag festgelegt, sondern prozentual zum Kontraktwert. Die Regelung gilt ab dem Handelsstart am heutigen Mittwoch.

Neue Margin-Anforderungen (prozentual)

  Initial Margin Maintenance Margin  
Gold 5,5 % 5 %  
Silber 9,9 % 9 %  
Platin 9,9 % 9 %  
Palladium 12,1 % 11 %  

Bremse für Silber- und Goldpreis?

Analysten, wie der von Bloomberg zitierte Analyst Christopher Wong (OCBC), argumentieren, die CME müsse auf diese Weise weniger oft nachjustieren. Offiziell soll die Umstellung das Risikomanagement verbessern und mehr Stabilität bringen – auch wenn sie bei extremer Volatilität weiter erhöht wird.

Dabei könnten die neuen Vorgaben den Markt belasten, weil starke Schwankungen automatisch höhere Anforderungen auslösen. 

Goldreporter-Kommentar: Es ist fraglich, ob die neuen Margin-Regeln der COMEX die Preise dauerhaft dämpfen können. Zwar ist das offiziell nicht das Ziel, doch der enorme Preisanstieg stellt die Terminbörse vor strukturelle Probleme – besonders, weil immer mehr Händler auf physische Lieferung bestehen. Damit steigt der Druck im System, denn hohe Notierungen treffen auf knappe Verfügbarkeit. Außerdem entsteht der entscheidende Preisschub längst nicht mehr in New York oder London. Vor allem Silber wird derzeit in Asien getrieben, wo Prämien, Nachfrage und Marktimpulse weitgehend unabhängig vom westlichen Einfluss verlaufen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

US-Wirtschaftsdaten: Inflation und Einzelhandel ziehen an

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US-Wirtschaftsdaten am Mittwoch: Erzeugerpreise steigen stärker, Einzelhandel legt im November stark zu. Goldpreis stabil, Silber stark.

Die am Mittwoch veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten fielen stärker aus als erwartet. Die Erzeugerpreise stiegen im November um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während der PPI im Monatsvergleich 0,2 Prozent zulegte. Auch die Kernrate erreichte mit 3 Prozent ein Viermonatshoch. Parallel meldete der Einzelhandel ein kräftiges Plus von 0,6 Prozent. Besonders Autokäufe und ein starkes Weihnachtsgeschäft stützten den Anstieg. Ohne Autos lagen die Umsätze 0,5 Prozent höher, zehn von 13 Kategorien verzeichneten Zuwächse.

Goldreporter-Kommentar Stärkere US-Wirtschaftsdaten und steigende Inflation könnten die Zinserwartungen in den USA wieder verschieben. Für den Goldpreis bleibt das aktuelle Momentum entscheidend und mittelfristig, ob die Märkte eine straffere Fed einpreisen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis stark im Aufwind – Warum der Trend stabil bleibt

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Der Goldpreis zieht weiter an. Trotz hoher RSI-Werte und gedehnter Indikatoren bleibt der Trend stabil. Charttechnik zeigt eng gestaffelte Supports.

Goldpreis in USD – charttechnische Betrachtung per 13. Januar 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 6. Januar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Goldpreis auf Rekordniveau – technische Einordnung

Der Goldpreis schloss am Dienstag mit 4.586 USD pro Unze und lag damit nur 0,3 Prozent unter dem Rekordhoch vom 12. Januar. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich weiterhin ein Plus von 2 Prozent, seit Jahresbeginn sogar ein Zuwachs von 5 Prozent.

Trotz überhitzter Technik bleibt die Gold-Rally intakt, weil eng gestaffelte Supports schnelle Korrekturen abfedern.

Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Aufwärtstrend im steigendem Keil

Der starke Anstieg im Herbst 2025 ging nach einem vierwöchigen Rücksetzer in einen flacheren Trend über. Dabei zeigt der Chart inzwischen eine Keilformation, die den jüngsten Schwung etwas dämpft. Allerdings hatte der Goldpreis bereits früher eine vermeintlich bärische Keilstruktur ignoriert, sodass das Momentum insgesamt robust blieb.

Unterstützungen und Widerstände

Kurzfristige Unterstützungen finden sich bei 4.530, 4.450 und 4.350 USD. Der zentrale Widerstand liegt beim jüngsten Rekordhoch von 4.597 USD.

Marktstimmung und Indikatoren

Der RSI von 68 zeigt ein weiterhin angespanntes Sentiment knapp unterhalb der überkauften Zone. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie sehr hohe 25 Prozent, während die 50-Tage-Linie rund 8 Prozent entfernt liegt – ein typischer Bereich für mögliche Konsolidierungen.

Euro-Goldpreis weiterhin stark

Auch im Euro-Goldchart zeigt sich die Abkopplung von klassischen charttechnischen Mustern. Der Kurs ist aus einem mutmaßlich bärischen Keil nach oben ausgebrochen und beendete den Handel mit 3.939 EUR pro Unze – nur wenige Cent unter dem Rekordhoch. Der schwächere Euro verstärkt die Dynamik zusätzlich, was sich im RSI von 70 widerspiegelt und auf eine kurzfristige Überhitzung hinweist.

Die zentralen Unterstützungen liegen bei 3.850, 3.800 und beim Schlüsselsupport bei 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke könnte schnelle Folgeverkäufe auslösen.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 13. Januar 2025. Starkes Momentum, technisch überdehnt
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 13. Januar 2026.

Die zentralen Unterstützungen liegen bei 3.850, 3.800 und beim Schlüsselsupport bei 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke könnte schnelle Folgeverkäufe auslösen.

Ausblick: Rally mit Atempausen

Die Rally zeigt sich technisch gedehnt, doch die Aufwärtsbewegung seit Ende 2025 verläuft trotz starker Impulse relativ geordnet. Wiederholte kleinere Rücksetzer entschärfen Übertreibungen frühzeitig. Deshalb bleiben größere Korrekturen weniger wahrscheinlich, solange die eng gestaffelten Unterstützungen halten. Unter diesen Bedingungen kann sich der Aufwärtstrend noch eine Zeit lang fortsetzen.

Weitere Analysen finden sich unter Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Goldpreis über 4.600 USD, Silber über 90 USD – Spannungen treiben Edelmetalle

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Goldpreis über 4.600 USD und Silber bei 90 USD: Rekorde zum Wochenmitte. Spannungen und bevorstehende US-Daten treiben die Edelmetalle.

Goldpreis heute – Spannungen beflügeln Edelmetalle

Der Goldpreis startet am Mittwoch mit einem deutlichen Plus. Um 8:15 Uhr notiert die Feinunze bei 4.633 USD bzw. 3.976 EUR – rund 1 Prozent höher und auf neuem Rekordniveau. Silber zeigt noch mehr Dynamik und steigt auf 90,13 USD bzw. 77,35 EUR. Der Markt bleibt von geopolitischen Spannungen geprägt, während die US-Regierung weiter Druck auf die Fed ausübt und international gegenüber Iran und Grönland härter auftritt.

Gold über 4.600 USD und Silber bei 90 USD – doch Spannungen halten den Markt jederzeit in Bewegung.

Update, 14. Januar 2026, 18:00 Uhr: Edelmetalle volatil nach US-Daten und neuer Margin-Regel
Gold gab am Nachmittag einen Teil seiner frühen Gewinne ab und notierte am frühen Abend noch 0,6 Prozent höher bei 4.615 USD bzw. 3.957 EUR. Silber blieb deutlich fester und lag 4,8 Prozent im Plus bei 91 USD bzw. 78 EUR je Unze. Die frischen US-Daten dämpften die Erwartungen an schnellere Zinssenkungen. Zudem gelten ab heute neue Margin-Regeln im US-Futures-Handel, die die Dynamik der jüngsten Rally bremsen könnten.

Vortag – Volatil, Silber mit neuem Rekord

Der Goldpreis vollzog am Dienstag erneut eine Berg-und-Tal-Fahrt. Mit leichten Verlusten in den Tag gestartet, zog der Kurs nach Bekanntgabe der US-Inflationsdaten um bis zu 1 Prozent an, um dann bis zu Abend seine Gewinne wieder vollständig abzugeben. Der Silberpreis erreichte mit einem Kursanstieg von 2 Prozent immerhin neue Rekordstände von 86,93 USD bzw. 74,67 EUR pro Unze.

Ausblick – Wichtige US-Daten erwartet

Heute erscheinen in den USA die Erzeugerpreise für Oktober und November sowie die Einzelhandelsumsätze beider Monate. Außerdem werden erneut Stellungnahmen von verschiedenen Fed-Mitgliedern erwartet (Paulson, Miran, Bostic, Williams), und die US-Notenbank veröffentlicht ihr Beige Book.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldmarkt: So konträr sind die Banken jetzt positioniert

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Der Goldpreis befindet sich auf einer Rekordrally. Dabei haben die Banken an der COMEX ihre Short-Positionen Anfang Januar deutlich ausgebaut. 

Goldpreis im Aufwärtstrend, Banken erhöhen Short-Positionen im Futures-Markt
Banken haben ihre Short-Positionen im US-Gold-Futures-Handel Anfang Januar deutlich ausgebaut.

Goldpreis weiter stark

Der Goldpreis stieg im vergangenen Jahr um 67 Prozent. Im Januar hat sich Gold bereits um weitere 7 Prozent verteuert. Dabei scheint die Silber-Rally alle Edelmetalle mit nach oben zu reißen. Wie ungewöhnlich diese Hausse ist, zeigt auch die Neupositionierung der US-Banken. So sind diese im Handel mit Silber-Futures im Dezember erstmals auf die Käuferseite gewechselt und haben diese Position im Januar weiter ausgebaut.

Die Goldrally läuft – dabei setzen die Banken parallel stärker auf fallende Kurse.

Mehr zu: Silberpreis explodiert – US-Banken drehen Position: Das gab es noch nie

Banken erhöhen Short-Positionen auf Gold

Im Gegensatz dazu haben die im US-Gold-Futures-Handel engagierten Banken ihre Netto-Short-Position Anfang Januar aufgestockt. Denn laut dem aktuellen Bank Participation Reports der US-Börsenaufsicht CFTC waren das die Netto-Positionen per 6. Januar 2026 (Veränderung gegenüber Vormonat):

  • 5 US-Banken: 89.148 Kontrakte netto-short (+18 %)
  • 24 Nicht-US-Banken: 128.430 Kontrakte netto-short (+1,4 %)
  • Alle 29 Banken: 217.578 Kontrakte netto-short (+7,7 %), was rund 676 Tonnen entspricht an Vorwärtsverkäufen entspricht.   




Währenddessen hat sich die Banken-Konzentration auf der Short-Seite nur leicht verringert. Denn die Vorwärtsverkäufe aller Banken hatten Anfang Januar einen rechnerischen Anteil am gesamten Open Interest von 53 Prozent (Vormonat: 55 Prozent).

Bank Participation Report - Bankenbeteiligung von US-Banken und Nicht-US-Banken im US-Gold-Futures-Handel und die Goldpreis-Entwicklung (Stand: Januar 2026)
Gewohntes Marktverhalten: Die Netto-Short-Position der Banken ist mit dem Goldpreis gestiegen.

Bankenpositionen, Goldmarkt und Goldpreis

Zwar lassen sich aus den Veränderungen der Bankenpositionen keine unmittelbaren Schlüsse auf Ursachen und Wirkungen für den Goldpreis ableiten. Banken agieren als Market Maker, handeln Gold aber auch auf eigene Rechnung.

Marktkonzentration bleibt: Der Anteil der von Banken gehaltenen Short-Positionen am Open Interest im amerikanischen Gold-Futures-Handel.
Marktkonzentration: Der Anteil der von Banken gehaltenen Short-Positionen am Open Interest im US-Gold-Futures-Handel lag Anfang Januar bei hohen 53 Prozent.

In der Vergangenheit bauten die Banken bei steigendem Goldpreis regelmäßig parallel zu den Long-Positionen der Spekulanten ihre Netto-Short-Position auf, während sie bei fallenden Kursen Terminverkäufe glattstellten.

Aktuelle Einordnung

Mit ihrer gestiegenen Netto-Short-Position stellt der Bankensektor weiter die Kontrahenten für die long-positionierten Gold-Spekulanten. Das ist im Zuge des stark gestiegenen Goldpreises eine typische Entwicklung. Das heißt, auf dem Goldmarkt sehen wir noch keine grundlegenden Strukturveränderungen wie bei Silber. Je weiter die Goldrally fortschreitet, desto größer wird das Interesse dieser Banken an einer Goldpreis-Korrektur. 

Mehr zum Thema: Bank Partications Reports – Hintergründe und Übersicht 

US-Inflation bleibt stabil – Kernrate fällt auf 2,6 Prozent

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Die US-Inflation bleibt im Dezember bei 2,7 Prozent stabil. Kernrate fällt auf 2,6 Prozent. Die Daten können neue Goldpreis-Impulse liefern.

Die US-Inflation blieb im Dezember 2025 stabil bei 2,7 Prozent und entsprach damit den Erwartungen. Der Energieindex stieg um 2,3 Prozent, Lebensmittel um 3,1 Prozent. Die Kerninflation verharrte bei 2,6 Prozent und lag leicht unter den Prognosen von 2,7 Prozent – der niedrigste Wert seit 2021. Monatlich legte der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent zu, getrieben vor allem von höheren Wohnkosten (+0,4 Prozent). Für den Goldpreis sind die stabilen, aber nachlassenden Preistrends relevant, da sie der Fed geldpolitischen Spielraum lassen. Quelle: U.S. Bureau of Labor Statistics

Goldreporter-Kommentar: Stabile Inflation und fallende Kernrate könnte in Washington den politischen Druck in Richtung einer anhaltend lockeren US-Geldpolitik erhöhen. Der kontinuierlich abwertende US-Dollar ist wesentlicher Zündstoff für den Goldpreis.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold und Silber erreichen neue Rekorde – strukturelle Kräfte treiben Rally

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Goldpreis und Silberpreis steigen weiter. Trotz höherer US-Renditen verliert der Zinsdruck an Wirkung, strukturelle Kräfte bestimmen den Trend.

Goldbarren und Silbermünzen im Handelsraum – Symbol für steigende Gold- und Silberpreise
Knappheitssignale bei Silber und strukturelle Umschichtungen stützen aktuell sowohl den Gold- als auch den Silberpreis.

Goldpreis und Silberpreis mit neuen Rekorden – Markt treibt strukturelle Umschichtung

Gold und Silber haben am Montag neue Allzeithochs markiert. Am Dienstagvormittag um 11 Uhr hielten sich die Kurse weitgehend stabil – bei 4.587 USD / 3.930 EUR für Gold und 85,58 USD / 73,30 EUR pro Feinunze Silber. Gegenüber der Vorwoche gewann Gold rund 3 Prozent, während Silber um 10 Prozent anzog.

Silber liefert das Momentum, Gold folgt – der Zinseffekt verliert vorerst an Bedeutung.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Marktbedingungen: Strukturelle Faktoren dominieren

Auch die Aktienmärkte zeigten zuletzt eine freundliche Tendenz. Dabei stützen dort vor allem verbesserte Wachstumsannahmen die Kurse. Bei Edelmetallen sind dagegen strukturelle Verschiebungen die Haupttreiber. Besonders bemerkenswert: US-Banken sind bei Silber erstmals netto-long positioniert.

Außerdem verstärkt der außergewöhnlich dynamische Silber-Ausbruch den Aufwärtsimpuls im gesamten Edelmetallkomplex. Dabei mischen sich Knappheitsängste, geopolitische Risiken und die zunehmende politische Einflussnahme auf die US-Geldpolitik – Faktoren, die Anleger traditionell zu Gold treiben. Zudem bleibt die hohe staatliche Verschuldung ein dauerhafter Belastungs- und Absicherungsgrund.

Zinsen: Wirkung abgeschwächt

Zins- und Inflationsdaten spielten zuletzt eine geringere Rolle. Denn die Märkte wurden auf einen flacheren Zinspfad vorbereitet, und die bisherigen Inflationsraten boten wenig Überraschung. Allerdings könnten die anstehenden US-Inflationswerte für Dezember kurzfristig neue Impulse setzen.

Die Renditen in den USA und Europa entwickelten sich zuletzt auseinander. So stieg die Verzinsung der 10-jährigen US-Treasuries von 4,18 Prozent auf 4,20 Prozent. Werte jenseits von 4,5 Prozent gelten als Belastung für vor allem kapitalintensive Technologiewerte.

Dagegen fielen die Renditen in der Eurozone leicht. Deutsche 10-Jahres-Anleihen rentierten zuletzt mit 2,83 Prozent nach zuvor 2,88 Prozent. Frankreich bleibt mit 3,53 Prozent weiterhin stärker gefordert.

<a href="https://tradingeconomics.com/bonds" target="_blank" rel="noopener">Anleiherenditen</a> in den USA und Europa – Übersicht am 13. Januar 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 13. Januar 2025

Zinslogik am Goldmarkt: Muster nur teilweise wirksam

Traditionell belasten steigende Zinsen den Goldpreis, während sinkende Renditen stützen. Doch in der aktuellen Marktphase greift diese Logik nur eingeschränkt. Statt klarer Kapitalabflüsse aus Edelmetallen sind Umschichtungen innerhalb der Anlageklassen zu beobachten.

Zudem hat der Anleihezins einen Teil seiner Signalwirkung verloren. Denn die Renditen werden zunehmend von Emissionsvolumen, staatlichem Finanzbedarf und Nachfrageimpulsen bestimmt – weniger von klassischen Wachstums- oder Inflationsindikatoren. Dadurch tritt der kurzfristige Zinseffekt auf den Goldpreis in den Hintergrund.

Einordnung: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Goldpreis startet am Dienstag leichter – Fokus auf US-Inflation

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Der Goldpreis fällt am Dienstag leicht auf 4.680 USD. Märkte warten auf US-Inflationsdaten und ADP-Zahlen, Edelmetalle seit Jahresbeginn deutlich im Plus.

Goldpreis heute – Schwächer nach Montagsrekorden

Der Goldpreis startet am Dienstag mit leichten Verlusten. Um 8:15 Uhr lag der Spotkurs bei 4.680 USD bzw. 3.929 EUR, ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Trotz der kurzen Verschnaufpause steht seit Jahresbeginn bereits ein Plus von 7 Prozent.

Trotz Rücksetzer bleibt der Goldpreis über 4.600 USD und reagiert sensibel auf neue US-Inflationsdaten.

Auch Silber korrigiert leicht. Der Preis gab um 0,4 Prozent nach auf 84,70 USD bzw. 72,63 EUR, bleibt aber mit einem Anstieg von 13 Prozent im Januar klar in der Gewinnzone. Für Unruhe sorgt weiterhin der politische Angriff auf die Unabhängigkeit der Fed, der die Märkte seit Wochen prägt.

Update, 13.01.2025, 16:30 Uhr: Edelmetalle steigen nach US-Inflationsdaten
Goldpreis und Silberpreis legen nach Bekanntgabe aktueller US-Inflationsdaten deutlich zu. Gold steigt über 4.600 USD / 3.950 EUR (+0,3 %). Silber verteuert sich um 3 Prozent auf 87,64 USD / 75,20 EU und steuert damit einen neuen Rekord an.

Vortag – Neue Rekorde bei Gold und Silber

Gold und Silber haben zum Wochenauftakt erneut historische Höchststände erreicht. Gold stieg am europäischen Spotmarkt um 1,9 Prozent auf 4.597 USD bzw. 3.940 EUR (+1,7 Prozent). Silber setzte seine stärkere Dynamik fort und verteuerte sich um 6,5 Prozent auf 85,17 USD bzw. 73,00 EUR (+6,3 Prozent). Getrieben wurde die Bewegung von der politischen Einflussnahme der US-Regierung auf die Fed und anhaltenden geopolitischen Risiken, darunter die Massenproteste im Iran. Generell wirkte das Momentum aus den veränderten Handelsmechanismen am Silbermarkt weiter unterstützend.

Ausblick – US-Inflation im Fokus

Spannend bleibt, wie die Märkte mit der wiederholten technischen Überhitzung bei den Edelmetallen umgehen. Rücksetzer führten zuletzt rasch zu neuem Kaufinteresse. Im Tagesverlauf stehen konjunkturelle Impulse im Mittelpunkt: neue US-Inflationsdaten, der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie mehrere Reden von Fed-Vertretern (Williams, Musalem, Barkin).

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten