Goldpreis steigt auf 5.174 USD – Kreditmarkt sorgt für Nervosität

Der Goldpreis startet fester in den Dienstag und steigt auf 5.174 USD je Unze. Während Öl wieder teurer wird, rücken Risiken im Private-Credit-Markt stärker in den Fokus.

Gold heute

Die Edelmetalle starten mit Gewinnen in den Dienstagshandel. Der Goldpreis lag um 8:15 Uhr bei 5.174 US-Dollar je Unze, entsprechend 4.449 Euro. Damit ergibt sich ein Plus von jeweils rund 0,7 Prozent. Auch Silber legt zu. Der Silberpreis steigt um 2,1 Prozent auf 88,80 US-Dollar beziehungsweise 76,34 Euro pro Unze.

Während Ölpreis und Kreditrisiken neue Unsicherheit an den Märkten schüren, gewinnt der Goldpreis als sicherer Hafen erneut an Unterstützung.

Dabei rückt neben dem Ölmarkt ein weiterer Risikofaktor in den Fokus. Im schnell gewachsenen Private-Credit-Markt, dessen Volumen inzwischen rund 2 Billionen US-Dollar beträgt, nehmen laut Fitch Ratings die Ausfälle zu. Die Quote liege bereits bei 5,8 Prozent. Deshalb wächst die Sorge, dass hochverschuldete Unternehmen unter dauerhaft hohen Zinsen und möglichen strukturellen Umbrüchen durch Künstliche Intelligenz stärker unter Druck geraten könnten.

Auch der Energiemarkt bleibt ein zentraler Treiber. Nachdem der Ölpreis am Montag stark gefallen war, zieht er am Dienstagmorgen wieder an. Der Preis für ein Fass Brent-Rohöl steigt auf rund 92 US-Dollar, ein Plus von etwa 4 Prozent.

Vortag: Edelmetalle drehen nach schwachem Start

Dabei verlief der Handel am Montag zunächst schwach. Doch am Nachmittag drehten Gold und Silber gemeinsam mit den Aktienmärkten nach oben. Auslöser waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der eine baldige Lösung im Iran-Konflikt in Aussicht stellte und zugleich eine teilweise Lockerung der Öl-Sanktionen signalisierte.

In der Nacht zuvor waren die Ölpreise zeitweise auf knapp 120 US-Dollar je Barrel gestiegen. Nach den politischen Signalen fiel der Brent-Preis jedoch wieder unter 90 US-Dollar. Am Ende schlossen die Edelmetalle nahezu unverändert. Der Goldpreis lag bei 5.129 US-Dollar beziehungsweise 4.412 Euro je Unze. Silber beendete den Handel bei 87,04 US-Dollar beziehungsweise 74,87 Euro.

Ausblick: US-Konjunkturdaten im Fokus

Am Dienstag richten sich die Blicke auf neue US-Konjunkturdaten. Erwartet werden der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie Zahlen zu den Verkäufen bestehender Häuser im Februar.

Außerdem beobachten die Märkte weiter aufmerksam die Entwicklung beim Ölpreis sowie mögliche Auswirkungen auf Inflation und Geldpolitik.

Dabei gilt derzeit eine Besonderheit im Zeitplan der Börsen. In den USA gilt bereits Sommerzeit, wodurch der Abstand zum Handel an der Wall Street vorübergehend nur fünf Stunden beträgt.

Mehr dazu: Goldpreis aktuell – Übersicht und Live-Daten

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2 Kommentare

  1. Das überrascht mich doch sehr – es ist Dienstag und es geht flott nordwärts… Hab‘ ich da wieder was verpasst? Jemand irgendwelche Ideen, was da vorgeht? Irgendwas ist da anders: auf das „Fr.-Mo.-runter-rauf“ war jetzt schon seit 2 Wochen kein Verlaß! :-(
    Gruß in die Runde!
    Dokta

  2. Diese Volatilität bei den Assets ist einzigartig und gab es nur vor dem crash in der 20er Jahren.
    Eine Casino Mentalität hat die Börsen übernommen.
    Für Anleger bedeutet das, raus aus allen Assets auf Papier oder digital, so schnell wie möglich. Und zwar alles, will man nicht an Ende nackt wie bei Wirecard dastehen.
    We garantiert einem, dass nicht auch Google, Amazon, Apple oder Coca Cola den Lehmann macht ?
    Niemand garatiert das, keine Sau auf Erden.
    Das Undenkbare ist schon öfters wahr geworden, nur man hat es vergessen, bis auf die Titanic.
    Undenkbar unsinkbar liegt sie nun auf über 4.000 Metern.

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