Goldpreis rutscht unter 4.800 USD: Ölpreis, Zinsen und Charttechnik belasten

Der Goldpreis fällt am Donnerstag auf 4.780 USD. Ölpreis über 110 Dollar, Zinsängste und technische Bedingungen setzen Gold weiter unter Druck.

Gold heute

Der Goldpreis startet am Donnerstag mit neuen Verlusten in den Handel. Um 8:15 Uhr kostete die Feinunze am europäischen Spotmarkt 4.780 US-Dollar. Das entsprach 4.167 Euro. Damit lag Gold 0,8 Prozent unter Vortag. Silber verlor noch stärker und fiel um 3,7 Prozent auf 72,60 US-Dollar beziehungsweise 63,30 Euro.

Dabei kommt der Druck nicht aus nur einer Richtung. Der Ölpreis steigt weiter und Brent notiert bereits bei 114 US-Dollar je Barrel. Das schürt neue Sorgen vor anhaltend hohem Preisdruck. Deshalb schwinden an den Märkten die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen. Außerdem hat sich das charttechnische Bild bei Gold zuletzt klar eingetrübt.

Der Goldpreis gerät unter Druck, weil steigende Ölpreise, zähe Inflation und sinkende Zinshoffnungen den Markt gleichzeitig belasten.

Vortag

Schon am Mittwoch hatten die Edelmetalle kräftig nachgegeben. Zunächst belasteten überraschend starke US-Erzeugerpreise die Aussicht auf bald sinkende Zinsen. Am Abend bestätigte die US-Notenbank den restriktiven Ton. Denn für dieses Jahr wird nun nur noch maximal ein Zinsschritt erwartet.

Dadurch sackte der Goldpreis auf 4.818 US-Dollar ab. Das entsprach 4.207 Euro. Auf Dollarbasis stand ein Minus von 3,7 Prozent zu Buche. Es war bereits der sechste Verlusttag in Folge. Silber verlor fast 5 Prozent und fiel auf 75,39 US-Dollar. Parallel zog Brent weiter an auf 111 US-Dollar je Barrel. Zudem gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Der DAX-Future lag zuletzt 2,3 Prozent im Minus.

Ausblick

Heute rückt die EZB in den Mittelpunkt. Das Ergebnis der aktuellen Ratssitzung steht an. Der Markt achtet nun besonders darauf, wie die Notenbank die neuen Inflationsrisiken durch höhere Energiepreise einordnet. Dabei gibt es bereits erste Erwartungen, in Frankfurt könnte ein deutlich restriktiverer geldpolitischer Kurs gefahren werden.

Außerdem stehen aus den USA neue Daten zum Immobilienmarkt, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly-Fed-Index auf dem Programm. Deshalb dürfte es am Donnerstag erneut auf die Themen Zinsen, Inflation und Konjunktur ankommen. Für Gold bleibt das Umfeld damit vorerst angespannt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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2 Kommentare

  1. Liebe Dorfgemeinde: immer mit der Ruhe.

    1.) Das Vreneli (im letzten August bei 500) steht immer noch über 800.
    Wer echtes Metall hat, hat also gar kein Problem
    2.) Wie wir wissen, kommt auf jede echte Unze 200 x Papiergold (mindestens).
    Wenn bei denen jetzt Panik ausbricht und/oder Verkaufszwang entsteht, weil man woanders Löcher stopfen muß, ist das langfristig gut für uns.
    Fundamental (explodierende Verschuldung, anziehende Inflation, sichere Wirtschaftskrise bei steigenden/nicht weiter sinkenden Zinsen) läuft es für uns.

    3.) Die einzig wichtige Frage für uns ist nun: wann ist der Nachkaufzeitpunkt gekommen.
    Keine Hektik, einfach in Ruhe abwarten.

  2. Mittlerweile auch 4.700 durchbrochen.
    Runter gehts vom Balkon bei Gold und Silber.
    Wie weit ? Zumindest bis der Jahresgewinn vernichtet ist.

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