Dienstag,20.Januar 2026
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Goldpreis volatil zum Jahresauftakt – Futures-Markt unter Druck

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Der Goldpreis startet volatil ins neue Jahr. Gewinnmitnahmen, Margin-Erhöhungen und Fragen um physische Deckung prägen den Futures-Markt.

Goldpreis volatil zum Jahresauftakt – Goldbarren vor US-Flagge
Goldbarren vor US-Flagge: Der Goldpreis startet mit starken Schwankungen ins neue Jahr.

Goldpreis volatil ins neue Jahr

Der Goldpreis erlebte zum Jahresauftakt eine verkürzte, aber ausgesprochen volatile Handelswoche. Auf kräftige Tagesgewinne folgten ebenso deutliche Rücksetzer. Auch am Freitag prägten starke Schwankungen den Handel. Am Ende schloss Gold mit einem leichten Wochenplus. Mit 4.317 US-Dollar (Januar-Kontrakt) lag der Preis jedoch weiterhin 4,7 Prozent unter dem Rekordhoch vom Freitag der Vorwoche.

Hohe Volatilität, sinkender Open Interest und steigende COMEX-Bestände prägen den Goldmarkt zum Jahresstart.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten weiter verzögert

Die Veröffentlichung der CoT-Daten durch die Commodity Futures Trading Commission verzögert sich weiterhin. Feiertagsbedingt hat sich der Berichtszyklus erneut verschoben. Der jüngste verfügbare Datenstand stammt nach wie vor vom 16. Dezember 2025. Für die laufende Markteinschätzung werden deshalb die zeitnahen Daten der CME Group herangezogen.

Open Interest rückläufig

Der Open Interest im Gold-Futures-Handel belief sich am Freitag auf 482.810 Kontrakte. Gegenüber der Vorwoche entspricht dies einem Rückgang um 2,8 Prozent. Die abnehmende Zahl offener Positionen spricht für Gewinnmitnahmen. Diese stehen vermutlich auch im Zusammenhang mit den zwei Margin-Erhöhungen in der vergangenen Woche. Marktteilnehmer reduzierten ihre Engagements und zogen Kapital ab.

Gleichzeitig nahm der Open Interest bei Optionen um 3 Prozent auf 726.875 zu. Die Put/Call-Ratio stieg auf 0,675. Damit wurden relativ mehr Absicherungen aufgebaut, auch wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer weiterhin auf steigende Kurse setzt. Auf 100 Put-Optionen kamen zuletzt 148 Call-Optionen.

COMEX-Bestände und physische Deckung

Die Goldbestände in den COMEX-Lagern stiegen weiter an. Bis zum 31. Dezember 2025 erhöhten sie sich um 210.000 Unzen auf insgesamt 36,40 Millionen Unzen. Rund 53 Prozent dieser Bestände entfallen auf die Kategorie „registered“ und sind damit unmittelbar lieferbar.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 75 Prozent, nach 73 Prozent in der Vorwoche. Historisch betrachtet handelt es sich um ein hohes Niveau. In den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 Prozent und über 80 Prozent.




Auslieferungsanträge 

Der Dezember-Kontrakt endete mit 37.098 Anträgen auf physische Goldauslieferung. Das entspricht rund 115 Tonnen. Für den laufenden Januar liegen bereits 4.249 sogenannte Delivery Notes vor, was etwa 13 Tonnen entspricht. Der historische Rekord stammt aus einem Januar mit insgesamt 238 Tonnen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Starke Schwankungen bei Gold-Futures

Der meistgehandelte Februar-Kontrakt wurde in der vergangenen Woche unter erheblichen Kursschwankungen gehandelt. Besonders prägend war der Kurseinbruch am Montag von mehr als 4 Prozent. Auch am Mittwoch kam es erneut zu deutlichen Verlusten. In beiden Fällen waren Margin-Erhöhungen der CME Group vorausgegangen.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 29.12.25 bis 02.01.26
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 29.12.25 bis 02.01.26

Ausblick: Größere Bewegung möglich?

Die ausgeprägte Volatilität verdeutlicht den aktuellen Machtkampf zwischen Bullen und Bären um die kurzfristige Richtung am Goldmarkt. Kursattacken und Erholungsphasen wechselten sich zuletzt rasch ab. In der Vergangenheit gingen solchen Phasen häufig stärkere Kursbewegungen voraus. Gleichzeitig hat sich das technische Bild eingetrübt. Zusätzlich bleibt abzuwarten, welchen Einfluss geopolitische Risiken auf den Markt haben könnten, nachdem die USA Venezuela militärisch attackierten und sogar Staatschef Madura gefangennahmen.

Mehr zu den fundamentalen Aspekten: Goldpreis langfristig: Welche Muster sich seit den 1970ern wiederholen

Goldpreis und Silberpreis volatil – Knappe Ware sorgt für steigendes Aufgeld

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Der Goldpreis und der Silberpreis bleiben nahe ihrer Rekordstände. Hohe Volatilität, knappe Ware und steigende Aufgelder prägen den Edelmetall-Handel.

Goldpreis und Silberpreis volatil: Münzen und Bargeld stehen für knappe Ware und steigende Aufgelder im Edelmetall-Handel
Gold- und Silbermünzen im Handel: Hohe Volatilität und knappe Ware treiben Aufgelder und Spreads.

Goldpreis und Silberpreis: hoch aber volatil

Silber- und Goldpreis zeigten in den vergangenen Handelstagen hohe Volatilität. Dabei blieben die Edelmetalle in der Nähe ihrer Bestmarken. Am Freitag um 15:30 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.360 USD, was 3.718 Euro entsprach. Silber notierte bei 73,95 USD bzw. 63,08 EUR.  

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Gold und Silber bleiben nahe Rekordniveau, doch knappe Ware und Risikoaufschläge treiben Aufgelder und Spreads deutlich nach oben.

Im Rahmen unserer wöchentlichen Preisanalyse aus dem deutschen Edelmetall-Handel wurden in beiden Fällen Höchstkurse erreicht. Dabei ist auffällig, dass im Handel viele Silberprodukte ausverkauft sind und das Aufgeld sowie die Spreads innerhalb von zwei Wochen stark gestiegen sind. Beides sind ein Zeichen für eine angespannte Angebotslage. 

Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster




Gold kaufen: Aufgeld und Spreads stark gestiegen

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter fünf großen deutschen Edelmetall-Händlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 19.12.25):

  • Krügerrand (neu): Ø 3.885 Euro (+58 Euro), Aufgeld 4,51 Prozent (zuvor: 3,68 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 12.351 Euro (+208 Euro), Aufgeld steigt auf 3,3 Prozent (nach 2,3 Prozent).

Die stark gestiegenen Spreads im Goldhandel lassen sich vor allem auf den Anstieg des Verkaufspreisniveaus zurückführen. Aber auch die Ankaufpreise sind stärker gestiegen als der Goldpreis.

Silber: Rekordpreise, knappe Ware, steigendes Aufgeld

Die gleiche Entwicklung ergibt sich im Silberhandel, Aufgelder und Spreads sind jedoch nicht ganz so stark gestiegen.

  • Maple Leaf (neu): Ø 87,16 Euro (+12 Euro), Aufgeld steigt auf 38 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 6 Euro günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.673 Euro (+352 Euro), Aufgeld bei 31,79 Prozent (zuvor: 28,56 %).

Auch bei Silber ergibt sich der Anstieg des Spreads vor allem durch ein höheres Verkaufspreisniveau.

Preisdaten vom 2. Januar 2026: Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 2. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Einordnung: Längere Lieferzeiten, vieles ausverkauft

Im Weihnachtsgeschäft, im Zuge des Jahreswechsels und aufgrund der hohen Preisvolatilität haben viele Händler ein begrenztes Angebot und offensichtlich auch ihre Risikoaufschläge angepasst. Kaufinteressenten müssen mehr Zeit aufwenden, um passende Produkte und beste Preise zu finden.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Überblick: Das sind faire Preise für Münzen und Barren

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So entwickelt sich der Goldpreis im Januar

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Der Goldpreis blickt auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Historische Daten zeigen: Der Januar gilt seit Jahrzehnten als stärkster Goldmonat – auch wegen spezieller Marktbedingungen zum Jahresbeginn.

Goldbarren im Schnee mit aufwärtsgerichtetem Goldpreis-Chart zum Jahresanfang
Der Januar gilt historisch als stärkster Monat für den Goldpreis.

Goldpreis-Bilanz 2025: Starkes Jahr auf Rekordniveau

Der Goldpreis beendete das Jahr 2025 am Spotmarkt mit 4.367 US-Dollar pro Unze. Das entsprach 3.718 Euro auf Basis des Londoner Referenzkurses. Im Jahresverlauf verteuerte sich Gold damit um 67 Prozent in US-Dollar und um 48 Prozent in Euro.

Der Januar ist statistisch der beste Goldmonat – zugleich zeigt die Historie eine ungewöhnlich große Spannweite der Monatsrenditen.

Auch langfristig fällt die Entwicklung deutlich aus. Seit 2010 hat sich der Euro-Goldpreis mehr als verdreifacht. Die durchschnittliche jährliche Performance auf Basis der Jahresschlusskurse von Gold liegt bei 8,8 Prozent. Die Stärke zeigte sich nicht nur in Euro oder US-Dollar, sondern auch in vielen anderen Währungen (Unsere Analyse: Goldpreis 2025 weltweit explodiert: Diese Länder verloren am meisten Kaufkraft.

Goldpreis im Januar: Der statistisch beste Monat

Mit dem Jahreswechsel rückt traditionell der Januar in den Fokus. Historisch gilt er als stärkster Goldmonat. Seit 1970 ergibt sich für diesen Zeitraum ein durchschnittlicher Kursgewinn von 2,88 Prozent. Kein anderer Monat erreicht einen vergleichbaren Mittelwert.

Zum Jahresende 2025 schloss der Euro-Goldpreis im Dezember mit einem Plus von 2,8 Prozent. Monatsverluste traten im gesamten Jahr lediglich im Mai und Juni auf. Die Ausgangslage zum Jahresbeginn bleibt damit grundsätzlich stabil.




Historische Erfolgsquote seit 1970

Die Auswertung der Goldpreis-Daten auf Euro-Basis seit 1970 (LBMA-Kurs) bestätigt den positiven Januar-Effekt. In 37 von 56 Jahren beendete Gold den Monat mit einem Kursgewinn. Die statistische Erfolgsquote liegt damit bei rund zwei Dritteln.

Ausgeprägte Januar-Rallys sind zwar möglich, aber nicht die Regel. Häufig dominieren moderate Zugewinne, die sich aus einer Kombination aus Saisonalität, Positionierung und Marktpsychologie ergeben.

Goldpreis-Statistik für Januar seit 1970
Die Grafik verdeutlicht die hohe Spannweite der Januar-Entwicklung – von zweistelligen Gewinnen bis zu kräftigen Rückgängen.

Warum der Januar oft Rückenwind liefert

Neben der Statistik spielen strukturelle Marktmechanismen eine Rolle. Zu Jahresbeginn sind viele institutionelle Marktteilnehmer noch nicht vollständig aktiv. Händler, Fondsmanager und große Handelsdesks befinden sich teils noch im Urlaub oder fahren ihre Positionierung erst schrittweise hoch.

Das führt häufig zu:

  • dünneren Handelsumsätzen
  • geringerer Liquidität
  • weniger ausgeprägtem Gegenwind auf der Verkäuferseite

Außerdem decken sich chinesische Großhändler mit Gold für die anstehenden Festtage ein (Chinesisches Neujahr am 16. Februar / Frühlingsfest).  

In solchen Marktphasen können bereits vergleichsweise kleine Kaufimpulse stärkere Kursbewegungen auslösen. Gleichzeitig ist die Bereitschaft großer Banken oder Handelsabteilungen, aktiv gegen steigende Goldpreis-Kurse zu positionieren, oft geringer als in umsatzstarken Monaten. Auch kurzfristige Verkaufsstrategien oder aggressive Absicherungen treten zum Jahresbeginn häufig in den Hintergrund.

Extremwerte: Januar ist ein Monat mit großer Spannweite

Ein Blick auf die Historie zeigt: Der Januar ist nicht nur im Durchschnitt stark, sondern fällt auch durch kräftige Ausschläge auf. In den Daten seit 1970 finden sich mehrere zweistellige Monatsgewinne – darunter 1980 mit +28,64 Prozent und 1974 mit +24,33 Prozent. Auch 2009 brachte im Januar ein Plus von +16,46 Prozent. Auf der anderen Seite stehen ebenso markante Rückgänge: 1975 verzeichnete ein Minus von -11,35 Prozent, 1976 -9,89 Prozent und 2011 -8,87 Prozent.

Damit wird deutlich: Der Januar kann Gold kräftig anschieben – oder spürbar abbremsen. Für die Praxis heißt das: Die Saisonalität liefert einen Rückenwind im Mittel, aber der Weg dorthin ist historisch oft volatil.

Goldpreis im Januar: Tops und Flops seit 1970

Die Übersicht zeigt die stärksten und schwächsten Januar-Entwicklungen des Goldpreises seit 1970.

Die beste Januar-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1980: +28,64 %
  • 1974: +24,33 %
  • 2009: +16,46 %
  • 1983: +12,84 %
  • 2015: +12,54 %

Die schlechteste Januar-Performance seit 1970 (Top-5)

  • 1975: -11,35 %
  • 1976:  -9,89 %
  • 2011:  -8,87 %
  • 1981:  -6,61 %
  • 1991:  -6,20 %

Einordnung: Statistischer Vorteil – aber nicht risikofrei

Die langfristige Statistik spricht für einen positiven Jahresauftakt beim Goldpreis. Gleichzeitig unterstreichen die Extremwerte, dass der Januar kein „ruhiger“ Monat ist. In Phasen mit dünner Liquidität zu Jahresbeginn können Bewegungen schneller größer werden – nach oben ebenso wie nach unten. Wer den Januar-Effekt nutzt, sollte ihn daher als Wahrscheinlichkeitsvorteil verstehen, nicht als Garantie.

Die Goldreporter-Redaktion wünscht allen Leserinnen und Lesern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2025!

Goldpreis heute: Starker Jahresauftakt bei Gold und Silber

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Der Goldpreis startet am 2. Januar mit kräftigen Gewinnen ins neue Jahr. Auch Silber und Platin legen deutlich zu, während Aktien-Futures uneinheitlich tendieren.

Goldpreis heute – Starker Start ins neue Jahr

Der Goldpreis startet am Donnerstag mit einem Kursgewinn von 1,3 Prozent bei 4.375 USD / 3.724 EUR ins neue Jahr (8:00 Uhr). Dabei legt auch Silber kräftig zu. Der Spotpreis steigt um 3,2 Prozent auf 73,95 USD / 62,93 EUR. Außerdem gewinnt Platin ebenfalls 3,2 Prozent und notiert bei 2.101 USD / 1.790 EUR. Dagegen zeigen sich die Aktien-Futures zum Jahresauftakt uneinheitlich (DAX-Future: 24.530 Punkte / +0,15 Prozent).

Goldpreis legt zum Jahresstart kräftig zu – dünner Handel verstärkt die Bewegung bei Gold und Silber.

Update, 2. Januar 2025, 17:25 Uhr: Gold und Silber geben Anfangsgewinne ab
Die große Volatilität bei den Edelmetallen hält an. Im Verlauf des Nachmittag gaben Gold und Silber ihre anfänglichen Gewinne ab. Mit 4.315 USD / 3.674 notierte Gold unverändert. Der Silberpreis hielt mit 71,92 USD / 61,25 EUR noch ein kleines Plus von 0,4 Prozent.

Vortag – Schwächerer Jahresabschluss für Gold und Silber

Am Mittwoch hatte der Goldpreis das Jahr 2025 mit 4.322 USD / 3.679 EUR je Feinunze beendet. Dabei ergab sich ein Tagesverlust von 0,4 Prozent. Aber die Jahresbilanz blieb außergewöhnlich stark. Gold legte 67 Prozent in USD und 48 Prozent in EUR zu.

Mehr dazu: Goldpreis 2025 weltweit explodiert: Diese Länder verloren am meisten Kaufkraft

Silber zeigte sich zum Jahresende deutlich volatiler. Am Silvestertag fiel der Preis um 6 Prozent, blieb aber auf Jahressicht mit 158 Prozent (USD) bzw. 129 Prozent (EUR) klarer Spitzenreiter. Dabei sank die Gold-Silber-Ratio im Jahresverlauf von 89 auf zuletzt 58.
Außerdem belasteten wiederholte Margin-Erhöhungen an der COMEX und eine eingetrübte technische Lage zum Jahresende.

Ausblick – Ruhiger Handel zum Jahreswechsel

Der erste volle Handelstag des Jahres verläuft ohne wichtige Konjunkturdaten.
Deshalb dürfte die Marktliquidität zunächst begrenzt bleiben. Dabei ist mit anhaltender Volatilität bei Gold und Silber zu rechnen, bis mehr Marktteilnehmer in der kommenden Woche an ihre Trading-Desks zurückkehren.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis 2025 weltweit explodiert: Diese Länder verloren am meisten Kaufkraft

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Der Goldpreis erreichte 2025 weltweit Rekorde. Unsere Daten zeigen, in welchen Ländern nationale Währungen besonders stark gegenüber Gold abwerteten.

Goldbarren vor Weltkarte: Goldpreis steigt 2025 weltweit und schlägt fast alle Währungen
Gold erreichte 2025 in praktisch allen Währungen neue Höchststände und wird damit zum globalen Maßstab für Kaufkraftverlust.

Goldjahr 2025: Warum der Goldpreis so stark stieg

Das Goldjahr 2025 war geprägt von einer außergewöhnlichen Häufung geldpolitischer, geopolitischer und struktureller Treiber. Der Goldpreis erreichte im Jahresverlauf mehrfach neue Rekordstände – insgesamt an 48 Handelstagen. Am 26. Dezember wurde mit 4.532 USD / 3.850 EUR ein Allzeithoch erreicht. 

48 Rekordtage, zweistellige Gewinne weltweit: Gold entlarvt 2025 die Schwäche aller Währungen.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Getragen wurde die Goldrally von niedrigen Realzinsen, wachsenden Zinssenkungserwartungen und einer anhaltend hohen Goldnachfrage der Zentralbanken. Gleichzeitig verschärften geopolitische Konflikte, fiskalische Risiken und die Debatte um die globale Staatsverschuldung den Absicherungsbedarf institutioneller und privater Investoren. Am Terminmarkt kam es phasenweise zu spekulativen Übertreibungen.

Goldpreis-Entwicklung 2025 in US-Dollar
Goldpreis-Entwicklung 2025, Basis: US-Futures, Stand: 30.12.25

Rekorde trotz Rücksetzern

Auf Basis des US-Futures-Marktes zeigte der Goldpreis 2025 einen klaren Aufwärtstrend. Zwar kam es nach dem Oktober-Hoch zwischenzeitlich zu Rücksetzern von rund zehn Prozent. Der übergeordnete Trend blieb jedoch intakt.

Gestützt wurde die Entwicklung durch physische Knappheiten, robuste ETF-Zuflüsse und eine zunehmende Erosion des Vertrauens in Papierwährungen. Gold bestätigte damit erneut seine Rolle als monetärer Anker in einem zunehmend instabilen Finanzsystem.

Goldpreis in verschiedenen Währungen: Ein Spiegel des Geldsystems

Die Goldpreis-Entwicklung ist letztlich Ausdruck schwindender Werthaltigkeit und sinkenden Vertrauens in gesetzliches Geld. Anders formuliert: Nicht der Goldpreis ist gestiegen, sondern das inflationierte Geld hat systematisch an Wert verloren – gegenüber Gold.

Am 31. Dezember 2025 notierte der Goldpreis am Spotmarkt bei 4.322 US-Dollar beziehungsweise 3.679 Euro. Damit verteuerte sich das Edelmetall innerhalb eines Jahres um 67 Prozent in US-Dollar und um 48 Prozent in Euro. Im Vorjahr lagen die Zuwächse noch bei 27 Prozent (USD) beziehungsweise 34 Prozent (EUR).

Bemerkenswert ist, dass Gold 2025 in nahezu allen Währungen weltweit mit deutlich zweistelligen Prozentsätzen zulegte.




Wo das Edelmetall am stärksten stieg

Besonders ausgeprägt fiel der Goldpreisanstieg in Ländern mit hoher Inflation aus. An der Spitze stand Argentinien mit einem Plus von 134 Prozent, gefolgt von der Türkei mit 102 Prozent. Auch in mehreren süd- und südostasiatischen Ländern wie Sri Lanka, Indien und Indonesien verteuerte sich Gold jeweils um mehr als 70 Prozent.

LandWährungGoldpreis 2025Goldpreis 2024
ArgentinienARS134%61%
TürkeiTRY102%51%
Sri-LankaLKR77%14%
IndienINR75%30%
IndonesienIDR71%33%
UkraineUAH68%39%
PhilippinenPHP68%32%
PakistanPKR68%26%
VAEAED67%27%
BolivienBOB67%26%
IranIRR67%26%
HongkongHKD67%26%
HaitiHTG67%25%
Saudi-ArabienSAR66%27%
KatarQAR66%27%
USAUSD66%27%
JapanJPY65%42%
SüdkoreaKRW62%44%
ChinaCNY60%31%
KasachstanKZT59%45%
AlgerienDZD59%28%
KanadaCAD58%38%
ÄgyptenEGP56%108%
SingapurSGD56%30%
UsbekistanUZS55%32%
GroßbritannienGBP55%28%
AfghanistanAFN55%26%
AustralienAUD53%39%
ThailandTHB53%25%
TunesienTND52%32%
ChileCLP51%42%
MalaysiaMYR51%23%
MarokkoMAD50%29%
UruguayUYU49%41%
KroatienHRK49%30%
BrasilienBRL48%62%
SerbienRSD48%34%
NorwegenNOK47%41%
EurozoneEUR47%34%
BulgarienBGN47%34%
DänemarkDKK47%34%
SüdafrikaZAR46%29%
PolenPLN46%24%
SchweizCHF45%36%
IsraelILS45%29%
AlbanienALL45%27%
MexikoMXN43%51%
KolumbienCOP42%44%
TschechienCZK42%37%
SchwedenSEK38%38%
UngarnHUF37%44%
GhanaGHS24%55%
RusslandRUB20%50%
Alle Werte gerundet; Quelle: goldprice.org, FOREX

Die Übersicht zeigt, dass starke Goldpreis-Anstiege meist eng mit hoher Inflation korrespondieren. Auch in dieser Kategorie führen Argentinien und die Türkei die Ranglisten an. In beiden Ländern lag die Inflationsrate im November bei rund 31 Prozent.

Fazit: Gold als Messinstrument monetärer Instabilität

Das Goldjahr 2025 war weniger Ausdruck eines klassischen Rohstoffbooms, sondern vielmehr ein Spiegel der strukturellen Schwächen vieler Währungssysteme. Gold fungierte nicht nur als Wertaufbewahrungsmittel, sondern als präzises Messinstrument monetärer Instabilität in einem Umfeld steigender Schulden, geopolitischer Unsicherheiten und schwindenden Vertrauens in Papiergeld.

Genau deshalb erreichte Gold 2025 nicht nur in US-Dollar oder Euro neue Rekorde, sondern weltweit – und in manchen Ländern in bislang ungekanntem Ausmaß.

Mehr über die Gold-Perspektiven im kommenden Jahr lesen sie im Hintergrundartikel Goldpreis 2026: Warum das neue Jahr alles verändern könnte

Goldpreis: Rally steht auf der Kippe – Charttechnik mahnt

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Der Goldpreis ist nach dem Rekordhoch deutlich zurückgekommen. Charttechnik und Indikatoren deuten auf eine mögliche Konsolidierung hin.

Goldpreis mit Rücksetzer nach Rekordhochs – Halten die kurzfristige Unterstützungen?
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 30. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Rücksetzer nach Rekordhoch

Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) mit 4.339 US-Dollar pro Unze. Damit stand der Kurs 4,3 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Dezember. Gegenüber der Vorwoche sank Gold um 3,4 Prozent. Aber seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf weiterhin hohe 64 Prozent.

Der Goldpreis verliert nach dem Rekordhoch an Momentum – die Charttechnik mahnt zur Vorsicht.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Goldpreis charttechnisch in Gefahr

Der vorangegangene Kursanstieg erfolgte aus einer Keilformation, die sich oft in schwächeren Kursen auflöst. Der starke Kursrücksetzer am Montag bringt dieses Szenario wieder auf den Tisch. Am Dienstag befand sich der Goldchart noch über der Kante des im November begonnenen, beschleunigten Aufwärtstrends. Ein weiterer Goldpreis-Rücksetzer könnte den Abwärtsdruck verstärken und eine stärkere Konsolidierung auslösen.

Unterstützungen und Widerstände 

Die kurzfristigen Widerstände liegen nun bei 4.532 USD (Rekordhoch), 4.480 USD sowie auf dem Niveau des Oktoberhochs bei 4.357 USD. Dagegen befinden sich die Unterstützungszonen bei 4.330 USD, 4.300 USD und 4.250 USD.

Marktstimmung und Indikatoren

Durch den Kursrutsch am Wochenanfang entspannt sich die stark überkaufte Lage. Denn der RSI (14 Tage) ist von 80 in der Vorwoche auf 55 zurückgekommen. Der Abstand zur 50-Tage-Linie hat sich auf 4 Prozent verringert. Dagegen liegt der 200-Tageschnitt aktuell bei 3.600 USD und damit noch bullische 20 Prozent entfernt. 

Euro-Goldpreis: Kurzfristiger Trend angeschlagen

Der Euro-Goldchart ist bereits unter die Kante des zweimonatigen Aufwärtstrends gerutscht. Deshalb leuchten hier die gleichen Warnsignale wie auf Dollar-Basis. 

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 30. Dezember 2025. Aufwärtstrend in Gefahr.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 30. Dezember 2025.

So liegen die kurzfristigen Unterstützungen hier bei 3.645 EUR, 3.620 EUR und 3.600 EUR. Mit einem RSI von 53 befindet sich das Sentiment auch beim Euro-Goldpreis im neutralen Bereich, das schützt aber nicht vor weiteren Rücksetzern. Denn erst ab Werten unter 30 geht man von einer überverkauften Lage aus. 

Goldpreis-Ausblick

Nach der starken Goldpreis-Rally in diesem Jahr wäre eine Kurskonsolidierung um 10 bis 15 Prozent keine Überraschung. Es ist zuletzt auch sehr viel spekulatives Kapital in den Goldmarkt geflossen. Aus technischer Sicht wäre zunächst ein Test der 50-Tage-Linie denkbar, sofern substanzielle Käufer ausbleiben. Dabei folgt aus saisonaler Sicht mit dem Januar der beste Goldmonat des Jahres. 

Weitere Einordnungen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Goldpreis heute: Gold und Silber wieder unter Druck – Erneuter Margin-Schock

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Goldpreis aktuell: Nach der kurzen Erholung geraten Gold und Silber erneut unter Druck. Neue Margin-Erhöhungen treffen vor allem den Silberpreis.

Silber und Gold heute – Erneuter Rücksetzer

Nach der Erholung am Vortag geraten die Edelmetalle am Mittwoch erneut unter Druck. Um 8:30 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.330 USD (3.690 EUR) und damit 0,1 Prozent leichter. Dagegen sinkt der Silberpreis um 5 Prozent zu auf 72,20 USD (61,55 EUR).

Erneute Margin-Erhöhung belasten Edelmetalle – Silber besonders unter Druck.

Die CME Group erhöht die Margins per Handelsschluss am 31. Dezember 2025 erneut – nur zwei Tage nach der letzten Anpassung. Bei Gold-Futures steigt die Sicherheitsleistung um zehn Prozent auf 24.000 USD je 100-Unzen-Kontrakt. Bei Silber erfolgt sogar eine Anhebung um dreißig Prozent auf 32.500 USD pro 5.000-Unzen-Kontrakt.
Dabei verstärkt der Schritt den Abgabedruck vor allem bei spekulativen Positionen.

Vortag – Technische Gegenbewegung

Am Dienstag vollzogen die Edelmetalle eine technische Gegenbewegung, nachdem die Kurse am Vortag stark eingebrochen waren. Allerdings gaben Gold und Silber Teile ihrer Tagesgewinne ab. Der Goldpreis schloss 0,2 Prozent höher bei 4.339 USD bzw. 3.693 EUR (+0,4 %). Der Silberpreis ging dagegen 5,7 Prozent bzw. 5,9 Prozent höher aus dem Handel bei 76,25 USD bzw. 64,90 EUR. Dabei spiegelten die Fed Minutes anhaltende Unsicherheit im FOMC über den weiteren US-Zinspfad wider.

Ausblick – Jahreswechsel

In den USA wird an Silvester regulär gehandelt, anders als in Europa. Zudem erscheinen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten. Am 1. Januar bleiben die Märkte in den USA und Europa geschlossen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Fed-Protokoll: Mehrheit offen für weitere Zinssenkungen

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Fed-Minutes zeigen: Viele Notenbanker erwarten weitere Zinssenkungen, falls die Inflation sinkt. Uneinigkeit über Timing und Risiken bleibt.

Aus dem jüngsten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank (Fed) geht hervor, dass die Mehrheit der Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) zusätzliche Zinssenkungen für angemessen hält, sofern die Inflation wie erwartet weiter nachlasse. Zugleich hätten mehrere Fed-Notenbanker betont, dass eine längere Zinspause nötig sein könnte. Die Debatte spiegele die Unsicherheit wider, ob Inflationsrisiken oder eine Abschwächung des Arbeitsmarktes derzeit die größere Gefahr für die US-Wirtschaft darstellten. Goldpreis und Silberpreis blieben von den Erkenntnissen unbeeinflusst. Gold steigt am Dienstag um knapp 1 Prozent, Silber sogar um 7 Prozent, nach dem starken Rücksetzer des Vortages.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold stabilisiert Zimbabwes Währung

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Gold wirkt als Stabilitätsanker für Zimbabwes Währung. Die ZiG erholt sich gegenüber dem US-Dollar.

Der Goldpreis-Anstieg sowie der Aufbau von Devisenreserven haben der goldgedeckten Währung ZiG in Zimbabwe spürbar geholfen. Die Einheit notierte am Dienstag bei 26 ZiG je US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Anfang Januar. Seit Jahresbeginn hat die 2024 eingeführte Währung nur noch geringe Verluste gegenüber dem Dollar verzeichnet. Im Alltag bleibt ihre Bedeutung jedoch laut Bloomberg begrenzt, da der Großteil der Transaktionen weiterhin in US-Dollar abgewickelt werde.

Goldreporter-Kommentar: Der Fall unterstreicht die Rolle von Gold als monetären Vertrauens- und Stabilitätsanker. Ohne breite Akzeptanz im Zahlungsverkehr bleibt die Goldwährung ZiG jedoch ein Symbolprojekt und im Wettbewerb fragil.

Mehr dazu: Kommt Gold als Geld zurück? Warum eine neue Krise alles verändern könnte!

Goldpreis volatil nach Rekordrally – Rückgang der Marktzinsen

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Nach der Rekordrally geriet der Goldpreis spürbar unter Druck. Uneinheitliche Zinsen und Umschichtungen prägen die aktuelle Marktphase.

Goldpreis volatil nach Rekordrally – Goldbarren vor Goldpreis-Chart
Nach der Rekordrally schwankt der Goldpreis. Auf neue Höchststände folgte zuletzt ein deutlicher Rücksetzer.

Goldpreis schwächer nach Rekordrally

Nach der kräftigen Rally der vergangenen Wochen geriet der Goldpreis zum Wochenauftakt erstmals spürbar unter Druck. Der Tagesverlust von 4,5 Prozent war der stärkste seit dem 21. Oktober 2025 – auch damals war unmittelbar zuvor ein neues Rekordhoch erreicht worden.

Goldpreis schwankt nach Rekordhoch deutlich – Rücksetzer und technische Erholung prägen das Marktgeschehen.

Am Dienstagvormittag gegen 11:30 Uhr kostete die Feinunze Gold 4.380 USD (3.720 EUR). Damit lag der Kurs zwar 1 Prozent über dem Vortag, aber rund 2,5 Prozent unter dem Niveau der Vorwoche. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus dennoch auf 66 Prozent (+48 Prozent in Euro). Silber erholte sich gegenüber Vortag um 3 Prozent auf 74,45 USD (63,20 EUR).

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Anleihemärkte: Uneinheitliche Zinsentwicklung

Die jüngsten Kursbewegungen bei Gold waren vor allem von spekulativen Faktoren und Sorgen um Angebotsverknappung (Silber) geprägt. Geldpolitische Aspekte rückten zeitweise in den Hintergrund. Dennoch bleibt die Frage relevant, wann und in welchem Umfang die US-Notenbank im kommenden Jahr die Zinsen senken könnte. Hinweise erhofft sich der Markt vom Inhalt der am Abend anstehenden Fed-Minutes.

An den Anleihemärkten zeigt sich ein geteiltes Bild. Während die Renditen im Euroraum im Jahresverlauf deutlich gestiegen sind, gaben die US-Marktzinsen spürbar nach. Dies passt zum vergleichsweise lockeren Kurs der Federal Reserve und zur ausgeprägten Schwäche des US-Dollar. Gerade diese Dollar-Bewegung ist ein wichtiger Treiber der vorausgegangenen Goldpreis-Rally.

Aktuelle Renditeentwicklung

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank gegenüber der Vorwoche leicht auf 4,12 Prozent. Auch in Europa gaben die Marktzinsen zuletzt nach, was auf eine erhöhte Nachfrage nach Anleihen hindeutet.

Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Dienstag bei 2,84 Prozent, nach 2,87 Prozent in der Vorwoche. Innerhalb Europas weist Frankreich weiterhin die höchsten Renditen auf – noch vor Italien und Griechenland.

Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 30. Dezember 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 30. Dezember 2025

Gold und Zinsen: Klassische Muster greifen nur bedingt

Üblicherweise gilt: Steigende Zinsen belasten Gold, sinkende Zinsen stützen den Preis. In der aktuellen Marktphase greift diese Faustregel jedoch nur eingeschränkt. Statt klarer Kapitalabflüsse sind eher Umschichtungen zwischen Anlageklassen zu beobachten.

Zudem hat der Anleihezins seine frühere Funktion als eindeutiger Risikoindikator teilweise verloren. Er wird derzeit stärker von Angebots- und Nachfragefaktoren beeinflusst als von Konjunktur- oder Inflationserwartungen. Entsprechend tritt der klassische Zinseffekt auf den Goldpreis kurzfristig in den Hintergrund.

Einordnung dazu: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Goldpreis aktuell: Erholung nach Korrektur – Silber zieht kräftig an (Dienstag)

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Der Goldpreis startet mit einer technischen Gegenbewegung in den Dienstag. Silber zieht deutlich an, während Anleger auf neue Impulse aus den USA warten.

Gold heute – Erholung zum Start

Die Edelmetalle starten erholt in den Dienstagshandel. Um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.369 USD (3.710 EUR) und damit 0,9 Prozent fester. Silber legt um 3,5 Prozent zu auf 74,70 USD (63,44 EUR).

Technische Gegenbewegung: Gold und Silber erholen sich – US-Daten rücken in den Fokus.

Update, 30.12.2025, 18:15 Uhr: Silberpreis steigt stark
Der Silberpreis baut seine Gewinne am späten Nachmittag deutlich aus und steht am Abend mehr als 7 Prozent über Vortag – bei 77,33 USD / 65,70 EUR. Gold bleibt mit einem Prozent Plus auf dem Niveau des Vormittags. Die Ursache für die Silberstärke dürfte weiter in China beheimatet sein. Aber auch Platin steigt erneut um 6 Prozent.

Vortag – Deutliche Korrektur

Am Montag hatten die Edelmetalle eine technische Korrektur vollzogen. Verfallstermin und Margin-Erhöhung im US-Futures-Handel belasteten. Nach der vorangegangenen Rekordrally gab der Goldpreis um 4,4 Prozent nach auf 4.322 USD (3.680 EUR). Silber verlor 9 Prozent und schloss bei 72,13 USD (61,27 EUR). Platin brach sogar um 15 Prozent ein.

Ausblick – US-Daten im Fokus

Aus den USA stehen der Chicago-Einkaufsmanager-Index, der Dallas-Fed-Index sowie das Protokoll der letzten Fed-Sitzung an. Zudem könnte die US-Intervention in Venezuela für zusätzliche Unruhe sorgen. Entscheidend bleibt, ob sich nach dem Rücksetzer größere Käufer finden oder ob sich die Korrektur ausweitet.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis in China unter Europa-Kurs – Silber liefert starke Impulse

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Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spotkurs. Während Goldimpulse fehlen, treibt starke Nachfrage aus China den Silberpreis.

Gold- und Silberbarren vor rotem Hintergrund – Goldpreis in China unter Europa-Kurs
Gold- und Silberbarren: Während Gold aus China aktuell wenig Impulse liefert, wirkt der Silbermarkt als Preistreiber.

Gedämpfte Gold-Impulse aus China

Der Goldpreis in China lag in der vergangenen Woche erneut unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange wurde die Feinunze am Freitag rund 32 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor vier Wochen hatte China dagegen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Dagegen hatte China vor vier Wochen einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 26.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -32 USD/oz (05.12.25: -21 USD); Δ: -11 USD

Negativer Spread bleibt bestehen

Der Preisabstand zwischen China und Europa hat sich zuletzt wieder ausgeweitet. Denn in der Vorwoche lag der SGE-Goldpreis noch 21 US-Dollar unter dem europäischen Spotkurs. Der weiterhin negative Spread deutet auf eine kurzfristig gedämpfte physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.

Gedämpfte Goldimpulse aus China, aber starke Silberpreis-Aufschläge in Shanghai

Damit liefert der chinesische Markt aktuell keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den globalen Goldpreis. Der jüngste Preisanstieg dürfte seine Ursachen daher vor allem außerhalb Chinas, insbesondere im westlichen Finanzmarktumfeld, haben.

Silber: China wirkt als Preistreiber

Anders stellt sich die Lage am Silbermarkt dar. Die jüngste Rally mit Kursen nahe 80 US-Dollar je Unze wurde offenbar auch durch die Dynamik in China verstärkt. Nach Goldreporter-Berechnungen wurde Silber an der SGE am Freitag mit einem Aufschlag von rund 7,4 US-Dollar bzw. zehn Prozent auf den internationalen Spotpreis gehandelt.

Markt / Kennzahl 26.12.25 19.12.25 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.009,96 974,76 +3,6 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 144,12 138,30 +4,2 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.483 4.302 +180
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.515 4.323 +192
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-32 -21 -11

Das deutet auf physische Umschichtungen hin, die sich direkt preisstützend auswirken. Während Gold aus China derzeit gebremst wird, geht vom Silbermarkt ein klarer Nachfrageimpuls aus.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Warum der China-Spread wichtig ist

Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als zentraler Indikator für physische Warenströme.

  • Aufschläge in China fördern Importe und können globale Preise beschleunigen.
  • Abschläge signalisieren dagegen eine schwächere Binnenmarktnachfrage.

Seit Anfang Dezember notiert der China-Spread bei Gold wieder im negativen Bereich. Das spricht gegen zusätzliche Unterstützung für den Weltmarkt. Beim Silbermarkt zeigt sich hingegen das Gegenteil: China wirkt aktuell als Preismotor.

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2025: Spread SGE minus Spot schwankt und bleibt am 26. Dezember negativ.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember wieder ins Negative.

Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert im Moment keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt. Interpretation: Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen derzeit vor allem im Westen. Dagegen erleben wird auf dem Silbermarkt aktuell einen starken chinessischen Einfluss.

Mehr Einordnung: Silberpreis eskaliert: China-Exportkontrollen verschärfen Angebotsängste

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 26.12.25; Umrechnung über 7,008 CNY/USD (Vorwoche: 7,048 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Goldpreis aktuell: Rücksetzer unter 4.500 USD – auch Silber schwächer nach Rekordlauf

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Goldpreis aktuell am Montag: Nach der Rekordrally gibt Gold leicht nach und fällt auf 4.477 USD. Silber deutlich schwächer, Margins steigen.

Gold heute

Am Montagmorgen um 8:15 Uhr notierte der Goldpreis am europäischen Spotmarkt bei 4.477 USD (3.803 EUR). Das entsprach einem Rückgang von 1,2 Prozent. Silber kam deutlich zurück und fiel um 3 Prozent auf 76,75 USD (65,10 EUR).

Goldpreis gibt nach Rekordlauf leicht nach – Silber rückt nach extremer Rally in den Fokus.

Update, 29. Dezember 2025, 15:50 Uhr: Edelmetalle fallen deutlich
Technische Korrektur nach der Megarally: Die Edelmetalle bauen ihre Verluste nach US-Börsenstart deutlich aus. Der Goldpreis kommt 3,5 % zurück auf 4.375 USD. Silber bricht sogar um 8 % ein auf 72,85 USD.

Vortag – Neue Rekorde, Kursexplosion bei Silber

Die Edelmetalle waren mit kräftigen Gewinnen aus der verkürzten Handelswoche gegangen. Gold legte am Freitag rund 1 Prozent zu. Silber explodierte um 10 Prozent. Dabei markierten beide Metalle neue Rekordhochs bei 4.532 USD (Gold) und 79,32 USD (Silber). Technisch waren die Metalle mit RSI-Werten über 80 stark überkauft. Zudem blieben die physischen Märkte angespannt. Besonders im Silbermarkt schürten neue Exportregeln in China Sorgen vor Angebotsengpässen. In Shanghai wurde Silber am vergangenen Freitag 10 Prozent über dem europäischen Spotkurs gehandelt.

Aktuelle Einordnung: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster

Ausblick – Silber im Fokus

Nach dem Kurssprung am Freitag richtet sich der Blick heute vor allem auf den Silberpreis. Zum Börsenstart greifen zehn Prozent höhere Margins im US-Futures-Handel mit Gold und Silber. Aus den USA werden zudem Daten zu schwebenden Hausverkäufen sowie der Dallas Fed Manufacturing Index erwartet.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Silberpreis eskaliert: China-Exportkontrollen verschärfen Angebotsängste

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Der Silberpreis steigt rasant. Auch deshalb, weil China neue Exportauflagen angekündigt hat. Angebotsengpässe rücken den Silbermarkt in den Fokus.

Silberpreis steigt stark nach chinesischen Exportkontrollen
Chinas neue Exportauflagen treiben den Silberpreis auf neue Hochs.

Silberpreis um 174 Prozent gestiegen

Der Silberpreis ist zuletzt explodiert. Mit Kursen von 79 US-Dollar pro Unze hat sich Silber in diesem Jahr um 174 Prozent verteuert. Doch das starke Momentum wird nicht nur von Spekulation, sondern auch von realen Angebotsängsten begleitet. Im Zentrum steht der chinesische Silbermarkt. China gilt als einer der weltweit größten Silberverarbeiter, mit einem geschätzten Anteil von rund zwei Dritteln des weltweit raffinierten Silbers. 

Chinas neue Exportlizenzen für Silber könnten das weltweite Angebot ab 2026 spürbar verknappen – der Preisanstieg erhält damit eine strukturelle Grundlage.

Angst vor Engpässen auf dem Silbermarkt

Nun führt das Land ab Januar eine Lizenzpflicht für Silberexporte ein. Exportieren dürfen nur große Produzenten mit mindestens 80 Tonnen Jahreskapazität und hohen Finanzanforderungen. Viele kleinere Raffinerien werden ausgeschlossen. Das nährt Befürchtungen einer Austrockung des physischen Silbermarktes weltweit.   

Zudem wird Silber an der Metallbörse in Shanghai mit deutlichen Aufschlägen auf den internationalen Silberpreis gehandelt, was im Rahmen von Arbitrage-Geschäften weitere physische Silberbewegungen nach China fördert.

Industrie unter Druck

Silber ist zentrales Industriemetall für Elektromobilität, Solarindustrie und KI-Hardware. Ein einzelnes Fahrzeug von Tesla enthält laut Schätzungen bis zu 50 Gramm Silber. Deshalb warnte Konzernchef Elon Musk am Wochenende auf X vor den Folgen der Exportrestriktionen.

Silberpreis-Explosion: Silberchart 20 Jahre, exponenzieller Verlauf.
Silberpreis-Explosion auf fast 80 USD: Das Edelmetall verteuerte sich seit Jahresbeginn um mehr als 170 Prozent. Technisch ist Silber kurzfristig stark überhitzt.

Ausblick: Analysten werden optimistischer

Vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken, Zinssenkungserwartungen und der chinesischen Maßnahmen erhöhen Analysten ihre Kursziele. Einige Marktbeobachter halten einen Silberpreis von 100 US-Dollar je Unze sogar kurzfristig erreichbar.

Allerdings steigt kurzfristig das Rückschlagsrisiko durch Überhitzung. Am Montag werden die Margins im Handel mit Gold- und Silber-Futures erhöht. Außerdem ist Verfallstag der Dezember-Futures. Damit kann die Volatilität im Handelsverlauf deutlich steigen.

Mehr zu den aktuellen Kurs-Entwicklungen unter Goldpreis aktuell

Goldpreis: Rekord über 4.500 USD – Showdown an der COMEX

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Der Goldpreis erreichte an Weihnachten ein neues Allzeithoch. Lagerbestände, Margin-Erhöhung und Auslieferungen rücken die COMEX in den Fokus.

Goldpreis auf Rekordhoch: Goldbarren vor US-Flagge mit Fokus auf COMEX
Goldbarren vor US-Flagge: Der Goldpreis erreicht an Weihnachten ein neues Allzeithoch, die COMEX rückt in den Fokus.

Goldpreis: Rekordhoch zur Weihnachtszeit

Die Edelmetallmärkte zeigen sich zum Jahresende außergewöhnlich stark. Silber und Platin haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt und neue Höchststände erreicht. Allein am Freitag legte Silber um zehn Prozent zu. Gold markierte im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) mit 4.532 US-Dollar bzw. 3.850 Euro ein neues Allzeithoch. Auf Wochensicht entspricht dies einem Anstieg von 4,5 Prozent in US-Dollar und 3,9 Prozent in Euro.

Rekordhoch bei Gold, spekulatives Momentum hoch – Fokus nun auf Margin-Erhöhung an der COMEX.

Kurzfristig wird die Bewegung stark von spekulativen Zuflüssen getragen. Gleichzeitig sorgen Spannungen an den physischen Handelsplätzen für zusätzliche Dynamik.

Mehr zum Thema: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten: Verzögerungen zum Jahresende

Die Commodity Futures Trading Commission veröffentlicht ihre CoT-Daten weiterhin mit Verzögerung. Durch die Weihnachtsfeiertage hat sich der Rückstand nochmals ausgeweitet. Der jüngste verfügbare Datenstand datiert auf den 16. Dezember 2025. Zu diesem Zeitpunkt lag der Open Interest rund vier Prozent unter dem aktuellen Niveau.

Für die laufende Einschätzung werden daher ergänzend die zeitnahen Daten der CME Group herangezogen.

CoT-Daten-Verlauf. Stand: 16. Dezember 2025
Netto-Positionen von Commercials und großen Spekulanten sowie Open Interest im Gold-Futures-Markt (Datenstand: 16. Dezember 2025; Quelle: CME Group).

Open Interest nimmt deutlich zu

Der Open Interest erreichte am Freitag 496.811 Kontrakte. IDamit ergibt sich nnerhalb einer Woche ein Zuwachs von 5,5 Prozent. Die steigende Zahl offener Positionen bestätigt die aktuell hohe Marktaktivität: Neue Marktteilnehmer steigen trotz steigender Preise ein.

Nach dem jüngsten Verfallstermin ging der Open Interest bei den Optionen um 19 Prozent auf 703.395 Kontrakte zurück – eine typische Entwicklung. Gleichzeitig sank die Put/Call-Ratio auf 0,656. Damit wurden Puts stärker abgebaut als Calls, was auf einen wachsenden Optimismus im Optionsmarkt hindeutet.

COMEX-Bestände und physische Deckung

Die Goldbestände in den Lagern der COMEX erhöhten sich bis zum 24. Dezember 2025 um 190.000 Unzen auf 36,19 Millionen Unzen.

Trotz des steigenden Open Interest blieb die rechnerische physische Deckung im Gold-Futures-Handel stabil bei 73 Prozent. Historisch ist dies ein vergleichsweise hoher Wert. In den vergangenen Jahren bewegte sich die Spanne zwischen etwa 30 Prozent und über 80 Prozent.

Auffällig ist der Unterschied zwischen Gold und Silber: Denn bei Gold gelten 53 Prozent der COMEX-Bestände als „registered“ und damit als sofort lieferbar. Dagegen liegt im Silbermarkt dieser Anteil bei lediglich 28 Prozent. Bezogen auf die Gesamtbestände ergibt sich eine physische Deckung von 57 Prozent. Gemessen am „Registered“-Inventar beträgt die Deckung 39 Prozent bei Gold und nur 16 Prozent bei Silber.




Auslieferungsanträge vollständig bedienbar

Am Montag steht der nächste Verfallstermin bei Gold- und Silber-Futures an. Aktuell liegen 37.003 Anträge auf physische Goldauslieferung vor. Innerhalb einer Woche kamen 1.703 neue Anträge hinzu. Insgesamt entspricht dies rund 115 Tonnen Gold. In der Kategorie „registered“ sind 602 Tonnen verfügbar.

Dagegen wurden im Silbermarkt bislang 12.776 Auslieferungsanträge gestellt, was etwa 1.986 Tonnen entspricht. Die „Registered“-Bestände beliefen sich zuletzt auf 3.969 Tonnen. Auf Basis dieser Zahlen sind zum aktuellen Verfallstermin keine Lieferengpässe zu erwarten.

Zum Vergleich: Im November wurden 39 Tonnen Gold zur Auslieferung angemeldet. Der Rekord stammt aus dem Januar mit 238 Tonnen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Stetiger Anstieg im Futures-Handel

Der meistgehandelte Februar-Kontrakt zeigte in der vergangenen Woche einen nahezu kontinuierlichen Kursanstieg. Dabei auffällig: die schnelle Erholung nach kurzen, teils deutlicheren Rücksetzern, insbesondere am Dienstag. Rückgänge wurden zügig gekauft.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 22. bis 26. Dezember 2025
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 22. bis 26. Dezember 2025

Einordnung: Überkauft, aber getragen vom Momentum

Kurzfristig gelten die Edelmetall-Märkte als überkauft. Bei Gold und Silber liegen die RSI-Werte über 80. Das Momentum bleibt jedoch stark, und Rücksetzer finden rasch Nachfrage. Ein technischer Rückschlag erscheint wahrscheinlich, möglicherweise auch deutlicher.

Abzuwarten bleibt, wie sich die für Montag angekündigte Margin-Erhöhung bei den Gold- und Silber-Futures um rund zehn Prozent auswirken wird. Solche Anpassungen können kurzfristig zu Positionsanpassungen führen und die Volatilität erhöhen.

Allerdings ändert dies wenig an den übergeordnet günstigen fundamentalen Rahmenbedingungen. Eine vertiefende Einordnung folgt im Hintergrundbeitrag „Warum Gold in Krisen immer zurückschlägt – und was 2026 für Anleger bedeuten könnte“.

Silberfonds in China stürzt ab – Warnsignal für Markt und Silberpreis

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Ein chinesischer Silberfonds bricht nach spekulativer Überhitzung um 10 Prozent ein. Bloomberg sieht darin ein Warnsignal für den Markt. Der Silberpreis ist alleine im Dezember um 30 Prozent gestiegen.

Silberfonds in China stürzt ab – Warnsignal für den Markt
Ein chinesischer Silberfonds bricht nach spekulativer Überhitzung um das Tageslimit ein.

Kurssturz bei Silberfonds nach spekulativer Überhitzung

Ein Silberfonds in China ist nach einer spekulativen Übertreibung abrupt eingebrochen. Wie Bloomberg berichtet, verlor der UBS SDIC Silver Futures Fund LOF am Donnerstag das maximal zulässige Tageslimit von 10 Prozent. Damit endete eine zuvor stark überhitzte Rally.

Spekulative Übertreibung endet abrupt: Ein chinesischer Silberfonds verliert 10 Prozent – ein deutliches Warnsignal für den Markt.

Management greift ein

Auslöser für den Kurssturz waren gezielte Eingriffe des Fondsmanagements. Neue Zeichnungen der kurzfristig genutzten Class-C-Anteile wurden deutlich begrenzt. Ab dem 26. Dezember dürfen Anleger nur noch bis zu 100 Yuan investieren, zuvor waren 500 Yuan erlaubt. Ziel ist es, die spekulative Dynamik zu bremsen.

Silberpreis treibt Fonds stark an

Der Fonds hatte zuvor massiv vom Rekordlauf des Silberpreises profitiert. Seit Jahresbeginn legte er rund 220 Prozent zu. Die zugrunde liegenden Silber-Futures an der Shanghai Futures Exchange stiegen im selben Zeitraum jedoch nur um etwa 128 Prozent.

Hohe Prämie als Risikofaktor

Entscheidend war die daraus entstandene Überbewertung. Der Fonds notierte zuletzt mit einer Prämie von rund 62 Prozent über dem tatsächlichen Wert der gehaltenen Silber-Kontrakte. Anfang Dezember lag dieser Aufschlag noch bei 7 Prozent. Das Management hatte laut Bloomberg mehrfach vor diesem Risiko gewarnt.

Hintergrund zum Silberfonds

Der UBS SDIC Silver Futures Fund LOF ist ein börsennotierter, offener Fonds (LOF), der nicht in physisches Silber, sondern in Silber-Futures investiert, die an der Shanghai Futures Exchange gehandelt werden.

Durch die LOF-Struktur können die Anteile sowohl an der Börse gehandelt als auch direkt bei der Fondsgesellschaft gezeichnet werden. Das macht den Fonds anfällig für starke Preisabweichungen vom tatsächlichen Wert des Fondsvermögens.

Der Fonds richtet sich vor allem an kurzfristig orientierte Anleger und gilt wegen der Futures-Basis und der möglichen hohen Prämien als besonders spekulativ.

Warnsignal für den Silber-Markt

Der abrupte Einbruch gilt als Warnsignal für spekulative Exzesse am chinesischen Edelmetallmarkt und zeigt, wie anfällig überhitzte Fondsstrukturen für schnelle Korrekturen sind. Auch hierzulande zeichnen sich zunehmend Signale einer technischen Überhitzung von Goldpreis und Silberpreis ab. Der Silberpreis erreichte am europäischen Spotmarkt zuletzt 74 US-Dollar pro Unze. Damit ist der Silberkurs alleine im Dezember um rund 30 Prozent explodiert.

Aktuelle Kursentwicklung und LIve-Charts unter Goldpreis aktuell

Goldpreis aktuell – über 4.500 USD, Silber explodiert am Freitag

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Der Goldpreis knackt am Freitag die Marke von 4.500 USD. Silber legt deutlich zu und markiert neue Höchststände.

Goldpreis am Freitag – 4.500 USD geknackt

Am Freitagvormittag setzten Goldpreis und Silberpreis ihre Rally fort. Um 10 Uhr kostete die Feinunze Gold am europäischen Spotmarkt 4.516 USD beziehungsweise 3.834 EUR. Das entsprach einem Tagesplus von 0,8 Prozent.

Update, 26.12.2025, 20:45 Uhr: Silber steigt um 7 % auf 77 USD
Der Silberpreis steigt am Abend um mehr als 7 Prozent, während sich Gold mit einem Plus von 1 Prozent über 4.500 USD hält. Die CME Group kündigt für Montag eine Margin-Erhöhung um 10 Prozent an, am Tag des Futures-Verfallstermins an der COMEX.

Dabei legte Silber noch stärker zu. Mit einem Anstieg um 4 Prozent erreichte der Silberpreis 74,80 USD beziehungsweise 63,53 EUR. In beiden Fällen notierten die Edelmetalle klar über ihren bisherigen Rekorden vom 23. Dezember 2025.

Vortag – Ruhiger Heiligabend

Am Heiligabend war der Goldpreis im verkürzten US-Handel leicht unter dem frischen Rekordhoch geblieben. Am 25. Dezember wurde nicht gehandelt.
Dabei galten die Edelmetalle aus technischer Sicht kurzfristig als überkauft. Dennoch blieb das Momentum intakt.

Langfristige Einordnung: Goldpreis auf Rekordniveau – warum dieser Anstieg kein Zufall ist

Feiertagshandel & Ausblick

Am heutigen zweiten Weihnachtsfeiertag wird in den USA gehandelt, während die Börsen in Europa geschlossen bleiben. Dabei sind keine hohen Umsätze zu erwarten. Allerdings kann ein dünner Handel in einem engen Markt auch für abrupte Kursbewegungen sorgen.

Zudem stehen keine bedeutenden Konjunkturdaten an. Am Montag rückt der Verfallstermin der Gold- und Silber-Futures an der COMEX in den Fokus.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

China kauft Rekordmenge Gold aus Russland – Goldpreis profitiert

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China hat im November Gold aus Russland im Rekordwert importiert. Die Entwicklung stützt den Goldpreis und die Entdollarisierungsstrategie.

China importiert im November 2025 Rekordmenge Gold aus Russland
China hat im November 2025 Gold aus Russland im Wert von 961 Millionen US-Dollar importiert – ein historischer Höchstwert.

Rekordmonat im bilateralen Goldhandel

China hat im November 2025 Gold aus Russland im Wert von 961 Millionen US-Dollar importiert. Das berichtete die The Moscow Times unter Berufung auf Handelsdaten. Damit erreichten die Goldgeschäfte zwischen beiden Ländern den höchsten jemals verzeichneten Monatswert.

Umgerechnet 7 Tonnen Gold im November: China importiert russisches Gold auf Rekordniveau.

Bereits im Oktober waren die Lieferungen außergewöhnlich hoch ausgefallen. Damals belief sich der Wert der russischen Goldexporte nach China auf rund 930 Millionen US-Dollar. Es war damit bereits der zweite Monat in Folge mit sehr hohen Volumina.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Umrechnung: Was bedeutet das in Tonnen?

Beim im November vorherrschenden Goldpreis von rund 4.200 US-Dollar je Feinunze entspricht ein Importwert von 961 Millionen US-Dollar einer physischen Menge von etwa 7,1 Tonnen Gold. Die Oktoberlieferungen lassen sich auf knapp 7 Tonnen umrechnen. Innerhalb von zwei Monaten flossen damit rund 14 Tonnen russisches Gold nach China.

Für den physischen Goldmarkt handelt es sich um relevante Mengen, zumal sie nur einen Teil der gesamten chinesischen Goldzuflüsse abbilden.

Starker Jahresanstieg der Goldimporte

In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 importierte China russisches Gold im Gesamtwert von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Das entsprach fast dem Neunfachen des Vorjahreswertes. Im gleichen Zeitraum 2024 hatten die Lieferungen entweder nicht stattgefunden oder ein Volumen von 223 Millionen US-Dollar nicht überschritten.

Der sprunghafte Anstieg fällt zeitlich mit Pekings verstärkter Politik zusammen, die nationalen Goldreserven auszubauen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren.

Gold, Währungsstrategie und Zentralbanken

Nach Angaben der Moscow Times steht der Anstieg der Goldimporte auch im Kontext geopolitischer und währungspolitischer Verschiebungen. Russland wiederum hat Ende November erstmals damit begonnen, physisches Gold aus seinen Reserven zu verkaufen, um den Staatshaushalt zu finanzieren.

Zudem hatte die Financial Times Mitte November berichtet, dass China im Jahr 2025 möglicherweise deutlich mehr Gold gekauft habe, als es die offiziellen Statistiken ausweisen. Schätzungen der Société Générale zufolge könnten sich die tatsächlichen Käufe auf rund 250 Tonnen belaufen haben. Damit wären es etwas mehr als einem Drittel aller weltweiten Zentralbankkäufe in diesem Jahr.

Einfluss auf den Goldpreis

Die starke physische Nachfrage gilt als ein Faktor hinter dem deutlichen Preisanstieg. Seit Jahresbeginn legte der Goldpreis um 70 Prozent zu. Marktbeobachter sehen in den hohen Importen aus Russland ein weiteres Indiz dafür, dass Gold im internationalen Währungssystem an strategischer Bedeutung gewinnt.

Mehr zum laufenden Marktgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis stößt auf 4.500 USD – Trend beschleunigt, Markt überhitzt

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Der Goldpreis schließt im US-Futures-Handel nahe 4.500 USD auf Rekordniveau. Das Momentum ist stark, aber die technische Überhitzung nimmt zu.

Goldpreis mit neuen Rekordhochs – Überkauftes Sentiment
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 23. Dezember 2025, 6-Monats-Betrachtung.

Neues Rekordniveau bei Gold-Futures

Der Goldpreis hat im US-Futures-Handel (Dezember-Kontrakt) am Dienstag mit 4.490 USD je Feinunze auf einem neuen Rekord geschlossen. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 4,3 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Anstieg auf rund 70 Prozent.

Beschleunigter Aufwärtstrend auf Rekordniveau – Momentum hoch, Markt kurzfristig überkauft.

Anfang Dezember verließ Gold eine mehrwöchige Dreiecksformation nach oben. Daraus entwickelte sich eine dynamische Aufwärtsbewegung, die bislang kaum Korrekturen zuließ. Auffällig ist, dass zuletzt selbst eine potenziell bärische Keilstruktur keine Bremswirkung entfaltete.

Damit verlagern sich die kurzfristig relevanten Unterstützungen auf 4.360 USD, 4.330 USD und 4.250 USD.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Marktstimmung und Indikatoren

Die technische Lage ist inzwischen klar angespannt. Der RSI (14 Tage) ist auf 80 gestiegen und signalisiert eine ausgeprägte Überkauftheit. Gleichzeitig beträgt der Abstand zur 200-Tage-Linie rund 26 Prozent. Auch zur 50-Tage-Linie liegt der Kurs bereits knapp 8 Prozent darüber. Das Momentum bleibt intakt, doch die Fallhöhe nimmt sichtbar zu.

Euro-Goldpreis: Trendbeschleunigung bestätigt

Auch auf Euro-Basis hat sich der seit acht Wochen laufende Aufwärtstrend deutlich verschärft. Sämtliche Widerstandsbereiche wurden überwunden.

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 23. Dezember 2025
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 23. Dezember 2025.

Kurzfristige Unterstützungen liegen nun bei 3.740 EUR, 3.700 EUR und 3.645 EUR. Mit einem RSI von 77 ist auch der Euro-Goldpreis technisch überkauft. In der Phase um das Oktoberhoch wurden allerdings bereits deutlich höhere Werte erreicht.

Goldpreis-Ausblick

Der Goldpreis bewegt sich weiter in einem klar definierten, beschleunigten Aufwärtstrend. Die technische Überhitzung ist nicht zu übersehen. Gleichzeitig hat sich im Bereich der Oktober-Bestmarken eine belastbare Unterstützungszone etabliert.

Weitere Einordnungen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Goldpreis aktuell vor 4.500 USD – neue Rekorde auch bei Silber und Platin

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Der Goldpreis steht vor 4.500 USD. Silber und Platin mit neuen Rekorden. Das Jahresend-Momentum bleibt intakt, aber die Überhitzung nimmt zu.

Goldpreis am Mittwoch – Stabil auf Rekordniveau

Am Mittwochmorgen bauen Gold und Silber ihre Gewinne weiter aus. Um 8:30 Uhr kostete die Feinunze Gold 4.493 USD (3.809 EUR), 0,2 Prozent mehr als am Vortag. Silber legte um 1 Prozent zu auf 72,28 USD bzw. 61,29 EUR – neue Bestmarken. Auch Platin (+2 %) hat nun mit 2.347 USD (1.971 EUR) das Rekordhoch aus dem Jahr 2008 überboten.

Goldpreis stabil auf Rekordniveau. Auch Silber und Platin markieren neue Höchststände, das Momentum bleibt stark.

Vortag – Neue Kursrekorde am Dienstag

Gold hielt seine anfänglichen Gewinne im Tagesverlauf und schloss am europäischen Spotmarkt mit einem neuen Höchstwert von 4.485 USD / 3.802 EUR. Auch Silber setzte seine Rekordrally fort mit 71,44 USD / 60,58 EUR. Der Kursanstieg ist vom Momentum getrieben. Dabei fielen US-Daten erneut gemischt aus. Das US-Wachstum im dritten Quartal wurde auf 4,3 Prozent nach oben revidiert. Dagegen enttäuschten die Auftragseingänge im Gebrauchsgüterbereich und die Industrieproduktion im Oktober.

Langfristige Einordnung: Goldpreis auf Rekordniveau – warum dieser Anstieg kein Zufall ist

Ausblick – Ruhiger Heiligabend?

Bei den Edelmetallen sehen wir kurzfristig eine Kursüberhitzung (RSI teilweise über 80). An Heiligabend wird in den USA bis 19 Uhr (MEZ) gehandelt. Es erscheinen die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten. Verfallstermine der Gold- und Silber-Futures an der COMEX sind am kommenden Montag.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten