Dienstag,20.Januar 2026
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Silberpreis explodiert – US-Banken drehen Position: Das gab es noch nie

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US-Banken sind im Zuge des historischen Silberpreis-Anstiegs im Silber-Futures-Handel erstmals auf der Käuferseite gewechselt.

Silberpreis-Rally nimmt weiter Fahrt auf

Der Silberpreis vollzieht seit Monaten eine atemberaubende Rally, die alle Silbermarkt-Entwicklungen der letzten Jahrzehnte auf den Kopf stellt. Am Montag zog der Kurs um weitere 6 Prozent an und erreichte am europäischen Spotmarkt Rekordkurse über 85 US-Dollar pro Unze (knapp 73 Euro). Im vergangenen Jahr stieg der Silberpreis um 158 Prozent, und seit Jahresbeginn hat sich Silber um weitere 14 Prozent verteuert.

US-Banken steigen erstmals netto long ein – ein Signal mit Sprengkraft für den Silbermarkt

Mehr zu aktuellen Kursentwicklungen unter Goldpreis aktuell

Fundamentale Gründe

Eine starke asiatische Silbernachfrage (u.a. China, Indien) mit deutlichen Silberpreis-Aufschlägen in Shanghai, Exportbeschränkungen Chinas und Knappheitssignale weltweit treiben gepaart mit weiteren spekulativen Käufen den Kurs immer weiter nach oben.

US-Banken plötzlich netto long bei Silber 

Dass es sich hierbei um eine außergewöhnliche Entwicklung handelt, zeigen auch die jüngsten Berichtsdaten der US-Börsenaufsicht CFTC. Denn laut Bank Participation Report sind die US-Banken im COMEX-Handel mit Silber-Futures im Dezember erstmals auf die Käuferseite gewechselt. Anfang Januar haben diese fünf, nicht namentlich genannten, US-Häuser ihre Netto-Long-Position weiter ausgebaut.

Denn per 6. Januar 2026 waren diese Institute mit 1.047 Kontrakten (ca. 162 Tonnen Silber) netto-long positioniert – eine Steigerung um 35 Prozent gegenüber Dezember.

Silberpreis steigt exponenziell: 2025 verteuerte sich das Edelmetall um fast 160 Prozent
Silberpreis per 9. Januar 2026: Exponenzieller Anstieg.

Hintergrund

Mit dem Abbau ihrer Short-Positionen reduzieren die Banken auch ihre finanzielle Risiken im Zusammenhang mit einem stark steigenden Silberpreis. Der mit Abstand größte Silber-Player ist JP Morgan (JPM). Die US-Investmentbank hält auch an der COMEX das größte Silberlager. Ihr Silber-Inventar wurde zuletzt mit 183,4 Millionen Unzen angegeben – rund 5.700 Tonnen. Das entsprach 42 Prozent des gesamten COMEX-Silbers. Von der JPM-Menge war aber nur 9 Prozent als sofort lieferbar ausgewiesen (Kategorie „registered“).

Banken agieren in der Regel als Market Maker und nehmen dabei in Bullenmärkten in der Regel die Gegenpositionen zu den spekulativen Händlern ein.

Der Bank Participation Report zeigt allerdings nicht, welche Positionen einzelne Banken halten. Es kann durchaus sein, dass eine einzelne oder wenige Banken mit ihren Kaufpositionen gerade Netto-Short-Positionen der restlichen Banken quantitativ übertreffen.  

Goldmarkt im Kontrast

Dagegen haben die Banken im US-Gold-Futures ihre Netto-Short-Position zuletzt ausgebaut. Den Beitrag dazu lesen Sie hier: Goldmarkt: So sind die großen Banken jetzt positioniert

US-Regierung attackiert Fed – Goldpreis schießt auf Rekordhoch

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Die Fed erhält DOJ-Vorladungen, Powell warnt vor politischem Druck. Märkte reagieren nervös, der Goldpreis steigt auf Rekord.

Die US-Notenbank steht nach gerichtlichen Vorladungen einer Grand Jury des US-Justizministeriums (DOJ) unter ungewöhnlich starkem politischem Druck. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, die „Subpoenas“ bezögen sich zwar offiziell auf seine Aussage zu den kostspieligen Renovierungsarbeiten am Fed-Hauptsitz, seien aber im größeren Zusammenhang wachsender Drohungen der Regierung zu sehen. Präsident Trump bestreitet jede Einflussnahme. Die Märkte reagierten nervös: US-Futures und der Dollar gaben nach, während der Goldpreis auf ein Rekordhoch stieg. Auch Silber erreicht neue Rekorde.

Laut Bloomberg-Bericht kündigten Republikaner im Bankenausschuss außerdem an, neue Fed-Nominierungen vorerst nicht weiterzuverfolgen – also Kandidaten für freie Posten nicht zu prüfen oder für Abstimmungen freizugeben. Powell betonte, die geldpolitische Unabhängigkeit verteidigen zu wollen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis China unter Europa-Niveau – aber Abstand schrumpft deutlich

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Der Goldpreis bleibt in China unter dem Spotniveau. Der Spread verengt sich zwar, doch beim Silber wirken starke China-Aufschläge als Preistreiber.

Goldbarren vor chinesischer Flagge – Goldpreis in China unter Europa-Kurs
Goldbarren vor der chinesischen Flagge: In China liegt der Goldpreis weiterhin unter dem europäischen Spotkurs, doch der negative Spread verringert sich spürbar.

Gedämpfte Gold-Impulse aus China

Der Goldpreis in China lag in der vergangenen Woche erneut unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze am Freitag rund 8 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor fünf Wochen zahlten Käufer in China allerdings einen Aufschlag von 13 US-Dollar.

Der negative China-Spread wird kleiner und könnte auf eine beginnende Normalisierung der physischen Nachfrage hinweisen.

Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten

Messzeit: [Fr. 09.01.26, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]

Aufschlag China → Europa Spot: -8 USD/oz (05.01.25: -24 USD); Δ: -16 USD

Negativer Spread bleibt, verengt sich aber deutlich

Der Preisabstand zwischen beiden Märkten hat sich sichtbar verkleinert. In der Vorwoche lag der SGE-Preis noch 24 US-Dollar unter dem europäischen Spotkurs. Der geringere Abschlag könnte ein frühes Signal für eine Stabilisierung sein – zumal aus China derzeit kräftige Impulse vom Silbermarkt kommen.

Silber: China wirkt als Preistreiber

Die jüngsten Rekordstände beim Silberpreis um 84 US-Dollar je Unze wurden offenbar auch durch starke Nachfrage in China befeuert. Nach Goldreporter-Berechnungen lag der SGE-Preis am Freitag bei einem Aufschlag von rund 4,6 US-Dollar bzw. sechs Prozent auf den internationalen Spotpreis.

Markt / Kennzahl 09.01.26 05.01.26 Δ 
Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) 1.003,71 992,86 +1,1 %
Gold China SGE (USD/Gramm) 143,39 141,49 +1,3 %
Goldpreis China SGE
(USD/oz)
4.460 4.401 +59
Goldpreis Europa
(USD/oz)
4.468 4.425 +43
Aufschlag/Abschlag China
→ Europa (USD/oz)
-8 -24 -16

Diese Bewegung deutet auf physische Umschichtungen hin, die den Preis direkt stützen. Während Gold aus China derzeit weniger Nachfrageimpulse liefert, entsteht beim Silber ein klarer Auftrieb.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Grafik zeigt China-Aufschlag zum Goldpreis 2026: Spread SGE minus Spot schwankt und bleibt am 9. Januar 2026 negativ.
Der Preisabstand zwischen SGE und europäischem Spotmarkt drehte Anfang Dezember ins Negative.

Warum der China-Spread wichtig ist

Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme:

  • Aufschläge in China fördern Importe und können den Weltmarkt beschleunigen.
  • Abschläge weisen auf geringere Inlandsnachfrage hin und wirken eher dämpfend.

Seit Anfang Dezember liegt der Spread bei Gold wieder im negativen Bereich – ein Hinweis auf fehlende Zusatznachfrage. Beim Silber zeigt sich dagegen das Gegenteil: China agiert aktuell als Preismotor.

Mehr Einordnung: Silberpreis eskaliert: China-Exportkontrollen verschärfen Angebotsängste

Methodik: SGE-Preis in CNY/Gramm zum Zeitpunkt 09.01.26; Umrechnung über 7,000 CNY/USD (Vorwoche: 7,0172 CNY/USD). Vergleich mit zeitgleichem Spot-Goldpreis (FOREX). Angaben ohne Gewähr.

Goldpreis aktuell: Neue Rekorde bei 4.584 USD – Silber springt ebenfalls (Montag)

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Goldpreis und Silber erreichen neue Rekorde. Die Fed-Debatte und die Iran-Krise verstärken die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen.

Gold heute – Neue Rekorde zum Wochenstart

Der Goldpreis startet am Montag deutlich stärker in die Woche. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze bei 4.584 USD bzw. 3.924 EUR. Dabei entspricht das einem Plus von 1,7 Prozent in Dollar und 1,3 Prozent in Euro – jeweils neuen Rekordständen. Außerdem springt Silber um mehr als 5 Prozent auf 84,15 USD bzw. 72,05 EUR, was ebenfalls frische Höchstmarken bedeutet.

Gold bricht am Montag auf neue Rekorde aus – getrieben von Dollar-Schwäche, Fed-Debatte und geopolitischem Risiko.

Update, 12. Januar 2026, 19:15 Uhr: Edelmetalle ziehen weiter an
Goldpreis und Silberpreis bauen ihre Gewinne am Nachmittag deutlich aus. Gold erreicht mit Kursen über 4.600 USD (3.950 EUR) neue Rekorde. Das Gleiche gilt für Silber. Mit 85,80 USD / 73,50 EUR steigt der Silberpreis um mehr als 7 Prozent. Interessant: Auch die systematisch short-positionierten US-Banken wechselten bei Silber jetzt auf die Käuferseite.

Gold profitiert von der überraschenden Eskalation zwischen US-Regierung und Federal Reserve. Die Androhung einer möglichen Anklage gegen die Fed schwächt den Dollar und lenkt Kapital in sichere Anlagen. Gleichzeitig verstärken tödliche Proteste im Iran die Risikoaversion. Dabei bleiben fallende US-Zinsen, geopolitische Spannungen und die Schwäche des Dollars die treibenden Faktoren.

Vortag – Starker Schluss am Freitag

Am Freitagnachmittag setzte der Goldpreis zu einem erneuten Anstieg an. Schwache US-Arbeitsmarktdaten sorgten für zusätzlichen Rückenwind. Trotz eines kurzen Rücksetzers drehte der Markt erneut nach oben und Gold schloss am Spotmarkt 0,7 Prozent fester bei 4.509 USD. Auf Eurobasis markierte der Kurs mit 3.875 EUR ein neues Rekordhoch. Silber legte 3,8 Prozent auf 79,93 USD bzw. 68,69 EUR zu. Gleichzeitig stieg an der Wall Street die Erwartung an ein kräftiges Wirtschaftswachstum, was die Aktienmärkte stützte.

Ausblick – Wichtige Termine und politische Impulse

In den USA wird diese Woche eine Entscheidung zum Thema reziproke Zölle erwartet – voraussichtlich am Mittwoch. Zudem bleibt Donald Trump ein permanenter Unsicherheitsfaktor für die Märkte. Seine Äußerungen zu territorialen Interessen, Rüstungsausgaben oder Unternehmen beeinflussen die Stimmung regelmäßig. Offen ist weiterhin, wen Trump für das Amt des nächsten Fed-Präsidenten nominieren wird.
Wichtige Wirtschaftsdaten stehen am Montag nicht an, allerdings sprechen am Abend zwei Fed-Mitglieder (Bostic, Barkin).

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis auf Rekordkurs: Neue Stärke am Futures-Markt

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Gold bleibt volatil, erreicht aber auf Euro-Basis ein Rekordhoch. Steigender Open Interest und CoT-Daten signalisieren frische Marktstärke.

Goldbarren auf US-Flagge – Symbol für Goldpreis und Terminmarkt in den USA
Goldbarren auf der US-Flagge: Der amerikanische Terminmarkt bleibt ein zentraler Treiber für den Goldpreis.

Goldpreis volatil nach oben

Der Goldpreis hat erneut eine volatile, aber klar bullische Handelswoche absolviert. Dabei erreichte Gold auf Euro-Basis ein neues Rekordhoch, weil der stärkere US-Dollar den Umrechnungseffekt verstärkte.

Gold bleibt volatil, aber klar bullisch – Open Interest und Auslieferungen ziehen an, COMEX-Bestände rückläufig.

Am Freitag beendete das Edelmetall den US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) mit 4.518 USD pro Unze, was 3.881 EUR entsprach. Damit verteuerte sich Gold innerhalb einer Woche um 4 Prozent.

Mehr zu den Tagesbewegungen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

CoT-Daten wieder aktuell

Nachdem aufgrund des US-Shutdowns über Wochen keine aktualisierten CoT-Daten vorlagen, veröffentlicht die Commodity Futures Trading Commission die Zahlen nun wieder regulär. Der jüngste Bericht zeigt die Positionierung der größten Händlergruppen per 6. Januar 2026.

Gold-CoT-Daten-06.01.26
Gold-CoT-Daten-06.01.26
CoT-Daten Gold vom 6. Januar 2026
CoT-Daten Gold vom 6. Januar 2026

Commercials: Die kommerziellen Marktteilnehmer wiesen eine Netto-Short-Position von 272.035 Kontrakten auf – ein Rückgang um 1 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vor allem die eigentlichen Goldverwender („Smart Money“: Produzenten, Großhändler, Raffinerien etc.) reduzierten ihre Absicherungspositionen stärker (Netto-Verkäufe –7 %).

Große Spekulanten: Die Netto-Long-Position der Managed-Money-Gruppe sank um 1,5 Prozent auf 227.632 Kontrakte.

Open Interest zieht deutlich an

Die Summe aller offenen Gold-Kontrakte stieg zunächst moderat um 1,3 Prozent auf 488.116 Kontrakte (Dienstag) und wuchs bis Freitag um weitere 3,7 Prozent auf 506.020 Kontrakte. Das ist der höchste Stand seit Oktober 2025 und signalisiert eine klare Zunahme der Handelsaktivität an der COMEX.

Gold-Optionen: Mehr Puts – aber weiterhin Call-Dominanz

Auch im Optionsmarkt zog die Aktivität an. Das Open Interest stieg um 7,7 Prozent auf 781.742 Optionen. Dabei erhöhte sich die Put/Call-Ratio auf 0,687. Damit wurden mehr Put- als Call-Optionen aufgebaut, doch insgesamt liegen die Call-Wetten weiterhin vorn: Auf 100 Put-Optionen kamen 146 Call-Optionen – ein Zeichen für anhaltend bullische Erwartungen.

COMEX-Bestände und physische Deckung

Die Goldbestände in den COMEX-Lagern sind leicht gesunken. Denn für 8. Januar 2025 wird ein Gesamtinventar von 36,31 Millionen Unzen gemeldet. Das sind 90.000 Unzen weniger als vor einer Woche. Die Bestände der Kategorie „registered“ (sofort verfügbar) beliefen sich auf 19,18 Millionen Unzen, was wie in der Wochewoche 53 Prozent der Gesamtbestände entspricht.

Bezogen auf die gesamten Lagerbestände lag die physische Deckung im Gold-Futures-Handel bei 72 Prozent, nach 75 Prozent in der Vorwoche. Historisch ist das ein hohes Niveau; in den vergangenen Jahren schwankte die Spanne zwischen etwa 30 und über 80 Prozent.




Auslieferungsanträge steigen weiter

Für den Januar-Kontrakt liegen nun 6.683 Anträge auf physische Auslieferung vor – rund 21 Tonnen Gold. Damit kamen innerhalb einer Woche 2.434 (7,5 Tonnen) hinzu. Im Dezember hatten 37.098 Anträge vorgelegen. Das entsprach rund 115 Tonnen.

Der historische Rekord stammt vom Januar 2025 mit insgesamt 238 Tonnen.

Zur Übersicht: CoT-Daten Gold – Wöchentliche Auswertung

Goldpreis-Volatilität bleibt hoch

Auch die jüngste Handelswoche war von starken Schwankungen geprägt, doch am Ende setzten sich erneut die Käufer durch. Am Freitagnachmittag kam nach schwächeren US-Arbeitsmarktdaten zusätzliche Dynamik auf. Aber auf Dollar-Basis wurde noch kein neues Rekordhoch erreicht.

Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 05.01. bis 09.01.26
Goldpreis in US-Futures-Handel (Februar-Kontrakt) im Zeitraum vom 05.01. bis 09.01.26

Ausblick: Neue Dynamik möglich

Die Terminmarktdaten deuten auf wieder zunehmende Marktstärke hin. Der jüngste Kursanstieg hat mehr Händler in den Markt gelockt, was der steigende Open Interest bestätigt. Dennoch dürfte der Bereich um das Rekordhoch hart umkämpft bleiben.

Mehr Ausblick: Goldpreis 2026: Warum das neue Jahr alles verändern könnte

US-Arbeitsmarkt kühlt ab – Non-farm Payrolls enttäuschen

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US-Arbeitsmarkt zeigt Schwäche: Payrolls nur +50.000, Arbeitslosenquote fällt auf 4,4 Prozent. Märkte erwarten stabile Fed-Zinsen. Der Goldpreis steigt.

Die US-Arbeitsmarkt-Daten für Dezember fielen schwächer aus als erwartet. Die Nonfarm-Payrolls stiegen lediglich um 50.000 Stellen, deutlich unter den Prognosen von 70.000. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent. Die Daten bestätigen ein weiter abkühlendes Beschäftigungsumfeld, das bereits die dreifache Zinssenkung der Federal Reserve zum Jahresende 2025 begünstigt hatte. Händler rechnen dennoch mit stabilen Zinsen im Januar, während die Märkte positiv reagierten. Goldpreis udn Silberpreis zogen am Nachmittag an.

Goldreporter-Kommentar: Die schwachen Arbeitsmarkt-Daten schüren Erwartungen an neuerliche Zinssenkungen in den USA. Ein Umfeld, das Gold begünstigt. Nachdem zuletzt andere Goldpreis-Faktoren dominierten, könnte der erneute Fokus auf die Geldpolitik die Edelmetallen zusätzlich antreiben.

Goldpreis und Silberpreis steigen – knappe Ware treibt Aufgelder nach oben

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Gold und Silber steigen weiter. Knappe Ware, hohe Nachfrage und steigende Aufgelder prägen den Handel – besonders im Silber-Segment.

Gold- und Silberpreis steigen – knappe Ware treibt Aufgelder im Handel nach oben
Gold- und Silberpreise steigen weiter. Händler melden knappe Ware und hohe Aufgelder im Edelmetallhandel.

Goldpreis und Silberpreis nahe Rekordständen

Gold- und Silberpreise bewegen sich weiter in der Nähe ihrer Rekordmarken. Beide Märkte bleiben hochvolatil, wobei sich der Silbermarkt zunehmend im Ausnahmezustand befindet. Die starken Kursanstiege der vergangenen Wochen, die angespannte Angebotslage und die intensive institutionelle wie private Silbernachfrage führen zu deutlicher Warenknappheit und steigenden Preisaufschlägen.

Starke Nachfrage trifft auf geringe Bestände – Händler erwarten erst in einigen Wochen eine Entspannung bei Preisen und Aufgeldern.

Am Freitag um 14:00 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.465 USD bzw. 3.835 EUR. Damit lag der Goldkurs auf Eurobasis nur wenige Euro unter einer neuen Bestmarke. Silber notierte bei 77,49 USD bzw. 66,44 EUR. Die jüngsten Höchststände von 81,23 USD bzw. 69,51 EUR wurden am 6. Januar 2025 erreicht.

Mehr: Livecharts & tagesaktuelle News unter Goldpreis aktuell 

Angebotslage im Handel angespannt

Laut Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service, sind die Aufgelder zuletzt gestiegen. Er beschreibt gegenüber Goldreporter die aktuelle Situation so:
„Die Aufgelder sind gemäß des üblichen Marktgesetzes zu Angebot und Nachfrage leicht angestiegen. Die erhöhte Nachfrage hat die Lagerbestände der Händler sinken lassen, so dass bis Ware nachproduziert und geliefert werden kann natürlich was die Preise für Bestandsware leicht ansteigen ließ.“

Zusätzlich fließt viel Recyclingsilber zurück in den Markt, das erst aufgearbeitet werden müsse, bevor daraus neue Produkte entstehen können.

Weiter sagt Lochmann: „Es wird noch ein paar Wochen dauern bis sich alles auf das neue Niveau eingependelt hat. Händler und Banken ohne Eigenbestand haben außerdem mit gestiegenen Metall-Leihezinsen zu kämpfen, die sie natürlich auch versuchen über Handelsaufschläge an die Kunden weiterzugeben.“

Zur aktuellen Geschäftslage sagt er: „Sowohl Ankauf als auch Verkauf laufen zum Start des neuen Jahres auf hohem Niveau weiter. Silber sogar etwas stärker, da der schnelle Preisanstieg und die Medienberichterstattung über eine mögliche Verknappung des Metalles viele Investoren angelockt haben.“

Lesen Sie dazu auch unseren Hintergrundartikel: Lieferketten & Engpässe im Edelmetall-Handel: Ursachen, Folgen, Muster




Gold kaufen: Aufgeld rückläufig, aber erhöhtes Niveau

Die aktuelle Goldreporter-Preisabfrage unter fünf großen deutschen Edelmetall-Händlern zeigt folgende Ergebnisse (Vergleichswerte vom 2. Januar 2026):

  • Krügerrand (neu): Ø 3.986 Euro (+101 Euro), Aufgeld 3,94 Prozent (zuvor 4,51 Prozent). Ältere Jahrgänge bleiben bis zu 90 Euro günstiger.
  • 100-g-Goldbarren: Ø 12.686 Euro (+335 Euro), Aufgeld sinkt auf 2,9 Prozent (nach 3,3 Prozent).

Die erhöhten Spreads (6 % bei Krügerrand; knapp 5 Prozent bei 100g-Goldbarren) resultierten zuletzt von einem niedrigeren Verkaufspreisniveau. Das Aufgeld war vergangenen Woche (zum Jahreswechsel) stark angestiegen, nun fand ein Rücklauf statt. 

Preisdaten vom 9. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.
Preisdaten vom 9. Januar 2026 – Durchschnittswerte deutscher Edelmetallhändler für Krügerrand, Maple Leaf, Silberbarren und Goldbarren.

Silber: Knappe Ware, steigendes Aufgeld

Im Silbergeschäft setzt sich die angespannte Lage fort. Aufgelder und Spreads steigen weiter, und viele beliebte Produkte sind ausverkauft. Maple-Leaf-Silberunzen des aktuellen Jahrgangs erreichen mittlerweile in einigen Shops dreistellige Preise.

  • Maple Leaf (neu): Ø 93,80 EUR(+6,6 EUR), Aufgeld steigt auf 41 Prozent. Ältere Jahrgänge bis zu 6 EUR günstiger.
  • 1-kg-Silberbarren: Ø 2.848 EUR (+175 Euro), Aufgeld bei 33 Prozent (zuvor 31,8 %).

Der Preisvorteil größerer Einheiten wächst damit weiter – dennoch sind große Barren derzeit schwer verfügbar.

Mehr zum Thema: Gold kaufen – Faire Preise für Münzen und Barren

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China erhöht Goldreserven erneut – Rekordwert im Dezember erreicht

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Chinas Goldreserven steigen auch im Dezember weiter. Trotz kleiner Zukäufe erreicht der Wert der Bestände mit 319,45 Milliarden US-Dollar ein neues Rekordniveau.

China setzt Goldkaufserie im Dezember fort
Auch im Dezember meldet China leichte Goldkäufe. Der Wert der Goldreserven erreichte ein neues Rekordhoch.

China hält Goldkauf-Serie aufrecht

China hat im November erneut Gold zugekauft und damit seine Serie monatlicher Aufstockungen fortgesetzt. Nach Angaben der Devisenbehörde SAFE erhöhten sich die Bestände – wie bereits im Oktober – um 30.000 Unzen auf nun 74,15 Millionen Unzen. Das entspricht rund 0,9 Tonnen. Damit steigen die offiziellen Reserven der People’s Bank of China auf umgerechnet 2.306,32 Tonnen. Es ist der vierzehnte monatliche Anstieg in Folge, wenngleich die Dynamik zuletzt nachgelassen hat.

China erhöht im Dezember erneut seine Goldreserven – kleine Zukäufe, aber klare strategische Linie.

Goldreserven – Muster der Meldepraxis

China veröffentlichte seine Goldreserven historisch oft in unregelmäßigen Abständen. Auf längere Pausen folgten meist Phasen mit monatlichen Anpassungen. Zwischen November 2022 und April 2024 kamen so rund 316 Tonnen hinzu, bevor es einige Monate keine neuen Angaben gab. Seit Herbst 2024 meldet die PBOC nun wieder regelmäßig Zukäufe.

Chinesische Goldreserven

Die Tabelle zeigt monatliche Goldzukäufe der chinesischen Zentralbank seit 2022. Datenquelle: SAFE / PBOC.
MonatZugang in tZugang in Uz
November 202232,031.030.000
Dezember 202230,17970.000
Gesamt 2022 62,20 2.000.000
Januar 202314,93480.000
Februar 202324,88800.000
März 202318,04580.000
April 20238,08260.000
Mai 202316,86510.000
Juni 202321,15680.000
Juli 202323,02740.000
August 202328,93930.000
September 202326,13840.000
Oktober 202323,02740.000
November 202311,82380.000
Dezember 20239,02290.000
Gesamt 2023 225,98 7.230.000
Januar 20249,95320.000
Februar 202412,13390.000
März 20244,97160.000
April 20241,8760.000
November 20244,97160.000
Dezember 202410,26330.000
Gesamt 2024 44,15 1.420.000
Januar 20254,97160.000
Februar 20254,97160.000
März 20252,8090.000
April 20252,1770.000
Mai 20251,9060.000
Juni 20252,1570.000
Juli 20251,9060.000
August 20251,9060.000
September 20251,2440.000
Oktober 20250,9030.000
November 20250,9030.000
Dezember 20250,9030.000
Gesamt 2025 25,87 860.000
Gesamt seit 2022358,06 11.510.000

Währungsreserven legen zu – Goldanteil steigt

Parallel zu den Goldkäufen wuchsen auch die chinesischen Währungsreserven. Im Dezember erhöhten sie sich um 0,6 Prozent auf 3.744,30 Milliarden US-Dollar. Der Gold-Anteil stieg leicht von 8,3 Prozent auf 8,5 Prozent. Mit einem rechnerischen Gegenwert von 319,45 Milliarden US-Dollar erreichten die Goldbestände zudem ein neues Rekordniveau.

Einordnung – Reservepolitik mit Signalwirkung

Die anhaltenden, wenn auch moderaten monatlichen Käufe unterstreichen die langfristige Ausrichtung der chinesischen Reservepolitik. Peking verfolgt weiterhin das Ziel, die Abhängigkeit vom US-Dollar schrittweise zu reduzieren und Gold stärker in der strategischen Reservestruktur zu verankern. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen hat daher selbst ein vergleichsweise kleiner Zuwachs Signalwirkung: Goldreserven bleiben für China ein zentraler Stabilitätsfaktor.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – aktuelle Entwicklungen und Rangliste der Länder

Goldpreis aktuell: Stabil bei 4.471 USD – Leicht fester Silberpreis (Freitag)

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Goldpreis startet am Freitag stabil bei 4.471 USD. Silber legt leicht zu. Händler warten auf US-Arbeitsmarktdaten und europäische Impulse.

Goldpreis heute – Ruhiger Start am Freitag

Der Goldpreis startet am Freitag nahezu unverändert. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze 4.471 USD bzw. 3.838 EUR. Das entspricht einem minimalen Minus von 0,1 Prozent. Silber legte leicht zu und erreichte 77,30 USD bzw. 66,35 EUR. Auch die Aktienmärkte begannen den Tag ohne klare Richtung.

Goldpreis bei 4.471 USD – geringe Bewegung vor den US-Arbeitsmarktzahlen.

Update, 9. Januar 2026, 16:45 Uhr: Kursschub nach US-Jobdaten
Goldpreis und Silberpreis ziehen nach Bekanntgabe schwacher US-Arbeitsmarktdaten an. Gold notiert mit 4.514 USD / 3.878 EUR auf Rekordniveau. Silber steigt um mehr als 3 Prozent auf 79,87 USD / 68,64 EUR.

Vortag – Spätes Comeback nach Iran-Schlagzeilen

Am Donnerstag zeigte Gold nach einem schwachen Vormittag eine späte Gegenbewegung. Meldungen über eine Eskalation der Massenproteste im Iran sorgten am Abend für Nachfrage nach sicheren Anlagen. Gold schloss bei 4.477 USD (3.840 EUR), ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber Vortag. Silber erholte sich ebenfalls, blieb aber mit 76,99 USD (66,03 EUR) dennoch 1,5 Prozent im Minus. Parallel verbesserten sich in den USA die Konjunkturerwartungen, wovon zyklische Aktien stärker profitierten.

Ausblick

Im Mittelpunkt stehen am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten (Non-farm Payrolls). Zudem folgt das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan. Aus Europa kommen Einzelhandelsumsätze, die deutsche Handelsbilanz sowie Produktionsdaten. Händler rechnen vor den US-Daten mit erhöhter Intraday-Volatilität.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold und Silber schwanken kräftig – ETFs verzeichnen hohe Abflüsse

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Goldpreis volatil: Gold und Silber schwanken deutlich, während GLD und SLV zum Jahresstart mehr als eine Milliarde Dollar an Kapitalabflüssen melden.

Gold- und Silberbarren mit unscharfen Finanzcharts im Hintergrund – steigende Preise und hohe ETF-Abflüsse
Gold- und Silberbarren vor Finanzcharts: Trotz starker Preise melden GLD und SLV deutliche Abflüsse.

Goldpreis nahe Rekordhoch

Der Goldpreis notiert zuletzt nahe an seinem Rekordhoch vom Dezember, zeigte sich allerdings sehr volatil. Am Mittwoch schloss Gold im US-Futures-Handel (Januar-Kontrakt) mit 4.462 USD pro Unze (3.821 EUR). Damit stieg der Kurs innerhalb einer Woche um 3,2 Prozent. Währenddessen verteuerte sich Silber um 11 Prozent auf 78,28 USD (67,03 EUR).

Trotz starker Preise fließen über 1,2 Milliarden USD aus den größten Gold- und Silber-ETFs ab.

Mehr dazu: Tagesaktuelle Kursentwicklung unter Goldpreis aktuell

GLD verliert fast eine halbe Milliarde USD

Der Gold-ETF SPDR Gold Shares (GLD) verzeichnete zum Jahresauftakt deutliche Mittelabflüsse. Zwischen dem 2. und 7. Januar 2026 kam es zu deutlichen Abgängen, nur am 6. Januar wurde ein größerer Zufluss verbucht. Unter dem Strich ergibt sich ein Nettoabfluss von rund 471 Mio. USD. Parallel sank das Inventar um 3,43 Tonnen auf zuletzt 1.067,13 Tonnen. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger zum Jahresbeginn Positionen neu ausrichten und Gewinne im Umfeld der hohen Goldpreise realisieren. Ein GLD-Anteil ist offiziell mit 0,1 Feinunzen physisch gedeckt.

Hintergrund: Der ETF-Mechanismus im Detail – Wie der Handel mit SPDR Gold Shares funktioniert

GLD-Kapitalflüsse 2.–7. Januar 2026: 471 Mio. USD Nettoabflüsse
Kapitalbewegungen im Gold-ETF GLD vom 2. bis 7. Januar 2026: Abflüsse von 471 Mio. USD zum Jahresauftakt.




Größter Silberfonds: Abflüsse trotz steigender Preise

In die gleiche Richtung entwickelte sich der iShares Silver Trust (SLV). Auch hier gab es trotz des starken Silberpreis-Anstiegs deutliche Kapital- und Bestandsminderungen.

Das Inventar verringerte sich um 344,31 Tonnen auf 16.099,83 Tonnen. Begleitet wurde der Bestandsrückgang von Nettoabflüssen in Höhe von 797 Millionen US-Dollar. 

Die Abflüsse lassen sich sowohl als mögliche Gewinnmitnahmen interpretieren als auch als Hinweis auf physische Metallabzüge, die bei steigender Nachfrage am Silbermarkt auftreten können. Pro ausgegebenem SLV-Anteil muss der Betreiber eine Unze Silber physisch hinterlegen. 

Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 7. Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.
Gold- und Silberbestände in GLD und SLV per 7. Januar 2026 sowie die Veränderung gegenüber der Vorwoche.

Bedeutung für Silber- und Goldpreis

Edelmetall-ETFs dienen häufig als gut sichtbarer Indikator für die Marktstimmung. Zuflüsse deuten eher auf Vertrauen in den Trend hin, während Abflüsse meist taktische Umschichtungen oder Liquiditätsbedarf widerspiegeln. Für die kurzfristige Preisbildung bleibt jedoch der Terminmarkt entscheidend. ETF-Veränderungen setzen häufig zeitversetzt ein und zeigen vor allem die mittelfristigen Positionierungen größerer Anlegergruppen.

Passend dazu: Nachrichten und Analysen zur internationalen Goldmarkt-Entwicklung

Goldpreis aktuell: Zweiter Verlusttag bei 4.437 USD – Silber erneut schwächer

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Der Goldpreis bleibt am Donnerstag unter Druck und notiert bei 4.437 USD. Silber verliert deutlicher an Boden. US-Daten im Fokus.

Goldpreis am Donnerstag

Der Goldpreis schwächt sich am Donnerstag weiter ab. Um 8:15 Uhr notierte die Feinunze bei 4.437 USD / 3.798 EUR, ein Minus von 0,5 Prozent. Silber verliert erneut stärker und fällt um 2,4 Prozent auf 76,48 USD / 65,44 EUR. Auch die Aktienmärkte starten leicht schwächer in den Tag.

Gold gibt am Donnerstag nach, Silber erneut schwächer. Fokus liegt auf Arbeitsmarkt- und Preisdaten.

Die Edelmetalle rutschen den zweiten Tag in Folge ab. Entscheidende technische Unterstützungen bei Gold, falls das Momentum weiter nachlässt: 4.338 USD und 3.700 EUR. 

Vortag – Silver- und Goldpreis gefallen

Gold gab am Mittwoch 0,8 Prozent nach und schloss bei 4.456 USD / 3.816 EUR. Silber kam deutlicher zurück und fiel nach dem Rekordhoch auf 78,18 USD / 66,95 EUR, ein Tagesverlust von rund 3,8 Prozent.

Ausblick

Marktteilnehmer achten heute besonders auf die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten sowie die US-Handelsbilanz. Aus Europa kommen Verbrauchervertrauen, Inflationserwartungen und Erzeugerpreise. Diese Daten könnten Hinweise auf die kurzfristige Marktstimmung liefern, während geopolitische Spannungen im Hintergrund präsent bleiben, jedoch aktuell weniger direkten Einfluss auf den Goldpreis zeigen.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis: Hohe Volatilität – Aufwärtstrend schwächt sich ab

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Der Goldpreis bleibt hochvolatil. Der Aufwärtstrend zeigt Ermüdung, während US-Futures nur knapp unter dem Rekordhoch notieren.

Goldpreis kurzfristig hochvolatil – charttechnische Betrachtung per 6. Januar 2025
Goldchart in US-Dollar; Basis: US-Futures, Tagesschlusskurse vom 6. Januar 2026, 6-Monats-Betrachtung.

Rebound nach Rücksetzer

Am Dienstag schloss der Goldpreis im US-Futures-Handel (Januar-Kontrakt) mit 4.498 US-Dollar pro Unze. Damit stand der Kurs nur noch 0,8 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Dezember. Gegenüber der Vorwoche stieg Gold um 3,7 Prozent. In der Vorwoche war der Kurs noch um 3,4 Prozent gefallen.

Goldpreis bleibt extrem volatil – Trendermüdung nach Rebound, wichtige Unterstützungen rücken stärker in den Fokus.

Hinweis: Die Analyse bezieht sich auf den US-Futures-Markt. Aktuelle Spotpreise finden Sie wie gewohnt unter „Goldpreis aktuell“.

Goldpreis in steigendem Keil

Der Blick auf die Chartdarstellung (6 Monate, oben) zeigt die ungeheure Volatilität der jüngsten Goldpreis-Bewegung. Weiterhin bewegt sich der Goldchart innerhalb eines breiten Keils, der sich zwischen dem November-Tief (3.930 USD) und dem Oktober-Hoch (4.357 USD) aufspannt. Dabei handelt es sich eigentlich um ein bärisches Chartmuster, das eine Schwächung des Aufwärtstrends signalisiert. 

Unterstützungen und Widerstände 

Per Tagesschlusskurs am 6. Januar 2025 lag der letzte Widerstand bei 4.532 USD (Rekordhoch). Dagegen befinden sich die kurzfristigen Unterstützungen bei 4.480 USD, 4.357 USD und besonders im Bereich von 4.338 USD. Denn an der letztgenannten Schwelle gab es seit Oktober mehrfach markante Richtungswechsel.

Marktstimmung und Indikatoren

Mit einem RSI von 66 lag das Sentiment (14 Tage) knapp unter dem überkauften Bereich. Durch den Kursrutsch am Wochenanfang entspannt sich die stark überkaufte Lage. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf sehr hohe 24 Prozent angestiegen. Währenddessen ist die 50-Tage-Linie aktuell 7 Prozent entfernt – typischer erster Anlaufpunkt bei einer möglichen Konsolidierung.

Euro-Goldpreis in Rekordnähe

Der Euro-Goldpreis hat sich am Dienstag mit 3.849 EUR auf wenige Cent an das Rekordhoch vom 26. Dezember angenähert. Ansonsten zeigt sich hier die gleiche Systematik wie auf Dollar-Basis. Ein steigender Keil deutet bei hoher Volatilität auf eine Abschwächung des Aufwärtstrends hin. Der RSI liegt erhöht bei 66.  

Goldpreis-Chart in EUR, 6 Monate per 6. Januar 2025. Hohe Volatilität im bärischen Keil.
Goldpreis in Euro, US-Futures, 6 Monate, Schlusskurse per 6. Januar 2026.

Hier liegen die kurzfristigen Unterstützungen hier bei 3.800 EUR, 3.750 EUR und vor allem an der Schwelle von 3.700 EUR. Ein Bruch dieser Marke kann schnell technische Folgeverkäufe auslösen. 

Goldpreis-Ausblick

Die anhaltend hohe Schwankungsbreite beim Goldpreis zeigt, wie hart Bullen und Bären derzeit um die kurzfristige Marktführung ringen. Zugleich profitierte Gold zuletzt deutlich von der dynamischen Silber-Rally, die zusätzliche Impulse in den Markt brachte. Auffällig ist auch der Zustrom kurzfristig orientierter Gelder, der die Bewegung zeitweise verstärkte. Angesichts der zurückliegenden, steilen Aufwärtsphase wäre eine Konsolidierung um 10 Prozent weiterhin keine Überraschung.

Weitere Einordnungen finden Sie in unserer Übersicht: Goldpreis-Charttechnik – Übersicht der Analysen.

Silberimporte der Türkei steigen um 550 Prozent – Gold bleibt gedeckelt

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In der Türkei steigen Silberimporte binnen eines Jahres um 550 Prozent. Gold bleibt dagegen im November unter 15 Tonnen gedeckelt.

Silberbarren mit Türkei-Flagge – Silberimporte steigen um 550 Prozent
Silberbarren vor der Türkei-Flagge: Die Silberimporte der Türkei steigen im Jahresvergleich um 550 Prozent, während Gold unter 15 Tonnen bleibt.

Silber in die Türkei: +550 Prozent im Jahresvergleich

Die Türkei meldet erneut außergewöhnlich hohe Silberimporte. Nach kräftigen 182 Tonnen im Oktober verzeichnete die Borsa Istanbul im November weitere 131 Tonnen. Damit sinkt die Menge zwar um 27 Prozent gegenüber dem starken Vormonat, liegt jedoch mehr als sechsmal höher als im Vorjahr (+554 Prozent). Der Rekordwert stammt weiterhin aus November 2023 mit 188 Tonnen.

Türkei-Importe: Gold bleibt bei 13 Tonnen, Silber steigt im Jahresvergleich um über 550 Prozent.

Die Dynamik dürfte auch mit dem hohen Goldpreis zusammenhängen: In der Schmuckindustrie gewinnt Silber als günstigere Alternative zunehmend an Bedeutung. Zudem dient die Türkei verstärkt als Transitknoten für Lieferungen in Richtung Asien – insbesondere nach Indien. In Lira gerechnet verteuerte sich Silber innerhalb eines Jahres um rund 230 Prozent.

Mehr zum aktuellen Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten



Goldimporte bleiben unter 15 Tonnen

Die Goldzufuhren verharren dagegen auf niedrigem Niveau. Laut Borsa Istanbul wurden im November rund 13 Tonnen Gold eingeführt. Damit bleibt das monatliche Importvolumen seit zwei Jahren unter der inoffiziellen Schwelle von 15 Tonnen. Im Vergleich zum Oktober ergibt sich ein Plus von 3 Prozent, auch gegenüber dem Vorjahr liegt der Wert höher.

Trotzdem bleibt das strukturell gedämpfte Niveau bestehen. Im Jahresverlauf summieren sich die Goldimporte 2025 auf 115 Tonnen – ein Zuwachs von 4 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Goldpreis in Lira binnen eines Jahres verdoppelt.

Goldimporte der Türkei seit 2017, seit zwei Jahren unterhalb von 15 Tonnen gedeckelt.
Monatliche Gold-Importe der Türkei seit 2017 in Kilogramm: Gedeckelte seit rund zwei Jahren unter 15 Tonnen (Quelle: Borsa Istanbul)

Wirtschaftlicher Hintergrund

Türkische Haushalte zählen traditionell zu den weltweit wichtigsten Käufern von Edelmetallen, insbesondere von Schmuck. Dieses Segment reagiert jedoch sehr sensibel auf Preissteigerungen. In Lira notierten Gold und Silber zuletzt wiederholt auf Rekordniveaus.

Die Inflation ist trotz deutlicher Abkühlung weiterhin ein Belastungsfaktor. Sie fiel von 85 Prozent im Oktober 2022 auf aktuell knapp 31 Prozent. Gleichzeitig verlor die Türkische Lira in den vergangenen zwölf Monaten rund 18 Prozent gegenüber dem US-Dollar – ein weiterer Faktor, der Edelmetallpreise im Inland nach oben treibt.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

Goldpreis heute: Schwächer bei 4.450 USD – Silber fällt vom Rekordhoch (Mittwoch)

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Gold startet schwächer in den Mittwoch. Silber gibt zwei Prozent ab. Impulse kommen von deutschen Einzelhandelszahlen und dem US-ISM-Index.

Goldpreis am Mittwoch

Der Goldpreis gab am Mittwochmorgen nach. Um 8:15 Uhr lag die Feinunze am europäischen Spotmarkt bei 4.450 USD bzw. 3.806 EUR. Das entspricht einem Rückgang um ein Prozent gegenüber dem Vortag. Silber fiel deutlicher und notierte zwei Prozent niedriger bei 79,40 USD / 67,88 EUR. Dabei blieben die Aktienfutures (DAX und US-Indizes) stabil.

Vortag – Neuer Rekord bei Silber

Am Dienstag erreichte Silber ein neues Rekordhoch von 81,25 USD bzw. 69,50 EUR. Die Tagesperformance betrug plus sechs Prozent. Gold zog mit, näherte sich mit 4.494 USD bis auf 0,8 Prozent dem Rekordhoch. Auf Euro-Basis fehlten nur fünf Euro für eine neue Bestmarke.

Ausblick

Heute stehen mehrere konjunkturelle Impulse auf der Agenda. In Deutschland veröffentlicht das Statistische Bundesamt die Einzelhandelsumsätze für November und die Arbeitsmarktdaten für Dezember. Aus den USA folgen der ISM-Index Dienstleistungen, die Auftragseingänge und die JOLTs-Zahlen zu offenen Stellen. Diese Indikatoren könnten die kurzfristige Volatilität an den Edelmetallmärkten erhöhen.

Mehr dazu zum aktuellen Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldreserven steigen weiter: Schwellenländer treiben Zentralbankkäufe

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Die globalen Goldreserven sind im November erneut gewachsen. Vor allem Brasilien und Polen setzen mit ihren Käufen strukturelle Impulse auf dem Goldmarkt.

Goldreserven der Zentralbanken: Goldbarren symbolisieren wachsende staatliche Bestände
Goldbarren stehen sinnbildlich für den fortgesetzten Aufbau von Goldreserven durch Zentralbanken weltweit.

Goldreserven: Zentralbanken bleiben auf Einkaufstour

Die weltweiten Goldreserven sind im November erneut gewachsen. Neue Zahlen des World Gold Council zeigen, dass zahlreiche Zentralbanken ihre Bestände weiter ausbauen. Auffällig bleibt dabei die hohe Aktivität in den Schwellenländern, die den Goldmarkt mit spürbaren Käufen prägen.

Zentralbanken aus Schwellenländern treten weiterhin als treibende Kraft am Goldmarkt auf und verstärken den strukturellen Nachfrageimpuls.

Schwellenländer setzen Akzente

Besonders deutlich fiel der Aufbau in mehreren großen und mittelgroßen Volkswirtschaften aus. Brasilien erhöhte seine Goldreserven im November um 11,3 Tonnen auf insgesamt 172,4 Tonnen. Seit September summieren sich die Zukäufe damit auf 42,8 Tonnen.

Auch Polen setzte seine expansive Strategie fort. Das Land stockte seine Bestände um weitere 12,4 Tonnen auf nun 543,3 Tonnen auf. Innerhalb der vergangenen zwei Monate belief sich der Zuwachs bereits auf 28 Tonnen.

In Zentralasien blieb das Kaufinteresse ebenfalls hoch. Usbekistan meldete einen Anstieg um 9,6 Tonnen, was seit Oktober einem Plus von 19 Tonnen entspricht. Kasachstan kaufte im November weitere 8 Tonnen und kommt damit auf rund 43 Tonnen Zuwachs innerhalb von zwölf Monaten.

Rangliste der größten Goldhalter bleibt stabil

An der Spitze der weltweiten Goldhalter gab es keine Verschiebungen. Die USA führen weiterhin mit 8.133,5 Tonnen vor Deutschland (3.350,3 t), Italien (2.451,8 t) und Frankreich (2.437 t). China erhöhte seine Reserven nur geringfügig um rund 1 Tonne auf nun 2.304,4 Tonnen.

Alle Daten: Die vollständige Tabelle der weltweiten Goldreserven per Dezember 2025

Globaler Bestand steigt weiter

Insgesamt summieren sich die gemeldeten staatlichen Goldreserven laut WGC aktuell auf 36.492,1 Tonnen. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Anstieg von rund 35 Tonnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Länder regelmäßig Daten veröffentlichen. Staaten wie Iran, Israel oder Nordkorea fehlen in der laufenden Berichterstattung. Die WGC-Daten basieren auf offiziellen Angaben der Zentralbanken sowie ergänzenden Informationen des International Monetary Fund.

Mehr dazu: Internationale Goldreserven – neueste Entwicklungen, aktuelle Übersicht nach Ländern.

Goldpreis und Silberpreis nahe Rekorden – Momentum treibt Markt

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Silber- und Goldpreis handeln nahe ihren Dezember-Rekorden. Das Momentum dominiert, steigende Marktzinsen treten in den Hintergrund.

Goldpreis nahe Dezember-Rekorden – Silber gibt den Takt am Edelmetallmarkt vor
Gold notiert nahe den Dezember-Rekorden, während Silber mit starkem Momentum zusätzliche Impulse liefert.

Starkes Momentum bei Goldpreis und Silberpreis

Die Preise für Gold und Silber haben sich wieder deutlich an die Rekordmarken vom Dezember angenähert. Am Dienstagvormittag um 11 Uhr kostete die Feinunze Gold am Spotmarkt 4.445 USD bzw. 3.795 EUR. Gegenüber der Vorwoche ergibt sich ein Kursanstieg von 1,5 Prozent bzw. 2 Prozent (in EUR). Dagegen legte Silber um 4,2 Prozent zu auf 77,57 USD bzw. 66,20 EUR (+4,7 %).

Momentum und strukturelle Stärke dominieren den Edelmetallmarkt, während steigende Marktzinsen den Goldpreis kaum bremsen.

Mehr zum laufenden Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Aktuelle Marktbedingungen

Die Kursentwicklung bei den Edelmetallen ist aktuell vor allem geprägt …

  • von der Fortsetzung des positiven Momentums der Endjahresrally 2025,
  • durch anhaltende Volatilität mit kurzfristigen technischen Rücksetzern,
  • von der übergeordneten Silber-Rally mit starken Impulsen aus Fernost, vor allem aus China.

An der Shanghai Gold Exchange wurde Silber am Montag 7 Prozent über dem europäischen Spotkurs gehandelt. Das sind deutliche Signale eines Pull-Effekts, der über Arbitrage-Geschäfte physisches Metall nach China treibt. Die zusätzliche Silberexport-Regulierung Pekings schürt Ängste über eine weltweite Silber-Knappheit. Das treibt auch spekulatives Kapital in die anderen Edelmetalle. Die geopolitischen Spannungen (Venezuela) stützen die strukturelle Nachfrage nach Gold.

Steigende Marktzinsen

Dagegen spielen Zins- und Inflations-Aspekte vorübergehend eine untergeordnete Rolle. Zum einen wurden die Märkte auf einen flacheren Zinspfad vorbereitet, außerdem gab es bis zuletzt keine Überraschungen bei den offiziellen Inflationsraten.

Allerdings ziehen die Marktzinsen etwas an. So rentierten 10-jährige US-Staatsanleihen am Dienstag mit 4,18 Prozent (Vorwoche: 4,12 Prozent). Gleichzeitig stiegen auch die Renditen im Euroraum. Frankreich muss weiterhin Topzinsen zahlen – mit 3,59 Prozent. Die deutschen Marktzinsen sind angestiegen auf 2,88 Prozent.

Die Entwicklung passt zum aktuellen Marktumfeld, in dem auch die Aktienmärkte steigen (DAX auf Rekordhoch) und Staatspapiere weniger gefragt sind. 

Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 6. Januar 2025
Anleiherenditen in den USA und Europa – Übersicht am 6. Januar 2025

Goldpreis und Zinsen: Klassische Muster greifen nur noch eingeschränkt

Steigende Zinsen gelten traditionell als Belastung für Gold, sinkende Zinsen als Unterstützung. In der aktuellen Marktphase wirkt dieser Zusammenhang jedoch nur begrenzt. Statt klarer Abflüsse aus dem Edelmetall sind vor allem Umschichtungen innerhalb der Anlageklassen zu beobachten.

Zudem hat der Anleihezins einen Teil seiner Signalwirkung eingebüßt. Die Renditen werden derzeit stärker durch Angebotsfaktoren, Emissionsvolumina und Nachfrage nach Staatsanleihen geprägt als durch Konjunktur- oder Inflationserwartungen. Dadurch rückt der klassische Zinseffekt auf den Goldpreis kurzfristig in den Hintergrund.

Einordnung: Geldpolitik & Zinsen – Auswirkungen auf den Goldpreis

Goldpreis heute: Stabil bei 4.468 USD – Silber zieht weiter an (Dienstag)

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Goldpreis startet stabil in den Dienstag. Silber treibt den Markt mit deutlichen Gewinnen und notiert nahe Rekordhoch.

Gold heute

Der Goldpreis startet am Dienstag erneut fest in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.468 USD beziehungsweise 3.806 EUR. Das entsprach einem Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vortag, in Euro gerechnet 0,3 Prozent.

Während Silber weiter beschleunigt, hält sich der Goldpreis stabil knapp unter dem Rekordhoch.

Silber setzt seine Aufwärtsbewegung fort und steigt um 3,0 Prozent auf 78,86 USD beziehungsweise 67,17 EUR. Dabei liegt Gold nur noch 1,4 Prozent unter dem Rekordhoch vom 26. Dezember 2025, in Euro gerechnet 1,1 Prozent. Silber notiert sogar nur noch 0,4 Prozent unter seinem Bestwert.

Update, 6. Januar 2025, 16:30 Uhr: Silber steigt auf über 80 USD
Die Edelmetall-Rally hat nach US-Börsenstart weiter an Fahrt aufgenommen. Der Silberpreis klettert um mehr als 5 Prozent auf 80,45 USD bzw. 68,80 EUR (Rekordstände). Gold legt um 0,7 Prozent zu auf 4.480 USD bzw. 3.831 EUR (+0,9 %).

Vortag – Starker Wochenauftakt

Zum Wochenauftakt hatten Gold und Silber deutlich zugelegt. Gold schloss am Montag mit einem Plus von 2,7 Prozent bei 4.449 USD, während Silber um 5,1 Prozent auf 76,59 USD anzog.

Dabei spielte die Festsetzung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch die USA nur eine untergeordnete Rolle. Mehr zum Thema: Goldpreis: US-Angriff auf Venezuela stärkt Argumente für Gold

Dagegen wirkten strukturelle Faktoren stärker. Vor allem die robuste Silbernachfrage, Knappheitsängste und spekulative Zuflüsse treiben den Markt. In China wurde Silber in der vergangenen Woche rund 5 Prozent über dem europäischen Spotkurs gehandelt und setzte damit wichtige Impulse.

Ausblick

Konjunkturelle Impulse bleiben auch am Dienstag überschaubar. In Deutschland wird die Inflationsrate für Dezember veröffentlicht. Deshalb dürfte die Entwicklung bei Gold und Silber weiterhin vor allem von den jüngsten Nachfrage- und Angebotsfaktoren bestimmt werden.

Mehr dazu zum aktuellen Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis: US-Angriff auf Venezuela stärkt Argumente für Gold

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Venezuela spielte in der Vergangenheit mehrfach eine politische Rolle am Goldmarkt. Der US-Angriff erhöht laut JP Morgan die Bedeutung von Gold als sicherem Hafen.

Gold profitiert von geopolitischer Eskalation nach US-Angriff auf Venezuela
Gold rückt nach US-Militäreinsatz in Venezuela erneut in den Fokus der Anleger. Venezuela hat eine politische Vergangenheit mit Gold.

Der Goldpreis legte zum Wochenauftakt deutlich zu. Der US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro stärkten laut JP Morgan die Argumente für Gold als sicheren Hafen. Zwar habe der Goldpreis nach einem kurzen Ausschlag wieder nachgegeben. Doch die zunehmende geopolitische Unsicherheit in Lateinamerika stütze den positiven Ausblick, heißt es. Der Ölmarkt dürfte kurzfristig kaum reagieren, da Venezuela trotz großer Reserven weniger als ein Prozent der globalen Förderung stellt.

Venezuelas Goldreserven: Bedeutung größer als die Menge

Venezuela rangiert auf der Liste der Länder mit den größten Goldreserven weltweit auf Platz 30. Die offiziellen Bestände belaufen sich derzeit auf rund 161,2 Tonnen Gold. Allerdings befindet sich ein Teil dieser Reserven weiterhin im Ausland. Zudem ist unklar, wie hoch die tatsächlich verfügbaren Bestände sind.

Gold spielte für Venezuela in den vergangenen Jahren immer wieder eine zentrale Rolle bei der Sicherung von Liquidität. Gleichzeitig war das Edelmetall Gegenstand politischer, juristischer und finanzieller Auseinandersetzungen.

Streit um Gold bei der Bank of England

Besonders bekannt ist der Rechtsstreit um rund 17 Tonnen venezolanisches Gold, die bei der Bank of England lagerten. Während der Corona-Krise wollte die Maduro-Regierung das Gold verkaufen, um nach eigenen Angaben die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern. Die venezolanische Zentralbank scheiterte jedoch vor britischen Gerichten.

Entscheidend war, dass Großbritannien – wie zahlreiche andere Staaten – die Maduro-Regierung nicht als legitime Führung Venezuelas anerkannte. Die Richter untersagten daraufhin die Herausgabe des Goldes. Der Fall verdeutlichte, wie stark politische Anerkennung und Goldverfügbarkeit miteinander verknüpft sind.

Goldverkäufe und verlustreiche Swap-Geschäfte

Venezuela nutzte Gold in der Vergangenheit wiederholt, um kurzfristig an Devisen zu kommen. Dazu zählten auch Gold-Swap-Geschäfte mit internationalen Großbanken, darunter die Deutsche Bank und die Citigroup. In mehreren Fällen verlor das Land dabei Gold, weil es seinen Verpflichtungen nach Ablauf der Verträge nicht nachkommen konnte.

So gingen unter anderem rund 20 Tonnen Gold an die Deutsche Bank verloren. Auch über die Citigroup wurden größere Mengen venezolanischen Goldes veräußert. Diese Geschäfte verschafften dem Staat zwar kurzfristig Liquidität, schwächten aber langfristig die Reserveposition.

Rückholung unter Chávez als Symbol der Souveränität

Einen Gegenpol dazu bildete das Jahr 2012. Der damalige Präsident Hugo Chávez organisierte eine groß angelegte Rückführung venezolanischen Goldes aus dem Ausland. Damals lagen die offiziellen Bestände noch bei rund 211 Tonnen. Etwa 160 Tonnen Gold wurden aus ausländischen Lagerstätten nach Caracas zurückgebracht.

Die Aktion wurde politisch als Akt der Souveränität inszeniert. Zugleich zeigte sie, welch hohe symbolische und strategische Bedeutung Gold für Venezuela besitzt – weit über seinen reinen Marktwert hinaus.

Intransparenz bleibt zentrales Problem

Bis heute ist unklar, wie viel Gold Venezuela tatsächlich noch zur freien Verfügung steht. Über Verkäufe, Verpfändungen und Lagerorte gibt es nur begrenzte und teils widersprüchliche Informationen. Gold bleibt damit ein politisches Macht- und Druckmittel – aber auch eine Quelle struktureller Unsicherheit.

Gold als geopolitischer Faktor

Der Blick auf Venezuela unterstreicht, warum Gold im aktuellen geopolitischen Umfeld an Bedeutung gewinnt. Nicht nur akute Konflikte, sondern auch Fragen nach Souveränität, Anerkennung und Reservekontrolle spielen eine Rolle. Vor diesem Hintergrund erscheint die Einschätzung von JP Morgan plausibel, dass geopolitische Risiken die strukturelle Nachfrage nach Gold stützen.

Goldreporter-Kommentar: Eine direkte Beziehung zwischen den Ereignissen in Venezuela am Wochenende und dem Goldpreis-Anstieg am Montag lässt sich nur schwer nachweisen. Vor allem deshalb, weil zuletzt andere Faktoren und hohe Volatilität die Edelmetall-Kurse dominierten. Der Silbermarkt ist von Knappheitsängsten geplagt. Die nach wie vor hohen Preisaufschläge in Shanghai sind ein Hinweis auf starke geografische Metall-Verschiebungen. Allerdings dürfte die Goldnachfrage vieler Schwellenländer weiter steigen, da der Aufbau unabhängiger Reserven angesichts geopolitischer Risiken an Bedeutung gewinnt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Goldpreis aktuell – Starker Anstieg auf 4.422 USD, Geopolitik im Fokus

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Goldpreis deutlich fester zum Wochenstart. Gold legt auf 4.422 USD zu, geopolitische Aspekte rücken erneut in den Fokus.

Goldpreis heute – Starker Kursanstieg

Der Goldpreis startet mit kräftigen Gewinnen in die neue Handelswoche. Um 8:15 Uhr notierte Gold am Spotmarkt bei 4.422 USD bzw. 3.782 EUR je Unze. Das entsprach einem Plus von 2,0 Prozent in US-Dollar und 2,4 Prozent in Euro. Dabei zog auch Silber deutlich an. Der Silberpreis stieg um 3,5 Prozent auf 75,42 USD bzw. 64,52 EUR. Außerdem notierten die Aktien-Futures freundlich.

Geopolitik überlagert Konjunktur – Goldpreis mit deutlichem Plus.

Die geopolitische Eskalation begünstigt die Kursentwicklung. Die USA hatten einen Militärschlag in Venezuela ausgeführt und Staatschef Maduro festgesetzt.

Update, 05.01.2026, 16:45 Uhr: Edelmetalle bauen Gewinne aus
Gold und Silber bauen ihre Gewinne nach US-Börsenstart aus – Goldpreis plus 2,6 % (4.445 USD), Silberpreis plus 5,5 % (76,95 USD). Der DAX erreicht ein neues Rekordhoch (24.840 Pkte). Somit bewirkte die US-Militäraktion in Venezuela zunächst keinen negativen Effekt an den Finanzmärkten. Der Euro wertet um 0,1 Prozent gegenüber dem US-Dollar ab auf 1,1698 USD. Mehr zum Thema: Goldpreis: US-Angriff auf Venezuela stärkt Argumente für Gold

Die Preisaufschläge pro Unze an der Shanghai Gold

Exchange gegenüber Europa Spot laut unseren Berechnungen am 31. Dezember 2025:

  • Goldpreis: -9 USD (-0,2 %)
  • Silberpreis: +3,7 USD (+5 % )

Vortag – Hohe Volatilität

Am Freitag zeigte sich der Goldpreis erneut hochvolatil. Nach zwischenzeitlichen Gewinnen von bis zu 1,5 Prozent schloss Gold mit einem moderaten Plus von 0,3 Prozent bei 4.331 USD bzw. 3.696 EUR.

Silber gab nach US-Börsenstart einen Teil der Gewinne wieder ab. Der Schlusskurs lag bei 72,82 USD bzw. 62,13 EUR, was dennoch einem Tagesplus von 1,7 Prozent entsprach.

Ausblick – Geopolitischer Einschnitt

Spannend bleibt, wie stark der US-Eingriff in Venezuela die geopolitischen Risikoprämien dauerhaft beeinflusst. Dabei rücken auch die diplomatischen Dynamiken im Ukraine-Krieg sowie Chinas Interessen rund um Taiwan wieder stärker in den Fokus.

Außerdem richten sich die Blicke heute auf den ISM-Einkaufsmanager-Index für den verarbeitenden Sektor in den USA.

Mehr dazu zum aktuellen Kursgeschehen: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

Gold verlässt New York: Fed meldet Abgang von 29 Tonnen

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Die Fed meldet den vierten Goldabgang in Folge. Seit August 2025 wurden mehr als 100 Tonnen aus den Tresoren in New York abgezogen.

Goldbarren in einem Tresorregal – Symbolbild für Goldabgänge bei der Fed in New York
Goldbarren in einem Tresorregal symbolisieren die jüngsten Goldabgänge aus den Fed-Tresoren in New York.

Mehr Gold aus Fed-Tresor abgewandert

Die Federal Reserve meldet für November 2025 einen weiteren Rückgang der in Manhattan gelagerten Goldbestände. Damit verzeichnen die Tresore an der Liberty Street bereits den vierten Monatsabgang in Folge. Das dort verwahrte Gold gehört internationalen Eigentümern, überwiegend staatlichen Währungsreserven.

Physische Goldabgänge aus New York setzen sich fort – ein Signal für strategische Umschichtungen im Zentralbankensektor.

Der bilanzierte Wert dieser Bestände belief sich zum Monatsende auf 7.912 Millionen US-Dollar. Im Oktober waren noch 7.952 Millionen US-Dollar ausgewiesen worden.

Aktuelle Kurse & Live-Charts: Goldpreis aktuell 

Warum fast 30 Tonnen Gold New York verlassen

Die Fed bewertet das sogenannte Earmarked Gold weiterhin mit 42,22 US-Dollar je Feinunze – einem historischen Fixpreis aus den frühen 1970er-Jahren. Auf Basis dieses Ansatzes ergibt sich für November eine gelagerte Menge von 187,4 Millionen Unzen beziehungsweise 5.828,8 Tonnen.

Gegenüber dem Vormonat verringerte sich das Inventar um 947.418 Unzen oder rund 29,5 Tonnen. Seit August 2025 summieren sich die Abgänge damit auf etwa 104 Tonnen. Bereits im Oktober waren rund 25 Tonnen Gold ausgebucht worden.




Einordnung für Zentralbanken und Märkte

Solche physischen Abgänge wirken in der Regel nicht unmittelbar auf den Tagespreis von Gold. Dennoch können sie Bedeutung für die Liquidität zwischen Zentralbanken, die Struktur nationaler Reserven und das Vertrauen in bestimmte Lagerorte haben. Entsprechend werden größere Abflüsse häufig als Hinweis auf geopolitisch motivierte Umschichtungen interpretiert.

Kurzfristig schlagen sich solche Bewegungen eher indirekt nieder, etwa über Stimmungs- oder Vertrauenseffekte. In Phasen erhöhter Unsicherheit können sie bestehende Markttrends jedoch verstärken.

Auch währungspolitisch sind die Verschiebungen relevant. Ein schwindendes Vertrauen in den Lagerort USA kann den DXY belasten. Zuletzt standen vor allem Zentralbankkäufe in Asien und den Schwellenländern im Vordergrund, häufig im Kontext der fortschreitenden Dedollarisierung.

Welche Staaten die größten Goldreserven halten und wer zuletzt zu- oder verkauft hat, zeigt der Hub Goldreserven weltweit. 

Trend mit Vorgeschichte

Bemerkenswert ist die aktuelle Abzugsserie vor dem Hintergrund, dass die Bestände im Tresor der Federal Reserve Bank of New York seit März 2023 zunächst wieder angestiegen waren. In den Jahren zuvor hatte es dagegen einen anhaltenden Trend zur Rückführung staatlicher Goldreserven aus den USA gegeben.

Unter anderem hatten Deutschland, Österreich und die Niederlande beträchtliche Mengen Gold aus New York in die Heimat transferiert.

Lesetipp: Goldreporter besuchte den Fed-Tresor 2014 vor Ort. Die Reportage Der Fed-Report (9,95 Euro) erläutert unter anderem, wie Teile der Anlage von Privatpersonen besichtigt werden können.

Was die Daten zeigen – und was offenbleibt

Der monatliche Fed-Bericht erfasst ausschließlich das sogenannte Earmarked Gold, also fremdes Gold in Verwahrung. Die US-eigenen Goldreserven werden separat bilanziert und lagern nicht in Manhattan.

Welche Staaten konkret hinter den jüngsten Abzügen stehen, bleibt offen. Die Fed macht hierzu grundsätzlich keine Angaben. Entsprechende Informationen werden – wenn überhaupt – nur von den jeweiligen Eigentümern selbst veröffentlicht.

Mehr dazu: Goldreserven: Wo Staaten ihr Gold lagern – und warum sie es heimholen