Goldabsatz in Südafrika explodiert – Rekorderlöse im Dezember

Rekordmonat am Kap: Südafrikas Goldabsatz schießt im Dezember auf ein neues Allzeithoch. Einnahmen steigen um 270 Prozent.

Goldabsatz in Südafrika erreicht Rekordniveau – Goldbarren in industrieller Verarbeitung
Goldbarren in industrieller Verarbeitung. Südafrika meldet im Dezember Rekorderlöse beim Goldabsatz.

Gold-Absatz erreicht im Dezember Rekordniveau

Südafrika hat im Dezember einen neuen Rekord beim Gold-Absatz gemeldet. Nach Angaben von Stats SA beliefen sich die Erlöse auf 31,54 Milliarden Rand, umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro.

Damit lagen die Einnahmen jeweils etwa 270 Prozent über dem Vormonat und dem Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Im Mai 2025 hatte der Goldabsatz mit 21,3 Milliarden Rand (1,04 Milliarden Euro) den bisherigen Bestwert erreicht.

Nach einem deutlichen Rückgang im November zeigte sich der Gold-Absatz im Dezember außergewöhnlich stark, während Platinmetalle stabil blieben.

Dazu beigetragen hat auch der starke Goldpreis-Anstieg mit einem Kursgewinn von 67 Prozent innerhalb eines Jahres. 

Platinmetalle behaupten hohes Niveau

Auch das Geschäft mit Platinmetallen entwickelte sich robust. Die Umsätze mit Platin und Palladium lagen bei 23,13 Milliarden Rand (rund 1,2 Milliarden Euro) und bewegten sich damit auf dem hohen Niveau der beiden Vormonate. Im Jahresvergleich ergibt sich ein Plus von 51 Prozent. Dies spricht für eine weiterhin starke industrielle Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Gold-Produktion bleibt unter Druck

Auf der Produktionsseite setzte sich der rückläufige Trend fort. Die Gold-Förderung lag im Dezember lediglich rund 1 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen ging die Produktion von Platinmetallen um 7,7 Prozent zurück. Südafrika bleibt zwar der weltweit größte Platinproduzent, allerdings veröffentlicht Stats SA nur prozentuale Veränderungen und keine absoluten Fördermengen.

Belastungsfaktoren im Goldsektor

Südafrika hatte seine Position als weltweit größter Gold-Produzent bereits 2006 verloren. Seitdem belasten sinkende Erzgehalte, steigende Förderkosten, fehlende Großfunde sowie wiederkehrende Streiks und Stromausfälle die Branche. Hinzu kommt die extreme Tiefe vieler Bergwerke, die eine Ausweitung der Förderung erschwert. Zwar profitierten die Produzenten zuletzt vom hohen Goldpreis, der strukturelle Abwärtstrend im Sektor gilt jedoch weiterhin als intakt.

Mehr dazu: Goldmarkt international – Nachfrage, Förderung, Marktanalyse

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3 Kommentare

  1. Oho! Da scheint ja bei den Springböcken eine exorbitante Brunftzeit ausgebrochen zu sein…! Röhren die eigentlich auch wie Hirsche…?
    Dokta

    • @Goldeneye
      Das sind sicher nicht die neuen Fördermengen, sondern das Gold, welches dort über Jahre auf Vorrat gelagert wurde, kam nun zu besseren Preisen auf den Markt.
      Ich war mal vor zig Jahren in Südafrika und habe die Lager ansehen dürfen. Allerdings herrschte damals dort noch die Apartheid Regierung unter de Klerk.
      Und da funktionierte das Land noch und galt als die Schweiz Afrikas mit Wohlstand und Reichtum.
      Viele Europäer wanderten dorthin aus, wegen der besseren Lebensbedingungen und des höheren Einkommens.
      Danach ging es nur noch bergab mit dem Land.
      Schade drum.

  2. @Maruti
    Vielen Dank – da hatte ich noch gar nicht drüber nachgedacht…
    Wie sagte mal ein bekannter deutscher Fußballer: „Again what learned!“ :-)
    In diesem Sinne – goldiges, gewaltfreies WE für alle!
    Dokta

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