Der Goldpreis in China liegt deutlich unter dem Europa-Spot. Der negative SGE-Spread signalisiert schwächere Kursimpulse aus Fernost.

Gedämpfte Impulse aus dem chinesischen Markt
Der Goldpreis in China liegt aktuell weiter unter dem europäischen Spotkurs. An der Shanghai Gold Exchange (SGE) wurde die Feinunze am vergangenen Freitag rund 21 US-Dollar günstiger gehandelt als in Europa. Noch vor drei Wochen hatte China einen Aufschlag von 13 US-Dollar gezahlt. Damit hat sich ein zuvor stabiler Trend umgekehrt.
Schwächere Kursimpulse aus China? Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen offenbar vor allem im Westen.
Aktueller Spotkurs in Europa: Goldpreis aktuell: – Übersicht und Live-Daten
Messzeit: [Fr. 19.12.25, 14:30 h Shanghai] / [08:30 h MEZ Berlin]
Aufschlag China → Europa Spot: -21 USD/oz (05.12.25: -41 USD); Δ: +20 USD
Gedämpfte Nachfrageimpulse aus China
Zuletzt ist der Abstand aber wieder gesunken. Denn in der Vorwoche zuvor lag der SGE-Goldpreis noch 41 USD unter dem Europa-Spotkurs. Dabei deutet der anhaltend negative Spread auf eine kurzfristig gedämpfte physische Nachfrage im chinesischen Binnenmarkt hin.
Währenddessen sind die chinesischen Goldimporte aus der Schweiz im November mit 12 Tonnen wieder etwas gestiegen. Im Vormonat waren es lediglich 2,1 Tonnen.
| Markt / Kennzahl | 19.12.25 | 12.12.25 | Δ |
|---|---|---|---|
| Gold China SGE Fix (CNY/Gramm) | 974,76 | 965,28 | +1 % |
| Gold China SGE (USD/Gramm) | 138,30 | 136,84 | +1,46 |
| Goldpreis China SGE (USD/oz) |
4.302 | 4.256 | +46 |
| Goldpreis Europa (USD/oz) |
4.323 | 4.297 | +26 |
| Aufschlag/Abschlag China → Europa (USD/oz) |
-21 | -41 | +20 |
Damit hat sich das Preisfenster zwischen China und Europa verringert.
Warum der China-Spread global relevant ist
Die Preisdifferenz zwischen SGE und internationalem Spotmarkt gilt als wichtiger Indikator für physische Warenströme. Denn ein deutlicher Aufschlag in China verstärkt üblicherweise Importe und kann globale Preisbewegungen beschleunigen.

Der aktuelle Abschlag signalisiert dagegen: Der chinesische Goldmarkt liefert im Moment keinen zusätzlichen Nachfrageimpuls für den Weltmarkt. Interpretation: Der starke Goldpreis-Anstieg hat seine Ursachen derzeit vor allem im Westen.
Mehr Einordnung: Goldpreis auf Rekordniveau – warum dieser Anstieg kein Zufall ist


Jeweils 2% Anstieg an einem Tag bei AU und AG sind schon beachtlich. Die Großbanken haben die Kursdrückerei anscheinend fürs Erste beendet und sind vielleicht tatsächlich ins Lager der Longseller gewechselt. Bei allen Finanznachrichten wird jetzt so viel über Edelmetalle gesprochen, dass es fast wieder unheimlich wird.
Da fragt sich also, was ist der Grund der hohen Nachfrage im Westen.
Könnte es an den westlichen Währungen, der Wirtschaftslage und der Hegemonie des Dollars liegen ?
Alle 3 sind momentan nicht gerade zum Jubeln aufgestellt und das veranlasst möglicherweise, den einen oder anderen ( Tante Emma und Onkel Karl Heinz) in Edelmetalle zu flüchten, statt in Aktien und Anleihen oder in das Post Sparbuch.
Sagte doch die Oma von Tante Emma, also Oma Gertrud
„Gold und Silber ist doch immer was wert“
(Jedenfalls, solange man noch welches bekommt, denn, momentan sieht es mau aus oder aus die Maus ).